Zinkmangel und Haarausfall: Ursachen, Symptome und Behandlung

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. Es spielt eine Schlüsselrolle in vielen lebenswichtigen Prozessen im Körper. Zink ist essenziell für das Immunsystem, fördert die Wundheilung und trägt zur Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln bei.

Ein Zinkmangel tritt auf, wenn der Körper nicht ausreichend mit diesem wichtigen Mineralstoff versorgt wird. Wenn auch Sie häufig an Erkältungen leiden oder Probleme mit der Haut haben, könnte ein Zinkmangel dahinterstecken. Eine einseitige Ernährung oder chronische Darmerkrankungen können zu einem Zinkmangel führen.

Zinkmangel kann Symptome wie krankhafte Hautveränderungen, Haarausfall, verzögerte Wundheilung oder eine geschwächte Immunabwehr verursachen. Da Zink für viele Körperfunktionen wichtig ist, macht sich ein Mangel besonders dort bemerkbar, wo sich Zellen häufig erneuern oder wachsen.

Spurenelement Zink: Haben Sie Probleme mit Haarausfall, Ihrer Haut oder Ihrem Immunsystem?

Was ist Zink und warum ist es wichtig?

Zink ist ein lebenswichtiges Mineral, das Menschen mit der Nahrung aufnehmen müssen - man bezeichnet Zink daher auch als essenzielles Spurenelement. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, im Wachstum und bei der Wundheilung. Außerdem ist Zink an der Immunabwehr, am Fett- und am Zuckerstoffwechsel beteiligt.

Menschen sind darauf angewiesen, Zink mit der Nahrung aufzunehmen. Reich an Zink sind zum Beispiel Lebensmittel wie rotes Fleisch und Meeresfrüchte, Milch- und Vollkornprodukte, Nüsse wie Cashews und Hülsenfrüchte wie Linsen. Zink wird im Dünndarm aus der Nahrung in das Blut und das Gewebe aufgenommen.

Eine ausgewogene Ernährung enthält in der Regel genug Zink, um den Bedarf zu decken. Entscheidend ist weniger der Gehalt an Zink in der Nahrung, sondern dessen Bioverfügbarkeit. So ist Zink zwar auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten, jedoch ist die Verwertbarkeit im Körper bei tierischen Lebensmitteln deutlich besser.

Pflanzliche Lebensmittel enthalten häufig Phytate, die Zink binden und so seine Aufnahme verhindern. Das heißt, der Körper kann das Zink aus tierischer Kost besser aufnehmen. Bei vegetarischer und vor allem veganer Ernährung sollte deshalb besonders auf die Zinkversorgung geachtet werden.

Ursachen für Zinkmangel

Es gibt eine ganze Reihe an Ursachen, die zu einem Zinkmangel führen können.

  • Eine weitere Ursache für Zinkmangel können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sein. Sie können dazu führen, dass zu wenig Zink aus dem Dünndarm ins Blut gelangt.
  • Ein Zinkmangel kann auch durch einen übermäßigen Verlust von Zink entstehen, zum Beispiel bei Durchfall. Starker Alkoholkonsum führt dazu, dass vermehrt Zink mit dem Harn ausgeschieden wird.
  • Auch manche Medikamente beeinflussen die Aufnahme und Ausscheidung von Zink und begünstigen so einen Zinkmangel.
  • Zusätzlich kann Phytat die Aufnahme von Zink im Dünndarm hemmen. Phytat ist in Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen enthalten.
  • Auch eine phosphathaltige Kost wirkt sich negativ auf die Zinkaufnahme aus (z. B. Limonaden, Cola, Fast-Food).

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung eines Zinkmangels sind Komplexbildner. Komplexbildner sind Substanzen, die die Aufnahme von Zink im Darm beeinträchtigen, indem sie Zink-Ionen binden und so deren Verfügbarkeit für den Körper verringern. Sie kommen in verschiedenen Lebensmitteln und Medikamenten vor:

  • Phytate: Phytinsäure, die u. a. in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen vorkommt, bindet Zink und hemmt seine Aufnahme. Obwohl diese Lebensmittel gesund sind und viele Nährstoffe bieten, kann der hohe Gehalt an Phytaten bei Menschen zu einer verringerten Zinkaufnahme führen. Dennoch stellen sie in der Ernährung wichtige und gute Zinkquellen dar.
  • Calcium: Hohe Mengen an Calcium, wie sie in Milchprodukten oder Calciumpräparaten vorkommen, können ebenfalls die Zinkaufnahme beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, bei der Einnahme von Calcium und Zink auf einen zeitlichen Abstand zu achten.
  • Eisen: Ähnlich wie Calcium kann auch Eisen die Aufnahme von Zink stören. Eine zu hohe Menge an Eisen kann die Zinkaufnahme erschweren.
  • Tannine: Diese pflanzlichen Verbindungen in Tee und Kaffee hemmen ebenfalls die Zinkaufnahme.

Symptome eines Zinkmangels

Ein schwerer Zinkmangel verursacht typischerweise eine Hautentzündung mit Rötungen, Schuppen und Bläschen um Mund und After oder auch an Ellbogen, Knien, Fingerknöcheln und Fußgelenken. Außerdem kommt es häufiger zu Infektionen, weil die Immunfunktion stark beeinträchtigt ist.

Da Zink für viele Körperfunktionen wichtig ist, macht sich ein Mangel besonders dort bemerkbar, wo sich Zellen häufig erneuern oder wachsen. Zu den häufigsten Symptomen eines Zinkmangels gehören:

  • Immunsystem: Häufige Erkältungen oder Infektionen, da das Immunsystem geschwächt ist
  • Haut: Hautprobleme wie Akne, Ekzeme, schuppende Haut oder eine verzögerte Wundheilung
  • Haare: Haarausfall oder brüchiges, glanzloses Haar
  • Nägel: Brüchige Nägel oder Querfurchen
  • Sinnesorgane: Vermindertes Geruchs- und Geschmacksempfinden oder Probleme mit dem Hell-Dunkel-Sehen
  • Geschlechtsorgane: Unterentwicklung der Geschlechtsorgane, verminderte Fruchtbarkeit oder Potenzstörungen
  • Weitere Symptome: Wachstumsstörungen bei Kindern, Stimmungsschwankungen oder Depressionen

Weitere Symptome eines schweren Mangels sind:

  • Durchfall
  • Wachstumsverzögerung bei Kindern
  • schlechte Wundheilung
  • Infektanfälligkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Mattigkeit

Wichtig zu wissen: Bei der Acrodermatitis enteropathica, einer erblichen Hauterkrankung, kommt es schon im Säuglingsalter zu einem Zinkmangel.

Weil die Symptome jedoch oft unspezifisch sind und sich über längere Zeit entwickeln, kann der Mangel zunächst unentdeckt bleiben. Deshalb ist es wichtig, gut auf mögliche Anzeichen und Ursachen eines Zinkmangels zu achten.

Ein chronischer Zinkmangel kann langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Doch mit einer frühzeitigen Behandlung können viele der Symptome verhindert oder gemildert und Ihre Lebensqualität gesteigert werden.

Zinkmangel und Haarausfall

Haarausfall ist eines der häufigsten ästhetischen Probleme, das sowohl Frauen als auch Männer betrifft. Wenn Ihr Haar häufiger ausfällt oder Sie feststellen, dass es in letzter Zeit deutlich dünner geworden ist, fragen Sie sich vielleicht, ob die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel dazu beitragen kann, die Gesundheit, das Aussehen und das Wachstum Ihres Haars zu verbessern.

Haarausfall oder dünner werdendes Haar kann viele Ursachen haben - in vielen Fällen ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. Wenn Sie sich gesundes, volles und langes Haar wünschen, ist es wichtig, auf eine insgesamt gesunde und nährstoffreiche Ernährung zu achten.

Ein Mangel an mehreren Nährstoffen im Körper, insbesondere an Vitaminen, kann zu vermehrtem Haarausfall beitragen. Ein Mangel an Riboflavin, Biotin, Folsäure und Vitamin B12 wird mit Haarausfall und vermehrtem Haarausfall in Verbindung gebracht.

Normalerweise sind die Haarwurzeln mit Zink angereichert, als Bestandteil von Struktureiweiß hilft Zink die Haare aufzubauen. Durch eine Zinkunterversorgung wird das Haar dünn. Haare sind besonders stark von einem Zinkmangel betroffen. Werden sie glanzlos und brüchig, so ist das zunächst ein Indiz für einen leichten Mangel.

Die Zellteilung für das Wachstum der Haare funktioniert nicht, wenn kein oder deutlich zu wenig Zink vorhanden ist. Haare haben faktisch einen erheblichen Bedarf an dem Mineralstoff Zink. Zink ist an der Bildung von Kreatin und Kollagenen, den Bestandteilen von Haaren, beteiligt.

Wie wird ein Zinkmangel festgestellt?

Bei Symptomen, die auf einen Zinkmangel hindeuten oder bei Erkrankungen, die häufig mit einem Zinkmangel einhergehen, kann die Ärztin oder der Arzt die Menge an Zink im Blut messen.

Die Diagnose eines Zinkmangels erfolgt in der Regel durch eine Blutuntersuchung. Da Zink jedoch größtenteils in den Körperzellen gespeichert ist und nur ein kleiner Anteil im Blut zirkuliert, kann ein normaler Blutwert einen Mangel in den Körperzellen nicht zuverlässig ausschließen.

Den Gehalt von Zink im Blut zu bewerten kann jedoch schwierig sein: Einerseits kann bei einem leichten Zinkmangel der Wert im Normalbereich liegen.

Behandlung von Zinkmangel

Die Behandlung eines Zinkmangels erfolgt in der Regel durch eine gezielte Erhöhung der Zinkzufuhr. Dabei kommen Zinkpräparate aus der Apotheke, wie Zink Verla®, zum Einsatz.

Bei einem nachgewiesenen Zinkmangel verschreibt die Ärztin oder der Arzt Zinkpräparate. Auch wenn ein Zinkmangel wahrscheinlich ist, können die Präparate auf Verdacht verordnet werden. Diese werden - je nach Ursache und Schwere des Mangels - über mehrere Wochen täglich eingenommen. Oft verschwinden die Symptome 1 bis 2 Wochen nach Beginn der Einnahme.

Auch die erblich bedingte Hauterkrankung Acrodermatitis enteropathica, die mit einem Zinkmangel einhergeht, lässt sich gut mit Zinktabletten behandeln.

Alter Tagesbedarf (weiblich) in mg Tagesbedarf (männlich) in mg
0 bis 4 Monate 1,5 1,5
4 bis 12 Monate 2,5 2,5
1 bis 4 Jahre 3 3
4 bis 7 Jahre 4 4
7 bis 10 Jahre 6 6
10 bis 13 Jahre 8 9
13 bis 15 Jahre 10 12
15 bis 19 Jahre 11 14
ab 19 Jahre 7 10
Schwangere 10
Stillende 11

Wie lässt sich einem Zinkmangel vorbeugen?

Während der Schwangerschaft, im Säuglingsalter und in der Kindheit ist Zink für das Wachstum und eine gesunde Entwicklung wichtig. Eine vorbeugende Einnahme von Zinkpräparaten ist jedoch nicht notwendig. Muttermilch, Babynahrung und eine normale ausgewogene Ernährung enthalten in der Regel ausreichend Zink.

Zur Vorbeugung können Sie außerdem folgende Tipps in Ihren Alltag integrieren:

  • Ernährung mit guten Zinklieferanten: Fleisch, Fisch, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Extrem zinkreich sind Austern.
  • Vermeiden von Komplexbildnern: Nehmen Sie Zinkprodukte nicht zeitgleich mit Calcium-, Eisen- oder Kupferpräparaten und nicht mit Mahlzeiten mit einem hohen Phytatgehalt ein.
  • Alkoholkonsum einschränken: Alkohol kann die Zinkausscheidung erhöhen.
  • Erhöhten Bedarf decken: Bei einem erhöhten Zinkbedarf kann es hilfreich sein, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Menschen, die sich vegan ernähren, können ihren Zinkbedarf decken, indem sie darauf achten, genügend Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Soja sowie Weizen- und Roggenkeimlinge zu sich zu nehmen. Vegetarierinnen und Vegetarier können zusätzlich zu tierischen Produkten wie Eiern, Käse und anderen Milchprodukten greifen.

Wichtig zu wissen: Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte enthalten auch Phytat - ein Pflanzenstoff, der die Aufnahme von Zink aus dem Darm hemmt.

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