Wie viel wiegt ein Kotelett durchschnittlich? Ein umfassender Leitfaden

Beim Thema Fleisch denken viele zuerst an Koteletts und Steaks. Das Kotelett vom Schwein kommt in Deutschland häufig auf den Tisch. Hierbei handelt es sich um das Nacken- und Rückenstück des Schweins, das von Vorder- bis zur Hinterkeule reicht. Je nachdem, aus welchem Teil das Fleischstück geschnitten wird, unterscheidet man zwischen Nackenkoteletts, Stiel- und Rippenkoteletts und den Lenden- oder Filetkoteletts.

Aber was ist mit dem Rinderkotelett? Im Prinzip handelt es sich um ein ähnliches Teilstück wie beim Schwein, das aus dem Rücken des Rinds geschnitten wird. Wie beim Kotelett vom Schwein bleibt immer ein Stück vom Rippenknochen am Fleisch. Der Vorteil dabei ist: Das Kotelett gart sehr schonend, was für einen zarten Biss und intensiven Geschmack sorgt.

Hierzulande wird das Rinderkotelett meistens aus Hochrippe geschnitten - dem Rückenstück zwischen der achten und zwölften Rippe. Während sich die komplette Hochrippe sehr gut als Braten zubereiten lässt, ist das Kotelett vom Rind auf dem Grill perfekt aufgehoben.

Das Rinderkotelett findet man unter vielen weiteren Namen - in den USA zum Beispiel auch als Shell Steak vom Angus-Rind. In Frankreich gibt es das Côte de Boeuf vom Grill. Ohne Knochen ist es als Rib Eye Steak bekannt. In Süddeutschland wiederum wird es als Ochsenkotelett bezeichnet. Letztlich ist der Name egal, auf den Geschmack kommt es an.

Ein Rinderkotelett ist auf jeden Fall eine Portion für den großen Appetit, von dem auch mehrere Personen problemlos satt werden. Je nach Rasse und Schnitt bringt ein einzelnes Club Steak schnell ein halbes Kilo auf die Waage. Die Größe ist aber auch ein buchstäblich großer Vorteil: Durch den dicken Schnitt kann das Fleisch im Inneren langsam zur Perfektion garen, während es außen eine schöne Kruste erhält.

Noch saftiger wird das Ergebnis, wenn das Fleisch ausreichend intramuskuläres Fett enthält - wie zum Beispiel beim Simmentaler Rind. Sichtbar wird das durch eine intensive, feine Marmorierung des Fleisches.

Das Kotelett aus der Hochrippe vom Rind erinnert geschmacklich an das Rib Eye Steak, da es aus dem gleichen Teilstück des Rindes stammt. Insgesamt ist der Geschmack würzig, etwas kräftiger als beim Filet. Gerade bei einem hochwertigen Steak bzw. Kotelett mit schöner Marmorierung kommt der natürliche Eigengeschmack perfekt zur Geltung.

Wenn du ein Rinderkotelett grillen möchtest, reichen Salz und Pfeffer als Gewürze schon aus. Wie schon erwähnt, hat das Rinderkotelett immer einen Knochen. Ein Filetstück gehört traditionell nicht dazu. Beim Kauf von Rindfleisch solltest du auf Qualität achten, damit das Fleisch auch zum Genuss wird. Koteletts vom Angus sind in den USA zum Beispiel sehr begehrt. Die erhalten durch die Fütterung mit Mais eine würzige Note. In Deutschland sind Ochsenkoteletts vom Simmentaler eine Delikatesse. Anders als bei vielen anderen Tierassen gilt hier, je älter das Tier desto intensiver ist der Fleischgeschmack. Das Fleisch von älteren Rindern lässt sich an der gelblichen Färbung des Fettes gut erkennen. Diese sind, was die Aromen anbelangt, unerreicht. Das Fett zergeht regelrecht buttrig auf der Zunge.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenreifung. Die schnellere Methode ist die Nassreifung (Wet Aged), bei der das Fleisch im eigenen Saft in einem Vakuumbeutel reift. Dadurch verliert es keine Flüssigkeit und ist nach dem Reifevorgang noch genauso schwer wie vorher. Die Trockenreifung (Dry Aged) erfolgt bei einer konstanten Temperatur und Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum im einem speziellen Raum oder einem Dry-Ager Reifeschrank und dauert wesentlich länger. Bei diesem Vorgang verliert das Fleisch an Flüssigkeit. Du kannst auch dein Dry Aged Rinderkotelett zu Hause selber machen.

Mit dem Rinderkotelett hast du den Hauptdarsteller für das Barbecue bereits gefunden. Hier kommt es darauf an, für welche Würzung du dich beim Rindfleisch entscheidest. Zum französischen Côte de Boeuf passen gegrillte Tomaten und selbstgemachtes Kräuterbaguette. Wenn du amerikanisch grillst, bieten sich Kartoffelspalten an. Damit das Fleisch schön zart und saftig bleibt, sollte es langsam bei niedrigen Temperaturen, indirekt gegrillt werden. Für eine tolle Kruste und leckere Röstaromen kommen dann höhere Temperaturen ins Spiel.

Damit du den Gargrad deines Rinderkoteletts auf den Punkt triffst, behalte immer die Kerntemperatur im Auge. Das klassische Rinderkotelett vom Grill ist ein Rezept für Puristen: Fleisch, Hitze und Salz - mehr brauchst du dafür nicht.

Heize dazu den Grill auf 350 °C an und grille das Kotelett von jeder Seite etwa zwei Minuten kräftig an. Lege es dann in die indirekte Zone bei etwa 110 °C und lasse es 15 Minuten ziehen. Der Gargrad Medium ist bei einer Kerntemperatur von 54 °C erreicht.

Das Rückwärtsgrillen ist eine Methode, die sich ideal für trockengereiftes Rindfleisch eignet. Durch die Reifung ist das Fleisch nämlich etwas trockener. Hier gehst du im Prinzip genau umgekehrt vor wie beim klassischen Grillen: Zuerst gibst du das Kotelett vom Rind bei 110 °C indirekt auf den Grill. Schließe den Deckel und warte je nach Dicke 10 bis 20 Minuten. Dann heizt du den Grill voll auf und lässt das Kotelett über direkter Hitze rösten. Etwa zwei Minuten je Seite reichen aus. Hierzu eignet sich auch eine Infrarotzone optimal, wie du sie bei vielen Gasgrills findest.

Ein Kotelett ist dir nicht genug Fleisch? Kein Problem: Beim doppelten Rinderkotelett wird wirklich jeder satt. Das üppige Stück Fleisch mit zwei Knochen wiegt ein gutes Kilogramm. Schneide zunächst die Fettauflage kreuzförmig ein, dadurch verzieht sich das Fleisch beim Grillen nicht. Wenn du möchtest, kannst du den Fettrand mit Meersalz würzen. Grille das Rinderkotelett im ersten Schritt bei direkter Hitze scharf an - von allen vier Seiten jeweils etwa ein bis zwei Minuten. Würze das Fleisch im Anschluss ganz nach deinen Wünschen mit Salz, Butter oder anderen Gewürzen wie Rosmarin, Knoblauch, Thymian und rosa Pfeffer und lasse es noch fünf Minuten ruhen.

Wenn Sie das nächste Grillfest planen, stehen Sie vielleicht vor der Frage: Wie viel Fleisch brauche ich pro Person? Die richtige Portionsgröße für Grillkoteletts zu bestimmen, ist entscheidend für eine gelungene Mahlzeit. Zu wenig, und Ihre Gäste bleiben hungrig. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die ideale Menge an Grillkotelett pro Person berechnen.

Durchschnittliches Gewicht eines Grillkoteletts

Das durchschnittliche Gewicht eines Grillkoteletts variiert je nach Fleischart und Schnitt. Typischerweise wiegen Schweinekoteletts zwischen 150 und 200 Gramm pro Stück, während Lammkoteletts etwas leichter sind und oft 100 bis 150 Gramm auf die Waage bringen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Gewichtsangaben sich auf das rohe Fleisch beziehen. Während des Grillens verliert das Fleisch Flüssigkeit, was zu einem Gewichtsverlust von etwa 20-25% führt.

Die Dicke des Koteletts spielt ebenfalls eine Rolle für das Gewicht. Dünnere Scheiben von etwa 1-1,5 cm wiegen naturgemäß weniger als dickere Stücke von 2-3 cm. Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, möglichst gleichmäßig geschnittene Koteletts zu wählen. Dies erleichtert nicht nur die Portionsplanung, sondern gewährleistet auch eine gleichmäßige Garzeit auf dem Grill.

Als Faustregel gilt: Pro Person sollten Sie etwa 200-250 Gramm rohes Fleisch einplanen. Bedenken Sie jedoch, dass der tatsächliche Bedarf von Person zu Person variieren kann. Sportliche oder körperlich arbeitende Menschen haben oft einen höheren Energiebedarf und essen entsprechend mehr.

Die Art der Veranstaltung beeinflusst ebenfalls die ideale Portionsgröße. Bei einem lockeren Grillabend mit Freunden, wo neben dem Fleisch auch reichlich Beilagen und Snacks angeboten werden, können Sie die Menge pro Person etwas reduzieren.

Beachten Sie auch die Kochschrumpfung: Während des Grillens verliert das Fleisch an Gewicht. Planen Sie daher etwa 25% mehr ein, um nach dem Garen die gewünschte Portionsgröße zu erreichen. Letztendlich ist es besser, etwas mehr einzuplanen als zu wenig. Übrig gebliebene Koteletts lassen sich gut aufbewahren und am nächsten Tag verwerten.

Portionsgrößen für Kinder

Beim Grillen für die ganze Familie sollten Sie die Portionsgrößen für Kinder sorgfältig anpassen. Für Kleinkinder im Alter von 2-5 Jahren reichen oft 50-75 Gramm rohes Fleisch pro Portion. Das entspricht etwa einem halben kleinen Kotelett. Beachten Sie, dass diese Angaben nur Richtwerte sind. Jedes Kind hat individuelle Vorlieben und Appetit. Manche Kinder essen mehr Fleisch, andere bevorzugen Beilagen.

Achten Sie besonders bei jüngeren Kindern darauf, das Fleisch in mundgerechte Stücke zu schneiden. Entfernen Sie gegebenenfalls Knochen oder besonders fette Stellen. Vergessen Sie nicht, dass Kinder häufig unberechenbar beim Essen sind. An manchen Tagen essen sie mehr, an anderen weniger. Planen Sie daher etwas großzügiger, um auf Appetitschwankungen reagieren zu können. Bei der Zubereitung für Kinder sollten Sie auf milde Gewürze setzen. Viele Kinder mögen es weniger scharf und würzig als Erwachsene.

Einfluss von Beilagen und Saucen

Bei der Planung der Grillkotelett-Portionen sollten Sie stets die Beilagen und Saucen mit einbeziehen. Diese ergänzen nicht nur geschmacklich das Fleisch, sondern tragen auch zur Sättigung bei. Planen Sie etwa 100-150 Gramm Beilagen pro Person ein. Bei einer Vielfalt an Salaten und Beilagen können Sie die Fleischportion um bis zu 20% verringern, ohne dass Ihre Gäste hungrig bleiben.

Saucen und Dips spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie verleihen dem Grillerlebnis zusätzlichen Geschmack und können dazu beitragen, dass auch kleinere Fleischportionen als befriedigend empfunden werden. Rechnen Sie mit etwa 30-50 ml Sauce pro Person. Vergessen Sie auch das Brot nicht. Ein knuspriges Baguette oder selbstgemachte Grillbrötchen runden das Menü ab und sorgen für zusätzliche Sättigung.

Durch die geschickte Kombination von Grillkotelett, vielfältigen Beilagen, leckeren Saucen und Brot schaffen Sie ein ausgewogenes und sättigendes Grillmenü. So können Sie die Fleischportionen maßvoll gestalten, ohne dass jemand zu kurz kommt.

Gewichtsverlust beim Grillen verschiedener Fleischsorten

Schweinekoteletts sind in der Regel magerer als Rinderkoteletts und schrumpfen beim Grillen weniger. Ein 200-Gramm-Schweinekotelett behält nach dem Grillen etwa 160 Gramm, während ein Rinderkotelett gleichen Gewichts auf etwa 150 Gramm schrumpfen kann. Lammkoteletts sind oft kleiner und haben einen höheren Fettanteil, was sie besonders saftig macht. Geflügelkoteletts, wie Hähnchenbrust oder Putenschnitzel, sind besonders mager und verlieren beim Grillen weniger Gewicht. Eine Portion von 180-200 Gramm rohem Geflügel ist für die meisten Erwachsenen ausreichend.

Bei der Auswahl der Fleischart sollten Sie auch die Vorlieben Ihrer Gäste berücksichtigen. Bieten Sie am besten eine Mischung verschiedener Fleischsorten an, um allen Geschmäckern gerecht zu werden. Denken Sie daran, dass fettreichere Fleischsorten wie Lamm oder marmoriertes Rindfleisch oft als sättigender empfunden werden. Hier können die Portionen etwas kleiner ausfallen.

Einfluss der Grillmethode auf das Gewicht

Direktes Grillen bei hoher Hitze führt zu einem schnelleren und stärkeren Flüssigkeitsverlust. Das Fleisch kann dadurch bis zu 25% seines ursprünglichen Gewichts verlieren. Indirektes Grillen bei niedrigerer Temperatur reduziert den Gewichtsverlust auf etwa 15-20%. Das Fleisch bleibt saftiger und schrumpft weniger. Für dickere Koteletts oder wenn Sie eine größere Menge gleichzeitig grillen, ist diese Methode oft vorteilhaft.

Die Verwendung eines Smokers oder Räuchergrills kann den Gewichtsverlust weiter minimieren. Durch die langsame Garmethode bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit bleibt das Fleisch besonders saftig. Hier können Sie mit einem Gewichtsverlust von nur 10-15% rechnen. Auch die Verwendung von Marinaden oder das Einlegen in Salzlake vor dem Grillen kann den Flüssigkeitsverlust reduzieren. Das Fleisch nimmt Feuchtigkeit auf und bleibt während des Grillens saftiger.

Unabhängig von der gewählten Grillmethode ist es wichtig, das Fleisch nach dem Garen ruhen zu lassen. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Säfte im Fleisch und verhindert, dass beim Anschneiden zu viel Flüssigkeit austritt.

Genaue Gewichtsmessung für die Portionierung

Eine genaue Gewichtsmessung ist wichtig für die richtige Portionierung Ihrer Grillkoteletts. Verwenden Sie idealerweise eine digitale Küchenwaage mit einer Genauigkeit von mindestens 1 Gramm. Wiegen Sie die Koteletts einzeln und notieren Sie die Gewichte. So können Sie die Stücke später gezielt verteilen und sicherstellen, dass jeder Gast eine ähnliche Portionsgröße erhält.

Für besonders präzise Ergebnisse empfiehlt es sich, die Koteletts ohne Verpackung oder Marinade zu wiegen. Mariniertes Fleisch nimmt zusätzliche Flüssigkeit auf, was das Gewicht verfälschen kann. Bei größeren Mengen kann es hilfreich sein, zuerst ein durchschnittliches Gewicht pro Kotelett zu ermitteln. Wiegen Sie dafür etwa 10 Stücke einzeln und berechnen Sie den Durchschnitt. Vergessen Sie nicht, auch das Gewicht von Knochen zu berücksichtigen, besonders bei Lamm- oder Rinderkoteletts. Der Knochenanteil kann bis zu 20% des Gesamtgewichts ausmachen.

Besondere Anlässe

Bei festlichen Anlässen wie Geburtstagen, Jubiläen oder Hochzeiten möchten Sie Ihre Gäste mit einem besonderen Grillmenü verwöhnen. Planen Sie hier großzügiger und rechnen Sie mit etwa 300-350 Gramm rohem Fleisch pro Person. Greifen Sie zu hochwertigen Fleischstücken wie gut marmorierte Rinderkoteletts oder zarte Lammkarrees. Diese edleren Cuts rechtfertigen etwas größere Portionen, da Ihre Gäste sie besonders genießen werden.

Präsentation spielt bei festlichen Anlässen eine wichtige Rolle. Arrangieren Sie die gegrillten Koteletts ansprechend auf großen Platten, garniert mit frischen Kräutern oder gegrilltem Gemüse. Vergessen Sie nicht, vegetarische Alternativen anzubieten. Gegrillter Halloumi-Käse oder Gemüsespieße sind beliebte Optionen, die Ihre fleischfreien Gäste zu schätzen wissen.

Bei längeren Feiern ist es ratsam, das Grillgut in mehreren Gängen zu servieren. Beginnen Sie mit leichteren Vorspeisen wie gegrillten Garnelen oder Antipasti, gefolgt von den Hauptgängen mit verschiedenen Koteletts.

Zusätzliche Tipps

  • Es empfiehlt sich, Grillkoteletts mindestens 1 bis 2 Stunden vor dem Grillen zu marinieren. Für ein intensiveres Aroma können sie auch über Nacht im Kühlschrank eingelegt werden.
  • Ja, Koteletts können auch im Backofen zubereitet werden. Für ein optimales Ergebnis können Sie die Koteletts zuerst anbraten und dann im Ofen bei etwa 180 Grad Celsius garen.
  • Wenn das Grillen länger dauert als erwartet, können Sie die Koteletts im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 70-80 Grad Celsius) warmhalten. Decken Sie sie leicht mit Alufolie ab, um das Austrocknen zu verhindern.
  • Grillkoteletts sollten nach dem Grillen etwa 5 bis 10 Minuten ruhen. Dies ermöglicht den Säften, sich im Fleisch zu verteilen, was zu einer saftigeren und geschmackvolleren Portion führt.
  • Zu Grillkoteletts passen viele Beilagen, wie zum Beispiel gegrilltes Gemüse, Kartoffelsalat, Coleslaw, Maiskolben oder Baguette. Auch eine frische Kräuterbutter oder verschiedene Dips können das Grillgericht aufwerten.
  • Es ist besser, gefrorene Koteletts vor dem Grillen vollständig aufzutauen, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten. Wenn Sie sie jedoch direkt vom Gefrierfach grillen möchten, erhöhen Sie die Grillzeit um etwa 1,5 bis 2-fach, damit sie durchgegart werden.

Beim Thema Schlachten denken wir meistens zuerst an Fleisch: Koteletts, Steaks und vieles mehr. Doch es lohnt sich, den Blick zu erweitern. Der Fleischanteil macht tatsächlich den größten Teil des Schlachtkörpers aus, doch es entstehen weitere Produkte, die als Lebensmittel Verwendung finden oder wertvolle Grundsteine etwa für Medizinprodukte liefern. Tatsächlich ist Nose to Tail (Verwertung des ganzen Tieres) heute schon Realität, da alles, das nicht gegessen wird, anderweitig genutzt werden kann.

Ein Schwein wiegt bei der Schlachtung durchschnittlich 119 kg. Mehr als die Hälfte davon ist Fleisch (62 kg). Aber auch Knochen, Blut und Fett bis hin zur Haut und den Borsten leisten einen wichtigen Beitrag als Lebensmittel sowie für Produkte aus Forschung und Industrie. Genauso ist es bei Rindern. Von den 575 kg Schlachtgewicht verzehren wir ungefähr ein Drittel (184 kg) in Form von Fleischprodukten. So dient zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse von Schweinen der Medizin. Aus der Drüse wird das für Diabetiker lebenswichtige Insulin gewonnen. Heparin, das lebensrettende Mittel zur Hemmung von Blutgerinnung, wird aus dem Darm des Schweines extrahiert. Herzkranken Menschen helfen biologische Herzklappen, die aus dem Herzbeutelgewebe von Rindern oder dem Klappengewebe von Schweinen hergestellt werden. Gelatine, ein Protein, das aus Knochen, Haut und Bändern von Schwein und Rind gewonnen wird, finden wir sowohl als Backzutat als auch in Shampoos, Medikamentenkapseln oder sogar auf Fotopapier. Darüber hinaus geht es auch um Nahrungsprodukte, die von deutschen Verbrauchern kaum noch nachgefragt werden, aber in anderen Ländern als Delikatesse gelten. Sie werden entsprechend exportiert, sodass schließlich das ganze Tier Verwertung findet.

Steakarten und ihre Gewichte

Planst du, Steaks zuzubereiten, ist eine Frage vorab zu klären: Was für eine Art von Steak willst du servieren und wie groß sollen die einzelnen Steaks ausfallen? Dabei ist unter anderem zu entscheiden, ob der Hauptfokus auf dem Steak liegt oder ob verschiedene oder großzügiger dimensionierte Beilagen das Gericht abrunden. In diesem Fall darf das Steak ruhig etwas kleiner ausfallen. Gleiches gilt, wenn du für Menschen kochst, die für einen gediegeneren Appetit bekannt sind.

Zunächst unterscheidet man Steaks nach den Tieren, von denen diese stammen. Hierzulande üblich sind Schweine- und Rindersteaks sowie Fleischdelikatessen von Kalb und Lamm. Ausgefallene Sorten wie Straußen- und Kängurusteaks bieten Metzger ebenfalls gelegentlich an und auch Wild in Form von Rehrücken oder Hirschsteak ist beliebt.

Des Weiteren unterscheiden sich die Steaks anhand des konkreten Teils des Tieres, aus dem diese geschnitten werden. Die spezielle Lage entscheidet über die Fleischstruktur, den Geschmack und die Größe des Steaks.

Kaufst du dein Fleisch in Deutschland, findest du für gewöhnlich Gramm-Angaben vor. Seltener deklarieren Anbieter das Fleischgewicht in Unzen (oz). In diesem Fall ist es von Vorteil, die Umrechnung zu beherrschen. So steht eine Unze für circa 28 Gramm. 6 oz Steak in grams (englische Bezeichnung für Gramm) entsprächen demnach einem Fleischstück von 170g.

Die Masse eines Steaks richtet sich oftmals danach, aus welchem Teilstück es gewonnen wurde. Im Folgenden erläutern wir die Besonderheiten der verschiedenen Steakarten mit spezifischem Blick auf deren Gewicht.

Schweinefleisch

Schweinesteaks schneidet der Metzger oder die Metzgerin für gewöhnlich aus dem Nacken, dem Rücken, der Hüfte oder dem Filet des Schweins. Dabei sind Gewichte zwischen 150 und 250g pro Steak möglich. Üblicher sind jedoch Steaks vom Schwein mit einem Gewicht von weniger als 200g pro Stück.

Kleine Steaks

Suchst du nach einem kleinen Steak, das sich problemlos in ein mehrgängiges Menü einfügt, bieten sich verschiedene Teilstücke an. Die kleinste und eine sehr edle Option ist das sogenannte Tri Tip oder Bürgermeisterstück. Es wird aus der Keule geschnitten und zeichnet sich durch sein kurzfaseriges, zartes und fein marmoriertes Fleisch aus. Zudem ist es flach geschnitten, sodass du es im Handumdrehen garst. Eine hochwertige Alternative stellt Filetsteak oder Tenderloin dar. Der Metzger schneidet es aus der Lende. Es ist mager, fein marmoriert und durch einen milden Fleischgeschmack geprägt. Steaks aus dem Filet wiegen oftmals 120, 160 oder 240g.

Mittelgroße Steaks

Mittelgroße Steaks sind für den separaten Genuss oder als Hauptkomponente in einem kleineren Menü geeignet. Sie sind groß genug, um ohne eine größere Menge an Beilagen zu sättigen und lassen dennoch Spielraum für eine delikate Vor- und Nachspeise. Häufig kommen in dieser Kategorie Hüftsteaks zum Einsatz. Diese schneidet man aus der Keule. Sie sind ähnlich zart wie ein Filetsteak und zeichnen sich durch einen intensiven Fleischgeschmack aus. Ein Rumpsteak ist 200 bis 400g schwer. Es wird aus dem unteren Rücken geschnitten, weist einen höheren Fettanteil auf als ein Hüftsteak und schmeckt noch intensiver sowie leicht nussig. Überaus populär sind zudem Ribeye Steaks. Durch den höheren Fettanteil ist der Geschmack des Fleisches intensiv und dessen Konsistenz beinahe cremig. Zwischen 200 und 550g wiegen Ribeye Steaks für gewöhnlich. Mit ein wenig Geschick lässt sich auch ein Tafelspitz als Steak zubereiten.

Riesen-Steaks

Liegt der Hauptfokus deines Abendessens auf dem Fleischstück, bietet es sich an, ein Riesen-Steak zu kaufen. Wähle beispielsweise ein T-Bone-Steak, das aus Roastbeef und Filet besteht, wobei beide Teile durch einen Knochen getrennt sind. Die Marmorierung und der Knochen verleihen dem Fleisch einen überaus intensiven und zugleich edlen Geschmack. Ein Steak dieser Art wiegt wenigstens 500g und bis zu 1.500g.

Wem das noch nicht reicht, der greift zu einem Porterhouse Steak. Ein solches Stück wird aus dem gleichen Bereich geschnitten wie ein T-Bone-Steak, allerdings ist der Filetanteil größer und das Stück insgesamt schwerer.

Spezielle Alternativen

Spezielle Alternativen zu diesen Steak-Varianten sind unter anderem Flank- und Skirt Steaks. Erstere schneidet man aus dem Bereich der unteren Rippen. Sie sind saftig, geschmacksintensiv und wiegen zwischen 750 und 1.000g. Skirt Steaks stammen aus dem Zwerchfell des Rindes. Sie sind stark marmoriert, überaus aromatisch und wiegen bis zu 900g. Eine andere beliebte Option sind Prime Rib Steaks.

Ist auch das noch nicht die Dimension, nach der du suchst? Dann greife zu einem Tomahawk Steak. Hierbei handelt es sich um ein Ribeye Steak, das noch nicht von seinem imposanten Knochen gelöst wurde, der ihm die Form einer Keule verleiht. Die Marmorierung und die Nähe zum Knochen machen das Fleisch überaus aromatisch und buttrig.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die verschiedenen Steakarten und ihre typischen Gewichte:

Steakart Gewicht (Gramm)
Schweinesteak 150-250
Tri Tip (Bürgermeisterstück) Variabel, eher klein
Filetsteak (Tenderloin) 120-240
Hüftsteak Variabel, mittelgroß
Rumpsteak 200-400
Ribeye Steak 200-550
T-Bone-Steak 500-1500
Porterhouse Steak Über 500, größer als T-Bone
Flank Steak 750-1000
Skirt Steak Bis zu 900
Tomahawk Steak Variabel, sehr groß

Schnelles Schweinekotelett vom Grill mit Teriyaki-Marinade Rezept von Steffen Henssler

Bildquellen: Das Copyright für das verwendete Bild liegt bei den Trägern der Initiative Fokus Fleisch. Rinderkotelett vom Grill - medium gegart und nur mit Salz gewürzt für den puren Fleischgenuss. Welchem Grillenthusiasten und Fleischliebhaber läuft beim Gedanken daran nicht das Wasser im Mund zusammen?

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