Fußballspieler sind nicht nur für ihre sportlichen Leistungen bekannt, sondern auch für ihre individuellen Frisuren. Diese Frisuren sind oft ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit und tragen zur öffentlichen Darstellung bei. Besonders bei großen Turnieren wie der Weltmeisterschaft werden die Haarschnitte der Spieler zu einem wichtigen Gesprächsthema.
Die Haarpracht ist ein "Topinstrument" der Selbstdarstellung. Mit immer wieder neuen Frisuren bleiben die Spieler im Gespräch, und darauf kommt es an. "Die Körper sehen eh bei allen geil aus, aber die Frisur bietet die Fläche, sich von anderen abzusetzen," sagt Haas. Immer nur etwas über die Spieltaktik zu lesen, sei auf Dauer langweilig. Nicht nur für Frauen. "Wir alle wollen Geschichten hören", meint Haas.
Vermutlich nicht. Denn Portugals Spieler Cristiano Ronaldo gilt als makelloser Schönling. Egal, was er auf dem Kopf trägt, die Friseure müssen sich darauf einstellen, dass bald alle so aussehen möchten.
München - Brasiliens Stürmer Neymar trägt jetzt blond. Ein paar helle Strähnen und dazu rasierte Seitenpartien. So lief er gegen Mexiko auf den Platz. Ein paar Tage vorher beim Eröffnungsspiel sah Neymar noch ganz anders aus. Abrasierte Seiten zwar, aber dazu ein Voll-Pony und Vokuhila-Matte im Nacken. Offenbar hatte er zwischen den Spielen die Zeit gefunden, sich eine neue Frisur verpassen zu lassen.
Auch Brasiliens Spieler Neymar gibt zu, sich seine Frisur 2002 bei Ronaldo abgeguckt zu haben. Beim Spiel gegen die USA sorgte Ronaldo mit einem seitlich einrasierten Blitz für Spekulationen. Der Blitz sei ein Symbol für die Narbe eines schwer kranken Jungen, dessen Kopf-OP Ronaldo bezahlt habe, mutmaßten einige. Doch Ronaldo dementierte. Mit seinem Engagement für den Jungen habe der Blitz nichts zu tun.
Viele WM-Spieler wollen in Brasilien nicht nur durch Leistung auffallen, sondern auch durch ihre ungewöhnliche Haarpracht. Deshalb wird gegeelt, geflochten und rasiert - und das mit größtmöglichem Überraschungseffekt. Die Variante Olaseiku (oben lang, seitlich kurz, vulgo Undercut) oder Ubaora (unten Bart, oben rasiert) ist in vielen Spielarten zu sehen.
Dabei ist er längst nicht der einzige Spieler mit abrasierten Seitenpartien. Der sogenannte Undercut scheint in dieser WM den Spitzenplatz der Frisuren zu belegen. Auch Marco Reus trägt ihn - immer wieder neu gestylt. Und nicht nur Ronaldo nutzt die freirasierte Fläche: Bei Ghanas Kapitän Asamoah Gyan prangt die Nummer Drei nicht nur auf dem Trikot. Der Fußballer hat sich die Zahl auch direkt über dem rechten Ohr einrasieren lassen. Und Paul Pogba, französischer Nationalspieler, trägt goldengefärbte Streifen in den abrasierten Seitenpartie. Und dann gibt es noch jene Spieler, die sich die Haare an den Seiten abrasieren und versuchen, den Verlust mit buschigen Bärten auszugleichen.
Der Faux Hawk ist die Frisur, die man bei Fußballer Cristiano Ronaldo sehr oft in den verschiedensten Variationen zu sehen bekommt. Das Oberhaar zwirbelt er gerne an den Spitzen zusammen, um es in eine dichte Kronenform zu bringen. Beliebt ist dieser Haarschnitt vor allem wegen seiner vielseitig.
Der Elvis-Look und die klassische Schmalzlocke zeichnen den Pompadour-Haarschnitt grundsätzlich aus. Heutzutage trägt man die Frisur allerdings etwas sportlicher. An den Seiten wird die Haarlänge kurz gehalten und nach oben mittels Fade verbunden. Toni Kroos trägt in diesem Fall einen Undercut mit relativ langem Deckhaar. Der Seitenscheitel lässt diesen Look maskulin erscheinen.
Der Quiff ist ein zeitloser Klassiker der Männerfrisuren, der seine Ursprünge im Vereinigten Königreich hat. Der Haarschnitt ist eine Kombination aus einer extravaganten Pompadour, einem extravaganten Irokesenschnitt und einem klobigen Plateau. Alternativ kann er auch mit Ponys oder einem Seitenscheitel geschnitten werden, das ist jedoch optional.
Im Laufe der Jahre hat Quiff keine größeren Änderungen erfahren. Der klassische Schnitt lässt sich als die Kombination aus einem voluminösen Oberteil und kurzem Haar an den Seiten beschreiben. Der Hauptakzent sind die langen Vorderhaare, die entweder nach hinten oder zur Seite gestylt werden können. Die Seiten sind meist so geschnitten, dass Haar zurückgekämmt werden kann.
Der Quiff wirkt am harmonischsten auf die Träger dieser Frisur mit einer ovalen oder quadratischen Form des Kopfes. Im zweiten Fall mildert die Frisur den massiven Unterkiefer und betont die Augen und Lippen. De Quiff ist definitiv nichts für Männer mit schütterem und dünnem Haar und diejenigen, die nicht bereit sind, viel Zeit und Pflege für das Haar und dessen Styling aufzuwenden, sonst sieht das Haar unordentlich aus.
Auch wenn der Man Bun für einige Zeit von der Bildoberfläche verschwunden ist, hat ihn der Corona-Lockdown wieder zum Leben erweckt. Immerhin haben sich viele Männer die Haare während der Pandemie wachsen lassen, was für einen viel lässigeren Männerdutt sorgt.
Für ein gepflegtes und attraktives Aussehen ist es ratsam, alle Behandlungen auf frisch gewaschenem Haar durchzuführen, da das gewünschte Ergebnis garantiert.
Für den außergewöhnlichen Haarschnitt gab es jedoch einen Grund, wie Ronaldo verriet. Vor dem Halbfinale hatte sich der Brasilianer eine Muskelverletzung zugezogen. Um den Fragen der heimischen Medien aus dem Weg zu gehen, wollte er diese von der Verletzung ablenken.
"Deshalb habe ich mir die Haare geschnitten", erklärte Ronaldo: "Ich sah meine Teamkollegen und fragte: 'Gefällt es euch?' Sie meinten: 'Nein, das ist schrecklich, rasiere sie ganz ab!' Aber die Journalisten sahen meine Frisur und vergaßen die Verletzung."
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