Viele Menschen leiden unter Haarausfall, was das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen kann. Die gute Nachricht ist, dass es in den meisten Fällen etwas dagegen getan werden kann. Entscheidend ist, frühzeitig zu reagieren und die richtige Ursache zu finden.
Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung gesunder Haare. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, die den Aufbau und die Struktur unserer Haare beeinflussen. Ein Zinkmangel kann sich in diffusem Haarausfall und Schuppenbildung äußern, da Zink den Energiestoffwechsel aktiviert und die Nährstoffversorgung der Haut- und Haarwurzelzellen steigert.
Zink sorgt für kräftige, feste Haare, da es an der Bildung von Keratin und Kollagen beteiligt ist. Keratin ist der wichtigste Baustoff für unsere Haare, der ihnen Festigkeit und Elastizität verleiht. Kollagen sorgt dafür, dass unsere Haare fest mit der Kopfhaut verbunden bleiben. Bei Zinkmangel kommt es zur Schwächung dieser Eiweißstrukturen.
Zink hat auch einen regulierenden Einfluss auf die Talgdrüsen und dämmt Entzündungen ein, die Haarausfall verursachen können. Es verhindert eine übermäßige Talgproduktion, die Entzündungen, Pickel und Akne verursacht.
Es gibt Hinweise darauf, dass Zink genetisch bedingten (androgenetischen) Haarausfall hemmen kann, da es die Bildung eines Enzyms hemmt, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Bei vielen Männern sind die Haarwurzeln gegen DHT sehr empfindlich, was zu deren Verkümmerung und Absterben führt.
Normalerweise können wir uns mit einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit Zink versorgen. Doch bei Stress, Krankheiten, bestimmten Medikamenten, in den Wechseljahren und im Alter verbrauchen wir oft mehr Zink, als wir aufnehmen. Dann können Zink-Kapseln gegen Haarausfall für einen Ausgleich sorgen.
Bei der Wahl eines geeigneten Zinkpräparats gegen Haarverlust und Schuppen ist jedoch Vorsicht geboten. Zink ist nicht gleich Zink. Es kommt in vielen verschiedenen Verbindungen vor. Zinkpräparate aus den Regalen der Supermärkte sind nicht zu empfehlen. Die darin enthaltenen Zinkverbindungen sind für unseren Körper kaum verwertbar.
In hochwertigen Zinkpräparaten wird Zink an eine Aminosäure gebunden, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Dabei hat sich gezeigt, dass Zink-Methionin (OptiZink) im Vergleich zu Zink mit Histidin gegen Haarausfall wesentlich besser wirkt.
Um Haarausfall zu stoppen und mit Zink das Haarwachstum zu fördern, wird eine Dosierung von täglich 15 mg über mindestens 3 Monate empfohlen. Doch hier ist Geduld gefragt! Haare brauchen schließlich Zeit, um gesund nachzuwachsen. Außerdem wachsen Haare nicht ständig. Viele von ihnen befinden sich in einer Ruhephase und setzen ihr Wachstum erst später fort.
Neben der Zinksupplementierung gibt es noch weitere Behandlungsmethoden, die bei Haarausfall eingesetzt werden können:
Typischerweise zeigt sich nach etwa 3 bis 6 Monaten eine erste sichtbare Wirkung der Behandlung - in manchen Fällen dauert es bis zu 12 Monate. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben, da kein Mittel die Haare über Nacht nachwachsen lässt. Eine tägliche Routine kann helfen, die Behandlung nicht zu vergessen - etwa die Anwendung direkt nach dem Duschen.
Es ist wichtig, die Ursache für den Haarausfall zu finden. Ob falsche Ernährung, stressige Lebenslage, Kraft zehrende Schwangerschaft oder hormonelle Störungen, ob genetische Veranlagung, eine Krankheit, Umweltgifte oder Medikamente: Nur wer Bescheid weiß, kann ihn gezielt - mit ärztlicher Hilfe - stoppen.
Zink ist essenziell für eine gesunde Kopfhaut und kräftiges Haar. Ein Zinkmangel kann sich in vielfältiger Weise bemerkbar machen - unter anderem durch brüchige Nägel, trockene Haut oder eben Haarausfall. Zink gegen Haarausfall zeigt insbesondere dann Wirkung, wenn ein tatsächlicher Mangel besteht. Mit einer ausgewogenen, zinkreichen Ernährung und gegebenenfalls einer gezielten Supplementierung lassen sich viele Ursachen für Haarausfall erfolgreich behandeln.
Wichtig: Die hier genannten Informationen dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei anhaltendem Haarausfall sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
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