Wie schädlich sind die Inhaltsstoffe in Haarspray wirklich?

Hast du dich schon einmal gefragt, warum dein Haar trotz teurer Pflegeprodukte trocken, brüchig oder fettig wirkt? Deine Haarpflegeroutine kann dir mehr schaden als nützen - und zwar nicht nur deinem Haar, sondern deinem gesamten Körper.

Studien zeigen, dass Haarprodukte die dritthäufigste Kategorie von Kosmetik-Artikeln sind, die mit Krebsfällen in Verbindung gebracht werden (8,3%).

In diesem Artikel erfährst du, welche schädlichen Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten du unbedingt meiden solltest, wie du irreführende Etiketten entschlüsselst und wie du sichere, schadstoffreie Alternativen für gesünderes Haar erkennen kannst.

Produkte, die du auf dein Haar aufträgst, dringen in deine Kopfhaut ein, eine der durchlässigsten Stellen deines Körpers. Ich persönlich habe Haarausfall durch bestimmte Produkte und extreme Trockenheit beziehungsweise Stumpfheit durch andere erlebt.

Meine Faustregel: Je weniger Inhaltsstoffe ich nicht aussprechen kann, desto besser. Außerdem solltest du im Hinterkopf behalten, dass schädliche Chemikalien nicht nur in Haarpflege lauern.

Nicht nur dein Körper zahlt einen Preis - auch die Umwelt ist betroffen. Jedes Mal, wenn du dein Haar wäschst, fließen Schadstoffe wie Parabene und Phthalate ins Abwasser, verunreinigen unser Trinkwasser, schaden Meereslebewesen und verschmutzen den Boden, auf dem unsere Nahrungsmittel wachsen.

Viele dieser Inhaltsstoffe bauen sich nicht von selbst ab und sammeln sich mit der Zeit an, was Ökosysteme stört und die Artenvielfalt bedroht.

Innerhalb der EU regelt etwa die Europäische Kosmetikverordnung (EG Nr. 1223/2009) sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Einsatz vieler Inhaltsstoffe.

Schädliche Inhaltsstoffe in Haarspray und ihre Auswirkungen

Viele Shampoos enthalten schädliche Inhaltsstoffe wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES), aggressive Tenside, die die Kopfhaut reizen und zu Hautproblemen führen können.

Parabene und synthetische Duftstoffe in Haarpflegeprodukten gelten als potenziell gesundheitsschädliche Substanzen, die als Kontaktallergene wirken und die Gesundheit von Menschen und Umwelt durch Giftstoffe belasten können.

Silikone in Shampoos und Conditionern führen langfristig zu einem Build-up-Effekt, der die Haarstruktur schädigt, den natürlichen Glanz reduziert und das Haar schwer macht.

Sulfate entfernen nicht nur Schmutz und Fettablagerungen, sondern greifen auch die natürliche Schutzschicht des Haares an, was zu Schäden, Austrocknung und Verlust von Volumen führt.

Sodium Lauryl Sulfate und andere aggressive Tenside in Shampoos können die Kopfhaut so stark reizen, dass sie zu vermehrtem Haarausfall führen und bestehende Probleme mit Schuppen verschlimmern.

Bestimmte Konservierungsstoffe wie Parabene stehen im Verdacht, hormonelle Störungen zu verursachen, die langfristig den Lebenszyklus der Haare beeinträchtigen und zu Haarausfall beitragen können.

Die langfristigen Folgen giftiger Haarprodukte können noch gravierender sein.

  • Hormonstörungen: Chemikalien wie Parabene und Phthalate wirken wie Östrogen und können die Hormonregulation durcheinanderbringen. Studien verknüpfen sie mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS), Schilddrüsenerkrankungen sowie Fruchtbarkeitsproblemen bei Männern und Frauen.

Hier sind einige der häufigsten schädlichen Inhaltsstoffe, die in Haarpflegeprodukten gefunden werden können:

1. Sulfate

Wenn dein Shampoo stark schäumt, sind oft Sulfate wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES) am Werk.

Vermehrte Talgproduktion: Ist die Kopfhaut zu trocken, produziert sie mehr Öl.

Woran du sie erkennst: Achte auf alles, was auf „-sulfate“ endet, z. B.

2. Parabene

Parabene gelten als Konservierungsstoffe, die Produkte haltbarer machen und Bakterien- sowie Schimmelbefall vorbeugen. Allerdings ahmen sie Östrogen nach und greifen damit in dein endokrines System ein.

Aufnahme im Körper: Studien fanden Parabene bereits im Urin, Blut und Brustgewebe.

Woran du sie erkennst: Endungen wie „-paraben“, z. B.

3. Phthalate

Ist dir aufgefallen, dass manche Haar- und Kosmetikprodukte stundenlang intensiv duften? Dahinter stecken häufig Phthalate, die Duftstoffe stabilisieren und deren Haltbarkeit verlängern. Vielleicht fragst du dich, warum Duftstoffe problematisch sein können.

4. Formaldehyd

Wenn du schon einmal eine Keratin-Behandlung hattest, bist du wohl mit Formaldehyd in Berührung gekommen - einem bekannten Karzinogen, das für glattes, frizz-freies Haar sorgen soll. Oft steht „Formaldehyd“ nicht direkt auf dem Etikett, dafür aber Formaldehyd-Abspalter, die es mit der Zeit freisetzen.

Krebsrisiko: Die IARC (International Agency for Research on Cancer) stuft Formaldehyd als krebserregend ein.

5. Silikone

Silikone werden oft in Haarprodukten eingesetzt, damit das Haar glänzend und glatt erscheint.

Chemische Ablagerungen: Silikone bilden eine wasserfeste Schicht auf dem Haar (Studie), was es schwerer macht, gründlich zu reinigen.

Woran du sie erkennst: Meide alles mit den Endungen „-cone“, „-conol“ oder „-siloxane“ (z. B.

6. DEA, TEA und MEA

Diethanolamin (DEA), Triethanolamin (TEA) und Monoethanolamin (MEA) sind Stoffe, die Shampoos mehr Schaum und Conditionern eine cremige Textur verleihen. Sie werden eingesetzt, um die Schaumbildung zu verbessern und den pH-Wert zu regulieren.

7. PEGs

PEGs sorgen für eine reichhaltige, cremige Konsistenz in Conditionern und Stylingcremes.

1,4-Dioxan: Als wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

Woran du sie erkennst: Gewöhnlich stehen sie als „PEG-40“ oder „PEG-100“ und ähnlich in der Liste.

8. Triclosan

Triclosan wird in manchen Haarprodukten genutzt, um Bakterien abzutöten und Verunreinigungen zu vermeiden.

9. Schwermetalle

Haarfärben kann Spaß machen, doch manche Farben enthalten Schwermetalle wie Blei, Quecksilber oder Arsen. Zwar wurde Bleiacetat 2018 in für allmählich dunkler machende Haarfärbemittel verboten, weltweit sind aber noch immer Produkte im Umlauf, die solche Metalle enthalten.

Wie man sicherere Haarpflegeprodukte auswählt

Die Auswahl an Haarpflege kann überwältigend sein. Lass dich nicht von Marketing-Begriffen einwickeln - Greenwashing gibt es wirklich.

  • Achte auf bekannte Siegel wie Blauer Engel, Ecocert, BDIH oder das EU Ecolabel.
  • Prüfe die ersten fünf Inhaltsstoffe: Sie machen den Hauptanteil des Produkts aus.
  • Nutze Apps zur Hilfe: INCI Beauty und Yuka sind gute Tools, um Produkte zu scannen.
  • Wähle sulfat- und parabenfreie Produkte: Achte auf Kokostenside oder Tenside auf Aminosäure-Basis.
  • Co-Washing: Bei trockenem oder lockigem Haar kann es helfen, nur mit einem Conditioner (ohne Mineralöle und Silikone) zu waschen.
  • Silikonfreie Alternativen: Nimm anstelle von Silikonen lieber natürliche Öle (Argan-, Jojoba- oder Kokosöl).
  • Steige auf „saubere“ Marken um, die keine giftigen Stoffe einsetzen.
  • Geh Schritt für Schritt vor: Ersetze nach und nach deine Produkte.
  • Rechne mit einer „Detox-Phase“: In den ersten 2-4 Wochen kann sich das Haar fettiger oder ungewohnt anfühlen, weil ihm plötzlich synthetische Rückstände fehlen.

Um sicherere Haarprodukte zu erkennen, sollte man die Inhaltsstoffliste kritisch auf problematische Substanzen wie Sulfate, Parabene und synthetische Duftstoffe prüfen.

Vertrauenswürdige Zertifizierungen wie EWG Verified oder USDA Organic bieten eine gute Orientierung für unbedenkliche Haarpflegeprodukte.

In Conditionern sollten Sie besonders Silikone wie Dimethicone vermeiden, die langfristig Ablagerungen bilden und die Haarstruktur belasten. Verzichten Sie außerdem auf Parabene, die als Konservierungsstoffe eingesetzt werden und im Verdacht stehen, das Hormonsystem zu stören.

In Haarseren sollten Sie vor allem auf Silikone verzichten, die zwar kurzfristig für Glanz sorgen, aber mit der Zeit zu Build-up-Effekten führen. Meiden Sie künstliche Duftstoffe, die als Kontaktallergene wirken können und die Kopfhaut reizen.

Auch wenn diese Fakten für kosmetische Produkte eigentlich nur innerhalb der EU gelten, helfen sie trotzdem, die Sicherheit von Verbrauchern weltweit zu verbessern.

Wie das geht?

  1. Viele Hersteller vertreiben ihre Produkte auf der ganzen Welt. Anstatt mehrere Varianten des gleichen Produkts herzustellen, ist es für die Unternehmen häufig effizienter, die strenge EG-Kosmetik-Verordnung auch für Produkte anzuwenden, die außerhalb der EU vertrieben werden - so profitieren Verbraucher auch in anderen Teilen der Welt von den hohen europäischen Sicherheits- und Gesundheitsstandards.
  2. Die EU hat als erste Region weltweit Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe und Produkte vollständig verboten. Die deutsche Kosmetikindustrie verzichtet bereits seit 1989 freiwillig auf Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte. Seit September 2004 sind diese EU-weit verboten. Tierversuche für Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten sind in der EU seit 2009 verboten. Und seit 2013 ist zudem die Vermarktung kosmetischer Produkte in der EU nicht mehr erlaubt, wenn das fertige Produkt oder die Inhaltsstoffe zur EU-kosmetikrechtlichen Absicherung im Tierversuch getestet wurden.

Bei der Auswahl des besten Haarsprays ist es wichtig, den eigenen Haartyp zu berücksichtigen. Menschen mit feinem Haar sollten ein leichtes Haarspray wählen, das das Haar nicht beschwert. Für dickes oder lockiges Haar eignet sich ein starkes Haarspray, das die Frisur lange in Form hält.

Eine grundlegende Frage, die Sie sich stellen sollten, ist: Wie viel Haarspray benutzen?

Die richtige Anwendung von Haarspray ist entscheidend, um das Haar nicht zu schädigen. Halten Sie das Spray etwa 20-30 Zentimeter vom Kopf entfernt und sprühen Sie es gleichmäßig auf.

Es ist ratsam, Haarspray nur sparsam zu verwenden, um Schäden zu vermeiden.

Zu viel Haarspray kann das Haar beschweren und es steif machen, während zu wenig Haarspray die Frisur nicht ausreichend fixiert.

Die Haltbarkeit der Wirkung von Haarspray variiert je nach Produkt und Haartyp. In der Regel hält ein gutes Haarspray den ganzen Tag, wobei einige Produkte speziell für eine besonders lange Haltbarkeit entwickelt wurden.

In der Tat können einige Inhaltsstoffe in Haarsprays das Haar austrocknen und schädigen.

Deshalb ist es wichtig, hochwertige Produkte zu wählen und das Haar regelmäßig zu pflegen.

Haarspray besteht aus einer Mischung von Polymeren, die auf das Haar gesprüht werden, um es zu fixieren und zu stylen.

Haarspray ist ein Stylingprodukt, das dazu dient, die Frisur zu fixieren.

Haarspray wurde in den 1940er Jahren entwickelt und hat seitdem die Haarpflegebranche revolutioniert.

Abschließend lässt sich sagen, dass Haarspray bei richtiger Anwendung und Auswahl des passenden Produkts nicht schädlich sein muss. Wer auf die Qualität achtet und das Spray sparsam verwendet, kann das Risiko von Haarschäden minimieren. Und welches Haarspray ist das beste? Das hängt ganz von Ihrem Haartyp und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.

ÖKO-TEST hat 20 Haarsprays in die Labore geschickt. So richtig überzeugend waren die Haarsprays nicht: Fünf Produkte - drei davon Pumpsprays und zwei mit Treibgas - bekamen "gute" und "befriedigende" Noten. Mehr als die Hälfte der Testprodukte rauschte jedoch mit "mangelhaft" und "ungenügend" durch den Test. In allen 20 Haarsprays stecken Harze oder Polymere als Filmbildner, sie erhalten dafür Minuspunkte.

Sprays mit Treibmittel werteten wir stärker als Pumpsprays ab, denn sie erzeugen eine viel größere Zahl von Tröpfchen, die lungengängig sind. Während bei den von uns untersuchten Pumpsprays mit sechs Pumpstößen in drei Sekunden durchschnittlich 53.000 Partikel in einen Liter Luft gingen, waren es bei den Treibgassprays im Schnitt 350.000 Partikel.

Für Gehalte des Vergällungsmittels Diethylphthalat gab es acht Mal Punktabzug. Alle Haarsprays sind stark parfümiert, in fünf Fällen jedoch mit den Duftstoffen Eichenmoos, Hydroxycitronellal oder Lyral. Diese Substanzen verursachen relativ häufig Kontaktallergien mit unangenehmen Hautrötungen, Juckreiz und Pusteln.

Problematische Inhaltsstoffe ... sind bei Haarsprays sogenannte Filmbildner: Sie können mit dem feinen Haarspraynebel in den Atemtrakt und bis in die Lunge gelangen, dort deponiert werden, die Schleimhaut reizen und ihren Selbstreinigungsmechanismus stören. Partikel, die 20 Mikrometer (μm) und weniger messen, sind einatembar; Partikel mit einem Durchmesser von 5 μm und weniger gelten als lungengängig, gelangen also bis in die Lungenbläschen.

Ein Teil der feinen Spraytröpfchen kann beim Einatmen bis tief in die Atemwege und sogar in die Lungenbläschen eindringen. Dort lagern sich die Filmbildner ab.

Tabelle: Übersicht über schädliche Inhaltsstoffe in Haarsprays

Inhaltsstoff Mögliche Auswirkungen Wie zu erkennen
Sulfate (SLS, SLES) Reizung der Kopfhaut, Austrocknung Endung auf "-sulfate"
Parabene Hormonelle Störungen Endung auf "-paraben"
Phthalate Stabilisierung von Duftstoffen, hormonelle Auswirkungen Oft in Duftstoffmischungen versteckt
Formaldehyd Krebserregend Kann als Formaldehyd-Abspalter deklariert sein
Silikone Ablagerungen auf dem Haar, Build-up-Effekt Endung auf "-cone", "-conol", "-siloxane"
DEA, TEA, MEA Schaumbildner, pH-Wert-Regulatoren Diethanolamin, Triethanolamin, Monoethanolamin
PEGs Cremige Konsistenz, möglicherweise krebserregend (1,4-Dioxan) PEG-40, PEG-100, etc.
Triclosan Antibakteriell, potenziell schädlich für die Umwelt Triclosan
Schwermetalle (Blei, Quecksilber, Arsen) Gesundheitsschädlich In manchen Haarfärbemitteln enthalten

Alternativen:

  • Natürliche Öle (Argan-, Jojoba- oder Kokosöl)
  • Haarwachs oder Gel

Haarspray Test & Haarspray kaufen: Schwarzkopf 3 Wetter Taft Power Haarlack mega starker Halt

tags: #wie #schädlich #ist #Haarspray #Inhaltsstoffe

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen