Das Rasieren ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt, sowohl Männer als auch Frauen. Dabei stellt sich oft die Frage, wie oft man sich rasieren sollte, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig die Hautgesundheit zu bewahren.
Schon als Kind haben wir Haare, meist jedoch nur auf dem Kopf. Die Körperbehaarung, die an anderen Stellen unseres Körpers wächst, entwickelt sich während der Pubertät. Hormone sorgen dafür, dass bei Jungen und Mädchen an neuen Stellen Haare sprießen.
Bei Jungen werden die Stimme tiefer, der Körper muskulöser und die Körperbehaarung ausgeprägter. Neue Haare kommen vor allem in den Achseln, im Schambereich und im Gesicht hinzu. Der Bartwuchs beginnt meist im Alter zwischen 15 und 19 Jahren, während die Brustbehaarung oft erst gegen Ende der Pubertät einsetzt.
Auch bei Mädchen sorgt die Pubertät dafür, dass Haare an neuen Stellen wachsen. Schamhaare können bereits mit acht Jahren zum Vorschein kommen, während die Achselhaare meist etwas später wachsen. Die Stärke der Behaarung ist dabei von der Vererbung abhängig.
Es gibt Gründe, warum Körperhaare unter den Achseln oder im Schambereich stärker wachsen als am Rest des Körpers. An Stellen mit vielen Schweißdrüsen unterstützen die Haare die Temperaturregulierung. Sie vergrößern die Oberfläche, sodass der Schweiß besser abtransportiert werden kann, was einen kühlenden Effekt hat.
In den vergangenen Jahrzehnten ist es zunehmend in Mode gekommen, die Körperbehaarung zu entfernen. Ob Rasieren, Wachsen oder Epilieren - viele Menschen entfernen jedes noch so kleine Haar. Eine Studie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2008 ergab, dass 67 Prozent der Männer und sogar 88 Prozent der Frauen sich im Intimbereich rasieren. Als Gründe wurden vor allem Hygiene und Aussehen genannt.
Mittlerweile ist es auch bei vielen Männern in Mode, sich die Schambehaarung zu rasieren. Dies hat vor allem optische Gründe, da der Penis ohne Schamhaare größer wirkt.
Viele Menschen rasieren ihren Intimbereich, weil sie es für hygienischer halten. Die Meinungen gehen jedoch auseinander. Einige Experten sind der Ansicht, dass die Intimbehaarung die Vagina vor eindringenden Bakterien schützt und das Herausbilden von Pilzen verhindert. Andere wiederum sehen die Intimrasur positiv, da Schamhaare schwer von Krankheitserregern zu befreien seien.
Das Rasieren im Intimbereich kann im Falle von kleinen Verletzungen aber auch ein Einfallsportal für Bakterien und Viren sein. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob er sich dort rasieren möchte oder nicht.
Beim Rasieren, Epilieren und Wachsen ist es wichtig zu wissen, dass alle drei Methoden zu Hautirritationen führen können. Durch kleine Wunden und unsaubere Klingen können leicht Keime eindringen und Entzündungen verursachen. Achten Sie daher auf eine ruhige Hand und eine saubere Rasierklinge.
Die Entscheidung, ob Sie Ihre Körperhaare sprießen lassen oder entfernen, liegt ganz bei Ihnen. Die Häufigkeit hängt von der Geschwindigkeit des Haarwachstums und Ihrem persönlichen Geschmack ab. Wer immer „babyglatte“ Haut haben möchte, muss öfter ran als jemand, den kurze Stoppeln nicht stören.
Ein Dermatologe empfiehlt, sich circa alle drei Tage von seinen Stoppeln zu befreien, um Hautirritationen zu vermeiden. Wer lange glatte Beine haben möchte, kann auf andere Methoden wie Epilieren zurückgreifen.
Die Frage, ob Nass- oder Trockenrasur besser ist, spaltet die Männerwelt. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Die Nassrasur gilt als gründlicher und für viele Männer ist der anschließende Klatsch Wasser ins Gesicht der beste Start in den Tag. Zudem wird die Haut durch das tägliche Peeling geschmeidiger.
Die Trockenrasur ist einfacher und kann überall durchgeführt werden. Zudem gibt es weniger Hautirritationen, da die Klingen die Haut nicht berühren.
Hautärztin Regina Fölster-Holst empfiehlt bei bereits vorhandenen Hautproblemen die Elektrorasur, da diese schonender ist. Allerdings sollte man in einen guten Elektrorasierer investieren.
Achselhaare haben die Funktion, den Körper bei der Temperaturregulierung zu unterstützen und das Risiko für Reibungsekzeme und Entzündungen zu lindern.
Der muffige Geruch unter den Achseln entsteht, wenn der Schweiß durch Bakterien zersetzt wird. In einer behaarten Achsel ist die Bakterien-Besiedlung stärker als in einer rasierten Achsel. Daher kann der Geruch intensiver sein.
Von Epilieren oder Waxing wird abgeraten, da die Haut unter der Achsel empfindlich ist und sich schnell entzünden kann. Auch Enthaarungscremes sollten vermieden werden, um die Hautbarriere zu schützen.
Schonender ist die Rasur, wobei die Nassrasur gründlicher, die elektrische Rasur jedoch schonender für die Haut ist.
| Körperbereich | Empfohlene Häufigkeit der Rasur | Hinweise |
|---|---|---|
| Achseln | Jeden 2. Tag oder täglich | Verwende sensitiven Rasierschaum und Einwegrasierer. |
| Bikinizone | Längere Zeitabstände | Kann auch mit Waxing-Streifen enthaart werden. |
| Intimbereich | Nicht täglich empfohlen | Haut ist sehr dünn und empfindlich. |
| Beine | Circa alle drei Tage | Regelmäßige Enthaarung reduziert Bakterien, aber vermeide tägliche Rasur. |
Die Entscheidung, wie oft man sich rasiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die persönliche Vorliebe, die Art der Körperbehaarung und die Empfindlichkeit der Haut. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der eigenen Haut zu achten und die richtige Methode zu wählen, um Hautirritationen und andere Probleme zu vermeiden.
tags: #wie #oft #rasieren #ist #normal #gesundheit
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.