Wie lange hält graue Haarfarbe? Ein umfassender Leitfaden

Graue Haare sind doch nur was für Omas? Von wegen! Immer mehr Frauen stehen zu ihren natürlichen grauen Haaren und zeigen diese selbstbewusst. Statt sich dem ständigen Nachfärben zu unterwerfen, setzen sie auf moderne Techniken wie Grey Blending, um ihre silbernen Strähnen stilvoll in Szene zu setzen. Doch wie lange hält graue Haarfarbe eigentlich und welche Methoden gibt es, um den Look zu erhalten?

Verschiedene Methoden, um graue Haare zu färben

Die drei Methoden, die eigene Haarfarbe zu verändern, unterscheiden sich nicht nur in der Dauerhaftigkeit des Looks, sondern auch in der Art und Weise, wie die Farbe vom Haar aufgenommen wird.

  • Permanente Colorationen: Bei permanenten Methoden des Haarefärbens wie Colorationen verbinden sich die Farbmoleküle mit dem Haar. Im Zuge des chemischen Prozesses dringt die Farbe tief in das Haar ein, sodass sich dessen natürliche Farbe dauerhaft verändert.
  • Semi-permanente Tönungen: Eine weniger aufwendige Option, die allerdings auch nicht so lange hält, ist eine semi-permanente Haarfarbe, zum Beispiel eine Haartönung. Bei semi-permanenten Verfahren legen sich die Farbpigmente nur äußerlich auf die Haaroberfläche, anstatt in sie einzudringen. Eine Tönung hält bis zu acht Wochen und wird mit jeder Haarwäsche etwas mehr ausgewaschen.
  • Temporäre Haarfarben: Um eine neue Haarfarbe zunächst ganz unverbindlich auszutesten, können Sie temporäre Haarfarbe verwenden.

Grey Blending: Natürliche Eleganz für graue Haare

Was ist Grey Blending? Grey Blending ist eine moderne Färbetechnik, die natürliche graue Haare harmonisch in die bestehende Haarfarbe integriert. Anders als bei einer vollständigen Koloration wird das Grau nicht komplett überdeckt, sondern harmonisch in das Haar integriert. Dadurch entsteht ein sanfter, multidimensionaler Look, der besonders natürlich wirkt und wenig Pflegeaufwand erfordert.

Vorteile von Grey Blending

Natürlichkeit trifft auf Eleganz - mit Grey Blending setzen Sie auf eine moderne Färbetechnik, die Ihre Haare nicht komplett verändert, sondern veredelt. Doch die Färbetechnik hat auch noch zahlreiche weitere Vorteile:

  • Selbstbewusster Look: Anstatt graue Strähnen zu verstecken, werden sie stilvoll integriert.
  • Weniger Stress beim Nachfärben: Keine harten Ansätze, sondern weiche Farbverläufe, die länger halten.
  • Schonende Technik: Sanfte Strähnentechniken erhalten die Haarstruktur und minimieren Schäden.
  • Kostengünstiger als regelmäßiges Färben: Durch die dezente Integration des Graus sind seltener Friseurbesuche notwendig.
  • Individuelle Anpassung: Grey Blending funktioniert für jede Haarfarbe und kann perfekt auf Ihren Stil abgestimmt werden.

Graue Haare rauswachsen lassen: So klappt's!

Wie funktioniert Grey Blending?

Grey Blending setzt auf dezente Farbverläufe, die Ihre grauen Haare gekonnt mit der bestehenden Farbe verschmelzen lassen. Dabei gibt es verschiedene Techniken:

  • Grey Blending Strähnchen: Mit gezielt gesetzten Strähnen wird ein harmonischer Übergang zwischen der natürlichen Haarfarbe und den grauen Haaren geschaffen. Aschige oder kühle Highlights sorgen für ein modernes Finish, das graue Haare nicht versteckt, sondern betont.
  • Grey Blending Balayage: Hierbei wird die Farbe freihändig mit einem Pinsel aufgetragen, ähnlich wie bei der klassischen Balayage-Technik. Grey Blending Balayage sorgt für besonders weiche, fließende Übergänge und ist ideal für einen natürlichen, sonnengeküssten Look.
  • Grey Blending für braunes Haar: Besonders für braune Haare mit grauen Strähnen eignet sich Grey Blending hervorragend. Kühles Beige, Aschbraun oder silberne Highlights sorgen dafür, dass die grauen Strähnen sich nahtlos einfügen, ohne zu harten Kontrasten zu führen. Diese Technik verleiht dem Haar Dimension und sorgt für einen edlen Look.
  • Grey Blending für blondes Haar: Blonde Haare mit grauen Strähnen profitieren besonders von Grey Blending, da die helleren Nuancen sich hervorragend mit silbrigen oder platinfarbenen Tönen vermischen lassen. Für kühle Blondtöne eignen sich perl- oder aschfarbene Highlights, während warme Blondtöne mit sandigen oder champagnerfarbenen Strähnen ergänzt werden können. Der Effekt sorgt für eine sanfte, natürliche Aufhellung, die das Grau elegant mit der Grundfarbe verbindet.

Wie lange hält Grey Blending?

Ein großer Vorteil dieser Technik ist die Haltbarkeit. Da Grey Blending nicht mit einem klaren Ansatz herauswächst, bleibt der Look je nach Haarstruktur und Wachstum bis zu 3-6 Monate frisch. Durch die Verwendung von sanften Übergängen ist keine ständige Auffrischung notwendig - das Haar sieht auch nach Wochen noch gepflegt aus.

Pflegetipps für graue Haare

Damit graue Strähnen oder ein Balayage Grau lange strahlend bleiben, ist die richtige Pflege essenziell:

  • Sulfatfreie Shampoos verwenden: Diese verhindern, dass die Farbe zu schnell verblasst und helfen, den natürlichen Glanz zu bewahren.
  • Feuchtigkeitspflege: Graues und gefärbtes Haar neigt dazu, trockener zu sein. Feuchtigkeitsspendende Conditioner und Haarmasken helfen, die Haare geschmeidig zu halten.
  • Silbershampoo gegen Gelbstich: Ein hochwertiges Silbershampoo kann kühle Nuancen bewahren und verhindert, dass graue Strähnen einen unerwünschten Gelbstich bekommen.
  • Hitzeschutz beim Styling: Hitze kann die Haarstruktur strapazieren und die Farbe schneller verblassen lassen. Ein guter Hitzeschutz sorgt für Schutz beim Föhnen oder Glätten.
  • Regelmäßige Glossing-Behandlungen: Ein Glossing beim Friseur kann helfen, den Farbton frisch zu halten und den Haaren zusätzlichen Glanz zu verleihen.

Grey Blending selbst ausprobieren? Lieber nicht!

So verlockend es auch sein mag, Grey Blending erfordert ein geschultes Auge und präzise Techniken. Unregelmäßige Strähnen oder unerwünschte Farbstiche können das Ergebnis ruinieren. Lassen Sie sich stattdessen von einem Profi beraten - Ihr Haar wird es Ihnen danken!

Was kostet Grey Blending beim Friseur?

Die Kosten für ein professionelles Grey Blending variieren je nach Haarlänge, gewünschtem Effekt und Technik. Eine ausführliche Beratung im Friseursalon hilft dabei, die passende Methode für individuelle Bedürfnisse zu finden.

Weitere Tipps zum Färben grauer Haare

  • Wahl der richtigen Haarfarbe: Die Wahl der richtigen Haarfarbe für graue Haare hängt vor allem von deinem Hautton und deiner Naturhaarfarbe ab. Um ein möglichst harmonisches und natürliches Ergebnis zu erzielen, solltest du Farbtöne wählen, die zu deinem Hautunterton passen.
    • Bei einem warmen Hautunterton eignen sich goldene, rötliche oder warme Farben am besten.
    • Bei kühlen Hauttönen sind Farben mit einem bläulichen oder aschigen Unterton ideal.
    • Wenn du ein möglichst natürliches Ergebnis erzielen möchtest, wähle einen Farbton, der deiner ursprünglichen Haarfarbe möglichst nahekommt.
  • Sanfte Methoden: Wenn du deine grauen Haare nicht komplett färben möchtest oder nur einzelne graue Haare oder Strähnen hast, kannst du auf sanfte Tönungen oder Strähnchen setzen. Mit Strähnchen, Highlights oder Babylights kannst du die grauen Haare gezielt überfärben oder sie ganz natürlich in dein Haar einfließen lassen. Für einen noch sanfteren Übergang eignen sich Glossings oder semi-permanente Farben, die sich nach einiger Zeit herauswaschen. Diese bieten eine weniger intensive Farbveränderung und lassen die grauen Haare sanft verblassen.
  • Färben ohne Blondierung: Wenn du auf eine dunklere oder silbrige Nuance setzt, kannst du deine grauen Haare auch ohne Blondierung färben - vorausgesetzt, deine Naturhaarfarbe ist nicht zu dunkel.

Wie beuge ich graues Haar vor?

Wie schon erwähnt, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Methoden und Wegen, graues Haar zu bekämpfen. Sinnvoll ist es allerdings, zu wissen, wie man das Ergrauen des Kopfhaares aufschiebt. Auch in diesem Bereich gibt es Erkenntnisse, die wir dir nicht vorenthalten möchten.

Allgemein sind bestimmte Einflussfaktoren bekannt, die den Alterungsprozess der Haare beschleunigen können. Diese sind:

  • Rauchen
  • Hormonstörungen
  • Chemotherapien
  • Stress
  • Nährstoff- und Vitaminmangel
  • Aggressive Haarpflegeprodukte
  • Erkrankungen der Schilddrüse

Nach Möglichkeit solltest du also entsprechende schädliche Gewohnheiten ablegen. Faktoren, die besonders viele Menschen vernachlässigen, sind Ernährung und Pflegeprodukte. So ist eine basische oder säurereduzierte Ernährungsweise hilfreich, wenn es darum geht, den Farbverlust, aber auch Haarausfall zu vermeiden. Ein wichtiger Bestandteil dieser ist, auf Alkohol sowie Kaffee zu verzichten und stattdessen auf vitamin- und mineralienreiche Lebensmittel zu setzen. Bei Pflegemitteln gilt es, solche mit Inhaltsstoffen wie Ammoniak, Chlor, Sulfaten und Phosphaten zu meiden. Diese trocknen das Haar aus und behindern die Nährstoffversorgung der Kopfhaut. Stattdessen solltest du natürliche Produkte bevorzugen, die deine Haare schonen und aufbauen. Solche sind beispielsweise:

  • Natürliche Haarspülungen
  • Pflegende Haarkuren
  • Haarshampoos mit Kastanie, Birke oder Roggenmehl

Auch wenn du regelmäßig pflegende Öle wie Mandel oder Kokosöl in deine Kopfhaut einmassierst, kann das für einen schönen Pflege- und Farbeffekt sorgen.

Graue Haare natürlich färben - diese Naturprodukte machen‘s möglich

Neben chemischen Haarfärbemitteln sind solche besonders interessant, die graue Haare auf ganz natürliche Art und Weise bekämpfen. Im Gegensatz zu Ersteren strapazieren diese nämlich nicht die Haarfollikel, Kopfhaut etc. und sind im Schnitt auch günstiger. Hier findest du daher eine Liste der wirkungsvollsten Hausmittel und Naturprodukte:

  • Apfelessig gegen graue Haare: Apfelessig soll deinem Haar zu mehr Glanz verhelfen und es weich machen. Es beinhaltet viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink, Eisen und Magnesium. Die enthaltene Essigsäure desinfiziert zusätzlich die Kopfhaut und öffnet verstopfte Poren. Anwendung: Verdünne den Essig mit kaltem Wasser und verwende die Mischung dann als Spülung nach dem Haarewaschen.
  • Zwiebelsaft gegen graue Haare: Zwiebelsaft ist ein altbekanntes Mittel, das schon seit der Antike bei der Repigmentierung grauer Haare Anwendung findet. Es soll die Produktion von Katalase anregen. Dieses Enzym hat wiederum die Aufgabe, Wasserstoffperoxid in den Haarzellen abzubauen - es „entbleicht“ deine Haare also. Zwiebelsaft wirkt außerdem antibakteriell und reinigt somit deine Kopfhaut. Anwendung: Schneide einfach eine Zwiebel und reibe deine Kopfhaut mit der Schnittstelle ein. Alternativ kannst du die Zwiebel auch entsaften und den gewonnenen Saft täglich einmassieren.
  • Kokosöl gegen graue Haare: Ähnlich wie Apfelessig wirkt Kokosöl desinfizierend und antibakteriell. Es soll außerdem das Haarwachstum und die Pigmentation anregen - es stützt also die natürliche Haarfarbe. Anwendung: Mische das Kokosöl mit ätherischem Salbeiöl bei einem Verhältnis von 3 : 2. Die Mischung massierst du dann in deine Kopfhaut ein und lässt sie über Nacht einwirken.

Graue Haare mit Haarfarbe färben

Der gängigste Weg, um graue Haare zu kaschieren, ist, konventionelle Haarfarbe zu verwenden. Beim Färben legen sich die chemischen Farbpigmente um die Haare und verändern so die Haarfarbe dauerhaft. Die künstliche Farbe hält in der Regel 3 bis 6 Wochen an. Du musst daher regelmäßig - insbesondere bei einem grauen Ansatz - nachfärben.

Tipp: Du solltest deine gefärbten Haare regelmäßig mit Conditioner oder Kuren pflegen. Die chemische Haarfarbe kann deine Kopfhaut und Haarstruktur nämlich enorm belasten. Auch beim Färben deiner Haare mit chemischen Färbemitteln kannst du auf mehrere Methoden zurückgreifen:

  • Graue Haare mit Strähnchen verdecken: Wenn sich bei dir bisher nur vereinzelt graue Haare zeigen, sind Strähnen eine gute Wahl. Diese schonen dein Kopfhaar nämlich und lassen außerdem deinen Teint leuchten. Vor allem aschige Töne neutralisieren den silbrigen Schimmer der einzelnen grauen Strähnen zuverlässig.
  • Graue Haare gleichmäßig färben: Wenn du deine Haare komplett einfärben möchtest, solltest du in jedem Fall zu einer dauerhaften Coloration greifen. Diese kaschiert graue Haare zu hundert Prozent.
  • Grauabdeckung mittels Haartönungen: Auch Tönungen können helfen, wenn noch nicht so viele graue Haare vorhanden sind. Eine solche verleiht einen schönen Glanz, deckt leicht ab und ist einfach aufzutragen. Nach einigen Haarwäschen verschwindet die Tönung allerdings, daher musst du diese regelmäßig anwenden.

Graue Haare selbst färben - deine Anleitung

Im Optimalfall solltest du zum Färben einen Experten - also einen Friseur - aufsuchen. Dieser kann dir verraten, welche Tönung oder Haarfarbe gut mit deiner natürlichen Haarstruktur und -farbe harmoniert. Wenn du dir aber schon sicher bist, welches Haarfärbeprodukt du nutzen möchtest und auf welche Weise du färben willst, kannst du das selbstverständlich auch selbst erledigen. Wir erklären dir schrittweise, wie das funktioniert.

Grundsätzlich benötigst du:

  • Die Coloration
  • Handschuhe
  • Einen Pinsel
  • Einen Kamm
  • Conditioner und Haarkur

Schritt 1: Bereite deine Haare auf die Coloration vor. Nur bei gepflegtem Haar kannst du ein perfektes Ergebnis erzielen. Vor dem Färben solltest du daher auf Conditioner und Aufbaukuren setzen. Unmittelbar bevor du anfängst, hilft es außerdem, die Haare mit einem Tiefenreinigungsshampoo zu waschen.

Schritt 2: Mische die Farbe nach der Anleitung des Herstellers an. Anschließend trägst du das Mittel Scheitel für Scheitel auf dein Haar auf. Beginne dabei mit dem Haaransatz.

Schritt 3: Hast du die Packung eingearbeitet, knete die Farbe noch einmal in deine Haare - so verteilst du die Coloration gleichmäßig.

Schritt 4: Lass die Farbe 20 - 30 Minuten einwirken. Danach spülst du die Coloration so lange aus, bis das Wasser klar wird. Anschließend trägst du noch einmal eine Haarkur auf - fertig! Schon beim Trockenföhnen wirst du dein verjüngtes Haupthaar bewundern können.

Tipp: Wenn du deine grauen Haare blond färben möchtest, solltest du auf herkömmliche Blondierungsmittel verzichten. Diese enthalten nämlich in der Regel Stoffe, die dunkles Haar ausbleichen und in Kombination mit der verbleibenden Restfarbe einen blonden Farbton erzeugen. Da graue Haare aber ohnehin keine Farbpigmente mehr haben, wirst du mit diesen Mitteln keinen Erfolg haben. Verwende stattdessen Haarfarben aus dem Friseurbedarf. Diese sind in der Regel hochwertiger und gut geeignet, um hübsche Nuancen zu erzeugen. Bei grau-braunen Haaren, grau-schwarzen Haaren oder grau-blonden Haaren ist das Färben dagegen deutlich einfacher. Bei diesen Farb-Mischungen sind herkömmliche Colorationen absolut ausreichend.

Graue Haare voll im Trend

Neben Frauen, die Energie und Zeit investieren, um ihre grauen Haare loszuwerden, gibt es auch solche, die die Haarfarbe in Gestalt des Granny-Hair-Trends alltagstauglich machen. Immer mehr entdecken die Farbe für sich und tragen ihre ergraute Mähne mit Stolz oder färben sich ihr Naturhaar sogar.

Graues Haar muss nämlich keineswegs langweilig und altbacken wirken, sondern kann auch super sexy aussehen.

Graue Haare färben - so gelingt dir der Granny-Look

Idealerweise lässt du - wie bereits angemerkt - beim Färben einen Profi ran. Dieser kann dir beispielsweise sagen, ob die graue Haarfarbe zu deinem Gesichtstyp und deinem Hautton passt. Schließlich soll sie dich nicht tatsächlich alt wirken lassen, sondern stylisch und modern aussehen.

Falls du aber hellblondes Naturhaar hast, ist es auch durchaus möglich, selbst Hand anzulegen. Bei hellen Haaren ist der Färbeprozess vergleichsweise simpel. Für eine vorübergehende Grauabdeckung deiner Naturhaarfarbe, welche nach einigen Haarwäschen wieder verschwindet, bietet sich eine Tönung an.

Du benötigst diese Produkte:

  • Eine Tönung
  • Ein Oxid
  • Silbershampoo
  • Einen Pinsel

Schritt 1: Mische die Tönung und das Oxid im Verhältnis 1 : 2.

Schritt 2: Verteile das Gemisch auf deinem Haar - es sollte nass sein. Für einen intensiven Grauton solltest du deine Haare in Strähnen unterteilen und einzeln einpinseln.

Schritt 3: Lasse die Tönung mindestens 20 Minuten einwirken. Je länger du wartest, desto stärker ist die Farbintensität.

Schritt 4: Wasche die Tönung aus. Zur Pflege solltest du regelmäßig Silbershampoo verwenden und nach Möglichkeit deine Haare nicht zu oft waschen - sonst verschwindet die graue Farbe schnell wieder.

Wie du siehst, ist es heutzutage kein Muss mehr, graue Haare mit künstlicher Farbe zu kaschieren. Mittlerweile gibt es viele stylische Möglichkeiten, deine Naturhaarfarbe optimal zur Geltung zu bringen - ob Braun, Grau, Rot oder Blond. Grundsätzlich solltest du aber selbst entscheiden, womit du dich am wohlsten fühlst.

Was macht man, wenn die ersten weißen Strähnen kommen? Graue Haare tönen oder färben?

Eine Tönung unterscheidet sich von einer Haarfarbe in ihrer chemischen Zusammensetzung. Beim Tönen wird das Haar nur äußerlich gefärbt und hält dadurch nur ca. acht bis zehn Haarwäschen - das hängt ganz von der Intensitätsstufe der Tönung ab. Stufe 1 ist dabei die kleinste, während eine Intensivtönung ab Stufe II+ sogar bis zu acht Wochen halten kann. Nach und nach wäscht sie sich also raus und hinterlässt so keine scharfen Kontraste zur Naturhaarfarbe. Eine Haartönung verliert somit über wenige Wochen zwar ihre Intensität, bietet aber wunderbare Flexibilität, wenn man verschiedene Looks oder Farben ausprobieren will.

Wann sollte man graue Haare tönen?

Die Haartönung ist eine sehr sanfte Methode, um erste graue Haare zu kaschieren. Bei einer Abdeckung von bis zu 50 Prozent an grauen Haaren kann eine Intensivtönung bereits vollkommen ausreichen, um den Übergang vom natürlichen Farbton zu behandeln. Hierbei sollte man allerdings immer beachten, dass die Haare, die ihre natürlichen Pigmente enthalten, die Farbe nicht so intensiv aufnehmen wie die weißen „Fädchen“.

Dass unterschiedliche Farben im Haar sind, muss aber kein Nachteil sein: wer seine grauen Haare tönen möchte, kann die weißen Partien als Grundlage für feine Strähnen nutzen. So kann man interessante und spannende Effekte erzeugen, etwa Gold- oder Rottöne bei hellbraunem oder blondem Haar.

Tönungen haben gegenüber der Farbe einen weiteren Vorteil. Gerade da, wo die Ansätze ergrauen, kann nämlich eine Tönung die Übergänge besänftigen. Das trifft auch dann zu, wenn man die Haare bereits gefärbt hatte oder langsam das Grau rauswachsen lassen möchte.

Allerdings: graue Haare tönen geht nicht, wenn man dunkle Haare gleichzeitig aufhellen möchte.

Wie oft darf ich meine Haare färben?

Und wie oft darf ich meine Haare nun färben, bis sich meine Haarstruktur in Form von spröden, brüchigen oder splissigen Strähnen rächt? Die Häufigkeit des Haarefärbens und wie lange die Haarfarbe hält, hängt stark von der Art der verwendeten Haarfarbe und Ihrer individuellen Haarbeschaffenheit ab.

Als sanfteste Methode unter den Haarfärbungen dringt die Tönung nicht in Ihr Haar ein, sondern umhüllt es lediglich. Intensiver als eine Tönung, sanfter als die Coloration - das ist die Intensivtönung. Die semi-permanente Coloration dringt leicht in die äußere Schicht der Haarstruktur ein, wäscht sich aber nach 20-28 Haarwäschen aus.

Anders als bei der Tönung werden die Farbpigmente bei der Coloration in Ihre Haarstruktur „eingeschleust”, wofür die obere Schutzschicht der Haare aufgebrochen werden muss. Laut Haar-Experten sollten Sie daher mindestens sechs bis acht Wochen Pause zwischen den Anwendungen einlegen.

Blondieren ist so ziemlich das Schlimmste, was Sie Ihren Haaren antun können. Die Blondierung dringt nicht nur in das Haar ein, sondern zerstört die natürlichen Farbpigmente durch Oxidation. Oxidationsmittel, wie Peroxid und Ammoniak sind bekannt für ihre austrocknende und schädigende Wirkung.

Ob Blondierung oder Coloration - statt jedes Mal das gesamte Haar zu färben, sollten Sie sich beim Nachfärben hauptsächlich auf den Ansatz konzentrieren.

Weitere Tipps für gesundes und farbbrillantes Haar

  • Frisch gewaschene Haare sollte man nicht färben. Verzichten Sie deshalb mindestens 24 Stunden vor dem Färben auf das Haarewaschen. Waschen Sie Ihre Haare beim letzten Waschgang vor dem Färben mit einem Tiefenreinigungsshampoo, um es von Styling-Ablagerungen und Produktrückständen zu befreien. Anschließend sollten Sie auf Trockenshampoo, Haarspray, Gel und Co. verzichten.
  • Halten Sie sich exakt an die Anwendungshinweise, die in jeder unserer L’Oréal Paris Haarfarben enthalten sind.
  • Waschen Sie Ihr frisch coloriertes oder getöntes Haar frühestens 48 Stunden nach dem Färben, damit sich Farbmoleküle richtig im Haar festsetzen können. Gleichzeitig sorgt die Wartezeit dafür, dass sich Ihre Haarstruktur beruhigen kann und das Haar nicht unnötig beansprucht wird.
  • Greifen Sie zu einem speziellen Farbschutz-Shampoo und waschen Sie Ihre Haare nicht zu oft.
  • Waschen Sie Ihre Haare mit lauwarmem statt heißem Wasser.
  • Verwöhnen Sie Ihren Schopf bei jeder Haarwäsche mit feuchtigkeitsspendenden Conditionern und Haarmasken, die Ihr Haar mit wertvollen Nährstoffen versorgen.
  • Ölen Sie Ihre Längen und Spitzen täglich und gönnen Sie Ihnen eine Extraportion an Pflege.
  • Verwenden Sie Produkte mit integriertem UV-Schutz, um Ihre Farbe vor dem Verblassen durch Sonnenlicht zu schützen.
  • Tragen Sie eine dicke Schicht Conditioner auf Ihre Haare auf, bevor Sie in das kühle Nass hüpfen.

Ansatz kaschieren und Farbe auffrischen

  • Ansatzfarbe hilft dabei, den natürlichen Haaransatz nahtlos zu kaschieren.
  • Frischen Sie Ihre Haarfarbe bis zum nächsten Nachfärben einfach mit natürlichen Tönungen aus dem Vorratsschrank auf.

Färben während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird empfohlen, die Häufigkeit des Haarefärbens zu minimieren und sanfte, ammoniakfreie oder pflanzenbasierte Farben zu verwenden.

Wie oft darf ich meine Haare färben?

Wie oft Sie Ihre Haare färben dürfen, hängt hauptsächlich von Ihrem Haartyp und der Wahl der Haartönung ab. Ob Tönung oder Coloration - im Schnitt sind das mindestens vier bis sechs Wochen. Fühlen sich Kopfhaut und Haar trotz der richtigen Abstände strapaziert und brüchig an, sollten Sie ihnen ab und an eine längere Verschnaufpause gönnen.

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