Wie lange dauert es, bis Schuppen weg sind? Ursachen und Behandlungen

Schuppen sind ein weit verbreitetes und oft lästiges Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen.

Unter Schuppen verstehen Dermatologen eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen an der Kopfhaut. Sie entstehen dort, wo die natürliche Erneuerung der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Was genau sind Schuppen?

Unsere Haut erneuert sich etwa alle vier Wochen, die dabei abgestorbenen Hautzellen - die wir Schuppen nennen - werden als kleine, weiße oder gelbliche Flöckchen oder Ablagerungen auf dem Haar und auf den Schultern sichtbar. Jeder Mensch verliert täglich Hautzellen, auch auf der Kopfhaut, aber bei manchen Menschen produziert die Kopfhaut eben zu viele Hautzellen, die dann zu Schuppen führen.

Jeden Tag verliert der Mensch Hautschuppen. Etwa alle vier Wochen erneuert sich die Haut und stößt die alten, abgestorbenen Hautzellen ab. Diese Schuppen sind so winzig, dass die Betroffenen sie gar nicht wahrnehmen.

Erkennbare Schuppen entstehen aufgrund einer beschleunigten Erneuerung der Hautzellen auf der Kopfhaut. Normalerweise dauert der Zyklus der Hauterneuerung im Schnitt 28 Tage und die Menge der dabei abgeworfenen abgestorbenen Hautschüppchen fällt nicht weiter auf. Bei Menschen mit sichtbaren Schuppen läuft dieser Prozess jedoch schneller ab, sodass die vermehrt auftretenden Schuppen zum Teil deutlich sichtbar werden.

Wenn die Haut jedoch vermehrt Zellen bildet, die viel schneller wachsen und sich in größeren Gruppen sammeln, werden sie als Schuppen sichtbar. Oft gehen sie mit einer entzündeten Kopfhaut einher, die den Erneuerungsprozess der Zellen auf unter sieben Tage beschleunigen kann. Ab einer Gruppe von mehr als 500 Zellen sind sie als Schuppen auf der Haut des Kopfes sichtbar.

Arten von Schuppen

Schuppen sind jedoch nicht gleich Schuppen und wir unterscheiden zwischen trockenen Schuppen (weiß und lose) und fettigen Schuppen (gelblich und anhaftend).

  • Trockene Schuppen: Die trockenen, weißen Schuppen entstehen überwiegend durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft im Winter, austrocknende Shampoos und Pflegemittel, Föhnen oder heißes, trockenes Klima. Hiervon sind Frauen genauso häufig betroffen wie Männer. Auch bei bestimmten Erkrankungen kommt es zu trockenen Schuppen, zum Beispiel bei der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris).
  • Fettige Schuppen: Durch eine erhöhte Talgproduktion entstehen gelbe, fettige Schuppen. Diese sind meist größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Da sie zudem klebrig sind, lassen sie sich nicht so schnell ablösen wie die trockenen Schuppen. Dies begünstigt das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur. Er gehört zwar zur normalen Hautflora, hat aber in diesem Fall eine negative Wirkung: Die leicht entzündete Kopfhaut fördert die Entstehung von fettigen Kopfschuppen.

Warum entstehen trockene Schuppen?

Trockene Schuppen sind klein, weiß oder grau und rieseln oft von der Kopfhaut auf die Schultern. Sie entstehen, wenn die Kopfhaut nicht genug Feuchtigkeit halten kann. Dies liegt häufig an äußeren Faktoren wie kalter Luft, Heizungsluft oder aggressiven Haarpflegeprodukten, die die natürlichen Fettschichten der Haut schädigen. Dadurch kann die Kopfhaut ihre Feuchtigkeit nicht mehr richtig speichern, was zu Juckreiz und vermehrtem Abstoßen abgestorbener Hautzellen führt.

Für die Behandlung sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte geeignet, die die Kopfhaut beruhigen. Ideal sind milde Shampoos, die speziell für empfindliche oder trockene Kopfhaut entwickelt wurden, wie unser SQUANORM Shampoo für trockene Schuppen.

Wie entstehen fettige Schuppen?

Fettige Schuppen sind größer als trockene Schuppen und haften an der Kopfhaut oder den Haaren. Sie erscheinen gelblich und gehen meist mit einer fettigen Kopfhaut einher. Die Hauptursache ist eine übermäßige Talgproduktion. Häufig ist der Hefepilz Malassezia für die Entstehung fettiger Schuppen verantwortlich. Dieser Pilz ernährt sich von den Ölen der Kopfhaut und fördert die Schuppenbildung. Fettige Schuppen gehen auch oft mit starkem Juckreiz und Rötungen einher.

Spezielle Anti-Schuppen-Shampoos wie das SQUANORM Antischuppen-Shampoo für fettige Schuppen helfen bei diesen Symptomen. Sie bekämpfen den Pilz, regulieren die Talgproduktion und bringen das Kopfhaut-Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht.

Ursachen von Schuppen

Daher gibt es auch nicht die eine Ursache für Schuppen, sondern mehrere mögliche Auslöser und Einflussfaktoren.

Aus Sicht des Facharztes für Dermatologie gibt es verschiedene Ursachen für Schuppen. Eine trockene Haut kann dazu führen, Heizungsluft, Klimaanlagen oder ein stark entfettendes Shampoo. So genannte fettige Kopfhautschuppen stellt der Hautarzt bei denjenigen fest, die zu fettiger Kopfhaut neigen. Oft bereitet ein Hefepilz (Pityrosporum ovale) zusätzliche Probleme. Er gehört zwar zur natürlichen Hautflora, kann sich aber unter günstigen Bedingungen schnell vermehren und dazu führen, dass die Kopfhaut noch mehr schuppt.

Haarschuppen? So wirst du sie los!

In den meisten Fällen macht der Hautarzt einen Hefepilz (Pityrosporum ovale) für Schuppenbefall verantwortlich. Dieser Pilz stellt in der Dermatologie eigentlich kein Problem dar. Er ist völlig harmlos und lebt bei fast allen Menschen auf der Haut und an den Haarwurzeln. Probleme treten erst dann auf, wenn durch die Schweißdrüsen ein feuchtes Klima geschaffen wird und die Talgproduktion nicht mehr normal verläuft. Wird vermehrt Talg produziert, nimmt die Pilzbesiedelung zu. Die Kopfhaut wird dadurch gereizt, rötet sich, juckt und es werden vermehrt Schuppen gebildet.

Die Entstehung von Schuppen auf der Kopfhaut hat verschiedene Ursachen. Ein häufiger Auslöser ist trockene oder fettige Kopfhaut. Auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können Schuppen verursachen. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, insbesondere an Zink oder Omega-3-Fettsäuren, kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit der Kopfhaut.

Bei fettiger Kopfhaut ist oft ein Hefepilz namens Malassezia (Pityrosporum ovale) beteiligt. Dieser vermehrt sich und führt zu Reizungen, die eine schnellere Zellerneuerung fördern. Trockene Kopfhaut hingegen entsteht oft durch Umwelteinflüsse wie Kälte oder die Verwendung von aggressiven Haarpflegeprodukten.

Weitere Ursachen

  • Hormone: Hormone steuern viele Prozesse im menschlichen Körper. Verschiebt sich das hormonelle Gleichgewicht, kann sich das unterschiedlich auswirken. So können beispielsweise der weibliche Zyklus, die Pubertät, eine Schwangerschaft oder auch die Wechseljahre dazu führen, dass hormonell bedingt die Talgdrüsenaktivität der Kopfhaut zu- oder abnimmt.
  • Hautpflegeprodukte: Shampoos, Spülungen, Haarkuren - sie alle sind dazu gedacht, Haar und Kopfhaut zu pflegen. Jedoch passt nicht jedes Produkt zu den Bedürfnissen der Kopfhaut oder der Haare. Verschiedene Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können zu Irritationen führen und auch die Bildung von Schuppen begünstigen oder verstärken. Vor allem bei empfindlicher Kopfhaut lassen sich häufig unerwünschte Reaktionen auf Shampoo & Co. feststellen.
  • Äußere Einflüsse: Unsere Kopfhaut ist empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Vor allem UV-Strahlung, aber auch trockene Luft und Kälte oder Hitze begünstigen das Austrocknen der Kopfhaut. Darüber hinaus fördern schädliche Umwelteinflüsse die Bildung von freien Radikalen und damit verbundenen oxidativen Stress. Dieser schädigt die Zellen und kann sich auch auf die Kopfhaut auswirken.
  • Stress: Psychische Belastungen wirken sich auf den Stoffwechsel der Hornhaut aus - Schuppen sind die Folge. Ist die Abwehrbarriere der Haut gestört, siedeln sich Hautpilze manchmal leichter an.

Hauterkrankungen als Ursache

Hinter Schuppen können sich aber auch andere Hauterkrankungen verbergen. Dermatologen zählen dazu Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder das seborrhoische Ekzem.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung. An der Hautoberfläche entstehen dicke, weiße bis rötliche Schuppenherde, die sogenannten Plaques. Diese Form von Schuppen ist hartnäckig und lässt sich oft nur schwer behandeln. Schuppenflechte tritt in Schüben auf und kann durch Stress, Kälte oder Hautirritationen verschlimmert werden. Eine herkömmliche Schuppenbehandlung allein ist hier selten erfolgreich. Daher sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. So erhalten Sie eine geeignete Therapie, um die Symptome zu lindern.

Neurodermitis

Neurodermitis, eine entzündliche Hauterkrankung, verursacht trockene, juckende Haut und kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Wie bei der Schuppenflechte ist auch hier eine gezielte Behandlung erforderlich, die über herkömmliche Pflegeprodukte hinausgeht.

Seborrhoisches Ekzem

Bilden sich auf der Kopfhaut gelbe, große Schuppen kann das ein Hinweis auf eine verbreitete Hautkrankheit sein: das seborrhoische Ekzem. Verantwortlich dafür ist in vielen Fällen der Hefepilz Malassezia Furfur. Er gehört zwar auch zur normalen Hautflora, vermehrt sich aber unter günstigen Bedingungen schnell. Ein Risikofaktor ist beispielsweise Stress, weil durch die psychische Belastung das Immunsystem geschwächt ist.

Was hilft gegen Schuppen?

Schuppen sind heilbar. Um sie wirksam zu bekämpfen, muss die Kopfhaut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht gebracht werden.

Es gibt verschiedene Ansätze zur Behandlung von Schuppen, abhängig von der Ursache und dem Schweregrad.

Anti-Schuppen-Shampoos

Anti-Schuppen-Shampoos sind in vielen Fällen sinnvoll, besonders wenn sie auf die Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmt sind. Sie wirken gezielt gegen Schuppen, beruhigen die Kopfhaut und regulieren die Talgproduktion. Abhängig von der Ursache können Sie Schuppen auf verschiedene Weisen behandeln. Bei leichten Schuppen hilft oft schon der Wechsel zu einem sanfteren Shampoo, das speziell für trockene oder empfindliche Kopfhaut entwickelt wurde. Wirkstoffe wie Glycerin helfen dabei, die Hautfeuchtigkeit zu regulieren und die Kopfhaut angenehm geschmeidig zu halten.

Bei fettigen Schuppen bieten Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen wie Zinkglukonat oder Pirocton Olamin schnelle Linderung. Diese Inhaltsstoffe bekämpfen gezielt den Hefepilz Malassezia, der häufig fettige Schuppen verursacht und zur Entzündung der Kopfhaut führen kann. Es beruhigt die Kopfhaut und lindert unangenehmes Kratzen.

Weitere Tipps zur Behandlung

  1. Anti-Schuppen-Shampoos: Bei fettiger Kopfhaut und Schuppen sorgen Anti-Schuppen-Shampoos schnell für Erleichterung. Ihre antimykotischen, mitunter auch antibakteriellen Inhaltsstoffe bringen die Hefepilze wieder in Balance und beruhigen die schmerzende Kopfhaut. Lassen Sie das Anti-Schuppen-Shampoo vor dem Auswaschen 1-2 Minuten einwirken. Anfangs können Sie das Shampoo täglich verwenden, später reicht es einmal pro Woche. Nach etwa einem halben Jahr können Sie dann auf ein normales Shampoo umsteigen.
  2. Öl-Therapie: Viele Experten raten bei Schuppen, die durch trockene Kopfhaut verursacht werden, zu einer Öl-Therapie: Dazu geben Sie vor dem Schlafen einfach einige Tropfen Olivenöl auf die Kopfhaut und massieren diese ein.
  3. Sanfte Behandlung: Egal, ob trockene oder große fettige Schuppen: Seien Sie sanft zu Ihrer Kopfhaut. Bei trockener Kopfhaut die Haare möglichst nicht täglich und nur kurz waschen. Achten Sie zudem darauf, wenig Shampoo zu verwenden. Durch das Haarewaschen werden Schuppen zwar kurzfristig entfernt und der Juckreiz lässt nach, allerdings hat die Kopfhaut keine Zeit, das Fett, das der Haut bei jeder Reinigung der Kopfhaut mit dem Schmutz zusammen entzogen wird, wieder ausreichend nachzubilden. Nach der Haarwäsche sollten Sie allzu kräftiges Trockenrubbeln vermeiden, um die schuppige Kopfhaut nicht noch zusätzlich zu reizen. Ebenso hilfreich ist es, Ihr Haar so oft es geht an der Luft trocknen zu lassen. Achten Sie beim Föhnen darauf, Ihr Haar mit kalter Luft oder auf mittlerer Heizstufe mit höchster Gebläsestufe, am besten kopfüber, zu föhnen. Das schont die Kopfhaut.
  4. Styling-Produkte: Generell sollten Sie Styling-Produkte bei Schuppen im Haar nur in kleinen Mengen und nicht am Haaransatz einarbeiten. Und: Je milder sie sind, desto weniger trocknen sie die Kopfhaut aus. Bei fettiger Kopfhaut und Haaren kann hingegen kurzfristig ein Trockenshampoo oder ein Trockenshampoo-Schaum helfen, falls Sie nicht mehr zum Haarewaschen kommen.
  5. Frisuren: Wenn Sie gerne mit Frisuren experimentieren, dann können Schuppen auf der Kopfhaut auch eine Gelegenheit sein, etwas Neues auszuprobieren. So ist die Haarpflege zum Beispiel bei Shortcuts wesentlich unkomplizierter. Weil glatt gezogene Haare und strenge Scheitel oft den Blick auf schuppende Kopfhaut freigeben, eignen sich Locken, Wellen sowie lockere Top-Knots oder messy Hochsteckfrisuren besser, um Schuppen zu kaschieren.

Waschen der Haare

Menschen, die zu Schuppen neigen, sollten die Haare nur mit einem milden Shampoo waschen. Ihr Facharzt für Dermatologie berät Sie über geeignete Pflegeprodukte. Außerdem empfehlen Dermatologen, die Haare nicht jeden Tag zu waschen und sie gründlich mit klarem Wasser auszuspülen, damit keine Shampooreste zurückbleiben. Das Wasser darf nicht zu heiß sein. Nach dem Waschen sollten Betroffene darauf achten, die Haare nicht trocken zu rubbeln und sie nicht zu heiß zu föhnen. Hautärzte raten dazu, auf harte Kämme und Bürsten zu verzichten, weil die Kopfhaut damit aufgekratzt und eine Entzündung verursacht werden könnte.

Die richtige Haarpflege spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schuppen. Menschen mit Schuppen sollten ihre Haare regelmäßig, aber nicht zu häufig waschen. Zu häufiges Waschen kann die Kopfhaut austrocknen, während zu seltenes Waschen die Talgproduktion erhöht. Die klare Empfehlung lautet, 2 bis 3 Mal pro Woche ein mildes Shampoo zu verwenden, um die Kopfhaut in Balance zu halten.

Schnelle Maßnahmen zur Entfernung von Schuppen

Wenn Sie Schuppen schnell beseitigen möchten, gibt es einige Sofortmaßnahmen, die das Aussehen der Kopfhaut und Haare verbessern können:

  • Anti-Schuppen-Shampoo: Spezielle Produkte helfen, die abgestorbenen Hautzellen schneller zu lösen und die Kopfhaut zu beruhigen.
  • Haare bürsten: Bürsten oder kämmen Sie Ihre Haare sanft, um lose Schuppen zu entfernen.
  • Nicht Kratzen: Trotz des Drangs, die Schuppen wegzukratzen, sollten Sie dies unbedingt vermeiden. Kratzen reizt die Kopfhaut zusätzlich und kann die Schuppenbildung sogar verschlimmern.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Vor allem wenn Juckreiz und Rötungen hinzukommen, sollten Sie einen Facharzt für Dermatologie aufsuchen. Wenn die Schuppen trotz regelmäßiger Pflege und Anti-Schuppen-Shampoos nicht verschwinden, sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. Dies gilt besonders dann, wenn die Schuppen von starkem Juckreiz, Rötungen oder Krusten begleitet werden.

Dahinter kann sich eine ernsthafte Hauterkrankung, z.B. Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis verbergen, die vom Hautarzt behandelt werden muss.

Diagnose beim Dermatologen

Bevor Ihr Arzt für Dermatologie mit einer Untersuchung beginnt, findet ein einführendes Gespräch (Anamnese) über Ihre aktuellen Beschwerden statt. Ihr Facharzt für Dermatologie benötigt eine Übersicht der Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen. Stellen Sie schon vor dem Arztbesuch bei Ihrem Hautarzt eine Übersicht über die Medikamente, die Sie einnehmen, in einer Tabelle zusammen.

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dabei fragt er zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie Schuppen?
  • Haben Sie schon verschiedene Mittel (z. B. Anti-Schuppen-Shampoo) probiert? Mit welchem Erfolg?
  • Leiden Sie unter starkem Juckreiz?

Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Hautveränderungen an anderen Körperstellen liefern dem Arzt unter Umständen entscheidende Anhaltspunkte. Oft äußern sich Hauterkrankungen auf der Kopfhaut anders als an den weniger behaarten Körperpartien.

Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gerade bei entzündeter Kopfhaut zeigt ein Erregernachweis, ob ein Pilzbefall, eine bakterielle Infektion oder ein Parasitenbefall vorliegen. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Behandlung durch den Dermatologen

Der Facharzt für Dermatologie wird Schuppen in der Regel lokal behandeln. Welches Mittel dafür geeignet ist, entscheidet der Hautarzt individuell. Das hängt sowohl von der Kopfhaut als auch von der Ursache ab. Ist die Kopfhaut zusätzlich entzündet, kommen noch andere Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz. Die Behandlungsschritte des Dermatologen können sehr komplex sein. Wichtig ist aus Sicht des Dermatologen, die Haare richtig zu pflegen und sie zu schützen. Über geeignete Pflegeprodukte berät der Hautarzt Sie individuell. Denn die Wahl des richtigen Schuppenshampoos kann schwierig sein. Manche sind zu aggressiv für Ihre empfindliche Kopfhaut, andere enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können.

Vorbeugung von Schuppen

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

Wählen Sie eine niedrige Temperatur. Meiden Sie äußere Reizungen der Kopfhaut. Wenn Sie Mützen, Helme oder Hüte tragen, raten Fachärzte für Dermatologie, dass diese nicht zu eng anliegen sollten.

Mythen über Schuppen

Im Fokus der Kopfpflege stehen häufig nur die Haare. Sie sollen gesund sein und strahlen. Die Haut darunter wird häufig vernachlässigt. Grund genug, um ihr ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen und mit Mythen rund um die Pflege der Kopfhaut aufzuräumen.

Mythos: Schuppen entstehen nur auf trockener Kopfhaut.

Falsch. Schuppen können verschiedene Ursachen haben. Genau wie die Haut am Körper, erneuert sich die gesunde Kopfhaut innerhalb von 28 Tagen. Tote Hornzellen lösen sich einzeln ab und lassen neue Zellen nachkommen. Dieser Abschuppungsprozess ist mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und ganz natürlich. Kopfschuppen entstehen dann, wenn dieser Prozess gestört ist. Schuppen können aber sowohl auf trockener als auch auf fettiger Kopfhaut entstehen. Einfache Kopfschuppen entstehen meist auf einer trockenen Haut (Sebostase). Es lösen sich dabei etwa 10-20 Hautzellen ab und sind als feine Schuppen sichtbar. Aber auch auf einer Haut, die zu viel Talg produziert (Seborrhoe), können Kopfschuppen entstehen. Eine Ursache dafür ist die typische Hautveränderung: das seborrhoische Ekzem, das besonders an talgdrüsenreichen Arealen, wie dem Kopf, auftritt.

Mythos: Eine ausgeglichene Kopfhaut ist wichtig für gesunde Haare.

Das ist korrekt. Eine ausgeglichene Kopfhaut mit einem stabilen Säureschutzmantel ist eine Voraussetzung für schöne und gesunde Haare. Denn besonders die Balance zwischen Fett und Feuchtigkeit sorgt dafür, dass Haare weder zu schnell fettig erscheinen, noch einen trockenen Anschein machen. Dieser wirkt sich positiv auf den Haarstoffwechsel aus.

Mythos: Schuppen sind immer harmlos.

Auch richtig! Besonders bei Schuppenflechte (Psoriasis) ist häufig auch die Kopfhaut betroffen (Psoriasis capitis). 50-80 % der Betroffenen leiden an einer Kopfhautpsoriasis. Charakteristisch sind scharf begrenzte Schuppenplaques auf geröteter, irritierter Haut. Bei der Kopfhautpsoriasis erneuert sich die Epidermis, also die Oberhaut, in weniger als 7 Tagen (normalerweise dauert das ungefähr 28 Tage). Hautzellen verklumpen in großen Schuppen von mehr als 1000 Zellen. Juckreiz und ein Spannungsgefühl können die Erscheinungen begleiten und schränken die Lebensqualität der Betroffenen deutlich ein.

Auch die chronische Hauterkrankung Neurodermitis (atopische Dermatitis) kann den Kopf betreffen. Die Haut zeigt sich gerötet, entzündlich und kann auch zu Juckreiz neigen. Bei der Neurodermitis sind die Kopfschuppen eine Folge der extremen Trockenheit der Haut.

Mythos: Häufiges Haarewaschen ist immer gut für die Kopfhaut.

Das ist nur bedingt richtig. Wie im Gesicht, befinden sich auch auf der Kopfhaut Talgdrüsen. Diese geben Sekret an die Hautoberfläche ab, pflegen sie und halten sie geschmeidig. Im Rahmen der Pubertät kommt es typischerweise zu einer erhöhten Aktivität der Talgdrüsen. Die Haut ist fettiger, man spricht von einer Seborrhoe. Von dieser vermehrten Talgproduktion ist häufig auch die Kopfhaut betroffen, sodass sie schneller nachfettet. Zu häufiges Haarewaschen kann aber auch ein Grund für eine schnell nachfettende Haut sein. Denn die zu häufige Verwendung von Wasser und den Tensiden in den Shampoos führt zu einer Barrierestörung. Die Haut versucht diese Entfettung durch die eigene Produktion von Lipiden zu kompensieren. Entscheidender ist aber in der Regel die Wahl des richtigen Shampoos, um schnelles Nachfetten vorzubeugen.

Mythos: Shampoos müssen stark schäumen, um zu reinigen.

Shampoos müssen nicht immer extrem schäumen, um die Kopfhaut zu reinigen.

Mythos: Shampoos können nur reinigen.

Shampoos können mehr als nur reinigen - mit den richtigen Wirkstoffen tragen sie zur Kopfhautgesundheit bei.

Wie lange dauert es, bis Schuppen weg sind?

Die Dauer, bis Schuppen verschwinden, hängt von der Ursache und der gewählten Behandlung ab. Leichte Fälle von Schuppen, die durch trockene Kopfhaut oder milde Reizungen verursacht werden, können oft innerhalb von wenigen Wochen mit der richtigen Haarpflege und milden Shampoos behandelt werden. Hartnäckige Fälle, die durch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder seborrhoisches Ekzem verursacht werden, können eine längere und intensivere Behandlung durch einen Dermatologen erfordern.

Es ist wichtig, geduldig zu sein und die empfohlene Behandlung konsequent durchzuführen. In einigen Fällen kann es mehrere Monate dauern, bis eine deutliche Verbesserung eintritt. Bei chronischen Erkrankungen wie Psoriasis kann es notwendig sein, die Behandlung langfristig fortzusetzen, um die Symptome zu kontrollieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dauer, bis Schuppen verschwinden, stark variieren kann. Mit der richtigen Diagnose, Behandlung und Pflege können die meisten Menschen jedoch eine deutliche Verbesserung ihrer Kopfhautgesundheit erreichen.

Ursache der Schuppen Behandlung Dauer bis zur Besserung
Trockene Kopfhaut Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Vermeidung von Hitze Wenige Wochen
Fettige Kopfhaut Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen Wenige Wochen
Schuppenflechte Dermatologische Behandlung, spezielle Shampoos Monate
Seborrhoisches Ekzem Spezielle Shampoos, topische Medikamente Monate

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