Schuppen auf der Kopfhaut sind ein Zeichen dafür, dass die Kopfhaut angegriffen ist. Bei der normalen Hauterneuerung schuppen sich die obersten Zellschichten ständig ab. Diese Schuppen sind so fein, dass sie nicht sichtbar sind. Entledigt sich die Haut der alten Zellen jedoch zu schnell und verklumpen diese auch noch, werden Schuppen sichtbar.
Dann rieseln beispielsweise kleine helle Flöckchen auf Nacken und Schultern. Oder in den Haaren verfangen sich glänzende Plättchen - auch das sieht nicht schön aus. Kopfschuppen gehen oft mit einer juckenden und gereizten Kopfhaut einher.
Haarschuppen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eine gereizte Kopfhaut ist die häufigste Ursache für sichtbare Schuppen. Wenn die Haare mit zu vielen Produkten überpflegt, zu häufig gewaschen oder Hitze ausgesetzt werden, kann die Kopfhaut enorm darunter leiden. Daher gilt: weniger ist mehr! Kopfschuppen können aber auch ganz andere Gründe haben. Genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, zu viel Stress oder eine unausgewogene Ernährung können auch die Ursache für Schuppen sein.
Ökotest weist darauf hin, dass Schuppen durch eine zu trockene oder zu fettige Kopfhaut auftreten können sowie bei gewissen Hauterkrankungen, unter anderem bei Ekzemen oder Neurodermitis.
Dr. Dirk Meyer-Rogge, Dermatologe aus Karlsruhe, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Kopfschuppen:
Hohe Luftfeuchtigkeit kann in der Tat bewirken, dass vermehrt fettige Schuppen auftreten. Unter diesen Bedingungen leidet die Haut. Zudem können sich Pilze - wie auch der kleine Hefepilz, der auf der Kopfhaut lebt - wunderbar ausbreiten. Ein Aufenthalt am Meer lässt Kopfschuppen dagegen bei einigen Menschen verschwinden. Das liegt wohl an der Kombination aus Sonne und salzhaltiger Luft, die sich günstig auswirkt.
Fettige Schuppen sind ölig und meistens eher gelblich, sie sind schwer löslich und bleiben oft im Haaransatz hängen. Die Kopfhaut juckt und ist häufig gerötet. Fettige Haarschuppen entstehen vor allem durch einen unausgeglichenen Hormonhaushalt oder Hefepilze. Durch eine gereizte Kopfhaut produziert der Körper zu viel Talg, sodass die abgestorbenen Hautschüppchen verkleben.
Die trockenen, weißen Hautschuppen oder Ablagerungen rieseln vom Kopf und aus den Haaren herab. Ursache für trockene Schuppen ist meist eine trockene Kopfhaut. Diese entsteht oft durch zu viel Hitze, trockene Heizungsluft im Winter, zu häufiges Waschen oder durch zu aggressive Haarpflegeprodukte.
Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden. Hausmittel gegen Schuppen bieten eine sanfte und natürliche Alternative zu herkömmlichen Produkten, besonders bei juckender Kopfhaut.
Ein weiterer Vorteil von Hausmitteln ist, dass sie oft weniger irritierend sind. Dennoch ist die Dosierung hier oft problematisch und auch die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich.
Um trockene Schuppen loszuwerden, braucht die Kopfhaut Feuchtigkeit. Manche Menschen schwören darauf, dass Öl gegen Schuppen hilft.
Wenn Sie eine fettige Kopfhaut haben, sollten Sie auf keinen Fall zu einer Öl-Kur greifen. Probieren Sie bei dieser Art von Schuppen auf der Kopfhaut folgende Möglichkeiten aus:
Da die Kopfhaut bei vermehrter Schuppenbildung zu Irritationen neigt, ist die richtige Pflege besonders wichtig. So bildet sie die Grundlage für eine ausgeglichene Kopfhaut mit normaler Schuppenbildung. Wähle daher nur für deine Kopfhaut passende Anti-Schuppen-Shampoos. Wasche deine Haare möglichst mit lauwarmem Wasser. Heißes Wasser kann die Kopfhaut zusätzlich beanspruchen und so die Anzeichen von Schuppen verstärken.
Lasse deine Haare anschließend nach Möglichkeit lufttrocknen, denn heißes Föhnen kann die Kopfhaut zu sehr irritieren. Wenn du deine Haare föhnen möchtest, verwende eine niedrige Temperaturstufe und halte ausreichend Abstand zur Kopfhaut. Eine Warmluftbürste stellt eine schonende Alternative für das Formen der Haare dar.
Auch die Wahl von Kamm und Haarbürste spielen eine Rolle für die Milderung von Schuppen. Vermeide spitze Kämme und Borsten, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu beanspruchen. Für eine ausgeglichene Kopfhaut sind Wildschweinborstenbürsten besonders zu empfehlen.
Wird die Kopfhaut nicht vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, kommt es zudem schnell zu einem Sonnenbrand. Dieser äußert sich durch Rötungen, Trockenheit, Juckreiz und Schuppenbildung. Neigt die Kopfhaut generell zu Trockenheit, kann ein Sonnenbrand die Haut zusätzlich austrocknen und die Anzeichen von Schuppen verstärken.
| Hausmittel | Anwendung | Wirkung |
|---|---|---|
| Kokosöl | Einmassieren und nach 30 Minuten auswaschen | Spendet Feuchtigkeit |
| Teebaumöl | Einige Tropfen ins Shampoo geben | Hemmt Pilzwachstum |
| Apfelessig | Mit Wasser mischen und als Haarwasser verwenden | Gleicht pH-Wert aus |
| Aloe Vera | Auf die Kopfhaut auftragen und über Nacht einwirken lassen | Reguliert pH-Wert, spendet Feuchtigkeit |
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen. Vor allem die Ursachen fettiger Schuppen sollten Sie von einem Arzt feststellen lassen. Dasselbe gilt, wenn Sie nicht nur unter Haarschuppen leiden, sondern sich auch ein Ausschlag bildet. Dann kann ein Hautarzt feststellen, ob es sich um ein seborrhoisches Ekzem handelt.
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