Wie man Schuppen loswird: Ursachen, Behandlung und Prävention

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Schätzungsweise leidet jeder Fünfte darunter. Sie sind meist harmlos, aber lästig und können das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Doch Du musst Dich mit Schuppen nicht abfinden, sondern kannst etwas dagegen tun. Hier erfährst Du, was Schuppen sind, welche Ursachen sie haben und wie Du sie effektiv loswerden kannst.

Was sind Schuppen?

Schuppen sind Reste von abgestorbenen Hautzellen der Kopfhaut. Sie ähneln trockener Haut und treten typischerweise in Form kleiner, weißer und juckender Hautteilchen auf. Oft kannst du Schuppen an den kleinen weißen Flocken erkennen, die sich auf deinem Hemd, Bluse oder Shirt verteilen. Tatsächlich sind Schuppen aber die Folge eines Hefepilzbefalls und wissenschaftlich als seborrhoische Dermatitis bekannt.

Arten von Schuppen

Es gibt verschiedene Arten von Schuppen, die sich auf unterschiedliche Weise manifestieren können:

  • Trockene Schuppen: Entstehen durch die Ansammlung abgestorbener Hautzellen. Sie sind weiß-silbrig, fein und rieseln leicht vom Kopf. Ursache ist meist eine trockene Kopfhaut.
  • Fettige Schuppen: Entstehen, wenn die Talgproduktion der Haut zu hoch ist, was oft zu einer öligen und glänzenden Haut führt. Sie sind gelblich, größer und haften an Kopfhaut und Haaren.

Bartschuppen können durch eine Mikrobe namens Malassezia globosa ausgelöst werden, die natürlich an Hautstellen mit vielen Talgdrüsen auftritt. Diese Mikrobe spielt eine entscheidende Rolle für den Abbau von Talg, der fettige Haut verursachen kann.

Ursachen von Schuppen

Die mit Abstand häufigste Ursache für Schuppen ist der Hefepilz Pityrosporum Ovale. Wir alle haben Bakterien und Pilze am gesamten Körper. Pityrosporum Ovale ist ein Pilz, den alle Erwachsenen auf der Kopfhaut haben. Daher ist jeder Mensch potentiell gefährdet Schuppen zu bekommen. Der Körper sorgt normalerweise selbst dafür, das Pilzwachstum zu regulieren. Eine Überproduktion des Hefepilzes Pityrosporum Ovale ist die häufigste Ursache für Schuppenbildung.

In einigen Fällen können es andere Ursachen für Schuppen sein. Es kann ein Seborrhoisches Ekzem sein, welches viele Schuppen verursacht. Aber auch die Krankheit Psoriasis kann eine Ursache für Schuppen sein. Scherpilzflechte, eine Pilzinfektion, kann auch Schuppen verursachen. Dann gibt es noch einige Krankheiten, die eine größere Schuppenfläche verursachen können.

  • Trockene Kopfhaut: Einer trockenen Kopfhaut fehlt Talg und Fett. Wenn du es unterlässt, deine Haare zu oft zu waschen, weil du denkst, dass die Schuppen von einer trockenen Kopfhaut kommen, könnte es passieren, dass du dadurch noch mehr Schuppen bekommst.
  • Fettige Kopfhaut: Fettiges Haar ist auf eine Überproduktion von Talg in der Kopfhaut zurückzuführen. Wenn du Schuppen hast, gibt es oft auch eine Überproduktion von Talg in der Kopfhaut.
  • Hormone: Männer bekommen häufiger Schuppen als Frauen. Das liegt daran, dass die Produktion von männlichen Sexualhormonen die Produktion von Talg verstärkt. Erhöhte Talgproduktion ist auf erhöhte Produktion von Hormonen zurückzuführen. Dieses kann man oft bei jungen Menschen während der Pubertät sehen.
  • Krankheiten: In einigen Fällen können Schuppen aufgrund von Erkrankungen wie Seborrhoisches Ekzem (Hautausschlag), Psoriasis und Scherpilzflechte auftreten. Manche Krankheiten verursachen Schuppen.

Wie man Schuppen loswird

Schuppen sind meist harmlos, aber lästig. Neben dem klassischen Anti-Schuppen-Shampoo gibt es eine Menge Hausmittelchen, von denen allerdings manche sogar schaden können. Wie wird man Schuppen also am besten los?

Anti-Schuppen-Shampoos

Bei wenig Schuppen kannst du die Schuppen in der Regel mit einem milden Anti-Schuppen-Shampoo loswerden. Wenn du schlimmer betroffen bist, brauchst du ein Anti-Schuppen-Shampoo mit Inhaltsstoffen wie: Teer, Schwefel oder Zink. Diese Inhaltsstoffe wirken effektiv gegen die Bakterien und Pilze.

Du kannst auch andere Anti-Schuppen-Shampoos mit natürlichen Inhaltsstoffen bekommen. Das kann z.B. ein Shampoo sein, welches Teebaumöl enthält. Teebaumöl ist bekannt dafür, dass es Bakterien entgegenwirkt.

Wenn du bei der Verwendung eines gewöhnlichen Anti-Schuppen-Shampoos oder eines etwas schärferen Anti-Schuppen-Shampoos keinen Effekt feststellen kannst, benötigst du möglicherweise ein Mittel gegen Pilze. Dieses kannst du als Rezept von deinem Arzt bekommen. Dies wird normalerweise ein flüssiges Lösemittel oder evtl. Schlussendlich, wenn du wirklich extrem von Schuppen betroffen bist, kann es auch notwendig sein, dass du dich einer Tablettenbehandlung unterziehst.

Wirkstoffe in Anti-Schuppen-Shampoos

Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion. Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Das Shampoo sollte über vier Wochen angewandt werden.

Drei Schritte zur Anwendung von Anti-Schuppen-Shampoos:

  1. Wirksamkeit beachten: Achte darauf, dass das Anti-Schuppen-Shampoo effektive Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin enthält, der bewährt gegen Schuppen wirkt und einen anti-mikrobiellen Schutz aufbaut.
  2. Die richtige Variante wählen: Wähle die richtige Variante, die auf Deinen Haar- und Kopfhauttyp und die damit verbundenen Ansprüche zugeschnitten ist.
  3. Regelmäßige Anwendung: Verwende bei jeder Haarwäsche ein Anti-Schuppen-Shampoo, um Schuppen langfristig in Schach zu halten.

Hausmittel gegen Schuppen

5 Hausmittel gegen Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Du kannst viele gute Ratschläge im Internet gegen Schuppen finden. Einige funktionieren bei dir, andere wiederrum nicht. Aloe Vera, Teebaumöl und Arganöl sind natürliche Heilmittel, die gegen eine Reihe von Beschwerden helfen (einschließlich Schuppen). Essig soll auch gegen Schuppen helfen. Der große Nachteil ist jedoch der starke Essiggeruch. Kokosnussöl ist gesund und gut im Vergleich zu anderen Sachen. Deshalb wird es auch als natürliches Heilmittel gegen Schuppen verwendet. Eier und Mayonnaise werden auch öfter als Tipp gegen Schuppen genannt.

Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken. Es existieren meist nur Erfahrungswerte. Beliebt sind vor allem:

  • Aloe Vera: Spendet, auf die Kopfhaut aufgetragen, Feuchtigkeit und wirkt antibakteriell.
  • Olivenöl: Natürlicher Feuchtigkeitsspender bei trockener Kopfhaut, kann über Nacht einwirken, verleiht Haaren Glanz und Geschmeidigkeit.
  • Kokosöl: Natürlicher Feuchtigkeitsspender bei trockener Kopfhaut; kann wie eine Kur einmassiert und nach etwa 30 Minuten ausgewaschen werden. Nachteil: Lässt Haare fettig wirken.
  • Naturjoghurt: Wirkt beruhigend und feuchtigkeitsspendend; Joghurt wie eine Maske auf die Kopfhaut auftragen und nach zehn Minuten auswaschen.
  • Apfelessig: Als mit Wasser verdünnte Lösung aufgetragen, soll er die Talgdrüsen reinigen und den pH-Wert regulieren. Nachteil: Der Säuregehalt des Essigs kann die Kopfhaut reizen oder weiter austrocknen.
  • Backpulver: Als natürliches Peeling hilft es, vorhandene Hautschuppen zu lösen; soll entfettend und pilzhemmend wirken. Nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen und gründlich auswaschen.

Achtung: Hautärzte raten von Hausmitteln ab, da die Dosierung nicht standardisiert ist und sie die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen können.

Weitere Tipps zur Behandlung von Schuppen

  • Kopfhaut sauber und gesund halten: Das Beste was du tun kannst um Schuppen zu vermeiden, ist die Kopfhaut immer sauber und gesund zu halten.
  • Luft und Licht an die Haare lassen: Die Kopfhaut hat es gut, wenn sie viel Luft und Licht bekommt. Wenn du es vermeiden kannst, einen Hut oder Mütze zu tragen, wäre das eine sehr gute Idee. Viele erleben, dass sie im Sommer viel weniger Schuppen haben, da die Haare und die Kopfhaut mehr Luft und Sonne bekommen.
  • Stress vermeiden: Sorge dafür, dass du so wenig Stress wie möglich hast.
  • Kopfhaut massieren: Massiere deine Kopfhaut, wenn du dein Haar wäscht.
  • Haarbürsten sauber halten: Halte deine Haarbürsten, Glätteisen und alles, was mit deinem Haar in Verbindung kommt, sauber.
  • Milde Shampoos verwenden: Milde, wenig tensidhaltige Haarshampoos mit feuchtigkeitsspendenden oder rückfettenden sowie pflegenden oder beruhigenden Inhaltsstoffen verwenden.
  • Haare nicht zu oft waschen: Haare nicht öfter als nötig waschen. Lauwarmes Wasser schont Haare und Kopfhaut. Haare immer gründlich ausspülen, Rückstände von Pflegeprodukten können die Kopfhaut belasten.
  • Weiche Bürsten verwenden: Weiche Bürsten verwenden; spitze Borsten reizen die Kopfhaut.
  • Nicht zu heiß föhnen: Nicht zu heiß föhnen und ausreichend Abstand halten. Starke Hitze trocknet Kopfhaut und Haare aus.
  • Keine aggressiven Stylingprodukte verwenden: Keine aggressiven, zum Beispiel alkoholhaltigen, Stylingprodukte verwenden.
  • Verzicht auf Stylingprodukte: Verzichte fürs Erste auf alle unnötigen Stylingprodukte.
  • Sonneneinstrahlung vermeiden: Hüte dich vor intensiver Sonneneinstrahlung, die deine Kopfhaut austrocknen und zu Schuppen führen kann.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn noch andere Beschwerden da sind wie Juckreiz, Brennen, Nässen, muss man den Arzt aufsuchen. Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein.

Bartschuppen loswerden

Bartschuppen sind unangenehm, nicht vorteilhaft für die Optik und können Dein Selbstbewusstsein beeinflussen. Deine Barthaare sollen sich gut gepflegt anfühlen. Du kannst etwas dagegen tun, sodass Du wie die beste Version Deiner Selbst aussiehst und Dich auch so fühlst.

5 Schritte, um Bartschuppen unter Kontrolle zu bringen:

  1. Den Bart bürsten: Bürste Deinen Bart zu Beginn Deiner Pflegeroutine, damit die Haut vor dem Rasieren gepeelt wird und um gleichzeitig Schuppen an die Oberfläche zu bringen, damit sie einfacher ausgewaschen werden können.
  2. Das Gesicht reinigen: Als nächstes sollten der Bart und die empfindliche Haut unter den Barthaaren mit warmem Wasser und Bartshampoo gereinigt werden.
  3. Die Haut peelen: Wenn Du keine Bartbürste hast, peele Deine Haut nach der Reinigung gründlich. Ein sanftes Gesichtspeeling entfernt abgestorbene Hautzellen, Schmutz, Fett und Bakterien, die dazu führen können, dass Dein Bart juckt oder sogar riecht.
  4. Das Gesichtshaar trimmen: Regelmäßiges Trimmen ist unerlässlich, da die Wahrscheinlichkeit für Schuppen bei längeren, dunkleren und dickeren Barthaaren größer ist.
  5. Nach dem Rasieren ein Balsam nutzen: Zur Routine nach der Rasur sollte immer ein feuchtigkeitsspendendes Produkt gehören, damit die Haut und jegliche verbleibende Barthaare gut durchfeuchtet bleiben und nicht austrocknen.

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