Blutbild bei Haarausfall: Welche Werte sind wichtig?

Schönes, gesundes und volles Haar spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle, doch leider kann sich nicht jeder Mensch von Natur aus darüber freuen. Viele Männer und auch immer mehr Frauen leiden unter diffusem Haarausfall. Damit bezeichnet man den Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag. Wenn dir auffällt, dass mehr Haare als sonst im Waschbecken oder Abfluss landen, ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen.

Um das Rätsel zu lösen und Wege zur Regeneration zu finden, ist es wichtig, die möglichen Ursachen zu kennen. Dermatologen empfehlen, dass sowohl Männer als auch Frauen bestimmte Bluttests machen lassen, um die Ursachen für Haarausfall herauszufinden und die Regeneration zu unterstützen. Nach einem Bluttest besteht die Chance, konkrete Auslöser des Haarausfalls zu identifizieren.

Ein Bluttest bei Haarausfall gibt Ihnen entscheidende Anhaltspunkte für den richtigen Umgang mit einem Problem, das zahlreiche Männer und auch Frauen betrifft. Durch einen Bluttest bei Haarausfall überprüfen Spezialisten viele Faktoren, die häufig im Zusammenhang mit der jeweiligen Form von Haarausfall stehen. Außerdem haben Sie mit einem Bluttest die Gelegenheit, bestimmte Erkrankungen als potenzielle Auslöser der verschiedenen Arten des Haarausfalls auszuschließen.

Die Abklärung durch umfassende Untersuchungen ist wichtig, weil variantenreiche Ursachen den Haarverlust herbeiführen können. So wird bestimmt, ob es sich z.B. um kreisrunden oder diffusen Haarausfall handelt, oder der Grund für den Haarausfall doch erblich bedingt ist - die häufigste Form. Mit Testergebnissen erhalten Ärzte zum Beispiel mögliche Hinweise auf Nierenerkrankungen, Anämie oder Krebs.

Diese Abklärung ist äußerst wichtig, weil bei derartigen Erkrankungen oft frühzeitiger Handlungsbedarf besteht. Im Anschluss an einen Bluttest bei Haarausfall untersuchen Spezialisten die konkrete Zusammensetzung der Hormone. Dadurch erkennen erfahrene Mediziner beispielsweise, ob Ihre Schilddrüse ganz normal funktioniert. Zugleich sind Hinweise auf einen Blutplättchen-Mangel für die weitere Behandlung sehr bedeutend.

Viele junge Männer denken früh über eine Haartransplantation nach. Wer sich für eine Haartransplantation entscheidet, sollte gut vorbereitet sein.

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Bluttest kann helfen, die Ursachen von Haarausfall zu identifizieren

Welche Blutwerte sind relevant?

Bereits wenige Laborwerte reichen aus, um bei Patienten mit diffusem Haarausfall die wesentlichen Ursachen zu bestimmen. Mithilfe der Blutdiagnostik kann unser Chefarzt Dr. Neben dem Hämoglobinwert und dem Ferritin-Wert zu Bestimmung eines möglichen Eisenmangels, spielen vor allem der TSH-Wert sowie die Blutsenkung eine entscheidende Rolle.

Blutuntersuchungen wie Vitamin D, B12, Schilddrüsenfunktion und Eisenspiegel helfen dabei, die Ursache für Haarausfall bei Männern und Frauen zu ermitteln. Hier eine Übersicht der wichtigsten Bluttests:

  • Vitamin D: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit Haarausfall in Verbindung gebracht.
  • Vitamin B12: Ein Mangel kann zu brüchigem und dünnem Haar führen.
  • Schilddrüsenfunktion: Die Schilddrüse ist einer der häufigsten Gründe für Haarausfall.
  • Eisen: Ein niedriger Eisenspiegel kann dazu führen, dass dein Haar schwach wird und ausfällt.
  • Hormone: Bluttests, die Hormone wie Testosteron, DHEA und einige weibliche Hormone messen, können zeigen, ob sie im Ungleichgewicht sind.
  • HbA1c-Bluttest: Misst den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten Monate.
  • BSG und CRP: Können auf eine zugrunde liegende entzündliche Erkrankung hinweisen.

Die wichtigsten Laborparameter umfassen:

  • Differenzialblutbild
  • CRP und Eiweißelektrophorese
  • Sexualhormone wie LH, FSH, SHBG, Testosteron, Östradiol, DHEA-S, Progesteron, Prolaktin
  • Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Zink
  • Hormone und Enzyme wie Ferritin, TSH, Kortisol

Bei entsprechendem Verdacht können auch Umweltgifte wie Quecksilber (Hg), Blei (Pb) und Arsen (As) untersucht werden.

Liegen bei Frauen vor der Menopause Zyklusstörungen vor oder tritt parallel zum Haarausfall ein männliches Behaarungsmuster auf, empfehlen wir zusätzlich eine Hormondiagnostik.

Gerade bei Frauen findet sich häufig ein diffuses Haarausfall bei noch ausreichend erscheinender Ferritinkonzentration.

Ursachen für Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben - von genetischen Veranlagungen und hormonellen Schwankungen bis hin zu Nährstoffmangel, Stress und bestimmten Lebensgewohnheiten. Jeder dieser Faktoren kann das Haarwachstum auf seine Weise beeinträchtigen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Genetische Veranlagung: Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) ist die häufigste Ursache.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Geburt oder Menopause können zu Haarausfall führen.
  • Erkrankungen: Autoimmunerkrankungen wie Lupus können Haarausfall verursachen.
  • Nährstoffmangel: Eisen, Vitamin D und Biotin sind essenziell für gesundes Haarwachstum.
  • Stress: Körperlicher und emotionaler Stress können Haarausfall auslösen.
  • Schlechte Haarpflege: Enge Frisuren, übermäßiges Hitzestyling oder chemische Behandlungen können das Haar strapazieren.
  • Mangelhafte oder einseitige Ernährung
  • Medikamente
  • Infektionen
  • Entzündliche Hauterkrankungen

Oft ist der größte Auslöser für Haarausfall der tägliche Stress, dem wir ausgesetzt sind - und das gilt sowohl für körperlichen als auch für emotionalen Stress. Stressbedingter Haarausfall, auch Telogen-Effluvium genannt, tritt auf, wenn dein Körper durch große Lebensereignisse, Krankheiten oder traumatische Erfahrungen extrem belastet wird.

Tabelle: Wichtige Blutwerte bei Haarausfall und ihre Bedeutung

Blutwert Bedeutung
Vitamin D Wichtig für die Bildung neuer Haarfollikel
Vitamin B12 Mangel kann zu brüchigem und dünnem Haar führen
TSH (Schilddrüsenwert) Hinweis auf Schilddrüsenprobleme
Eisen (Ferritin) Wichtig für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel
Hormone (Testosteron, Östrogen) Ungleichgewicht kann Haarausfall verursachen
Blutzucker (HbA1c) Hinweis auf Blutzuckerprobleme
BSG und CRP Hinweis auf Entzündungen im Körper

Je früher ein Nährstoffdefizit oder eine Hormonstörung aufgedeckt wird, desto besser kann Ihr Haarausfall behandelt werden. Wir gehen bei der Suche nach den Ursachen gezielt vor, sodass nicht unnötig Zeit durch „Experimentieren“ verloren geht.

Da die notwendigen Analysen sehr individuell sind, empfehlen wir Ihnen eine ärztliche Beratung. Rufen Sie uns einfach an 0211-93672290 oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular.

Indem Sie einen Bluttest bei Haarausfall absolvieren, profitieren die behandelnden Spezialisten von einer wichtigen Hilfestellung für die Gestaltung der Therapie. Während der Diagnose mit der Feststellung der Ursache und der gezielten Behandlung liefern die Testresultate jeweils bedeutende Anhaltspunkte.

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