Fisch ist eine beliebte Delikatesse, und heimische Arten wie Forelle, Saibling, Aal oder Hecht sind nicht nur schmackhaft und gesund, sondern auch nachhaltig. In den Teichen, Seen und Flüssen finden Fischer und Angler reichlich Beute und versorgen damit Urlauber und Feinschmecker in der Umgebung. Doch wer von uns hat sich mit den markanten äußeren Merkmalen von Hecht bis Karpfen näher beschäftigt? Sind die Schuppen aller Fische gleich aufgebaut? Gibt es auch schuppenlose Fische? Was sagen uns die Schuppen über die Fische, und welchen Zweck haben sie?
Schuppenwild - so bezeichnen wir liebevoll unsere Fische. Aber wer von uns hat sich mit diesen markanten äußeren Merkmalen von Hecht bis Karpfen näher beschäftigt? Sind die Schuppen aller Fische gleich aufgebaut? Gibt es auch schuppenlose Fische? Was sagen uns die Schuppen über die Fische, und welchen Zweck haben sie?
Geht es nur nach der wissenschaftlichen Definition, dann sind Schuppen die Hautbedeckung der meisten Fische, die in der Unterhaut gebildet werden und aus Knochenplatten bestehen. So jedenfalls steht es in den zoologischen Fachbüchern. Doch hinter den Schuppen steckt jede Menge mehr Wissenswertes.
Die Schuppen unserer heimischen Fische sind kompliziert aufgebaut. Im Wesentlichen bestehen sie aus einer durchsichtigen Deckschicht und einer darunterliegenden, knöchernen Grundschicht. Sie sind mit knorpeligen Fasern verstärkt und durch sogenannte Zuwachsringe charakterisiert, die radial unterbrochen sind, so dass die Schuppen biegsam bleiben.
Es werden verschiedene Schuppentypen unterschieden. Für uns sind vor allem die beiden großen Gruppen Rundschuppen und Kammschuppen interessant.
Die Plakoidschuppen der Haie sind keine echten Schuppen. Die sogenannten Schmelzschuppen der Störe bestehen aus mit einer Schmelzschicht überzogenen Knochenplatten, sind demnach auch keine wirklichen Fischschuppen.
In der Fischereiwissenschaft werden die Rundschuppen in sechs weitere Schuppentypen unterschieden:
Heringe haben sehr kleine zarte Schuppen, die bei Berührung des Fisches äußerst leicht abfallen.
Auffällig sind die großen, silbrig glänzenden Schuppen unserer Weißfische. Sie sind bei einigen Arten sehr dünn und fallen, wie beim Ukelei, bei Berührung leicht ab. Dessen Schuppen mit ihrem besonderen Silberglanz wurden zur Herstellung künstlicher Perlen verwendet.
Charakteristisch sind die festen, golden glänzenden Rundschuppen beim Wildkarpfen oder die großen Spiegel genannten Schuppen seiner Zuchtformen. Die Netzzeichnung beim Döbel ist sogar ein wichtiges Erkennungsmerkmal seiner Art.
Kammschuppen finden wir bei unseren barschartigen Fischen wie dem Flussbarsch, Kaulbarsch oder Zander. Die Kammschuppen sind klein, liegen fest in der Haut und zeigen ihre winzigen Zähne. Die aus der Unterhaut ragende hintere Schuppenseite ist gezahnt. Deshalb fassen sich die Fische rau an.
Rund- und Kammschuppen bilden eine dachziegelartige Überdeckung der Körperoberfläche. Wegen dieser idealen Anordnung behindern sie die Beweglichkeit der Fische beim Schwimmen nicht und bieten trotzdem ausreichend Schutz vor Verletzungen. Über den Schuppen liegt die Oberhaut. In ihr befinden sich Schleimzellen, die eine glatte, geschlossene Schleimschicht erzeugen.
Im Sommer wachsen die Fische und mit ihnen auch die Schuppen schneller als im Winter, so dass sich deutliche Jahresringe auf den Schuppen ausbilden, die zur Altersbestimmung herangezogen werden können. Auch zur Laichzeit ist das Wachstum gebremst, sie hinterlässt Spuren bei den Schuppenringen.
Die Beschuppung wird im jugendlichen Alter der Fische angelegt. Die Anzahl an Schuppen bleibt das Fischleben lang gleich, die Schuppen wachsen gleichmäßig mit. Schuppenverluste durch Verletzungen regenerieren zügig. Die neu gebildeten Schuppen wachsen sehr rasch, oft wird aber das harmonische, ursprüngliche Schuppenbild nicht mehr erreicht. Im Narbengewebe der Lederhaut wachsen die Schuppen meist kreuz und quer.
Einige Schuppen fallen besonders auf. Dazu gehören die Schuppen entlang des Seitenlinienorgans. Die Schuppen dort besitzen ein deutlich sichtbares Loch. Dadurch wird den darunter liegenden Sinneszellen Kontakt zum Wasser ermöglicht. Bei manchen Arten finden sich derartige Schuppen auch außerhalb der Seitenlinie.
Schwer zu unterscheidende Cyprinidenarten wie der Frauennerfling und Nerfling, die untereinander sehr ähnlichen Coregonen (Maränen) oder aber auch Karauschen und Giebel können durch die Zahl der Schuppen entlang ihrer Seitenlinie genau bestimmt werden.
Schuppen haben in manchen Gegenden auch eine mythische Bedeutung. Einige Menschen legen jedes Jahr eine Schuppe des Weihnachtskarpfens in ihre Geldbörse damit sie nie ganz leer wird.
Schuppenlose Fische gibt es nicht viele. Schuppenlose Fische wie der Wels sind stark schleimig, ihre Haut ist lederartig zäh. Auch die Farbzellen liegen hier oberhalb der schuppigen Schicht.
Hier sind einige heimische Fische, die keine oder nur sehr wenige Schuppen haben:
Ein Wels (Silurus glanis), ein schuppenloser Fisch.
Sind die Schuppen sehr klein wie bei Aalen oder Schleien, wird die Schleimschicht verstärkt. Schleimhaut auch Oberhaut genannt, besteht aus Schichten. Sie wird in Schleimdrüsen produziert. Gegen Außenparasiten und Krankheitserreger sind spezielle Abwehrstoffe in der Schleimschicht enthalten. Durch die Schleimhaut wird auch der Reibungswiderstand im Wasser verringert. Eine unversehrte Oberhaut ist sehr wichtig. Fische deshalb nie mit trockenen Händen oder Gegenständen berühren.
Im Sommer wachsen die Fische und mit ihnen auch die Schuppen schneller als im Winter, so dass sich deutliche Jahresringe auf den Schuppen ausbilden, die zur Altersbestimmung herangezogen werden können. Auch zur Laichzeit ist das Wachstum gebremst, sie hinterlässt Spuren bei den Schuppenringen.
Die Beschuppung wird im jugendlichen Alter der Fische angelegt. Die Anzahl an Schuppen bleibt das Fischleben lang gleich, die Schuppen wachsen gleichmäßig mit. Schuppenverluste durch Verletzungen regenerieren zügig. Die neu gebildeten Schuppen wachsen sehr rasch, oft wird aber das harmonische, ursprüngliche Schuppenbild nicht mehr erreicht. Im Narbengewebe der Lederhaut wachsen die Schuppen meist kreuz und quer.
Einige Schuppen fallen besonders auf. Dazu gehören die Schuppen entlang des Seitenlinienorgans. Die Schuppen dort besitzen ein deutlich sichtbares Loch. Dadurch wird den darunter liegenden Sinneszellen Kontakt zum Wasser ermöglicht. Bei manchen Arten finden sich derartige Schuppen auch außerhalb der Seitenlinie.
Schwer zu unterscheidende Cyprinidenarten wie der Frauennerfling und Nerfling, die untereinander sehr ähnlichen Coregonen (Maränen) oder aber auch Karauschen und Giebel können durch die Zahl der Schuppen entlang ihrer Seitenlinie genau bestimmt werden.
Schuppen haben in manchen Gegenden auch eine mythische Bedeutung. Einige Menschen legen jedes Jahr eine Schuppe des Weihnachtskarpfens in ihre Geldbörse damit sie nie ganz leer wird.
Die Lebenserwartung von Fischen ist erstaunlich hoch: Dass Welse etwa ein Alter von 30 bis 50 Jahren erreichen, ist keine Seltenheit. Störe könnten sogar 100 Jahre alt werden.
Die Lebenserwartung von Fischen ist erstaunlich hoch: Dass Welse etwa ein Alter von 30 bis 50 Jahren erreichen, ist keine Seltenheit. Störe könnten sogar 100 Jahre alt werden.
Wels Angeln.
Lassen wir sie in Ruhe wachsen und alt werden, können sich Fische wie Wels, Stör oder Hecht zu regelrechten Monsterfischen entwickeln. „Das liegt daran, dass Fische im Gegensatz zu Säugetieren ein Leben lang wachsen“, erklärt Meeresbiologe Dr. Methusalems und Giganten spielen in den Fischpopulationen eine wichtige Rolle. „Im Gegensatz zu Jungtieren legen sie überproportional mehr Eier, womit sie für mehr des dringend nötigen Nachwuchses sorgen“, so Dr. Kanstinger.
Bei wandernden Arten wie Stören oder dem Kabeljau sind die alten Tiere im Schwarm noch aus einem weiteren Grund so bedeutend: Sie kennen die Wanderwege und geeignete Laich- und Fressgründe. „Dieses Schwarmwissen geht verloren, wenn zu viele der alten Tiere weggefischt werden“, sagt Dr. Kanstinger.
Bis zu 200 kg können sie schwer werden und fast drei Meter lang: Welse, auch Waller oder Schaidfisch genannt, sind die größten Süßwasserfische Europas. Lässt man sie in Ruhe, werden sie alt - 60 bis 70 Jahre Lebensdauer sind keine Seltenheit.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts fühlen Welse sich in deutschen Gewässern wie der Donau, der Elbe oder den größeren Seen noch wohler, wachsen schneller und pflanzen sich auch besser fort. Der Klimawandel und das Einleiten von Kühlwasser in unsere Flüsse sorgen dafür, dass die Gewässer immer wärmer werden.
Sowieso sind Welse nicht zimperlich, wenn es ums Fressen geht. In Südfrankreich wurde ein Exemplar dabei beobachtet, wie es am Flussufer aus dem Wasser sprang, sich eine Taube schnappte und wieder abtauchte.
Kommen Schwimmer den Nestern von Welsen zu nahe, können diese in seltenen Fällen angreifen und zubeißen, so geschehen 2015 im Felser See in Niederösterreich oder 2016 im niederbayerischen Kirchroth - mehr als Schürfwunden können Welse den Menschen allerdings zufügen.
Störe sind lebende Fossilien. „Seit 200 Millionen Jahren ist ihr Erscheinungsbild relativ unverändert“, sagt Meeresbiologe Dr. Kanstinger. Entsprechend archaisch sehen Störe auch aus:
Geboren werden Störe in Flüssen, sie wandern als Jungtier ins Meer und kehren erst zum Laichen wieder in ihre Heimatflüsse zurück. Geschlechtsreif werden sie erst im Alter von 10 bis 16 Jahren. Das verwundert nicht, denn Störe können 100, teils sogar 150 Jahre alt werden. Derart alte Fische können drei Meter lang und bis zu 200 kg schwer werden.
Die urzeitlichen Giganten in unseren Flüssen haben Dinosaurier und Eiszeiten überlebt - bis der Mensch kam. „Noch vor 150 Jahren war der Stör einer der wichtigsten Speisefische in Deutschland“, berichtet Dr. Kanstinger. Mit katastrophalen Folgen für die Bestände: Beide in Deutschland heimischen Arten, der Atlantische Stör (Acipenser oxyrinchus) und der Europäische Stör (Acipenser sturio), gelten heute als ausgestorben.
Neben der Überfischung liegt das Problem vor allem in den vielen Wehren und Schleusen, die es den Tieren unmöglich machen, zum Laichen in die Flüsse zurückzukehren. Der konsequente Ausbau von Flüssen im 20. Jahrhundert und die zunehmende Wasserverschmutzung taten ihr Übriges.
Im Rahmen eines gesamteuropäischen Stör-Aktionsplanes werden seit 2006 wieder Störe ausgesetzt. Das Ziel ist der Aufbau einer stabilen Population. „Allerdings sind bisher noch keine Anzeichen für eine eigenständige Reproduktion in Deutschland festgestellt worden“, so Dr.
Hechte werden groß: Männchen bis zu einem Meter, Weibchen sogar bis zu 1,50 Metern. Mit einer Lebenserwartung von etwa 10 bis 14 Jahren werden vor allem die Männchen allerdings nicht besonders alt.
Der Grund: Hechte sind aggressiv. Sie sind sogar so aggressiv und gefräßig, dass sie nicht mal vor Artgenossen haltmachen.
Als Topräuber beeinflussen Hechte das Ökosystem in den Gewässern aber nicht nur dadurch, dass sie andere Fische fressen. Sie verbreiten regelrechte Angst unter den anderen Wasserbewohnern.
Der Europäische Aal wurde zum Fisch des Jahres 2025 gekürt - aus traurigen Gründen, denn ebenso wie viele andere große Fischarten ist er stark gefährdet.
Anfangs sind die Aale noch winzig und durchsichtig. Dort angekommen verteilen sie sich in den Flüssen und Seen, sie schwimmen sogar bis in den Zürich- oder Bodensee. „Sehr viele der Aale in unseren Gewässern haben aber dann den letzten Teil ihrer Reise im LKW verbracht und wurden als Glasaale in Frankreich oder Spanien gefangen und dann als sogenannte Besatztiere nach Deutschland importiert und freigesetzt“, berichtet Dr.
Die Weibchen sind deutlich größer als Männchen. Zunächst entwickeln sie sich von Glasaalen zu Gelbaalen. Haben sie genug Fettreserven (bis zu 30 % ihrer Körpermasse) angelegt, was durchaus bis zu 20 Jahre dauern kann, nehmen sie die nächste Wandlung vor: Sie werden zum Silberaal.
Befinden sich Aale in abgeschlossenen Gewässern, sind sie in der Lage, sich sogar über Wiesen oder feuchte Flächen bis zum nächstgrößeren Gewässer zu schlängeln.
Wilderei, Wasserwerke und Überdüngung machen dem Aal sehr zu schaffen. Laut eines Berichts des internationalen Rats für Meeresforschung betrug der erfasste Glasaalbestand an der deutschen Nordseeküste im Jahr 2021 nur noch 0,1 % der in den 1970er Jahren erfassten Menge.
Charakteristisch für den Dorsch ist sein hervorstehender Oberkiefer und der Bartel am Unterkiefer. Der Meeresfisch kann bis zu 25 Jahre alt, zwei Meter lang und 40 Kilogramm schwer werden. So in der Theorie.
„Die heimischen Bestände in der Nord- und Ostsee sind in den letzten zwei Jahrzehnten regelrecht kollabiert“, so Dr. Kanstinger. Heute gelten Dorsche als stark bedroht.
Die Färbung der Dorsche reicht von grün bis braun. Auf Felsriffen, Muschelbänken oder sogar in Wracks fühlt sich der Raubfisch wohl. Er ist kein Einzelgänger, sondern lebt im Schwarm, am liebsten nahe am Meeresgrund - etwa auf 150 bis 200 m Tiefe.
Dorsche ernähren sich von Muscheln, Krebsen oder Heringen, ein besonders wichtiger Bestandteil des Speiseplans sind jedoch Sprotten. Sie sind sogar so wichtig für den Dorsch, dass sich die Bestände der beiden Fischarten gegenseitig beeinflussen - die sogenannte „Dorsch-Sprotte-Schaukel“.
Die bedenklich niedrigen Dorschbestände bescheren den Sprotten aktuell Rekordpopulationen.
Ob sich der Dorsch, wie viele andere hiesige Riesenfischarten erholen kann, liegt in unserer Hand.
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