Eine Haartransplantation kann Menschen mit Haarausfall zu mehr Lebensqualität verhelfen. Viele Patienten haben jedoch Angst vor möglichen Schmerzen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Schmerzen zu vermeiden und den Heilungsprozess optimal zu gestalten. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Aspekte der Schmerzlinderung nach einer Haartransplantation.
Die Haartransplantation, auch Haarverpflanzung genannt, ist ein minimalinvasives Verfahren aus der plastischen Chirurgie. Dabei werden Haare aus dichter behaarten Körperbereichen in haarlose Areale verpflanzt. Ziel ist es, kahle Körperstellen wieder mit Haaren zu versehen.
Es gibt verschiedene Techniken, um Haare zu transplantieren. Zu den etablierten Methoden gehören:
Die FUE-Methode ist schonender und kommt mittlerweile häufiger zum Einsatz.
Eine Haartransplantation wird zumeist bei Menschen durchgeführt, die unter starkem Haarausfall leiden und bei denen keine andere Therapie zu einem verbesserten Haarwachstum geführt hat. Über 90 Prozent der Patienten haben genetisch bedingten Haarausfall.
Wichtig: Ärzte empfehlen eine Haartransplantation nur für Personen, die älter als 25 Jahre sind.
Die Angst vor Schmerzen ist oft ein Grund, warum sich Betroffene gegen den Eingriff entscheiden. Mit gezielten Maßnahmen vor, während und nach der Operation lassen sich diese Schmerzen jedoch vermeiden.
Um Schmerzen zu vermeiden, ist keine Vollnarkose erforderlich. Sie erhalten lediglich ein örtliches Betäubungsmittel, das im Entnahme- und im Transplantationsbereich injiziert wird. Die Einstiche der Spritzen werden an mehreren Stellen der Kopfhaut verteilt durchgeführt.
Wichtig: Verspüren Sie Schmerzen, informieren Sie den Arzt. Er kann das Betäubungsmittel stärker dosieren.
Nur die wenigsten Patienten machen von der Möglichkeit des Dämmerschlafes Gebrauch, da die Lokalanästhesie im Regelfall ausreicht und bei Abklingen erneuert werden kann.
Die Wahl der Operationsmethode spielt eine entscheidende Rolle. Die FUT-Methode ist beispielsweise mit größeren Schmerzen verbunden. Die FUE-Methode ist schonender, da die Haarfollikel mit einer Hohlnadel entnommen werden und kein Vernähen der Entnahmestellen notwendig ist.
Haben Sie Angst vor den Schmerzen der Betäubungsspritze, können Sie eine sanfte örtliche Betäubung ohne Nadeln vornehmen lassen. Mit einem speziellen Hochdrucksystem wird das Betäubungsmittel in die Kopfhaut gepresst. Sie verspüren lediglich einen leichten Druck.
Bei Bedarf können Sie postoperativ ein leichtes Schmerzmittel einnehmen. Die Dosierung und Anwendung wird Ihnen zur Operation erklärt. Die schmerzlindernde Wirkung tritt etwa 30 Minuten nach Einnahme ein und wirkt zudem einer Schwellung und Entzündung entgegen.
Am Tag der Operation erhalten Sie von uns eine Antibiotika, die Sie am zweiten und dritten postoperativen Tag weiterführen. Dies dient der Entzündungsvorbeugung und schnelleren Heilung.
Um einer Schwellung im Transplantationsgebiet entgegenzuwirken, können Sie zusätzlich mit einem Cool-Pack kühlen.
Ihr behandelnder Arzt gibt Ihnen viele Verbote, Pflegetipps und Verhaltensempfehlungen mit auf den Weg. Hier sind einige wichtige Punkte:
Der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation verläuft in mehreren Phasen:
Es ist wichtig, Geduld zu haben und die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen.
Mit den Krusten fallen auch einige Haare aus. Dies ist ein natürlicher Vorgang, da die Haarwurzeln durch die Transplantation geschwächt sind. Nach fünf bis sechs Monaten wachsen an diesen Stellen zunächst feine, dünne und anschließend kräftige Haare nach.
Manche Patienten verspüren einen Juckreiz während des Heilungsprozesses. Um das Ergebnis der Haartransplantation nicht zu gefährden, sollten Sie sich insbesondere am Empfängerbereich nicht kratzen.
Drei Monate nach der FUE-Behandlung kann es zu Irritationen der Talgdrüsen kommen und kleine Pickel können sichtbar werden. Dies stellt ebenfalls einen harmlosen Teil des Haarwachstums dar.
Das erste Ergebnis der FUE-Haartransplantation können Sie bereits nach fünf bis sechs Monaten sehen, wenn die ersten feinen Haare nachwachsen.
Wenngleich eine Haartransplantation ein minimalinvasives Verfahren ist, bestehen mögliche Risiken:
Gegen eine Infektion verordnen Ärzte in der Regel ein Antibiotikum. Für ein optimales Anwachsen der implantierten Haare können Wirkstoffe wie Minoxidil hilfreich sein.
| Schmerzmittel | Wirkung | Anwendung |
|---|---|---|
| Ibuprofen | Schmerzlindernd, entzündungshemmend | Nach Bedarf, bis zu 2 Tabletten pro Tag |
| Antibiotika | Entzündungsvorbeugend, heilungsfördernd | Gemäß ärztlicher Anweisung |
Die schmerzlindernde Wirkung von Schmerzmitteln tritt etwa 30 Minuten nach Einnahme ein und wirkt zudem einer Schwellung und Entzündung entgegen.
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