Die Medizin spricht von hormonell bedingtem Haarausfall, wenn die Haarprobleme durch Veränderungen des Hormonspiegels ausgelöst werden. Insbesondere in den verschiedenen Lebensphasen von Frauen kommt es immer wieder zu Hormonschwankungen. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde ein Anstieg des hormonell bedingten Haarausfalls bei Frauen festgestellt. Haarausfall ist eine der am häufigsten genannten Beschwerden in der endokrinologischen Praxis und für viele Patientinnen und Patienten sehr belastend.
Lichtet sich das Haar erkennbar, so nagt das ganz besonders am Selbstbewusstsein von Frauen, da dieser offensichtliche „optische Makel“ eher mit reiferen Männern verbunden wird. Hormoneller Haarausfall ist eine der häufigsten Ursachen für Haarverlust - sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Schätzungsweise leiden über 50 Millionen Männer und 30 Millionen Frauen weltweit an hormonell bedingtem Haarausfall. Oft beginnt der Haarverlust schleichend: Das Haar wird zunehmend dünner, der Scheitel lichtet sich oder die Geheimratsecken werden sichtbarer.
Dieser Prozess kann sich über Jahre erstrecken und ist meist genetisch bedingt - sogenannte androgenetische Alopezie ist dabei die häufigste Form des hormonellen Haarausfalls. Obwohl hormoneller Haarausfall oft nicht heilbar ist, lässt sich der Prozess in vielen Fällen verlangsamen oder sogar stoppen - mit der richtigen Diagnose und gezielter Behandlung.
Hormone sind chemische Botenstoffe, die nahezu alle Funktionen im menschlichen Körper steuern - vom Stoffwechsel über den Schlaf bis hin zu Stimmung, Wachstum und Fortpflanzung. Sie werden in speziellen Drüsen produziert und über das Blut zu verschiedenen Zielorganen transportiert. Auch das Haarwachstum wird maßgeblich von Hormonen beeinflusst. Ein Übermaß an Androgenen wie Dihydrotestosteron (DHT) kann beispielsweise die Haarfollikel schrumpfen lassen, was langfristig zu hormonellem Haarausfall führt. Ebenso können hormonelle Veränderungen während der Menopause, bei Schilddrüsenerkrankungen oder nach einer Schwangerschaft den Haarzyklus stören. Das Ergebnis: vermehrter Haarausfall, der oft psychisch belastend ist - besonders bei Frauen.
Die Ursachen für solch eine Störung können vielfältig sein. Man unterscheidet zwischen kreisrundem, diffusem und androgenetischem Haarausfall. Der kreisrunde Haarverlust, meist bedingt durch negativen Stress, ist eine Autoimmunerkrankung der Haarwurzeln und damit nicht durch eine Hormonstörung verursacht. Der diffuse Ausfall kann stressbedingt, ernährungsbedingt oder medikamentös verursacht sein, aber auch durch eine Hormonstörung verursacht sein. Androgenetischer Haarausfall entsteht, wenn Frauen zu viele männliche Hormone produzieren.
Haarausfall bei Frauen: Ursachen können vielfältig sein - in vielen Fällen ist allerdings wie auch bei den Männern die Veranlagung Schuld. Egal ob hormonell bedingter Haarausfall, Mangel an Nährstoffen oder Stress - für eine erfolgreiche Therapie gilt es zunächst der Ursache des Haarausfalls auf den Grund zu gehen. Um die Ursache des Haarausfalls als Frau richtig therapieren zu können, ist es hilfreich, sich zunächst bewusst zu machen, welche Form der Haarausfall annimmt. Zunächst gilt es, andere Erkrankungen auszuschließen, deren Symptom der Haarverlust sein könnte. In der Regel ist hier der erste Schritt also eine Blutabnahme, die nicht nur über eventuell vorliegende Erkrankungen sondern auch über Mangelerscheinungen Auskunft geben kann. Außerdem kann Haarausfall als Nebenwirkung zahlreicher Medikamente auftreten.
Hormonell bedingter Haarverlust betrifft im deutschsprachigen Raum vermutlich mehrere Millionen Frauen und ist vermutlich auch deshalb so häufig zu beobachten, weil so manche Anti-Baby-Pille für ein hormonelles Ungleichgewicht sorgt. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Einnahme der Anti-Baby-Pille sowie Hormonrückstände in Lebensmitteln und Trinkwasser mögliche Faktoren sein könnten. Zudem wurde beobachtet, dass Haarausfall bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 16 und 20 Jahren auftreten kann, oft ausgelöst durch Hormonschwankungen nach der Pubertät.
Zu hormonell bedingtem Haarausfall kommt es bei Frauen oft zwischen dem 40. und dem 55. Lebensjahr. Irgendwann in diesem Zeitraum setzt das Klimakterium ein, die sogenannten Wechseljahre. Die hormonellen Veränderungen, die damit einhergehen, sind oft von verschiedenen Beschwerden begleitet. Bei vielen Frauen ist eine Anlage für androgenetischen Haarausfall vorhanden. In der Folge verschlechtert sich die Nährstoffversorgung der betroffenen Haarfollikel. Diffuser Haarausfall setzt ein, der viele Regionen des Kopfes treffen kann. Noch vorhandene Haare werden vielfach dünn oder flaumig. Verläuft der hormonell bedingte Haarausfall in den Wechseljahren ungebremst, scheint nicht selten die Kopfhaut durch. Auch ein Rückgang der Haarlinie und Geheimratsecken können hinzukommen.
Während einer Schwangerschaft verbessert sich die Haarstruktur der Frau meist deutlich. Auch die Anzahl der Haare nimmt zu. Ursache dafür ist der kräftige Anstieg des Östrogenspiegels. Im Anschluss an die Geburt erleben viele Frauen genau das Gegenteil: Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verlangsamt sich das Haarwachstum. Die Hormonschwankungen, die auftreten, pendeln sich in den meisten Fällen spätestens nach einigen Monaten wieder ein. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente gegen Brustkrebs oder anderen schweren Krankheiten treten häufig hormonelle Schwankungen auf. Die Schilddrüse schüttet Hormone aus, die an verschiedenen Wachstumsvorgängen entscheidend beteiligt sind. Insbesondere eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zur Verschlechterung der Haarsubstanz und zu Haarverlust führen.
Viele Frauen kennen es: vermehrter Haarausfall durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt. Bei Frauen kann der Haarausfall viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung. Um eine passende Therapie zur Bekämpfung des Haarausfalls zu finden, ist eine fachärztliche Beratung beim Dermatologen oder ggf. Gynäkologen zur Klärung der eigentlichen Ursache des Haarausfalls sehr wichtig.
Während der Schwangerschaft kommt der Körper in den Genuss einer extra Portion Östrogene, der weibliche Körper ist dann so leistungsfähig wie zu keinem anderen Zeitpunkt. Angenehme Nebeneffekte sind eine besonders strahlende Haut und volles, glänzendes Haar. Nach der Geburt des Kindes wird der Östrogen-Spiegel wieder auf ein Normalmaß zurückgefahren. Nach etwa sechs Monaten sollte sich der Haarausfall nach der Schwangerschaft wieder normalisiert haben. In seltenen Fällen kann es auch zu Haarausfall während der Schwangerschaft kommen. Die Ursache von Haarausfall während der Schwangerschaft ist fast immer durch einen Nährstoffmangel verursacht. Die Versorgung des Embryos sorgt für einen erhöhten Nährstoffbedarf der Frau, wenn diese nicht ausreichend aufgenommen werden, kann dies bei der Schwangeren u.a. zum Haarausfall führen.
Auch androgenetischer Haarausfall soll hier noch einmal Erwähnung finden. Dieser anlagebedingte Haarausfall ist bei Männern die häufigste Ursache für Haarverlust und Glatzenbildung. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zu dem Haarverlust, der bei Frauen in den Wechseljahren vorkommt: Der Körper von Männern weist von Natur aus einen weit höheren Anteil des männlichen Sexualhormons auf. Es ist also keine Störung der Hormonproduktion, die beim männlichen Geschlecht für androgenetischen Haarausfall sorgt. Solcher anlagebedingter Haarausfall äußert sich von Mann zu Mann unterschiedlich. Manchmal ergibt sich starker Haarausfall schon bei jungen Männern, manchmal gehen die Haare eher schleichend aus. Lichter werdendes und dünnes Haar steht oft am Anfang.
Als androgenetische Alopezie wird der anlagebedingte Haarausfall bezeichnet. Er sorgt bei etwa 80% der Männer früher oder später zu einem (Teil-)Verlust der Haare und ist auch bei etwa 40% der Frauen mit Haarausfall die Ursache. Bei Frauen reicht der Haarausfall zwar selten bis zum vollständigen Verlust der Haare, dennoch klagen viele Frauen ab einem bestimmten Alter über dünner werdendes Haar. Schuld an dem anlagebedingten Haarausfall das Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT), welches die Haarwurzeln schädigt. DHT ist bei allen Menschen im Körper vorhanden, erblich weitergegeben wird allerdings, wie empfindlich die eigenen Haarwurzeln auf das Hormon reagieren. Eine weiterere hormonelle Ursache des Haarausfalls bei Frauen kann eine verminderte Aktivität des Enzyms Aromatase sein. Aromatase sorgt an der Haarwurzel der Frau dafür, dass männliche in weibliche Geschlechtshormone umgewandelt werden.
Haarausfall bei Frauen über 50 hängt oft mit den Wechseljahren zusammen. Bei Frauen, die zu erblich bedingtem Haarausfall, also einer Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon DHT neigen, macht sich dies nun bemerkbar.
Der übermäßige Haarverlust rührt häufig von einer Krankheit her, die als hormonell erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) bezeichnet wird: Rund 40 Prozent aller Frauen und 80 Prozent aller Männer sind im Laufe ihres Lebens von dieser Art des Haarausfalls betroffen.2 Daneben können unterschiedliche Hormone auch in Zusammenhang mit der Einnahme oder dem Absetzen der Pille, in und nach der Schwangerschaft sowie während der Wechseljahre dafür sorgen, dass die Haare vermehrt ausfallen.
Wenn Sie unter hormonell bedingtem Haarausfall leiden, empfiehlt sich zunächst eine genaue Untersuchung von Haaren und Kopfhaut. Die Haarexperten von S-thetic Hair beraten Sie jederzeit gern und beantworten alle Ihre Fragen rund um mögliche Therapien. Vorab versorgen wir Sie gern auch mit weiteren Informationen zum Thema Haarausfall.
Abhängig von der Ursache des Haarausfalls können entsprechende Therapien eingeleitet werden, um das Haarwachstum zu fördern. Viele Frauen schwören auf Koffeinshampoos, die Wirkung ist allerdings nicht bewiesen und besonders bei klinisch bestätigtem Haarausfall dürfte die Wirkung kaum befriedigen. Eine gute Möglichkeit, das Haarwachstum anzuregen und verkümmernde Haarwurzeln wiederzubeleben, ist die PRP-Therapie für die Haare. Sollte der Haarverlust irreversibel sein und die deutlich ausgedünnten Haare eine starke psychische Belastung sein, ist auch die Haartransplantation eine gute Option.
Hormonell bedingter Haarausfall hört in einigen Fällen nach den Wechseljahren wieder auf und schwächt sich ab.
Eine Haarwurzelbehandlung mit konzentriertem Blutplasma und Wachstumsfaktoren. Bei der Haarwurzelbehandlung und der Mesohair-Therapie handelt es sich um besonders schonende Verfahren. Nebenwirkungen kommen normalerweise kaum vor. Die Anwendung von Medikamenten gegen Haarausfall hingegen kann - besonders über längere Zeiträume - unerwünschte Wirkungen haben.
Bei hormonell bedingtem Haarausfall kommen oft speziell entwickelte Medikamente zum Einsatz, die gezielt in den Haarwachstumszyklus eingreifen. Zu den bewährten Wirkstoffen zählt Minoxidil, ein topisches Präparat, das die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und das Haarwachstum stimulieren kann. Finasterid, ein orales Medikament, wird bei Männern verwendet und hemmt die Aktivität des Enzyms 5-Alpha-Reduktase. Für Frauen mit hormonellem Ungleichgewicht, etwa in den Wechseljahren oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel, können Antiandrogene oder bestimmte hormonelle Präparate hilfreich sein. Diese regulieren das Verhältnis von Östrogen und Androgenen im Körper und können dadurch den Haarausfall positiv beeinflussen.
Neben medikamentösen Therapien gewinnen moderne ästhetische Behandlungen zunehmend an Bedeutung im Kampf gegen hormonell bedingten Haarausfall. Bei der PRP-Behandlung werden patienteneigene Wachstumsfaktoren aus dem Blut extrahiert und direkt in die betroffenen Areale injiziert - ein natürlicher Stimulus für Zellregeneration und stärkeres Haarwachstum. Die Mesotherapie versorgt die Kopfhaut gezielt mit Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren.
Ein Mangel an Biotin, Zink, Eisen oder Vitamin D kann hormonellen Haarausfall verstärken. Wird der Körper über die Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt, werden die Haarwurzeln zusätzlich gestärkt.
In fortgeschrittenen Fällen, in denen medikamentöse und unterstützende Therapien nicht ausreichen, kann eine Haartransplantation eine dauerhafte Lösung darstellen. Dabei werden eigene Haarfollikel vom Hinterkopf entnommen und in kahle Bereiche transplantiert.
Hormonell bedingten Haarausfall kann man nicht immer vollständig heilen, aber in den meisten Fällen deutlich verlangsamen oder stabilisieren. Hormonregulierende Therapien bei Frauen, z. B. Ernährungsoptimierung und gezielte Nahrungsergänzung (z. B.
Die Schulmedizin hat bei hormonell bedingtem Haarausfall meist nur Hormontherapien zu bieten. Doch immer mehr Frauen besinnen sich auf alte Heilmittel und wagen den Blick über den kulturellen Tellerrand. Zu den wichtigsten Hormonpflanzen zählen Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze. Die Heilpflanzen können als Tee getrunken oder als Tinktur bzw. Sud in die Kopfhaut einmassiert werden. Auf diese Weise kann die Durchblutung gefördert und das Haarwachstum angeregt werden.
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