Viele Frauen stellen fest, dass die Pille ihr Haar voller und ihre Haut reiner erscheinen lässt. Wenn sie das hormonelle Verhütungsmittel absetzen, kommen bei einigen von ihnen Hautprobleme und Veränderungen der Haarstruktur zum Vorschein - mit denen die meisten vorher nicht gerechnet haben.
Die Antibabypille kann hormonelle Akne heilen - unabhängig vom Schweregrad. Doch es gibt nicht DIE Wunderpille, denn die meisten Antibabypillen unterscheiden sich in der Östrogen- und Gestagenkonzentration nur marginal voneinander. Bei Werbeversprechen wie „Anti-Akne-Pille“ ist deswegen zu Recht Skepsis angebracht.
Häufig verbergen sich hinter unreiner Haut hormonelle Ursachen, vor allem in der Pubertät. Östrogene und Progesterone sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone. Das Gegenstück hierzu sind die männlichen Sexualhormone, die Androgene. Diese kommen hauptsächlich im Organismus von Männern vor, in geringerem Maße aber auch bei Frauen.
Die Androgene übernehmen verschiedene Aufgaben im Körper, darunter die Aktivierung der Talgdrüsen. Akne vulgaris entsteht, wenn zu viele Androgene vorliegen und die Talgdrüsen zur übermäßigen Fettproduktion angeregt werden. Das Problem: Das gebildete Fett kann durch die verengten Ausführungsgänge der Talgdrüsen nicht mehr abtransportiert werden. Mitesser und Pickel sind oftmals die unerwünschte Folge. Gestagenhaltige Kombinationspillen setzen genau hier an.
Sofern eine Frau die Pille bei Akne einsetzt, können einige Wochen vergehen, bis sich Erfolge zeigen. Mitunter dauert es 6-12 Wochen, bis sich der Hormonhaushalt im Körper eingependelt hat und eine Verbesserung des Hautbildes zu erwarten ist.
Allerdings wirken nicht alle Pillen gleich effektiv gegen unreine Haut und Akne. Neben einer dermatologischen Beratung vor der Einnahme der Pille sind auch eine enge Absprache sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Arzt wichtig.
Zwar wirkt die Pille direkt empfängnisverhütend, dennoch können sichtbare Verbesserungen des Hautbildes erst später oder gar nicht eintreten. Auch bei Nebenwirkungen und einer Verschlechterung des Hautbildes muss der Arzt die Wirkung der Pille überprüfen und gegebenenfalls auf ein anderes Mittel zur Akne-Behandlung ausweichen.
Achtung: Wenn die Akne erst mit dem Einnehmen der Pille eintritt, sie sich verschlimmert oder die Akne-Behandlung nicht anschlägt, besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Akne und Pille.
Gegen Akne wirken Pillen mit Inhaltsstoffen wie Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat, Dienogest oder Drospirenon. Ihr Arzt wird Ihnen dabei helfen, den Grund für die Verschlechterung der Haut herauszufinden und berät Sie dabei, gegebenenfalls auf eine andere Antibabypille oder ein geeignetes Akne-Therapeutikum umzusteigen. Bei ZAVA können Sie online Ihr Rezept anfordern und die Pille gegen Akne nach ärztlicher Verordnung bestellen.
Alternativ kann Ihnen der Arzt auch ein passendes Akne-Präparat, etwa zum Auftragen auf die Haut, empfehlen und verschreiben.
Bei der Einnahme der Pille gegen Akne kann es wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln zu Nebenwirkungen kommen. Diese fallen oftmals auch schwerer oder häufiger aus als bei anderen Präparaten gegen Akne, die nur äußerlich angewendet werden.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Pille sind:
Gelegentlich können Depressionen, Haarausfall, Erschöpfung auftreten. Seltenere, aber schwerwiegende Risiken sind Lebertumore, Brustkrebs und Blutgerinnsel (Thrombosen).
Aufgrund dieser möglichen Nebenwirkungen gehören unter anderem Raucherinnen, ältere Frauen, Migränepatientinnen und Frauen mit starkem Übergewicht zu der Risikogruppe, für die eine Akne-Behandlung mit der Pille nicht infrage kommt.
Sollte die Anwenderin nicht zur Risikogruppe gehören und mit der Pille zusätzlich verhüten wollen, kann sie die Pille zur Akne-Behandlung nutzen. Wichtig: Sofern Sie Atemnot, starke Hautausschläge oder andere schwere Nebenwirkungen bei sich bemerken, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen.
Je nachdem, welche Pille gegen Akne verschrieben wurde und verwendet wird, gibt es unterschiedliche Gegenanzeigen, wieso die Patientin die Antibabypille nicht einnehmen sollte. Generell darf keiner der folgenden Faktoren vorliegen:
Eine Anwendung der Pille bei Akne ist außerdem ausgeschlossen, wenn Überempfindlichkeiten oder Allergien gegen einen der enthaltenen Wirkstoffe oder Bestandteile des Medikaments bestehen.
Bei der Einnahme der Pille gegen Akne kann es zudem zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen. Aus diesem Grund sollten Sie vorher Ihrem behandelnden Arzt mitteilen, welche Medikamente Sie akut oder regelmäßig einnehmen. Er wird Sie über mögliche Gegenanzeigen und Risiken bei der gleichzeitigen Anwendung informieren und Ihnen unter Umständen ein alternatives Präparat zur Verhütung oder zur Akne-Behandlung empfehlen.
Welche Akne-Therapie die geeignete für die Patientin ist, legt der Arzt individuell nach dem Zustand der Haut fest. Bevor bei Akne die Pille verschrieben wird, gibt es andere Arzneimittel, die die Hautkrankheit lindern können. So kann die Akne-Behandlung nur aus einem einzigen Medikament bestehen, während in anderen Fällen eine Kombination von mehreren Medikamenten verschrieben wird.
Beliebte Akne-Medikamente sind:
Bei einer leichten Form der Akne reicht eventuell schon eine entsprechende Hautpflege aus der Apotheke als Behandlung aus. Um eine mäßig bis schwer verlaufende Akne zu therapieren, können verschreibungspflichtige, oftmals antibiotikahaltige, Akne-Mittel lokal auf die Haut aufgetragen werden.
Nach Absetzen von oralen Kontrazeptiva ("Antibabypillen") können die Östrogenspiegel (weibliche Geschlechtshormone) im Körper stark absinken, was den plötzlichen Übertritt von Haaren im Wachstumsstadium in das Ruhe- und Ausfallsstadium zur Folge hat. Diese Haare fallen dann typischerweise mehrere Wochen später aus.
Nach einiger Zeit kommt es im Allgemeinen jedoch auch ohne Therapie zu einer Normalisierung dieses diffusen Haarausfalls und einem Nachwachsen der verlorenen Haare. Das Ausmaß des Haarausfalls ist für den Einzelfall jedoch nicht vorhersagbar, auch tritt er nicht in allen Fällen auf.
Einige Anti-Baby-Pillen enthalten Antiandrogene und sind somit unter Umständen sogar therapeutisch gegen den erblich-hormonellen Haarausfall (androgenetische Alopezie) wirksam. Diese Pillen sind u.a. Diane 35, Neo-Eunomin, Belara oder Valette.
Die Ursache des erblichen, hormonellen (androgenetischen) Haarausfalls bei der Frau liegt nur selten in zu hohen Androgenspiegeln (männliche Geschlechtshormone) im Blut. Meist ist eine erhöhte Empfindlichkeit der Androgenrezeptoren (Andockstellen der männlichen Geschlechtshormone) der Haarfollikel auf die Androgene ursächlich.
Durch eine antiandrogene Therapie mit z. B. Belara werden diese Rezeptoren blockiert, die Androgene können nicht mehr am Haar andocken und deshalb auch nicht mehr so ausgeprägt zu Haarausfall führen. Aus diesem Grund wäre die Therapie mit Belara als Ursache des Haarausfalls eher unwahrscheinlich.
Nach Absetzen von oralen Kontrazeptiva ("Die Pille") können die Östrogenspiegel (weibliche Geschlechtshormone) im Körper stark absinken, was den plötzlichen Übertritt von Haaren im Wachstumsstadium in das Ruhe- und Ausfallsstadium zur Folge hat. Diese Haare fallen dann typischerweise mehrere Wochen später aus.
Nach einiger Zeit kommt es im Allgemeinen jedoch auch ohne Therapie zu einer Normalisierung des Haarausfalls und einem Nachwachsen der verlorenen Haare. Bei über mehrere Monate anhaltendem oder sehr starkem Haarausfall sollte zur Sicherheit ein Hautarzt aufgesucht werden, um die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.
Die Gestagene in kontrazeptiven Pillen werden immer wieder angeschuldigt, Haarausfall zu verursachen oder zumindest zu verstärken. Meiner Ansicht nach wird dieser Einfluss weit überschätzt. Bei Gestagenen, die in Form einer Hormonspirale örtlich verabreicht werden (z.B. in Mirena), sind negative Auswirkungen auf das Haarwachstum kaum zu erwarten.
Zwei bis drei Monate nach einer Geburt einsetzender Haarausfall, postpartales Effluvium genannt, ist ein häufig beobachtetes Phänomen. Während der Schwangerschaft sind die Östrogenspiegel (weibliche Geschlechtshormone) im Blut sehr hoch. Deshalb beobachten die meisten Frauen zunächst schönes, dichtes und glänzendes Haar sowie glatte Haut.
Mit der Geburt sinken die Östrogenspiegel jedoch stark ab, was den plötzlichen Übertritt von Haaren im Wachstumsstadium in das Ruhe- und Ausfallsstadium zur Folge hat. Diese Haare fallen dann typischerweise 2-3 Monate später aus.
Eine Normalisierung dieses postpartalen Effluviums und ein Nachwachsen der verlorenen Haare ist bei den meisten Frauen, auch ohne Therapie, nach mehreren Wochen bis Monaten zu bemerken. Ein Wiederaufflammen des postpartalen Effluviums nach Jahren ist nicht zu erwarten.
Bei längerer Fortdauer des Haarverlustes oder erneut auftretendem Harausfall sollte im Rahmen einer Vorstellung beim Hautarzt geklärt werden, ob eine von der Schwangerschaft unabhängige Form des Haarausfalls wie z. B. eine Alopecia androgenetica oder eine Alopecia areata vorliegt.
Prof. Dr. Ralph M. Trüeb berichtete auf der 11. Jahrestagung der EHRS Mitte 2005 in Zürich über eine Studie zum Einsatz von Pantovigar N, eine Kombination natürlicher schwefelhaltiger Aminosäuren wie L-Cystin und Vitaminen der B-Gruppe, bei Frauen mit diffusem Haarausfall ohne erkennbare Ursache.
Die Wirksamkeit der Behandlung wurde mit Übersichtsfotografien vor und am Ende der Studie und mittels TrichoScan-Aufnahmen ermittelt, mit denen die Anagenhaare (Haare in der Wachstumsphase), die Haarzahl und die Haardichte sowie die Dicke des Haarschafts elektronisch berechnet wurden.
Innerhalb eines halben Jahres besserte und normalisierte sich die Rate der Anagenhaare nach Angaben von Prof. Trüeb statistisch signifikant nur in der Pantovigar- und nicht in der Placebo-Gruppe.
Nicht wenige Frauen haben einen dauerhaft erhöhten Haarwechsel. Dieses Phänomen wird als chronisch telogenes Effluvium (CTE) bezeichnet. Erhärtet wird der Verdacht auf CTE durch über Monate oder Jahre hinweg erhöhte Telogenhaarraten (30-40%) in der Haarwurzelanalyse (Trichogramm).
Normal wären maximal 20% Telogenhaare, das heißt Haare, die in den nächsten 2-4 Monaten ausfallen bzw. ausgewechselt werden. Der verstärkte Haarwechsel findet vor allem bei Frauen in oder nach der Menopause (Wechseljahre) statt.
Ganz wichtig ist bei diesem Haarwechsel, dass er in der Regel nicht zu einer dauerhaften Haarlichtung im Sinne einer androgenetischen Alopezie führt. Daher ist dieser erhöhte Haarwechsel - so lange er nicht zu einer sichtbaren Haarverminderung führt - auch nicht behandlungsbedürftig.
Jede schwere Schädigung haarbildender Zellen durch Chemotherapie, schwere Infekte, Medikamente und andere Noxen kann zum Auftreten dystropher Haare führen. Bei rasch fortschreitendem kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata), auch in diffuser nicht kreisrunder Form möglich, sind häufig dystrophe Haare zu finden. Die Einnahme von ""Pillen"" führt in aller Regel nicht zu Haarausfall mit dystrophen Haaren.
Verstärkter diffuser Haarausfall ist bei Frauen nach den Wechseljahren nicht ungewöhnlich. Wenn dabei keine sichtbare Haarverminderung eintritt, könnte es sich um ein harmloses chronisches telogenes Effluvium (CTE) nach Whiting handeln. Dabei liegt lediglich ein erhöhter Haarwechsel vor, bei dem alle ausgefallenen Haare durch nachwachsende Haare ersetzt werden.
| Pille | Wirkstoffe | Anwendung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Valette® | Dienogest und Ethinylestradiol | Akne und Verhütung | Verbessert das Hautbild |
| Maxim® | Dienogest und Ethinylestradiol | Akne und Verhütung | Für Veganerinnen geeignet |
| Belara® | Chlormadinonacetat und Ethinylestradiol | Akne und Verhütung | Antiandrogene Wirkung |
| Yasmin® | Drospirenon und Ethinylestradiol | Akne und Verhütung | Wirkt gegen Androgene |
| Diane 35 | Cyproteronacetat und Ethinylestradiol | Akne und Verhütung | Antiandrogene Wirkung |
Bitte beachten Sie, dass diese Tabelle nur eine allgemeine Übersicht bietet und keine individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ersetzt.
Zuletzt noch der Hinweis: Bei der Behandlung ist Vorsicht geboten, denn jeder Fall ist anders! Was bei einer Freundin oder Arbeitskollegin funktioniert, muss nicht zwangsläufig bei einer anderen Person weiterhelfen. Auch ersetzt die Pille nicht die vom Arzt verschriebene Akne-Behandlung.
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