Färben, Hitze durch Stylingtools, mechanische oder umweltbedingte Schädigungen - die eigene Haarpracht macht so einiges mit. Eine Haarkur ist der erste Schritt in Sachen Pflege und Schutz. Sie ist deutlich reichhaltiger als eine Haarspülung, aber nicht so schwer wie eine Haarmaske.
Und da Haare so individuell sind wie der eigene Alltag, gibt es Haarkuren für die verschiedensten Bedürfnisse. Ob flüssig oder cremig, mit oder ohne Ausspülen - es ist für alle Kurgäste etwas Passendes dabei.
Eine Haarkur aus dem Bereich Naturkosmetik hat viele Vorteile, doch nicht jedes Produkt ist auch in der Praxis bedingungslos empfehlenswert. Manche überpflegen, manche bieten zu wenig davon und andere haben eine (zu) lange Einwirkzeit.
Gesundes Haar hat genug Feuchtigkeit und Glanz, kaum Haarbruch und Spliss und ist geschmeidig und nicht strapaziert. Klingt fast nach Photoshop, oder? Nicht alle Menschen haben das Glück, ein Leben lang eine gesunde Haarpracht zu haben. Dieses Produkt sollte ein fester Bestandteil in der Hair-Care-Routine werden.
Gerade wenn die Haare durch Hitze- und Chemie-Behandlungen gelitten haben. Während ein Shampoo nur reinigt und eine Spülung lediglich die Haare kämmbarer macht, liefert eine Haarkur deutlich mehr Pflege in Form von zum Beispiel nährenden Ölen, Keratin oder pflanzlichen Feuchtigkeitsspendern.
Was eine Haarkur aber nicht kann: Die Zeit zurückdrehen und eine stark geschädigte Haarstruktur wieder komplett auf den Vorher-Zustand bringen. Bei Haarkuren muss jeder Verbraucher für sich selber entscheiden, ob sie ein Produkt mit oder ohne Silikone verwenden möchten.
Silikone haben zwar den Effekt, dass das Haar oberflächlich repariert aussieht und Glanz und Geschmeidigkeit hinzugefügt werden. Aber sie sind kein zuverlässiges Wundermittel für die Haarstruktur. Viele Hersteller kennzeichnen ihre Produkte damit, dass sie unter anderem frei von Parabenen sind, welche als Konservierungsmittel eingesetzt wird.
Die Verwendung von bestimmten Parabenen wurden vorsorglich in der EU reguliert oder auch verboten. Die zugelassenen Parabene gelten aber in geringer Dosis als verträglich. Hinter diesen Bezeichnungen auf der Inhaltsliste stecken Parabene: Unter anderem Butylparaben, Ethylparaben, Propylparaben oder Methylparaben.
Die Empfehlungen von Herstellern als auch von Friseuren sind hier nicht einheitlich, weil die Anwendung immer vom Haarzustand und Haartyp abhängig ist. Als Faustregel gilt aber: Nicht mehr als einmal wöchentlich, es sei denn, das Haar braucht aufgrund von äußeren Umständen mehr Pflege. Besondere Vorsicht gilt bei feinem Haar.
Da kann eine reichhaltige Haarkur die Haare sehr beschweren und platter machen. Es lohnt sich, auch mal die Reihenfolge der Haarpflegeroutine zu ändern und neue Wege auszuprobieren. Wie etwa so: Die Haarkur im trockenen Haar auftragen und dann erst mit einem Shampoo auswaschen.
Ganz wichtig: Nicht auf die Kopfhaut! Denn dort wächst am Ansatz neues Haar nach, das vergleichsweise weniger pflegebedürftig ist. Aber wo ist das Haar denn besonders strapaziert? Insbesondere an den Haarenden, wo auch Spliss entstehen kann.
Genau dort wird auch die Haarkur aufgetragen, wie auch bei einer Haarspülung oder einer Haarmaske. Und zwar immer unter dem Motto »Weniger ist mehr«. Auch wenn die Verlockung groß ist, viel Produkt aufzutragen, oft reicht ein Spritzer von der Größe einer Ein-Euro-Münze aus. Übrigens: Haarkuren werden manchmal auch Hair Treatments genannt, was einfach der englische Begriff dafür ist.
Was könnte bei einer Haarkur alles von Vorteil sein? Idealerweise ist die Verpackung so konzipiert, dass die Haarkur sich leicht und bis zum letzten Klecks entnehmen lässt. Auch wuchtig ist die Konsistenz: Sie darf nicht tropfen, aber auch nicht zu fest sein, um das Produkt einfach in das Haar einarbeiten zu können.
Und da sind noch die Inhaltsstoffe: wirksam, gut kombiniert, komplett unbedenklich und somit sanft zur Umwelt und am besten noch ohne Tierversuche. Abschließend sollten sich die Kosten auch im Rahmen halten.
Die Pflegewirkung ist deutlich spürbarer als bei einer Haarspülung, auch wenn die Einwirkzeit ähnlich lang ist. Die Haare sind nach dem Trocknen geschmeidig, haben weniger Frizz, sind dafür griffig, ohne ein künstliches Haargefühl zu hinterlassen.
In vielen Haarkuren stecken pflegende Öle wie Avocado-, Kokosnuss- oder Mandelöl. Außerdem hat Arganöl den entscheidenden Pluspunkt, dass es schwerelos pflegt, also die Haare nicht übersättigt, wenn die Dosierung stimmt.
Ein weiteres Kaufkriterium ist für manche der Geruch. Stiftung Warentest nahm aber im Test 07/2023 Repair-Shampoos unter die Lupe.
Stiftung Warentest hat 16 Haarkuren für trockenes und strapaziertes Haar getestet. Fast alle Produkte machen aus störrischen Fransen zahme Strähnen. Neben dem Ausdruck „Haarkur“ finden Käufer häufig auch die Aufschrift „Spülung“.
Die Begriffe sind nicht geschützt, so dass jeder Hersteller seine Produkte nennen darf, wie er will. Die unterschiedliche Bezeichnung sagt wenig aus. So gibts zum Beispiel klassische Haarkuren, die wie eine Spülung nach der Einwirkzeit ausgespült werden.
Zehn solcher Rinse-off-Produkte sind unter den 16 getesteten Produkten. Die anderen sechs Kuren sind Leave-in-Produkte: Fünf Substanzen massiert der Käufer ein. Haarkuren sind schnell gemacht: Mit vielen Produkten ist die Sache in drei Minuten erledigt.
Eines haben alle gemeinsam: Mit ihrer Hilfe bleibt der Naturzustand des frisch nachgewachsenen Haares möglichst lange erhalten. Die aufgetragene Substanz glättet die Oberfläche der Haare. Neben Glanz, Volumen, Geschmeidigkeit und Kämmbarkeit versprechen Hersteller auch „Revitalisierung“ und „Verjüngung“.
Das geht natürlich nicht. Sobald das Haar aus der Kopfhaut wächst, ist es praktisch tot. Der Test zeigt vor allen Dingen eines: Gute Haarkuren müssen nicht teuer sein. Schon für weniger als einen Euro pro 100 Milliliter gibt es „gute“ Produkte: Londa Londial harmony Intensiv Haarkur für 0,78 Euro und die Yung Haarkur von Rossmann / Müller für 0,83 Euro pro 100 Milliliter.
Testsieger wurden Pantene Pro-V 2-Minuten Intensiv-Kur sowie Garnier Ultra Beauty Intensiv-Kur Olivenöl und Zitrone.
Eine Haarkur gibt den maximalen Boost an Feuchtigkeit und wichtigen Pflegestoffen. Es gibt Produkte gegen Haarbruch, Spliss und speziell für coloriertes sowie blondiertes Haar. Im Folgenden verraten wir Ihnen, wie genau eine Haarmaske wirkt, was eine Kur von einem Conditioner unterscheidet, geben Tipps zur korrekten Anwendung und stellen Ihnen die besten Produkte vor.
Ein Conditioner, zu Deutsch Spülung, enthält deutlich weniger Pflege-Power. Sein Hauptjob: Durch einen sauren pH-Wert die Schuppenschicht schließen. Die Haare lassen sich durch Anwendung einer Spülung leichter kämmen und glänzen mehr.
Eine Maske hingegen ist eine intensive Haarpflege, quasi ein Bonus für sehr trockenes, strapaziertes Haar. Eine Kur ergänzt die Spülung, ersetzt sie aber nicht.
Die meisten Kuren öffnen die Schuppenschicht der Haare, um Pflegestoffe in der Tiefe einzulagern. Um die Wirkweise genauer zu erklären, kommt hier ein kurzer Physik-Exkurs: Unser Haar ist negativ geladen. Je kaputter, umso negativer. Das kann zu Frizz und unruhigen Haaren führen.
Kuren hingegen sind in den meisten Fällen kationisch, also positiv formuliert. Und weil positiv und negativ sich anziehen, dockt die Haarkur vor allem an den Stellen an, an denen Ihr Haar die Extra-Pflege besonders braucht. Macht Sinn, oder?
Kommt drauf an. Nicht jedes Haar verlangt nach Intensivpflege. Glänzt Ihres und ist es gesund, reicht eventuell auch ein Conditioner. Sehr feine Haare würde eine Maske beschweren. Ratsam sind Haarkuren vor allem bei gefärbten, blondierten, gesträhnten, brüchigen, splissigen und frizzigen Haaren.
Nach dem Shampoo und vor dem Conditioner. So geht’s richtig:
Bonus-Tipp: Wenn Sie nach dem Auftragen der Kur eine Duschhaube über die Haare ziehen, staut sich durch den Oklussionseffekt die Wärme der Kopfhaut an und die Kur wirkt besonders gut.
Im Schnitt etwa bei jeder vierten Wäsche. Wer nur einmal in der Woche wäscht, was ideal wäre, muss also nur einmal im Monat eine Kur verwenden. Wer zweimal wöchentlich wäscht, kurt alle 14 Tage.
Hier sind einige empfohlene Haarkuren, basierend auf verschiedenen Tests und Vergleichen:
Hier sind einige der besten Haarkuren für trockenes Haar, basierend auf verschiedenen Tests und Vergleichen:
Trockenes Haar kann verschiedene Ursachen haben und einigen davon kannst du sogar entgegenwirken. Folgende Faktoren können dehydrierte Längen fördern:
Eine Haarkur kommt nur ein- oder zweimal wöchentlich nach dem Shampoo zum Einsatz, damit du dein Haar optimal pflegst, aber nicht überforderst. Verteile sie gleichmäßig in deinen Längen und spare den Oberkopf und die Ansätze aus, da dein Haar sonst schneller wieder fettet. Nach der angegebenen Einwirkzeit wäschst du das Produkt gründlich wieder aus, viele Produkte kannst du aber auch länger im Haar lassen, um eine intensivere Wirkung zu erzielen.
Hier sind einige natürliche Haarkuren ohne Silikone, die Wunder bei trockenem, geschädigtem Haar bewirken:
Wenn du lieber auf natürliche Alternativen setzen möchtest, sind hier einige Hausmittel, die Wunder für trockenes Haar wirken können:
Wer auf Natürlichkeit setzt, kann seine Haarkur für trockenes Haar selber machen. Die sogenannte Olivenöl-Haarkur für mehr Glanz und Kraft empfiehlt sich vor jeder dritten Haarwäsche.
Trockenes Haar kann eine echte Herausforderung sein, aber mit der richtigen Haarkur kannst du deine Mähne wieder zum Strahlen bringen. Wähle eine Haarkur, die intensive Feuchtigkeit spendet, Schäden repariert und Frizz reduziert. Ob du dich für ein Produkt aus der Drogerie, eine luxuriöse Behandlung oder ein natürliches Hausmittel entscheidest, die richtige Pflege macht den Unterschied.
In der Welt der Haarpflege ist die transformative Kraft von reparierenden Haarkuren nichts weniger als magisch. Von den Intensiv-Haarkuren bis hin zu den natürlichen Haarkuren für trockene, kaputte Haare bieten diese Beauty-Wunder einen Zufluchtsort für deine Strähnen. Die regelmäßige Anwendung einer reparierenden Haarkur, die auf deine einzigartigen Haarprobleme abgestimmt ist, kann im Laufe der Zeit bemerkenswerte Ergebnisse bringen.
Mit der richtigen Haarpflege kannst du trockenes Haar in eine gesunde, glänzende Mähne verwandeln. Probiere verschiedene Produkte und Hausmittel aus, um die beste Lösung für deine Bedürfnisse zu finden.
| Haarkur | Hauptvorteile | Empfohlen für |
|---|---|---|
| Garnier Fructis Aloe Vera Haarmaske | Feuchtigkeits-Boost, leichte Formel | Trockenes Haar |
| Kérastase Nutritive Masquintense Riche | Nährt ohne zu beschweren, cremige Textur | Dickes Haar |
| L'Oréal Paris Elvital Hydra Hyaluronic Maske | Spendet Feuchtigkeit, polstert auf | Unbehandeltes Haar |
| Redken All Soft Heavy Cream | Spendet Feuchtigkeit, repariert | Brüchiges Haar |
| Wella Invigo Nutri Enrich Deep Nourishing Mask | Spendet Feuchtigkeit, glättet | Sehr trockenes Haar mit Frizz |
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