Viele Frauen wünschen sich eine Typveränderung in Form einer neuen Haarfarbe. Doch besonders Frauen mit strapazierten Haaren scheuen sich davor. Was dem neuen Look im Wege steht, ist oft die Angst, dass die sowieso schon angegriffenen Haare durch die Colorierung noch mehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch es gibt auch Wege, sich eine neue Farbe zuzulegen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass Haare abbrechen oder trocken und strohig werden.
Wenn Sie mit kaputten Haaren zu kämpfen haben, ist eine neue Haarfarbe trotzdem kein Tabu für Sie! Das Zauberwort heißt in diesem Fall Naturhaarfarben. Im Folgenden werden wir die verschiedenen Aspekte beleuchten, um Ihnen bei der Wahl der schonendsten Option zu helfen.
Dahinter stecken Pflanzenfarben, die ohne Chemie, aber dafür auf Basis von Henna, Indigoblättern, Walnuss oder römischer Kamille die Haare tönen. Anders als die klassischen Farben, die künstlichen Farbpigmente in die Haare einlagern, legen die Pflanzenfarben Pigmente wie eine Lasur außen um das Haar.
Allerdings: Deutliche Veränderungen zum Beispiel von Dunkelbraun auf Blond kann es mit den Naturhaarfarben nicht geben. Trotzdem bieten die Töne, die es neben den Friseuren auch von einigen Marken für zu Hause gibt, eine schöne Möglichkeit, strapaziertes Haar wieder aufzufrischen. Diese 5 Haarfarben eignen sich besonders gut dafür:
Wie auf einer Leinwand werden die Haare angemalt und damit gefärbt. Naja, nicht so ganz. Haare färben ist eine komplexe chemische Reaktion von verschiedenen chemischen Mitteln und den eigenen Haaren. Je stärker die Reaktion, desto länger hält die Haarfarbe. Wir unterscheiden dabei zwischen einer permanenten Haarfarbe und einer semi-permanenten bzw. temporären Haartönung. Dabei gibt es einige wesentliche Unterschiede.
Mit dem Oxidationsmittel werden die natürlichen Farbpigmente in den Haaren zerstört und das Haar aufgehellt. Da das Mittel die schwarzen Pigmente im Haar stärker als die roten angreift, sind den Produkten blaue Farbpigmente beigemischt - andernfalls hätte euer Haar jetzt einen orangen Farbstich. Erst in der Einwirkzeit entsteht die neue Haarfarbe, denn der Farbstoff wird als zunächst farblose Vorstufe zugesetzt, die aus kleinen Molekülen aufgebaut ist. Und die wiederum können leicht in die Haare eindringen.
Dann erst findet eine Reaktion mit Wasserstoffperoxid statt, wobei sich große Moleküle in der gewünschten Haarfarbe bilden. Diese sind so groß, dass sie auch bei der Haarwäsche nicht mehr aus dem Haar herauskommen. Auch graue Haaren könnt ihr mit dieser Methode färben.
Wasserstoffperoxid gepaart mit einer Färbepaste - und fertig ist die temporäre Haarfarbe. Haare tönen ist nicht so schädlich wie Haare färben, denn die Farbpartikel lagern sich nur außen am Haar an. Deswegen hält die Farbe auch nicht so lange und verschwindet nach einiger Zeit. Eine Haartönung lässt sich beim Haarewaschen entfernen, ihr könnt diesen Effekt aber mit der Pflege für gefärbte Haare ein wenig hinauszögern. Beim Haare tönen sind das Aufhellen von Haaren oder die Abdeckung von grauen Haaren nicht möglich.
Es gibt eine große Auswahl an pflanzlichen Haarfärbemitteln, mit denen ihr eure Haare natürlich färben könnt. Die natürlichen Haarfärbemittel enthalten keine bedenklichen Stoffe und wirken auch auf eure Gesundheit positiv. Sie enthalten Stoffe natürlichen Ursprungs wie Kamille, Henna und Indigo, daher ist das Auftreten einer allergischen Reaktion viel seltener. Beim Haare färben ohne Chemie wird die Haarstruktur nicht angegriffen, es legt sich lediglich eine Art Schutzfilm um das Haar. Die natürlichen Stoffe verleihen Pflege und Glanz.
Um die Haare dunkler zu färben, eignen sich Kaffee, schwarzer Tee, Walnuss-Schalen oder Kastanienblätter.
Die permanenten Haarfärbemittel greifen das Haar an und machen die Schutzschicht durchlässig. Wie stark euer Haar geschädigt wird, hängt von der Häufigkeit des Färbens ab. Vor allem häufiges Färben und starkes Aufhellen strapazieren euer Haar stark. Durch das Haare färben wird das Haar trocken, brüchig und strohig, die Kopfhaut strapaziert.
Haare färben soll ungesund und schädlich für die Gesundheit sein, doch wie genau wirkt es sich auf die Gesundheit aus? Wir klären nachfolgend die wichtigsten Fragen und geben hilfreiche Infos rund ums Haare färben.
In den 60er- und 70er-Jahren standen aromatische Amine in den Produkten in der Kritik, bei langjähriger Anwendung das Blasenkrebsrisiko zu steigern. Jedoch dürfen in den heutigen Produkten zum Haare färben keine giftigen oder schädlichen Inhaltsstoffe genutzt werden. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu gesundheitlichen Schäden kommen kann. In der Vergangenheit standen Haarfärbemittel im Verdacht, Krebs auszulösen.
Etwa ab Mitte der 1980er-Jahre wurden bestimmte, als möglicherweise krebserregend geltende Inhaltsstoffe aus den Rezepturen von Oxidationshaarfarben nach und nach gestrichen. US-amerikanische Forscher haben jüngst Daten aus der Langzeitstudie „Nurses‘ Health Study“ ausgewertet und aktuell im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht. Sie gingen der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der Selbstanwendung von Oxidationsfarben und einem erhöhten Krebsrisiko bestand. Ihr Fazit ist eine Entwarnung mit zwei Einschränkungen. Geringfügig erhöht war das Risiko, an weißem Hautkrebs oder einer Brustkrebsart zu erkranken.
Laut Fachleuten sind moderne Haarfarben nicht krebserregend. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht jedoch bei Anwendung der heute in Deutschland verfügbaren chemischen Haarfarben kein erhöhtes Krebsrisiko.
Verschiedene Institutionen bewerten regelmäßig das Krebsrisiko von Produkten, mit denen Menschen in Kontakt kommen. Dazu gehören auch kosmetische Mittel wie Haarfarben. In Deutschland ist dafür beispielsweise das BfR zuständig. Dabei beurteilt das BfR das tatsächliche Krebsrisiko von einem in Deutschland zugelassenen Produkt für eine festgelegte Personengruppe: Also beispielsweise das von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die sich mit den derzeit verfügbaren Haarfarben regelmäßig die Haare färben oder färben lassen.
Auf internationaler Ebene bewertet die Internationale Krebsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Krebsrisiken von Substanzen. Dabei verwendet die IARC andere Kriterien und eine andere Datengrundlage für ihre Risikoeinschätzung als das BfR. Die IARC untersucht beispielsweise, ob Haarfarben generell Krebs erzeugen können. Dafür beziehen sie auch Haarfarben ein, die in Deutschland verboten sind.
Daher kommt die IARC zu einer anderen Einschätzung als das BfR: Laut IARC reichen die bisher vorliegenden Daten nicht aus, um das Krebsrisiko von (künstlichen) Haarfärbemitteln abschließend zu beurteilen.
Der Naturfarbstoff Henna wird aus dem Hennastrauch (Lawsonia inermis) gewonnen, der Natur-Farbstoff Indigo aus der Indigopflanze (Indigofera arrecta). Reine Henna- oder Indigo-Haarfarben bewerten Experten als sicher.
Aber nicht alle pflanzlichen Haarfarben enthalten ausschließlich diese Pflanzenfarbstoffe: Es gibt Produkte, die zusätzlich Pflanzenschutzmittel oder chemische Färbestoffe enthalten können, die gesundheitsschädlich sein können. Solche möglicherweise gesundheitsschädlichen Henna-Haarfarben sind in Deutschland von den Behörden allerdings aus dem Verkehr gezogen worden.
Wenn du keine Pflanzenhaarfarbe magst, gibt es einige Alternativen, die als weniger schädlich gelten als die meisten herkömmlichen Haarfarben. Hier sind einige Marken und Produkte, die sich durch ihre schonenden Formulierungen auszeichnen:
Ammoniak ist schon lange ein wesentlicher Bestandteil von Haarfarben. Er spielt eine wichtige Rolle beim Haarefärben: Der Stoff wird in Haarfärbemittel verwendet, um die Schuppenschicht des Haares zu öffnen. Er sorgt für die Quellung der Haare und auch für die Neutralisierung der Stabilisierungssäure des Wasserstoffes, sodass die chemische Reaktion und damit die Farbeinlagerung stattfinden kann.
Damit die Schuppenschicht des Haares geöffnet werden kann, muss der pH-Wert alkalisch sein. Das gelingt nur mit einem alkalischen Mittel wie zum Beispiel Ammoniak. Das Öffnen der Schuppenschicht geschieht in nur wenigen Minuten. Alles weitere machen dann die Farbstoffe im Haar und Wasserstoffperoxid.
Weil beim Haarefärben die Schuppenschicht des Haares nur kurz offen sein muss, macht es Sinn, dass der alkalische Stoff nur so lange seine Arbeit verrichtet wie eben nötig. Und das schafft Ammoniak. Der Stoff verfliegt relativ schnell, weil sich der Alkali-Gehalt verringert, wenn man ihn der Luft aussetzt. Und das kann man riechen, denn dabei entsteht der für Ammoniak typische, beißende Geruch. Man spricht bei Ammoniak daher von einem sogenannten “flüchtigen Alkali”. Daher wird das Haar nicht weiter aufgequollen und weiter geschädigt. Ammoniak verflüchtigt sich also relativ schnell wieder und die Farbpigmente sowie der Wasserstoff können danach ihre Arbeit verrichten.
Ammoniak ist schon sehr lange bei Haarfarben im Einsatz, denn das Alkalisierungsmittel hat viele positive Effekt, die dafür sprechen:
Nachteile: Häufig angewendet, kann Ammoniak dazu führen, dass das Haar trocken, strohig und splissig wird. In größeren Mengen soll er die Umwelt schädigen
Um das Haar dauerhaft zu färben, muss die Schuppenschicht geöffnet werden. Um Ammoniak zu ersetzen, werden oft andere Alkalisierungsmittel in Haarfarben verwendet. Ethanolamine oder auch Monoethanolamin (MEA) zum Beispiel kommt in Haarfarben ohne Ammoniak häufig vor.
Monoethanolamin wird mit Hilfe von Ammoniaklösung hergestellt. Es wird als gängige geruchlose Alternative zu Ammoniak in Farben eingesetzt. Wird kein flüchtiges Alkali verwendet, ist das Haarefärben ohne Ammoniak tatsächlich schädlicher. Denn: alternative Stoffe riechen zwar besser, aber der Grund dafür ist, dass der pH-Wert während der gesamten Coloration konstant bleibt - daher auch kein beißender Geruch.
Das bedeutet folglich auch, dass die Schuppenschicht länger als nötig geöffnet bleibt und das Haar geschädigt werden kann. Pflanzliche Haarfarben sind auch eine Alternative zu Haafarben mit Ammoniak. Wella EOS ist eine Pflanzentönung mit direktziehenden Farbstoffen, die besonders beliebt ist, da sie eine intensive & leuchtende Farbe erzielt, einfach und schnell anzuwenden ist und dabei die Haarstruktur stärkt.
Weil Ersatzstoffe wie etwa Ethanolamin geruchlos sein können, legt es die Vermutung nahe, dass kein Risiko von ihnen ausgeht. Ethanolamin aber kann die Haut und Lunge aber genauso reizen. Einige der Ammoniak-Ersatzprodukte werden sogar als tendenziell gefährlich eingestuft. Wird kein flüchtiges Alkali verwendet, bleibt der pH-Wert konstant und die Schuppenschicht damit geöffnet, was das Haar in der Tat mehr schädigt. Außerdem kann das Haar weiter quellen, wenn es nicht sorgfältig genug ausgespült wird.
Bei Haarfarben ohne Ammoniak kommt es häufig vor, dass die Farbe weniger intensiv ist und auch nicht so lange hält. Daher kann in der Regel häufiges Nachfärben nötig werden. Aus diesem Grund sind in vielen Haarfarben ohne Ammoniak weitere moderne Technologien integriert, um die Deckkraft und Intensität der Farbe zu verbessern. Gängige Ersatzstoffe können Haut und Lunge ebenfalls reizen.
Haarfarben ohne Ammoniak gibt es so gut wie von jedem bekannten Hersteller. Die Colorationen haben zusätzliche Technologien integriert, um das Haar so sanft aber intensiv wie möglich zu kolorieren und zugleich zu pflegen.
Es gibt zwei Arten von unschädlichen Färbemitteln. Dort auf jedenfall zertifizierte Naturkosmetik kaufen da dort keine Schwermetalle etc drin sind sondern nur pflanzliche Inhaltsstoffe.
Weiterhin würde ich dir raten alle paar Monate eine Haarkur zu machen, um deine Haare zu pflegen. Die musst du gar nicht kaufen, sondern kannst sie auch ganz einfach selber machen.
Grundsätzlich ist es weniger schädlich, die Haare dunkler zu färben als heller, weil das eigentlich Schädliche das Bleichen ist. Aber wenn du die Farbe deiner Haare ganz unschädlich verändern willst, nimm eine auswaschbare Tönung (Schaumtönung/Waschtönung), die hält so etwa 6-8 Haarwäschen. Sie legt sich nur auf die Oberfläche der Haare und verändert die Struktur nicht.
Henna ist für die haare nicht so schädlich anscheinend pflegt es sie sogar..as einzige Problem ist,dass du nur dunkler färben kannst ..
Die Wahl der richtigen Haarfarbe hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der gewünschte Farbton, der Zustand Ihrer Haare und Ihre persönlichen Vorlieben bezüglich Inhaltsstoffen. Naturhaarfarben und ammoniakfreie Produkte sind oft schonender, aber es ist wichtig, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und auf mögliche Allergene zu achten. Eine gute Haarpflege und regelmäßige Kuren können ebenfalls dazu beitragen, die Gesundheit Ihrer Haare zu erhalten.
| Haarfarben-Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Naturhaarfarben | Schonend, natürliche Inhaltsstoffe, pflegend | Weniger Farbvielfalt, nicht für Aufhellung geeignet |
| Ammoniakfreie Haarfarben | Weniger geruchsintensiv, potenziell weniger schädlich | Farbe hält möglicherweise nicht so lange, Ersatzstoffe können reizen |
| Konventionelle Haarfarben | Große Farbvielfalt, gute Grauabdeckung | Kann Haare austrocknen und schädigen, enthält potenziell schädliche Chemikalien |
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