Der Trend zu natürlicher Schönheit ist unaufhaltsam, und viele Menschen suchen nach gesünderen Alternativen für ihre Schönheitsroutine. Wenn du deine Reise zu einem gesünderen Lebensstil mit Naturkosmetik-Make-up und Bio-Parfüm begonnen hast, fragst du dich vielleicht, ob es auch weniger schädliche Optionen zum Haarefärben gibt. Die Antwort lautet: Ja, es gibt natürliche Haarfärbemittel, die eine sanftere Möglichkeit bieten, deine Haarfarbe zu verändern.
Dieser Artikel beleuchtet die besten Optionen für eine schonende Haarfärbung, von natürlichen Pflanzenfarben bis hin zu ammoniakfreien Alternativen. Wir werden die Vor- und Nachteile abwägen und dir helfen, die beste Wahl für dich zu treffen.
Natürliche Haarfarben setzen auf Farbstoffe, die direkt aus der Natur gewonnen werden, hauptsächlich aus Pflanzen und Mineralien. Diese Alternativen färben dein Haar, ohne auf aggressive Chemikalien zurückzugreifen.
Die besten natürlichen Pflanzenpigmente sind oft reich an Pflanzenextrakten wie Arganöl und Brennnesselextrakt, die Fettsäuren und Mineralien enthalten, die das Haar weich und stark machen. Sie färben nicht nur dein Haar, sondern können auch pflegende Eigenschaften haben.
Es ist wichtig, sich auf den Etiketten zurechtzufinden. Achte auf Begriffe wie "Bio", "natürliche Farbstoffe" und "aus Pflanzen gewonnen". Einige Produkte, die als "natürlich" vermarktet werden, können trotzdem schädliche Chemikalien enthalten. Recherchiere die Inhaltsstoffe und informiere dich über häufig verwendete Synthetika, um sie zu vermeiden.
Berücksichtige, wie gut diese natürlichen Farbstoffe funktionieren, um realistische Erwartungen zu haben. Decken sie graue Haare wirksam ab? Wie lebendig sind die Farben?
Wir haben uns in die Welt der Pflanzenhaarfarben vertieft und für euch Marken herausgesucht, die nicht nur eure Haare schonend färben, sondern auch einen grünen Fußabdruck hinterlassen:
Ammoniak ist ein wesentlicher Bestandteil vieler herkömmlicher Haarfarben, da er die Schuppenschicht des Haares öffnet, damit die Farbe eindringen kann. Allerdings kann Ammoniak das Haar austrocknen und schädigen. Daher bieten viele Hersteller mittlerweile Haarfarben ohne Ammoniak an.
Ammoniak wird in Haarfärbemitteln verwendet, um die Schuppenschicht des Haares zu öffnen. Er sorgt für die Quellung der Haare und auch für die Neutralisierung der Stabilisierungssäure des Wasserstoffes, sodass die chemische Reaktion und damit die Farbeinlagerung stattfinden kann.
Das Öffnen der Schuppenschicht geschieht in nur wenigen Minuten. Alles weitere machen dann die Farbstoffe im Haar und Wasserstoffperoxid. Weil beim Haarefärben die Schuppenschicht des Haares nur kurz offen sein muss, macht es Sinn, dass der alkalische Stoff nur so lange seine Arbeit verrichtet wie eben nötig. Und das schafft Ammoniak. Der Stoff verfliegt relativ schnell, weil sich der Alkali-Gehalt verringert, wenn man ihn der Luft aussetzt. Daher wird das Haar nicht weiter aufgequollen und weiter geschädigt. Ammoniak verflüchtigt sich also relativ schnell wieder und die Farbpigmente sowie der Wasserstoff können danach ihre Arbeit verrichten.
Ammoniak hat viele positive Effekte:
Allerdings hat Ammoniak auch Nachteile:
Um Ammoniak zu ersetzen, werden oft andere Alkalisierungsmittel in Haarfarben verwendet. Ethanolamine oder auch Monoethanolamin (MEA) zum Beispiel kommt in Haarfarben ohne Ammoniak häufig vor.
Monoethanolamin wird mit Hilfe von Ammoniaklösung hergestellt. Es wird als gängige geruchlose Alternative zu Ammoniak in Farben eingesetzt. Wird kein flüchtiges Alkali verwendet, ist das Haarefärben ohne Ammoniak tatsächlich schädlicher. Denn: alternative Stoffe riechen zwar besser, aber der Grund dafür ist, dass der pH-Wert während der gesamten Coloration konstant bleibt - daher auch kein beißender Geruch. Das bedeutet folglich auch, dass die Schuppenschicht länger als nötig geöffnet bleibt und das Haar geschädigt werden kann.
Haarfarben ohne Ammoniak gibt es so gut wie von jedem bekannten Hersteller. Die Colorationen haben zusätzliche Technologien integriert, um das Haar so sanft aber intensiv wie möglich zu kolorieren und zugleich zu pflegen.
Haarfärbemittel enthalten oft eine Vielzahl von Chemikalien, die für Allergiker problematisch sein können. PPD (Para-Phenylenediamin) ist einer der bekanntesten und häufigsten Allergieauslöser in Haarfärbemitteln.
Allergische Reaktionen auf Haarfärbemittel können vielfältig sein und treten oft an den Stellen auf, die direkt mit der Haarfarbe in Kontakt kommen. Zu den häufigsten Symptomen gehören Juckreiz, Brennen und Rötung der Kopfhaut. Ein weiteres häufiges Symptom ist die Schwellung der Kopfhaut, die durch den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen in den Haarfärbemitteln verursacht wird. In einigen Fällen kann es auch zu Blasenbildung kommen, was besonders schmerzhaft und unangenehm ist.
Für Allergiker gibt es mittlerweile spezielle Haarfärbemittel, die ohne die üblichen allergieauslösenden Inhaltsstoffe auskommen:
Viele herkömmliche Haarfarben enthalten potenziell schädliche Chemikalien. Hier sind einige der häufigsten Übeltäter:
Neben der Wahl der richtigen Haarfarbe gibt es noch weitere Tipps, die du beachten kannst, um dein Haar beim Färben zu schonen:
In der Vergangenheit standen Haarfärbemittel im Verdacht, Krebs auszulösen. Es ist wichtig, die Fakten zu kennen und informierte Entscheidungen zu treffen.
Verschiedene Institutionen bewerten regelmäßig das Krebsrisiko von Produkten, mit denen Menschen in Kontakt kommen. Dazu gehören auch kosmetische Mittel wie Haarfarben. In Deutschland ist dafür beispielsweise das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) zuständig.
Laut Fachleuten sind moderne Haarfarben nicht krebserregend. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht jedoch bei Anwendung der heute in Deutschland verfügbaren chemischen Haarfarben kein erhöhtes Krebsrisiko.
Mitte der 1980er-Jahre wurde eine Vielzahl an Haarfarben verboten, da der Verdacht bestand, dass diese Produkte das Risiko für Blasenkrebs oder Brustkrebs erhöhen. Zweifelsfrei belegen konnten Forschende den Verdacht allerdings nicht. Die Verbote dienten daher dem vorbeugenden Verbraucherschutz.
US-amerikanische Forscher haben jüngst Daten aus der Langzeitstudie „Nurses‘ Health Study“ ausgewertet und im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht. Sie gingen der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der Selbstanwendung von Oxidationsfarben und einem erhöhten Krebsrisiko bestand. Ihr Fazit ist eine Entwarnung mit zwei Einschränkungen: Geringfügig erhöht war das Risiko, an weißem Hautkrebs oder einer Brustkrebsart zu erkranken.
Die Wahl der richtigen Haarfarbe hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter deine persönlichen Vorlieben, deine Haarbeschaffenheit und deine Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, sind natürliche Pflanzenhaarfarben oder ammoniakfreie Alternativen eine gute Wahl. Achte immer auf die Inhaltsstoffe und führe vor der Anwendung einen Allergietest durch.
| Haarfarbentyp | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Pflanzenhaarfarben | Natürliche Inhaltsstoffe, schonend für Haar und Kopfhaut, pflegende Eigenschaften | Begrenzte Farbauswahl, keine komplette Weißabdeckung, komplizierte Anwendung | Personen, die eine natürliche und schonende Färbung bevorzugen |
| Ammoniakfreie Haarfarben | Weniger schädlich als herkömmliche Haarfarben, geringeres Risiko von Hautreizungen | Farbe hält möglicherweise nicht so lange, eventuell weniger intensive Farbergebnisse | Personen, die eine sanftere Alternative zu herkömmlichen Haarfarben suchen |
| Haarfarben für Allergiker | Frei von häufigen Allergieauslösern wie PPD, Ammoniak und Parabenen | Möglicherweise eingeschränkte Farbauswahl | Personen mit empfindlicher Haut oder Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe |
tags: #welche #haarfarbe #ist #am #wenigsten #schädlich
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.