Welche Haarentfernungsmethode ist die beste für Sie? Ein umfassender Überblick

Achseln, Beine und Intimbereich - das sind die Körperstellen, an denen die meisten Menschen keine Haare haben möchten. Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gehen gegen den Wildwuchs vor, Frauen häufiger als Männer. Ältere Menschen über 50 Jahre lassen ihre Körperhaare deutlich öfter stehen als die jüngeren.

Ob Mann oder Frau, am Körper haben Menschen Haare. Manche davon stören, andere beachtet man gar nicht. Wo und ob man sich die Haare entfernen möchte, ist und bleibt reine Geschmacksache. Methoden zur Haarentfernung gibt es in jedem Fall reichlich.

Viele Influencerinnen lehnen Haarentfernung als Symbol für Fremdbestimmung durch „falsche“ Schönheitsideale ab, propagieren auf Instagram den Weg zurück zur Natur und zeigen wieder Wildwuchs. Popstars wie Miley Cyrus, Madonna und Lady Gaga brachten mit #freeyourpits den Trend ins Rollen, ließen ihre Achselhaare wachsen und färbten sie knallig ein - als Zeichen für Frauenrechte.

Beliebte Methoden zur temporären Haarentfernung

Frauen und Männer greifen meist zum Nassrasierer, um Körperhaare zu entfernen. Ein Rasierer kappt das Haar an der Hautoberfläche. Das ist praktisch, eine Rasur hält aber nicht lange an. Nach ein bis drei Tagen wachsen wieder Stoppeln nach.

Rasieren: schnell und einfach

Das Rasieren ist die häufigste und sicher eine der beliebtesten Methoden, um lästige Haare zu entfernen. Rasierer verfügen über scharfe Klingen, die über die Haut gleiten und die Haare oberflächlich abtrennen, sodass die Haut danach glatt und haarfrei ist. In Kombination mit einem Rasiergel gleiten die Klingen sanft über die Haut und erzielen sowohl trocken, als auch nass unter der Dusche zuverlässige Ergebnisse.

Für die Nassrasur gibt es Einwegrasierer, Systemrasierer und Rasierhobel. Dank Wechselklingen lassen sich Hobel und Systemrasierer lange nutzen, Einwegrasierer landen dagegen nach wenigen Rasuren im Müll. Für die Trockenrasur ist nur ein Elektrorasierer geeignet. Nassrasierer schneiden die Haare ganz nah an der Hautoberfläche ab. Das sorgt für ein glatteres Ergebnis als bei einem Trockenrasierer.

Um die Haut auf die Rasur einzustellen, bietet es sich an, zunächst einmal in Wuchsrichtung zu rasieren und erst dann dagegen - vor allem im Intimbereich. Systemrasierer für Damen passen sich mit ihren abgerundeten Rasierköpfen aber besonders gut an Körperkonturen an.

Wichtig: Klinge wechseln, sobald sie an der Haut zerrt oder nicht mehr gewohnt glatt rasiert. Auch verunreinigte Klingen können Schnittwunden verursachen.

Vorteil des Rasierens unter den Achseln: Es hilft prinzipiell den Schweißgeruch zu verringern. Denn Schweiß kann schneller abfließen und Bakterien, die den Geruch verursachen, können sich nicht in den Haaren einnisten.

Baden Menschen mit sehr empfindlicher Haut direkt nach der Rasur im Salzwasser, kann das die Haut durchaus reizen. Generell sind Schwimmbadbesuche nach der Rasur aber unbedenklich.

Bei dem Eindruck, dass die Haare nach der Rasur dicker und dunkler nachwachsen, handelt es sich übrigens um eine optische Täuschung: Da die Haare direkt an der Haut an ihrer dicksten Stelle im Querschnitt abgekappt werden, wirken sie beim Nachwachsen dicker.

Klarer Nachteil des Rasierens ist der Umstand, dass die Haare nach circa ein bis drei Tagen bereits wieder nachwachsen. Wer dauerhaft glatte Haut haben möchte, muss immer wieder rasieren. Wichtig ist außerdem die Haut nach der Rasur gut zu pflegen, um einen Rasurbrand zu vermeiden.

Enthaarungscremes: schmerzfreie Alternative

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Rasur haben praktische Enthaarungscremes eine chemische Basis. Solche Cremes funktionieren, indem die enthaltenen Wirkstoffe mit der Haut reagieren. Zuerst wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut durchbrochen, um die Poren zu öffnen. Anschließend greift die enthaltene Natronlauge (Thioglykolsäure) die Proteinstruktur, Keratin genannt, die Haare an. Auf diese Weise lösen sich die Härchen auf und bleiben als gelartige Masse auf der Haut zurück.

Cremes zur Haarentfernung rücken Haaren schmerzfrei zu Leibe. Bei Frauen sind sie nach Rasierern und Epilierern recht beliebt. Männer benutzen sie dagegen kaum.

Bestimmte Inhaltsstoffe - meist Thioglykolsäure - schwächen in dieser Zeit das Keratin, also die Hornsubstanz im Haar. Dadurch löst es sich auf. Was übrig bleibt, lässt sich mit dem mitgelieferten Spachtel entfernen.

Achtung: Menschen, die zu Allergien und sensibler Haut neigen, sollten vorsichtig sein. Am besten die Creme an einer kleinen Stelle testen. Im Intimbereich aufpassen, dass die Creme nicht in Berührung mit Schleimhäuten kommt.

Klarer Vorteil von Enthaarungscreme ist, dass die Anwendung komplett schmerzfrei ist. Außerdem ist Methode besonders einfach und das Nachwachsen der Haare dauert etwas länger, als bei der Rasur, sodass Sie länger keine Haare entfernen müssen.

Waxing und Sugaring: für länger anhaltende Glätte

Die Haarentfernung mithilfe von Warm- oder Kaltwachs kostet zwar Überwindung, sorgt aber für zwei bis vier Wochen für geschmeidige Haut. Schmerzfrei ist die Methode sicher nicht, aber der Schmerz dauert nur so lang an, wie der Wachsstreifen abgezogen wird.

Mit Wachs reißen Mutige Haare an der Wurzel heraus. Der Lohn: bis zu einen Monat Haarfreiheit. Zur Wahl stehen Warm- und Kaltwachs. Bei der ersten Art trägt man erwärmtes, flüssiges Wachs auf. Aber Vorsicht: Nur leicht erwärmen, sonst drohen Verbrennungen. Das erstarrte Wachs lässt sich entweder als Stück abziehen oder mit einem Stoffstreifen. Kaltwachsstreifen funktionieren ähnlich, werden aber nur mit den Händen erwärmt.

Um erfolgreich Haare mit Wachs zu entfernen, müssen sie mindestens fünf Millimeter lang sein. Warmwachs soll für gründlichere Ergebnisse sorgen und wird daher von vielen Anwendern vorgezogen. Allerdings bedarf es dabei etwas mehr Vorbereitung, denn der Tiegel mit Wachs muss erst erwärmt werden. Wer das nicht in einem Wasserbad machen möchte, kann auch auf elektrische Erwärmer mit Warmwachs zurückgreifen, das spart einige Arbeitsschritte. Anschließend wird das Wachs in Haarwuchsrichtung aufgetragen, dann der beiliegenden Stoff- oder Plastikstreifen darübergelegt und angedrückt.

Natürlich funktioniert dieser Prozess auch mit Kaltwachs, es kann nur passieren, dass nicht alle Haare zuverlässig entfernt werden, dafür entfällt das Erwärmen und Sie können praktische Kaltwachsstreifen direkt auf der Haut platzieren.

Anstelle von Kalt- oder Heißwachs wird eine klebrige Paste aus drei Inhaltsstoffen verwendet: Zucker, Zitronensaft und Wasser. Die Zuckerpaste soll die Haut geschmeidig machen und sie vor dem Austrocknen schützen. Wie Wachs können Sie die Zuckerpaste punktgenau aufgetragen und vom Gesicht über die Achseln und die Bikinizone bis hin zu Beinen verschiedene Bereiche enthaaren.

Beliebt ist auch die orientalische Paste aus Zucker, Zitronensaft und Wasser, im Englischen als Sugaring bezeichnet. Im Arabischen heißt sie Halawa, was übersetzt auch Süßigkeit bedeutet. Man mischt die Zutaten, erwärmt sie, knetet sie weich. Die Zuckermasse kommt warm und gegen die Haarwuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle und wird abgezogen.

Die Anwendung ähnelt dem Waxing, denn die Zuckermasse wird warm und gegen die Haarwuchsrichtung auf Beine, Achseln, Intimbereich oder auch im Gesicht aufgetragen. Unterschied ist allerdings, dass die Zuckerpaste sofort in Wuchsrichtung wieder abgerupft wird. So lösen sich die Haare samt Wurzel. Sugaring soll schonender für die Haut sein als das Wachsen und sich somit auch für sensiblere Haut eignen.

Große Kaltwachsstreifen in einer 20er-Packung gibt es schon für weniger als 4 Euro. Waxing im Studio kann teurer werden.

Epilieren: Haarentfernung an der Wurzel

Wie beim Waxing und Sugaring werden die Haare beim Epilieren auch direkt an der Wurzel entfernt. Beim Epilieren geschieht das allerdings mithilfe rotierender Minipinzetten, die in variabler Geschwindigkeit über die Haut gleiten. Damit die Pinzetten des Epilierers das Haar greifen können, sollte es zwischen zwei und fünf Millimetern lang sein. Die Behandlung ist nicht schmerzfrei und daher nicht für jeden geeignet.

Beim Wort Epilierer verziehen viele Menschen das Gesicht. Wie eine rotierende Pinzette reißt das Gerät die Haare direkt an der Wurzel heraus. Nichts für zarte Seelen. Menschen mit sehr schmerzempfindlicher Haut sollten eher nicht zum Epilierer greifen. Jedoch kann sich die Haut bei regelmäßiger Anwendung an das Epilieren gewöhnen.

Was hilft: Die Haut mit einer Hand anspannen und den Epilierer senkrecht aufsetzen. Er kann die Haare optimal fassen, wenn sie etwa 2 bis 5 Millimeter lang sind. Neben Epilierern, die trocken zum Einsatz kommen, bieten einige Anbieter wasserfeste Geräte an. Die lassen sich mit Rasierschaum in der Dusche nutzen.

Epilierer sind im Vergleich zu Nassrasierern teurer.

Klarer Vorteil ist aber, dass die Haare länger fern bleiben, weil sie direkt an der Wurzel entfernt werden.

Epilierer Test – Braun, Philips und Panasonic im Vergleich

Faden-Epilation: Präzision für das Gesicht

Die sogenannte Faden-Epilation eignet sich besonders, um ungeliebte Haare im Gesicht zu entfernen. Friseur- oder Kosmetiksalons bieten sie an. Die Methode funktioniert mit einer mittig mehrfach überkreuzten Fadenschlaufe. Durch Auf- und Zuschnappen der Finger zwirbelt das Fadenkreuz nach links und rechts, fängt so die Haare ein und reißt sie aus. Die Technik gilt als gut verträglich und gründlich.

Methoden zur dauerhaften Haarentfernung

Wer sich langfristig von ungeliebter Körperbehaarung verabschieden möchte, muss von der temporären zur dauerhaften Haarentfernung wechseln. Egal, ob mit Licht, Laser oder Elektroepilation: Die Schönheits-Industrie hat einige Technologien entwickelt, um Haare langfristig zu beseitigen.

IPL (Intense Pulsed Light): Lichtimpulse für langfristige Ergebnisse

IPL (Intense Pulsed Light) gehört zu den neueren Haarentfernungsmethoden und wird vor allem in Kosmetikstudios angeboten. Mittlerweile gibt es aber auch IPL-Geräte zur Selbstbehandlung für zuhause. Sie arbeiten mit Lichtblitzen, die das Haarwachstum am Körper beeinflussen sollen. Ein dünner Strahl aus konzentriertem Licht wird auf kleine Hautbereiche gerichtet, unter der Hautoberfläche wird das Licht von den Pigmenten der Haarfollikel absorbiert, sodass diese erwärmt werden.

Dank Licht zu weniger Haaren am Körper? Mit der IPL-Technologie ist das kein Problem. IPL steht für Intense Pulsed Light und bezeichnet eine besondere Form der Haarentfernung. Mittels variierender Wellenlänge wird das Licht in die Tiefen der Haarwurzeln geleitet. Dort wird der Lichtimpuls in Wärme umgewandelt, um die Wurzel zu versengen. Nach drei bis zwanzig Tagen fallen die Haare aus.

Die Anwendung mit einem IPL-Gerät kann sowohl von Ärzt:innen als auch Kosmetiker:innen durchgeführt werden.

Nach einer erfolgreichen IPL-Behandlungsserie beim Profi lässt einen das Haarwachstum zwar nicht für immer in Ruhe, in den meisten Fällen aber immerhin für einige Jahre.

IPL-Heimgeräte versprechen eine dauerhafte Haarentfernung zuhause.

Wichtig: Vor der Behandlung mit Lichtimpulsen sollten die Haare mit einem Nass- oder Trockenrasierer entfernt werden. Dies erfolgt normalerweise am Vortag der Anwendung. Wer sich bis dato die Haare durch Waxing, Sugaring oder mit Hilfe eines Epilierers entfernt hat, muss dies bereits drei bis vier Wochen vor der ersten Anwendung beenden, damit die Haare nachwachsen können. Das Licht kann sonst nicht effektiv in die Haarwurzeln geleitet werden. Sonnenbäder sollten vor und nach der Enthaarung ebenfalls vermieden werden, da die Haut empfindlich reagieren kann und das IPL-Gerät auf gebräunter Haut schlechter funktioniert.

Diese dauerhafte Haarentfernungs-Methode ist nämlich nichts für Ungeduldige.

Nicht für jeden geeignet: Die IPL-Methode eignet sich vor allem für Personen mit dunklen Haaren und heller Haut. Der Kontrast zwischen Haut und Haar sorgt dafür, dass das Licht ausschließlich in die Haare geleitet wird und es zu keiner Verbrennung der Haut kommt. Bei sehr hellen Haaren wiederum funktioniert die dauerhafte Haarentfernung durch IPL oftmals nicht, genauso wie bei Menschen mit dunkler Haut.Über Muttermalen dürfen die Geräte ebenfalls nicht angewendet werden.

Die Lichtimpulse gelangen bei der Behandlung über das Melanin, die Farbe des Haares, direkt in die Haarwurzel. Dadurch wird sie zerstört. Sind die Haare nicht abrasiert, nimmt die Wurzel das Licht nicht auf.

Die ideale Kombination für eine Behandlung sind eine helle Haut und dunkle Haare.

Risiken kennen: Risikofrei ist die Methode nicht. Lichtimpulse von Heimgeräten sind zwar geringer als die von professionellen Apparaten im Studio oder beim Dermatologen, doch bei unvorsichtiger oder unsachgemäßer Nutzung drohen Verbrennungen und Hautverfärbungen. Halten Sie sich daher unbedingt an die Anleitung. Zudem fehlt bei der Selbstenthaarung eine fachärztliche Diagnostik. Eine Ärztin kann beurteilen, ob etwa Leberflecke oder Male gegen das Lasern sprechen.

Die Kosten für eine Haarentfernung mit IPL variieren stark und messen sich vor allem an der Fläche der zu behandelnden Körperstelle. In professionellen Studios beginnen die Preise ab 30 Euro pro Behandlung. Größere Hautpartien wie die Beine können bis zu mehrere hundert Euro ausmachen.

Laserbehandlung: Präzise und effektiv

Auch die Haarentfernung mittels Laser verspricht dauerhafte Ergebnisse. Diese Behandlung konnte früher nur beim Spezialisten gemacht werden, mittlerweile gibt es etwa von Currentbody auch ein Gerät für zu Hause. Mithilfe eines Lasers wird die Haarwurzel zerstört, dabei gilt, je dunkler das Haar und je heller die Haut, desto besser funktioniert diese Methode.

Die Laserepilation gilt als bekannte und effektive Methode der dauerhaften Haarentfernung. Ihr Prinzip ist recht simpel: Die Wellenlänge des Laserlichts wird durch das Melanin der Haare in die Haarfollikel geleitet und dort auf über 60°C erwärmt. Die Hitze zerstört die Haarwurzel nachhaltig und schont das umliegende Gewebe. Das Ergebnis: Nach mehreren Sitzungen beim Profi ist man frei von unerwünschten Körperhaaren.

Die Enthaarung durch einen Laser benötigt zwischen fünf und zehn Behandlungen. Grund hierfür ist der Wechsel zwischen Ruhe- und Wachstumsphasen der Haare. In der Regel befinden sich nur rund 20 bis 30 Prozent der Haare gleichzeitig in einer Wachstumsphase - und nur diese können durch den Laser effektiv verödet werden. Bis man streichelzarte und stoppelfreie Haut hat, vergehen mehrere Monate.

Vorteile der Laser-Enthaarung: Die zerstörten Haarwurzeln bilden für viele Jahre keine Haare mehr. Neueste Laser-Geräte eignen sich für die dauerhafte Haarentfernung bei allen Haut- und Haartypen. Sprich, auch für empfindliche Haut ist diese Methode der dauerhaften Haarentfernung, die meist mit einem Diodenlaser durchgeführt wird, eine Option.

Auch die Anwendung bei dunkleren Hauttypen kann mittlerweile ohne Probleme erfolgen.

Nachteile: Der Laser kann nur sehr kleine Hautareale auf einmal bearbeiten, sodass die Behandlung aufwendig und zeitintensiv ist. Wer sich kurzfristige und schnelle Ergebnisse wünscht, wird bei der Haarentfernung mit Laser nicht fündig. Hier ist Ausdauer gefragt.

Nach der Behandlung kann es zu Rötungen der Haut kommen. In seltenen Fällen bilden sich Krusten, die jedoch meist schnell abheilen.

Für ein optimales Ergebnis sind in jedem Fall mehrere Termine nötig, daher ist die Methode eine der kostspieligeren. Im Schnitt können Kosten, je nach Körperpartie, von circa 100 bis 400 Euro pro Sitzung anfallen.

Wichtig: Die betroffene Hautstelle sollte einen Tag vor der Behandlung rasiert werden. Auf Enthaarungsmethoden wie Epilieren, Waxing oder Sugaring muss man drei bis vier Wochen vor der Laser-Sitzung verzichten, damit die Haare nachgewachsen sind. Der Laser kann sonst nicht ausreichend in die Tiefe der Haarwurzel geleitet werden. Da die Haut nach der Anwendung außerdem sehr empfindlich ist, sollte man sowohl vor als auch nach einer Behandlung die Sonne meiden. Von einer Behandlung während der Sommer-Monate wird deshalb abgeraten.

Wichtig: Die Behandlung mit einem Laser darf nur von Ärzt:innen durchgeführt werden und ist entsprechend aufwendig.

Unterschied IPL und Diodenlaser: Im Vergleich zur Behandlung mit dem Laser kann IPL eine größere Fläche auf einmal behandeln, da mehrere Licht-Spektren verwendet werden. Bei größeren Körperpartien erfolgt die Haarentfernung deshalb schneller, wenn ein IPL-Gerät verwendet wird.

Nadelepilation: Präzise und dauerhaft

Neben den beiden Möglichkeiten mit Laser und Licht gibt es noch eine dritte Methode für eine dauerhafte Haarentfernung: die Nadelepilation, auch Elektroepilation genannt. Bei der aufwendigen Nadelepilation wird eine hauchdünne, sterile Einweg-Sonde in jeden Haarkanal einzeln eingeführt und mit einem Stromimpuls versehen. Abhängig von der verwendeten Strom-Art wird die Haarwurzel durch Hitze oder durch eine chemische Reaktion dauerhaft zerstört.

Im Vergleich zu ihren Konkurrenten hat man bei dieser Form der elektrischen Haarentfernung die Garantie auf permanente Haar-Freiheit - und das selbst nach vielen Jahren. Die Behandlung kann jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen und sollte nur von geübten Elektrolist:innen vorgenommen werden. Anfänger:innen benötigen zu viel Zeit, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. „Für immer“ trifft bei dieser permanenten Enthaarung also tatsächlich zu. Außerdem ermöglicht die Methode eine dauerhafte Haarentfernung für jegliche Haut- und Haartypen, da nicht mit Licht-Energie gearbeitet wird und der Melanin-Gehalt in Haut und Haar keine Rolle spielt. Wer ausdauernd ist, kann sich mit der Nadelepilation selbst große Hautareale enthaaren lassen.

Nachteile der Nadelepilation: Da bei der Elektroepilation eine feine Sonde in den Haarkanal geführt wird, ist die Behandlung nicht gänzlich schmerzfrei. Das Schmerzempfinden ist selbstverständlich individuell und variiert außerdem zwischen den einzelnen Körperpartien. Auch bei der Nadelepilation ist ein Behandlungszeitraum von mehreren Monaten notwendig, da nur aktive Haare durch den Stromimpuls zerstört werden können.

Eine gute Nadelepilation erkennt man daran, dass das Haar ohne Widerstand samt Follikel aus der Pore entfernt werden kann. Wird das Haar durch den Profi nur durchtrennt, erzielt die Epilation keine Wirkung und gleicht vielmehr einer Rasur. Damit die Elektroepilation richtig durchgeführt werden kann, müssen die Haare eine Mindestlänge von drei Millimetern besitzen. Die Pinzette kann das Haar sonst nicht greifen.

Die aufwendige Behandlung und die Nachhaltigkeit der Elektroepilation hat ihren Preis und ist deshalb die teuerste Methode zur dauerhaften Haarentfernung. Im Gegensatz zur Enthaarungs-Methode mit Laser und IPL wird bei der Nadelepilation nach Behandlungszeit abgerechnet. Der Stundensatz liegt hier zwischen 50 und 130 Euro.

Allgemeine Tipps zur Haarentfernung

Jede Form des Haarentfernens stresst die Haut. Sie braucht danach eine beruhigende Pflege, etwa durch milde, feuchtigkeitsspendende Lotionen. Von besonders fettreichen Cremes ist dagegen abzuraten - sie können die bakterielle Besiedlung der Haut verschlechtern.

Haare wachsen ein, wenn sie nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen können. Das passiert, wenn abgestorbene Hautschüppchen und Talg den Wachstumskanal blockieren. Auch eng anliegende Kleidung kann dafür sorgen. Vorbeugen lässt sich mit einem Hautpeeling, um eine Verstopfung der Poren zu verhindern. Aber Vorsicht: Nicht direkt peelen, bevor Sie Haare entfernen - lieber ein bis zwei Tage vorher. Nach einer Epilation treten eingewachsene Haare seltener auf.

Wenn das alles nichts bringt und es trotzdem zu eingewachsenen Haaren kommt, hilft es, die betroffene Stelle zu desinfizieren, um eine Entzündung zu vermeiden. Vor allem ist aber Geduld wichtig: Nicht mit scharfen Gegenständen versuchen, das eingewachsene Härchen herauszupulen oder mit den Fingern daran zu kratzen, sonst kann sich die Stelle entzünden.

So unterschiedlich die Methoden zur Entfernung der Haare sind, einige Punkte erleichtern das Procedere in jedem Fall:

  1. Länge: Um Haar zu entfernen, musst du es erstmal wachsen lassen. Beim Waxing, Sugaring und Epilieren ist eine Länge von fünf Millimetern optimal, zu lang ist schmerzhaft. Rasieren kannst du schon bei den ersten Stoppeln.
  2. Wärme: Warm duschen oder baden ist die ideale Vorbereitung zur Haarentfernung, da die Haare so weicher werden und die Poren sich öffnen.
  3. Peelings: Regelmäßige Peelings zwischendurch (nicht am Tag nach der Depilation!) verhindern eingewachsene Haare, die Pickel und Entzündungen verursachen.
  4. Pflege: Die Haut dankt dir nach der Rasur oder Epilation für eine kühlende, beruhigende Pflegelotion zum Beispiel mit Kamille oder Aloe Vera.
  5. Qualität: Hochpreisige elektronische Rasierer, Epilierer und Trimmer haben praktische Zusatzfunktionen und sind für Nass- und Trockenanwendung geeignet.

Zusammenfassung der Methoden

Methode Dauer Schmerz Kosten Vorteile Nachteile
Rasieren 1-3 Tage Gering Gering Schnell, einfach Kurze Dauer, Hautirritationen
Enthaarungscreme Bis zu 1 Woche Kein Mittel Schmerzfrei, einfach Chemisch, Hautreizungen möglich
Waxing/Sugaring 2-4 Wochen Mittel bis hoch Mittel Längere Dauer Schmerzhaft, erfordert Übung
Epilieren Bis zu 4 Wochen Mittel bis hoch Mittel Längere Dauer, Haare werden feiner Schmerzhaft, eingewachsene Haare möglich
IPL Langfristig (Reduktion) Gering Hoch Dauerhafte Reduktion, schmerzarm Teuer, nicht für alle Hauttypen
Laser Langfristig (Reduktion) Mittel Sehr hoch Effektive Reduktion, präzise Sehr teuer, mehrere Sitzungen nötig
Nadelepilation Dauerhaft Mittel bis hoch Sehr hoch Dauerhafte Entfernung, für alle Hauttypen Teuer, zeitaufwendig, schmerzhaft

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