Schwarzer Hautkrebs, auch malignes Melanom der Haut genannt, ist ein bösartiger Tumor, der sich aus den Pigmentzellen (sogenannte Melanozyten) der Haut oder Schleimhaut entwickelt. Insgesamt verläuft der schwarze Hautkrebs aggressiver als der weiße Hautkrebs. Das liegt unter anderem daran, dass die Krebszellen beim schwarzen Hautkrebs schneller die Lymphbahnen und Blutgefäße erreichen.
Weißer Hautkrebs ist deutlich häufiger als schwarzer Hautkrebs. Im Jahr 2020 erkrankten Schätzungen zufolge in Deutschland etwa 220.000 Menschen an weißen Hautkrebs - bei 3 von 4 Erkrankten handelt es sich dabei um ein Basalzellkarzinom (Basaliom). 23.500 Menschen an schwarzen Hautkrebs (Melanom). Dennoch gilt schwarzer Hautkrebs als die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei Männern liegt er auf Platz 5. Insgesamt erkranken aber etwas mehr Männer als Frauen an einem Melanom.
Im Jahr 2020 erkrankten in Deutschland rund 23.560 Menschen am schwarzen Hautkrebs und rund 2.940 Menschen sind daran verstorben.
Die Heilungschancen beim Melanom steigen, wenn der Tumor frühzeitig erkannt wurde.
Dank des Hautkrebsscreenings werden etwa 67 Prozent aller malignen Melanome im Frühstadium entdeckt. Dann beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 100 Prozent.
Wird das maligne Melanom in einem frühen Stadium entdeckt und behandelt, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 100 Prozent. Je weiter der schwarze Hautkrebs bei Diagnosestellung fortgeschritten ist, desto niedriger liegt die 5-Jahres-Überlebensrate.
Schreitet Hautkrebs unbehandelt fort, dann können Krebszellen über verschiedenartige Gefäße des Körpers andere Körperbereiche befallen und Metastasen bilden. Bei einem Melanom ist das Risiko dafür deutlich höher als bei weißem Hautkrebs. Das passiert aber nicht plötzlich. Es dauert in der Regel viele Jahre, bis sich Hautkrebs entwickelt. Deswegen steigt das Risiko mit zunehmendem Alter.
Bei weißen und schwarzen Hautkrebs wachsen die entarteten Zellen zunächst in der obersten Schicht der Haut. Wenn sich die Krebszellen weiter vermehren, können sie auch in tiefere Hautschichten vordringen. Der Tumor wächst dann zerstörend (invasiv). Dringt der Tumor noch weiter im Gewebe vor, kann er über die Lymph- oder Blutgefäße im Körper auch weiter entfernte Organe befallen. Fachleute bezeichnen diese Tumorabsiedlungen als Metastasen.
Wichtig zu wissen: Bei weißen Hautkrebs sind Metastasen sehr selten. Schwarzer Hautkrebs wächst aggressiver als weißer Hautkrebs. Daher besteht bei einem Melanom ein höheres Risiko für Metastasen.
Die Krebszellen des malignen Melanoms können sowohl über die Blutbahn als auch über die Lymphbahn weiter in den Körper streuen.
Nach der Diagnose schwarzer Hautkrebs steht an erster Stelle, dass alle Krebszellen entfernt werden. Eine Operation ist hierbei die klassische Krebstherapie. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, nahegelegene Lymphknoten vorsorglich operativ mit zu entfernen. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und insbesondere danach, ob Metastasen vorhanden sind.
Die Pigmentzellen heißen Melanozyten und bilden den Hautfarbstoff Melanin, wenn UV-B-Strahlen in die Haut bis zu den Melanozyten gelangen. Dabei geben die Pigmentzellen das Melanin an die umgebenden Hautzellen ab. Diesen Prozess kann man beobachten, wenn sich die Haut bräunt. Dort schützt das Melanin die Hautzellen vor tief eindringender UV-A-Strahlung.
Bei übermäßiger UV-Bestrahlung allerdings können die Pigmentzellen selbst Schaden nehmen und sich zu Tumorzellen entwickeln. Das maligne Melanom beziehungsweise schwarzer Hautkrebs entsteht aus den Pigmentzellen (sogenannte Melanozyten).
Warum entsteht schwarzer Hautkrebs vor allem aus Pigmentflecken? Die Pigmentzellen der Haut (sogenannte Melanozyten) bilden das Pigment Melanin, wenn UV-Strahlen in die Haut gelangen. Das Melanin legt sich schützend über die Zellkerne der Hautzellen und bewahrt so das Erbgut vor Schädigungen.
Bei übermäßiger UV-Bestrahlung können die Melanozyten allerdings selbst Schaden nehmen, sich verändern und sich zu Tumorzellen entwickeln. Da in Pigmentflecken wie Leberflecke besonders viele Pigmentzellen an einer Stelle gebündelt sind, ist hier das Risiko höher, dass sie sich zu schwarzem Hautkrebs entwickeln. Das bedeutet nicht, dass Leberflecke automatisch eine Vorstufe von schwarzem Hautkrebs sind - denn nicht jeder Leberfleck entwickelt sich zu schwarzem Hautkrebs.
Das Risiko für schwarzen Hautkrebs erhöht sich jedoch mit der Anzahl und der Größe der Pigmentflecke.
Merke: In Bezug auf den schwarzen Hautkrebs gilt die UV-Strahlung durch wiederkehrendes intensives Sonnenbaden, Solarium oder andere UV-Quellen als wichtigster äußerer Risikofaktor, den Sie vermeiden können. Grundsätzlich können maligne Melanome am ganzen Körper entstehen.
Es gibt Faktoren, die das Risiko für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs erhöhen können:
Insgesamt gibt es folgende wichtige Risikofaktoren:
Am sichersten ist es, wenn man übermäßige Sonneneinstrahlung meidet. Zudem sollte man sich regelmäßig selbst untersuchen, um frühzeitig Hautveränderungen zu entdecken, denn es gilt: Je früher Hauttumore erkannt werden, desto besser ist die Heilungschance.
Die Haut vergisst nie: Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Sonneneinstrahlung deutlich zu hoch war. UV-Licht kann die DNA schädigen und führt damit neben dem Sonnenbrand auch zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Das Wichtigste ist daher ein ausreichender Sonnenschutz und das Vermeiden vor zu intensiver Sonnenstrahlung: also sich nicht in der Mittagssonne aufhalten, Schatten aufsuchen, ausreichend mit Sonnencreme eincremen sowie Sonnenbrille und Kopfbedeckung tragen.
Beim Eincremen können Sie sich als Faustregel merken: Zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter. Bei Erwachsenen sind das umgerechnet etwa vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper.
Achtung bei unbehaarten Köpfen: Empfindliche Hautstellen, wie der unbehaarte Teil des Kopfes, sollten am besten immer geschützt werden, wenn man in der Sonne ist, zum Beispiel bei der Gartenarbeit. Menschen mit einer Glatze oder Halbglatze vergessen im Alltag häufig, für ausreichend Schutz zu sorgen. Eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und das Meiden der Mittagssonne sind hier besonders ratsam.
Viele Menschen denken, sie könnten sich durch Vorbräunen im Solarium schützen. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Solarien erhöhen leider auch das Hautkrebsrisiko. Dermatologen und Dermatologinnen raten daher, auf Solarienbesuche am besten ganz zu verzichten, um diesen Risikofaktor auszuschließen.
Für die Unterscheidung zwischen schwarzem Hautkrebs und Muttermalen gibt es die ABCDE-Regel. Bei diesen Auffälligkeiten sollten Sie eine Stelle bald einer Ärtzin oder einem Arzt zeigen:
Weißer Hautkrebs kann sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen haben. Häufig sind es Knoten oder entfärbte Hautstellen, die über Wochen bleiben und über Monate und manchmal sogar Jahre langsam wachsen. Manchmal wird ein Hautkrebs auch unbewusst aufgekratzt und erscheint als nicht heilende Wunde. Daher sollte man neu aufgetretene und bleibende Auffälligkeiten der Haut einer Ärztin oder einem Arzt zeigen.
Eine Sonnencreme kann die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verlängern. Anhand des Lichtschutzfaktors (LSF) können Sie errechnen, wie lange Sie sich maximal in der Sonne aufhalten können. Dieser bezieht sich dabei auf die UV-B-Strahlung, die den Sonnenbrand verursacht.
Zur Ermittlung Ihrer maximalen Schutzzeit multiplizieren Sie Ihre Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels. Die Eigenschutzzeit variiert je nach Hauttyp und beschreibt, wie lange eine Person bei einer bestimmten UV-Intensität in der Sonne bleiben kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Wenn eine Person beispielsweise eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten hat, verlängert sich mit einer Sonnencreme mit LSF 20 die geschützte Zeit auf maximal 200 Minuten (10 x 20).
Man sollte darauf achten, dass die Sonnencreme auch ein UV-A-Siegel hat. Die Anwendung von Sonnencreme senkt zwar das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, sie allein gewährleistet jedoch keinen vollständigen Schutz.
Viele Menschen fühlen sich nach dem Eincremen sicher - und bleiben möglicherweise zu lange in der Sonne, was das Hautkrebsrisiko erhöht. Auch bei hohem Lichtschutzfaktor sollte man die Zeit in der Sonne begrenzen, insbesondere während intensiver Sonneneinstrahlung. Die empfohlene Schutzzeit sollte nicht überschritten werden, um das Risiko von Hautschäden zu minimieren.
Die Empfehlung des Bundessamtes für Strahlenschutz lautet sogar, sich nur 60 Prozent der Zeit der Sonne auszusetzen. Beachten Sie dabei, dass auch der Schatten keinen absoluten Schutz bietet und Sie deshalb auch dort Sonnencreme verwenden sollten.
Versicherte können ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre das Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen. Die Untersuchung wird von einem qualifizierten Facharzt oder einer qualifizierten Fachärztin für Allgemeinmedizin oder Dermatologie durchgeführt. Die Kosten dafür übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung.
Mit der Früherkennungsuntersuchung können der schwarze Hautkrebs und die weißen Hautkrebs-Formen erkannt werden. Sollte ein Hautmal auffällig sein, werden anschließend weitere Untersuchungen eingeleitet.
Tipp: Beim Hautkrebs-Screening ist es ratsam, auf Make-up und Nagellack zu verzichten.
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