Weiße Wimpern können verschiedene Ursachen haben, wobei eine der häufigsten Ursachen Vitiligo ist. Vitiligo ist eine Pigmentstörung, bei der Melanozyten, die für die Produktion von Melanin (dem Farbstoff in Haut und Haaren) verantwortlich sind, zerstört werden. Dies führt zu weißen Flecken auf der Haut und kann auch die Wimpern betreffen.
Vitiligo kann zu weißen Wimpern führen.
Es stehen einige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Verlauf verlangsamen beziehungsweise hemmen. Manche Maßnahmen können zudem an den weißen Hautstellen die Melaninproduktion fördern.
Da in vielen Fällen in den Vitiligo-Flecken noch ein geringer Anteil an Melanozyten vorhanden ist, raten Mediziner am häufigsten zur Lichttherapie. Die Bestrahlung mit UV-Licht dauert in der Regel zwischen 6 und 12 Monate und wird von Hautärzten durchgeführt. Sie kann dabei helfen, die Pigmentproduktion wieder anzuregen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Lasertherapie, die ebenfalls die Bildung neuer Hautpigmente fördern soll. Hier werden die betroffenen Hautareale mit einem Laser punktgenau bestrahlt. Wenn die Therapie gelingt, bildet sich wieder pigmentierte Haut in den weißen Hautstellen. Die Anzahl und Größe nehmen dann zu, bis die Vitiligo-Flecken bestenfalls nicht mehr zu sehen sind.
Bei leichten Formen der Pigmentstörung, bei der nur vereinzelte Hautstellen betroffen sind, verschreibt der Arzt Cremes und Salben mit Glukokortikoiden (u.a. Cortison) und Calcipotriol. Diese können eine Größenzunahme der Herde hemmen und eine Repigmentierung unterstützen.
Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, werden bestimmte Immunsuppressiva in Tabletten- oder Salbenform verabreicht. Diese sollen das Immunsystem daran hindern, die körpereigenen Zellen weiter anzugreifen. Folglich stoppen Immunsuppressiva die Erkrankung für den Zeitraum der Einnahme.
Auch eine Transplantation von Melanozyten in die betroffenen Hautstellen kann in einigen Fällen infrage kommen. Dies führt unter Umständen zu einer Repigmentierung der betroffenen Hautbereiche.
Wenn sehr große Hautpartien betroffen sind, kann das Bleichen der nicht betroffenen Hautstellen eine Option sein, um den Hautton anzugleichen. Achtung: Das Bleichen sollten Patienten nie ohne Aufsicht eines Arztes durchführen. Außerdem wird die Haut durch Bleichung sehr empfindlich gegenüber Sonnenlicht. Darüber hinaus kann die Depigmentierung nicht rückgängig gemacht werden und das Ergebnis ist nicht immer einheitlich. Mediziner raten daher nur selten zu dieser Methode.
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