Wasserwelle Frisur: Eine Anleitung für den perfekten Hochzeitslook

Ein ikonischer Look der goldenen 20er: Flapper-Girls mit dunklen Lippen und mondäner Wasserwelle. Getragen wird die prägnante Frisur bis heute, nur wird sie mittlerweile modern interpretiert.

Wasserwelle Anleitung Tutorial - 20er Jahre Frisur

Die "Roaring Twenties" waren die Zeiten von Charleston, Jazz-Musik und den Flapper-Girls: In den 20er-Jahren begannen viele Frauen sich zu emanzipieren. Erstmals nahmen sie einen Beruf auf, vergnügten sich allein im Nachtleben und entwickelten eine neue Art der Selbstständigkeit. Diesen Lebensstil wollten die Frauen der 20er-Jahre auch in ihrem Kleidungsstil und ihren Frisuren ausdrücken. Die Kleider wurden kürzer, ebenso wie die Haare. Der kurze Bob setzte sich als Trendfrisur durch, für den Abend legte man die Haare in eine Wasserwelle. Noch heute ist dieser Wellen-Look eine beliebte Alternative zu den üblichen Locken. Stars wie Demi Lovato, Cara Delevigne oder Reese Witherspoon lieben die Frisur im Stil der 20er-Jahre.

Egal ob große Kostümparty mit "Der große Gatsby"-Motto, Abschlussball, Hochzeit, Dinnerparty, Weihnachtsfeier oder Silvestersause: Mit einer Wasserwelle bist du der Star.

Eine moderne Interpretation der Wasserwelle.

Was ist eine Wasserwelle?

Wer gern auf 20er-Jahre-Partys geht oder "Der große Gatsby" gesehen hat, weiß, worum es bei einer Wasserwelle geht. Hierbei handelt es sich um eine ikonische Frisur, die ihren Ursprung im Goldenen Zeitalter hat. Die Frisur zeichnet sich durch die charakteristischen Wasserwellen aus. Im Gegensatz zu Beach Waves oder Locken, die in den Längen eingedreht werden, liegt eine Wasserwelle am Kopf an.

Charakteristisch für die Kultfrisur der 1920er- und 1930er-Jahre, die von Marlene Dietrich, Liz Taylor und Joan Collins geprägt wurde, sind die akkuraten, wellenförmigen Locken, die am Kopf anliegen und die Eleganz, Glamour, Stil und Raffinesse ausstrahlen.

Eine Wasserwelle kann entweder am ganzen Kopf getragen werden oder nur stellenweise, etwa seitlich oder am Oberkopf. Je nach Gusto kann die mondäne Wasserwelle am ganzen Kopf oder nur stellenweise wie etwa am Oberkopf, seitlich oder als einzelne Strähne getragen werden und mit einer Hochsteckfrisur, einem Chignon, offenem Haar oder einem Pferdeschwanz kombiniert werden. Das restliche Haar wird dann zu einer Hochsteckfrisur gestylt. Wer mag, kann die edel drapierte Frisur zudem mit Haarschmuck aufpeppen.

Für welche Haarlängen ist die Wasserwelle geeignet?

Kurz, mittellang oder lang, das ist hier die Frage! Tatsächlich ist es egal, ob du einen Bubikopf oder einen "Doll Bob", einen "Marquise Cut" oder "Halo Cut" trägst, die Wasserwelle lässt sich beinahe bei jeder erdenklichen Haarlänge und Haarstruktur stylen.

Einzige Bedingung: Deine Mähne sollte mindestens bis knapp unters Ohr gehen.

Wasserwelle als Brautfrisur für kurze Haare

Back to the 20s! In dieser Hochzeitssaison ist die Wasserwelle für kurze Haare wieder total angesagt. Der coole Retro-Trend mit Great Gatsby Flair gelingt am besten beim Profi.

Kann man eine Wasserwelle selber machen?

Eine Wasserwelle vom Friseur ist professioneller, aber falls es mal etwas schneller und ohne Termin gehen muss, kannst du sie natürlich auch zu Hause selbst machen.

Anleitung für die handgelegte Wasserwelle

Schritt: Am besten gelingt die handgelegte Wasserwelle, wenn du sie im noch feuchten Haar nach der Haarwäsche stylst. Alternativ kannst du deine Haare mit einer Sprühflasche etwas anfeuchten.

Schritt: Gib Schaumfestiger in dein Haar und verteile ihn mit einem Stielkamm.

Schritt: Ziehe einen tiefen, akkuraten Seitenscheitel für die Wasserwelle.

Schritt: Nimm von der Seite, wo dein Haupthaar liegt, eine ungefähr fünf Zentimeter breite Haarsträhne oberhalb des Stirnansatzes.

Schritt: Kämme diese Haarsträhne mit dem Stielkamm nach vorne hin zu deinem Gesicht und anschließend wieder zurück Richtung Deckhaar, sodass eine Welle entsteht.

Schritt: Befestige diese erste Wasserwelle mit einer Haarklammer.

Schritt: Lege anschließend eine weitere Welle in die Gegenrichtung, indem du das Haar zuerst ausgehend von der Haarklammer der vorangegangenen Wasserwelle zurück und dann wieder nach vorne kämmst. Nutze auch hier wieder deine Finger zum Nachschieben. Befestige diese Welle mit einer weiteren Haarklammer.

Schritt: Fahre so fort, bis du die gewünschte Anzahl an Wellen erreicht hast. Oft enden die Wellen auf Höhe der Ohren.

Schritt: Lasse deine Haare an der Luft trocknen und entferne anschließend die Haarklammern.

Tipp: Im Handel sind spezielle Wasserwellenklammern erhältlich, mit denen die Wellen gut gelingen.

Wasserwelle mit Lockenstab oder Glätteisen

Du kannst deine selbstgemachte Wasserwelle auch mit dem Lockenstab stylen. Im Folgenden erfährst du, wie das funktioniert.

Schritt: Ziehe einen tief sitzenden Scheitel und besprühe das Haar mit einem Hitzeschutzspray.

Schritt: Verwende einen Lockenstab mit einem dünnen Aufsatz (optimal sind circa zwei Zentimeter).

Schritt: Teile eine Haarpartie ausgehend vom Scheitel ab und klemme die Strähne waagerecht in den Lockenstab ein. Setze dabei recht nah am Scheitel an, aber pass auf, dich nicht zu verbrennen. Lasse dein Haar ein paar Sekunden in dem Lockenstab, bis eine schöne Welle entstanden ist.

Schritt: Setze anschließend den Lockenstab ein Stück weiter darunter noch mal an, aber achte darauf, dass du den Lockenstab dieses Mal von der anderen Seite her in das Haar einklemmst: Die Wellen sollten mit dem Lockenstab immer abwechselnd von oben und unten angesetzt werden. Dadurch drehen sich die Wellen immer in die entgegengesetzte Richtung.

Tipp: Mit derselben Methode kannst du auch Wasserwellen mit einem Glätteisen zaubern.

So gelingt die Wasserwelle mit dem Glätteisen.

Moderne Interpretation der Wasserwelle: S-Waves

Wie in vielen Dingen ist es auch in diesem Fall so: Alles kommt irgendwann zurück. Und so ist auch die Wasserwelle mittlerweile wieder angesagt. Im neu interpretierten Look, versteht sich. Die moderne Wasserwelle ist auch an den charakteristischen, leicht zerzausten S-Wellen zu erkennen.

Das Grundprinzip: Die Locken sollen nicht leicht, sondern präsent und schwungvoll erscheinen. Wer auf eine Kombination aus großen Locken und Beach Waves setzt, kreiert den perfekten Look, der den Wasserwellen der 20er-Jahre Tribut zollt. Die sogenannten S-Waves werden auf trockenem Haar eingedreht.

Schritt: Zuerst trägst du einen Hitzeschutz auf, dann wird das Deckhaar am Oberkopf festgesteckt.

Schritt: Dann fängst du Strähne für Strähne an, die Haare mit dem Welleneisen zu bearbeiten.

Schritt: Kurz abwarten, absetzen und in der untersten Mulde der Locke wieder ansetzen.

Schritt: Das machst du so lange, bis all deine Haare in S-Form gewellt sind.

Schritt: Dann wird das Ganze mit Haarspray versiegelt - et voilá!

Tipp: Umso breiter die Strähnen ist, desto größer sind auch die Locken.

Wie lange dauert eine Wasserwelle?

Wie lange eine Wasserwelle dauert, kommt auf die Haarlänge an. Eine Wasserwelle mit langem Haar braucht viel länger als eine mit kurzem Haar, weil die Längen Stück für Stück geformt werden müssen. Selbstgemacht kann es natürlich noch etwas länger dauern, als im Friseursalon. Ein bis zwei Stunden und mehr kannst du aber durchaus einplanen.

Was ist der Unterschied zwischen Wasserwelle und Dauerwelle?

Der Unterschied zwischen einer Dauerwelle und einer Wasserwelle ist entscheidend. Bei einer Dauerwelle wird das gesamte Haar nämlich dauerhaft gewellt beziehungsweise gelockt. Dafür werden verschiedene Phasen aufgetragen, die die Haarstruktur öffnen, um sie entsprechend formen zu können. Eine Dauerwelle hält bei sorgsamer Pflege bis zu acht Wochen. Nach zwei bis drei Monaten hängt sie sich dann - je nach Haarlänge - von selbst aus.

Bei einer Wasserwelle handelt es sich hingegen um ein Styling. Beim nächsten Waschen sind die Wellen verschwunden und das Haar befindet sich wieder in seiner ursprünglichen Form.

Styling-Tipps und passende Anlässe

Mit kurzem Haar entsteht der typisch androgyne Look, der während der 20er Jahre sehr populär war. Viele junge Frauen, die einen Bubikopf- oder Bobhaarschnitt hatten, trugen ihre Haare zur Wasserwelle. Sie nannten sich Flapper Girls, während die Frisur Eleganz und Stilbewusstsein symbolisierte. Durch Filme wie "Der große Gatsby" oder die Serie "Babylon Berlin" wurde die Frisur zeitweise wieder populärer.

Generell ist aber zu sagen, dass die Frisur zu jedem Haarschnitt und jedem Alter passt. Das gilt sowieso für alle Frisuren - trage das, womit du dich wohlfühlst. In puncto Wasserwelle: Achte darauf, dass deine Haare nicht zu dünn sind. In dem Fall könnte die Kopfhaut durchscheinen, was deine Haare wiederum dünner aussehen lassen könnte. Ansonsten funktioniert die Wasserwelle mit jeder Haarstruktur. Egal ob mit lockigem, glattem, dünnem oder dickem Haar - dank des Schaumfestigers steht der schicken Wellenfrisur nichts mehr im Weg.

Tipp: Bei Locken kann es sich lohnen, etwas mehr Schaumfestiger zu verwenden. Ansonsten kannst du eine Wasserwelle mit nahezu jeder Haarlänge legen. Optimal ist eine Haarlänge bis mindestens unter das Ohr.

Die Frisur bietet sich ganz besonders dann an, wenn ein eleganter Auftritt gefragt ist: Zum Beispiel bei einer 20er Jahre Party, zu Weihnachten und Silvester, einer Verleihung, einem romantischen Candle-Light-Dinner oder zum Ausgehen mit Freund:innen.

Ein passender Look zu der Wasserwelle sorgt für ein würdiges Finish. Heutzutage kannst du die Wasserwelle aber ganz frei kombinieren. Wie wäre es also mit einem eleganten, schwarzen Abendkleid, Pailletten zu den Winterfeiertagen oder einem schicken Slipdress?

Wie lange hält der Trend der Goldenen Zwanziger? Wichtig zu wissen: Bei der Wasserwelle im glamourösen Twenties-Style handelt es sich ausschließlich um eine Styling-Methode. In Zuge dessen hält die gelegte Retro-Frisur à la Hollywood meist nur einen Tag beziehungsweise bis zur nächsten Haarwäsche.

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