Silikone sind synthetische Inhaltsstoffe, die in vielen herkömmlichen Haarpflegeprodukten vorkommen, vor allem in Shampoos, Conditionern und Stylingprodukten. Sie werden geschätzt, weil sie das Haar augenblicklich geschmeidig machen und für intensiven Glanz sorgen. Silikone legen sich wie ein dünner Film um jedes einzelne Haar und verleihen ihm dadurch einen sofortigen Glanzeffekt.
Was auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, führt jedoch zu langfristigen Problemen - besonders bei Locken. Der Silikonfilm ist nicht wasserlöslich, was bedeutet, dass sich das Silikon mit jeder Anwendung weiter auf dem Haar ansammelt. Diese „Schicht“ verhindert, dass Feuchtigkeit und Nährstoffe in die Haarschäfte eindringen können, was dazu führt, dass die Haare im Inneren zunehmend austrocknen. Gerade lockiges Haar ist von Natur aus trocken und benötigt Feuchtigkeit, um seine Form und Definition zu behalten. Außerdem wird das Haar durch die Schichten von Silikon schwerer, was dazu führt, dass deine Locken ihre Sprungkraft verlieren und weniger definiert aussehen.
Die gute Nachricht: Es gibt natürliche Inhaltsstoffe, die Deinen Locken denselben Glanz verleihen können - und zwar ohne die negativen Nebenwirkungen. Natürliche Öle wie Arganöl, Jojobaöl und Kokosöl bieten eine reichhaltige Pflege, die Deine Locken tief nährt und ihnen gesunden Glanz verleiht. Diese Öle dringen in die Haarfaser ein, anstatt sie nur oberflächlich zu beschichten. Das bedeutet, dass Deine Locken gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt werden und strahlen - und das ganz ohne die gefürchtete Silikon-Barriere.
Sulfate, wie das verbreitete Sodium Lauryl Sulfate (SLS), sind Reinigungsmittel, die in vielen Shampoos eingesetzt werden, um Schmutz, Öl und Produktablagerungen aus den Haaren zu entfernen. Sie sorgen für den reichhaltigen Schaum, den wir alle von herkömmlichen Shampoos kennen. Doch dieser Schaum hat seinen Preis: Sulfate sind sehr aggressive Tenside, die nicht nur Schmutz, sondern auch die natürlichen Öle Deiner Haare entfernen. Für Menschen mit glattem Haar mag das weniger problematisch sein, aber lockiges Haar ist auf seine natürlichen Öle angewiesen, um weich und definiert zu bleiben.
Nicht alle Sulfate sind gleich. Es gibt mildere Alternativen, wie Sodium Cocoyl Isethionate oder Disodium Laureth Sulfosuccinate, die sanfter zur Lockenstruktur sind. Diese Inhaltsstoffe reinigen das Haar, ohne es komplett seiner natürlichen Schutzschicht zu berauben.
Es ist wichtig zu wissen, wie Du diese Inhaltsstoffe auf der Rückseite Deiner Lockenprodukte erkennen kannst. Silikone verstecken sich oft hinter Namen, die auf „-cone“ oder „-xane“ enden, wie Dimethicone, Cyclopentasiloxane oder Amodimethicone. Sulfate werden oft als Sodium Lauryl Sulfate (SLS) oder Sodium Laureth Sulfate (SLES) bezeichnet.
Wenn Du Silikone und Sulfate aus Deiner Haarpflege verbannst, wirst Du wahrscheinlich in den ersten Wochen eine Anpassungsphase durchlaufen. Deine Haare könnten sich anfangs anders anfühlen oder weniger glänzen, da sie sich von den silikonhaltigen Rückständen „entgiften“ müssen. Dies ist völlig normal und sollte Dich nicht abschrecken. Mit der Zeit wirst Du bemerken, dass Deine Locken zunehmend weicher, elastischer und definierter werden. Die natürliche Haarstruktur wird wieder hergestellt, und Dein Haar kann endlich Feuchtigkeit besser aufnehmen.
Es ist nicht zwingend notwendig, Silikone und Sulfate komplett aus Deiner Lockenpflege zu verbannen, wenn Du sie gelegentlich für bestimmte Zwecke verwenden möchtest. Besonders bei Build-up, also der Ansammlung von Stylingprodukten oder hartnäckigen Rückständen, kann ein klärendes Shampoo mit Sulfaten nützlich sein. Dieses entfernt alle Rückstände gründlich und bereitet Dein Haar darauf vor, wieder mit Feuchtigkeit versorgt zu werden.
Natürliche Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Aloe Vera, Leinsamenextrakt und Honig sind wahre Schätze für lockiges Haar. Sie helfen nicht nur dabei, Feuchtigkeit im Haar zu speichern, sondern auch, es zu stärken und geschmeidig zu halten. Sheabutter wirkt wie eine Schutzbarriere, die das Haar vor Umwelteinflüssen schützt und Frizz minimiert. Aloe Vera beruhigt die Kopfhaut und sorgt für langanhaltende Feuchtigkeit, während Leinsamenextrakt die Locken formt und ihnen Definition verleiht.
Wenn du auf sulfatfreie Produkte umsteigst, kannst du auf eine sanfte Reinigungsmethode wie Co-Washing (Conditioner-Washing) zurückgreifen.
Silikon- und sulfatfreie Produkte können deine Locken auf lange Sicht gesünder, definierter und lebendiger machen. Sie ermöglichen es deinem Haar, Feuchtigkeit aufzunehmen, zu speichern und seine natürliche Struktur zu bewahren. Auch wenn der Umstieg anfangs ungewohnt sein mag, wird sich das Ergebnis lohnen: Mit der Zeit werden deine Locken glänzender, weicher und widerstandsfähiger sein.
Die Liste gefährlicher Inhaltsstoffe in Shampoos ist nicht vollständig, die Kosmetikindustrie ist sehr innovativ was die Entwicklung neuer „Wirkstoffe“ angeht und versteckt diese überaus gerne in der Vielzahl der zur Verfügung stehenden chemischen Stoffbezeichnungen.
Hier eine Übersicht der wichtigsten gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe in Shampoos:
Am besten kannst Du Silikone mit einem Haarpeeling oder einem tiefenreinigenden Shampoo entfernen. Alternativ steigst Du direkt auf ein silikonfreies Shampoo um und wendest über einen längeren Zeitraum Haarkuren an. Greife dabei idealerweise auf Bio- und vegane Shampoos zurück. Beachte, dass es bei der Umstellung zeitweise dazu kommen kann, dass Dein Haar ziemlich matt und strohig wirkt. Das ist jedoch nur vorübergehend und kein Grund zur Sorge.
Viele falsche Mythen und hartnäckige Gerüchte ranken sich um Silikone in Kosmetikprodukten. So weit so gut, aber wie erkennt man nun die Guten und die Schlechten? Die Endungen -xane oder -cone deuten auf nicht lösliche Silikone hin, je weiter oben Sie auf der Inhaltsliste stehen je mehr sind davon enthalten. Wenn Sie aber keine Lust haben sich mit den ganzen Inhaltsstoffen der Produkte auseinanderzusetzen gibt es einen einfachen Weg. Sehr günstige Produkte beispielsweise haben logischerweise qualitativ minderwertige Inhaltsstoffe und somit ist auch die Möglich gegeben das dort günstigere und somit schlechte Silikone verwendet werden.
Trotz des großen und auch tollen Angebotes an silikonfreien Produkten sind diese manchmal unumgänglich und zwar dann, wenn Ihr Haar besonders stumpf ist, sehr strapaziert ist besonders nach Blondierungen, chemischen Umformungen oder sehr krausen Haaren, wichtig ist einfach nur die guten Silikone zu verwenden.
Es lohnt sich, jeden einzelnen Inhaltsstoff deines Shampoos anhand der Ingredients-Liste (INCI) auf der Verpackung sorgfältig nachzuprüfen, beispielsweise mit Hilfe der Codecheck-App oder Hautschutzengel.de. So kannst du gesundheitsschädliche Substanzen vermeiden und eine hochwertige Produkt-Qualität von einer minderwertigen unterscheiden.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst und ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe suchst, bist du bei PAKAHI auf jeden Fall richtig! Wir setzen auf beste Naturkosmetik Zutaten und verzichten konsequent auf chemische Zusätze jeglicher Art.
Bei Silikonen handelt es sich um farblose Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Sie bestehen aus einer Mixtur unterschiedlicher Stoffe wie Silizium oder Wasserstoff. Eingesetzt werden Sie in zahlreichen Kosmetika als günstiger Ersatz für Pflanzenöle. Silikone haben eine versiegelnde Wirkung. Genau diese zeigt sich auch in unserem Haar.
Silikone legen sich als feine Schicht um jedes Deiner Haare, füllen brüchige Stellen auf, machen das Haar damit geschmeidig, kämmbar und hinterlassen einen Film an dem Licht reflektiert wird und damit für mehr Glanz sorgt. Oberflächlich betrachtet wirken Deine Haare sehr gesund, doch Deine Haarstruktur wird mit Silikonen nicht genährt oder gestärkt. Man unterscheidet dabei in wasserunlösliche und auswaschbare Silikone, wobei die auswaschbaren Silikone als die „guten Silikone“ gelten.
Wasserunlösliche Silikone haften besonders hartnäckig an Deinen Haaren und versiegeln es mit einer dicken Schicht, die sich nur nach vielen Haarwäschen abtragen lässt. Die Poren der Haare verstopfen und können schlechter atmen. Vor allem feines Haar wirkt schnell fettig, da auch der Talg nicht mehr abfließen kann. Zudem kann es sein, dass Dein Haar so weitere Pflegemittel oder gar Farbe nicht mehr im vollen Maße aufnimmt.
Auswaschbare Silikone lassen sich bereits mit der nächsten Haarwäsche gut ausspülen. Sie werden zwar als „wasserlöslich“ bezeichnet und sind somit deutlich schonender für Dein Haar, jedoch belasten sie die Umwelt.
Die Krux an der Inhaltsstoffliste ist, dass Silikone nicht zwingend erkennbar aufgelistet werden müssen. Sobald Du einen Stoff mit den Endungen -cone und -xane entdeckst, handelt es sich um Silikone:
Tipp: Je weiter ein Stoff am Anfang der Rezeptur steht, desto größer sein Anteil.
Grundsätzlich greifen Silikone nicht direkt Deine Haarstruktur an, da sie nicht in die Haarfaser eindringen, sondern sich nur um das Haar legen. Aber der dichte Schutzfilm sorgt auch dafür, dass der Austausch von Feuchtigkeit und Sauerstoff eingeschränkt ist. So können schnell trockenes Haar und eine gereizte Kopfhaut die Folge sein. Silikone beschweren Haare zudem. Jeder, der es mit dünnem Haar zu tun hat, sollte daher auf Silikone im Shampoo verzichten, da es die Haare noch platter wirken lässt. Manche Silikone sind zudem überaus schädlich für die Umwelt und lassen sich nur schwer biologisch abbauen.
Generell brauchst Du nicht gänzlich auf Silikone zu verzichten. Es gilt nur, genauer hinzusehen. Solltest Du Dich dennoch für eine silikonfreie Haarpflege entscheiden, verraten wir Dir abschließend, wie Du Silikone aus dem Haar entfernst und auf eine natürliche Haarroutine umsteigst.
In der Welt der Haarpflege gibt es eine Vielzahl von Produkten, die uns helfen sollen, unsere Haare gesund, glänzend und schön aussehen zu lassen. Und mittlerweile sind Shampoos echte High-Tech Produkte, die schnell mal aus bis zu 30 Inhaltsstoffen bestehen können. Da ist es nur verständlich, dass das Interesse an Shampoo ohne Sulfate, Silikone und Parabene größer wird.
Silikone werden in vielen konventionellen Shampoos und Conditionern verwendet, um die Haare geschmeidig, glatt und weich zu machen. Sie bilden eine Art Schutzfilm um das Haar und sorgen so für eine glatte Oberfläche und ein geschmeidiges Gefühl. Silikone können auch helfen, Frizz - also das unkontrollierte Abstehen der Haare - zu reduzieren und das Haar vor Hitze und Umwelteinflüssen zu schützen. Außerdem können Silikone stumpfem Haar zu mehr Glanz verhelfen und sie können helfen, Knoten in den Haaren zu lösen und es leichter kämmbar zu machen.
Um Silikone in Shampoos oder anderen Kosmetika zu erkennen, solltest du immer einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Viele Silikonverbindungen haben typischerweise Endungen wie: -cone, -siloxane oder - conol. Typische Vertreter dieser Klasse sind z.B. Dimethicone, Cyclohexasiloxane oder Dimethiconaol.
Auf den ersten Blick mögen die oben beschriebenen Effekte, die Silikone in Shampoo & Co. erzielen können, gut klingen. So mag es überraschend wirken, wenn sich einige fragen: Warum sind Silikone im Shampoo schlecht? Zwar „überdecken“ Silikone und Silikonderivate Haut und Haar und machen sie weich und geschmeidig. Gleichzeitig verschließen sie jedoch die Poren und Struktur, sodass wertvolle Nährstoffe nicht eindringen können. Dadurch können Silikone auch dazu führen, dass die Haare sich weniger gut färben lassen. Darüber hinaus können Silikone nicht gut für die Umwelt sein, da einige von ihnen biologisch nur schwer abbaubar sind. Zusätzlich können sie sich auch im Wasser anreichern, sie aus dem Abwasser zu entfernen ist nicht so einfach und so können sie in Flüsse oder Seen gelangen. Speziell den Silikonen, die in abwaschbaren Kosmetikprodukten - wie etwa Shampoo - verwendet werden, wird das größte Umweltrisiko nachgesagt.
Sulfate sind eine Untergruppe der Tenside. Tenside verleihen einem Shampoo seine reinigenden Eigenschaften. Sie dienen in erster Linie dazu, um die Haare von fetthaltigem Schmutz und Fett zu befreien. Tenside wirken durch ihre einzigartige Struktur, die es ihnen ermöglicht, Öle und Fette in Wasser löslich zu machen. Schmutzpartikel, wie z. B. Stylingrückstände, werden somit wasserlöslich und von den Haaren entfernt, wenn sie mit Wasser abgespült werden.
Um festzustellen, ob Parabene in einem Shampoos enthalten sind, solltest du einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. An der Endung „-paraben“ kannst du sie leicht erkennen. Parabene gelten zwar als das Konservierungsmittel mit dem geringsten Allergen-Potential, sind aber dennoch Stoffe, auf die einige Menschen allergisch reagieren können.
Auf Shampoo ohne Silikone und Parabene zu setzen, kann also diverse Vorteile mit sich bringen: Ist dein Shampoo ohne Parabene, kannst du mögliche Gesundheitsbedenken reduzieren. Shampoo ohne Silikone schenkt dir ein glattes und seidiges Haargefühl. Der Verzicht auf Silikone ist nicht nur besser für deine Haare, sondern auch für die Umwelt. Sulfate bzw. Tenside sind für die Reinigungswirkung von Shampoos essentiell. Hierbei sind jedoch milde Tenside eine bessere Wahl, da sie umweltfreundlicher und hautverträglicher sind.
Kritische Shampoo-Zusätze sind z. B. Silikone, Sulfate (SLS/SLES), Parabene und PEGs. Sie versiegeln das Haar, trocknen aus oder stehen im Verdacht, hormonell zu wirken.
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