Oh Schreck! Was tun bei Wimpernausfall: Ursachen und Behandlungen

Oh Schreck! Wenn Wimpern ausfallen, dann macht sich oftmals Panik breit. Ursprünglich haben Wimpern aber eine Schutzfunktion und halten Staubpartikel, Schmutz und auch Schweiß von unseren Augen fern. Entsprechend machen wir uns schnell mal Gedanken, wenn mehr Wimpern als sonst ausfallen.

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Wimpernausfall: Was ist normal?

Wenn du pro Tag vier bis acht der zierlichen Härchen verlierst, liegt das noch im Bereich des Normalen. Du verlierst eine Wimper? Dann wünsch dir was! Du verlierst viele Wimpern? Dann solltest du auf Ursachenforschung gehen, denn Wimpern wachsen zwar nach, aber das dauert einige Zeit. Selten, aber doch, hat Wimpernausfall auch schwerwiegende Gründe.

Was dahinterstecken kann und was du gegen das Ausfallen der Wimpern unternehmen kannst, erklären wir hier. Wimpernausfall ist keine schöne Sache und du solltest unbedingt die Ursache herausfinden.

Ursachen für Wimpernausfall

Wimpernausfall kann viele Ursachen haben. Wenn du vermehrt Wimpern verlierst, kann das verschiedene Gründe haben. Die häufigsten Ursachen dafür sind:
  • Beauty-Fehler: Liegen Fehler in der Beauty-Routine vor, macht sich das oft an abbrechenden Wimpern bemerkbar. Bei anderen Ursachen fallen die Wimpern direkt aus.
  • Vitamin- oder Nährstoffmangel: Eine einseitige Ernährung und beispielsweise der Mangel an Eisen, Magnesium und Vitaminen kann das Wimpernwachstum beeinflussen.
  • Hormonelle Störung: Beispielsweise bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder auch durch eine Schwangerschaft oder während der Wechseljahre kann eine hormonelle Veränderung Haarausfall bewirken.
  • Lidrandentzündung: Parasiten, Bakterien oder auch eine Allergie können eine Entzündung des Lidrandes mit Wimpernausfall verursachen.
  • Hauterkrankungen: Treten Hauterkrankungen wie etwa Schuppenflechte, Herpes oder Neurodermitis am Augenlid auf, kann Wimpernausfall die Folge sein.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente beeinflussen den Körperhaarwuchs und können zu Haarausfall führen, wie es zum Beispiel bei einer Chemotherapie der Fall ist.

Weitere Ursachen im Detail

Wir schminken uns, um unseren Augen einen verführerischen Wimpernaufschlag zu verleihen. Genau das kann sich aber auch negativ auswirken, denn eventuell verträgst du einen Inhaltsstoff in der Wimperntusche nicht. Wer die Wimpernzange zu fest zudrückt, riskiert ebenfalls ausfallende oder abbrechende Wimpern. Gehe beim Abschminken und der Pflege unbedingt sanft mit deinen Wimpern um. Wenn du zu fest zupfst und wischst, schadest du deinen Wimpern.

Negativer Stress schadet dem ganzen Körper, Haare und Wimpern zeigen das meist in Form von Ausfall. Auch schlechte Ernährung, Alkohol und Rauchen sind ungünstig, vor allem ein Mangel an Vitaminen und Nährstoffen raubt Wimpern Kraft.

Es gibt eine ganze Reihe an Krankheiten, bei denen die Wimpern weniger werden. Eine Lidrandentzündung wird durch Bakterien oder Allergien ausgelöst, aber auch durch Parasiten wie Milben. Juckende, brennende und gerötete Augen sind die vordringlichsten Symptome. Ein unausgewogener Hormonhaushalt kann Wimpernausfall ebenfalls begünstigen. Sehr häufig tritt dies nach einer Schwangerschaft ein und gibt sich in diesem Fall von allein wieder. Eine weitere Ursache wäre eine Schilddrüsenunterfunktion.

Erwähnt sei auch noch der möglichst sparsame Umgang mit wasserfester Mascara. Diese ist besonders langanhaltend an den feinen Härchen am Augenlid und muss dementsprechend intensiver entfernt werden.

Was Sie bei der Wimpernpflege beachten sollten

Die Augenpartie ist im Bereich der Hautpflege eine besonders sensible. Wird rund um die Augen, beispielsweise beim Abschminken, besonders gezogen und gerieben, fallen Wimpern schneller aus. Bei der Wahl des Reinigungsprodukts solltest du eines wählen, das für die Verwendung um die Augen geeignet ist.

Tipps für die richtige Wimpernpflege

  • Benutze deine Wimpernzange richtig! Verwende die Wimpernzange, bevor du deine Wimpern tuschst. Getuschte Wimpern sind mit Mascara umhüllt und daher nicht mehr so flexibel - eine Wimpernzange kann die Wimpern leicht brechen oder gar ausreißen, wenn sie an der Zange kleben bleiben. Daher gilt: Erst die Wimpernzange und dann gehts ans Tuschen! Achte außerdem auf eine Wimpernzange mit Gummipolster, das ist schonender für deine Wimpern!
  • Verwende wasserfesten Mascara nur gelegentlich! Wasserfester Mascara ist einfach praktisch - ob beim Sport oder Sonnenbaden, der Mascara hält an Ort und Stelle. Das wird aber auch zum Problem beim Abschminken … Hierbei müssen wir unsere Wimpern viel intensiver reinigen, bis wir den wasserfesten Mascara wieder los sind. Beim Reiben werden die Wimpern mechanisch beansprucht - passiert dies täglich, können schnell mal ein paar mehr Wimpern brechen oder ausfallen. Daher solltest du nicht jeden Tag auf wasserfesten Mascara zurückgreifen.
  • Setze auf sanftes Abschminken! Verwende ein Wattepad mit Make-up Reiniger, lasse es kurz auf den Wimpern einwirken und wische anschließend sanft Mascara und Make-up ab. Vergisst du das abendliche Abschminken oder reibst du dabei zu viel, können die Härchen leicht brechen.
  • Hygiene ist das A & O! Durch mangelnde Hygiene können Infektionen im Auge ausgelöst werden. Wasche dir daher immer gründlich die Hände, bevor du dir zum Beispiel Kontaktlinsen einsetzt. Auch die Reinigung deiner Schminkutensilien sollte regelmäßig erfolgen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Suche unbedingt einen Arzt auf, wenn du dir nicht sicher bist, woher dein Wimpernausfall kommt. Gehe immer lieber einmal mehr auf Nummer sicher und suche für die Abklärung einen Arzt auf, um unschöne Infektionen zu vermeiden. Ist der Wimpernausfall nicht auf Beauty-Fehler zurückzuführen und hält länger an, kann eine Untersuchung beim Arzt sinnvoll sein. Dieser wird dir eine geeignete Behandlung vorschlagen können und Medikamente verschreiben.

Er kann das Auge und den Lidkranz auf Infektionen und Erkrankungen untersuchen, sowie feststellen, ob eine Allergie oder ein Vitamin- und Nährstoffmangel schuld am Wimpernausfall sind.

Behandlung von Wimpernausfall

Eine entsprechende Behandlung wird nach der Diagnose eingeleitet:
  • Handelt es sich um eine Hauterkrankung, können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen.
  • Eine infektiöse Lidrandentzündung kann gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden.
  • Ob eine Allergie vorliegt, kann ebenfalls der Facharzt abklären. Anschließend müssen bestimmte Kosmetika vermieden werden.
  • Verändern sich die Hormone während der Schwangerschaft, bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten. Nach der Geburt pendeln sich die Hormone wieder ein und lassen die Wimpern auch wieder wachsen.
  • Über einen Vitamin- und Nährstoffmangel gibt ein Blutbild Auskunft.
Grundsätzlich solltest du auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und genügend Flüssigkeit achten sowie einen gesunden Lebensstil (Stress reduzieren, viel Bewegung, ausreichend Schlaf) pflegen.
Ursache Behandlung
Hauterkrankung Medikamente
Infektiöse Lidrandentzündung Antibiotika
Allergie Vermeidung bestimmter Kosmetika
Hormonelle Veränderung (Schwangerschaft) Abwarten nach der Geburt
Vitamin- und Nährstoffmangel Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel

Hausmittel für die Wimpernpflege

Weiter gibt es auch eine Reihe von Hausmitteln, die sich bei regelmäßiger Anwendung für die Wimpernpflege bewährt haben:
  1. Rizinusöl: Das Öl wirkt besonders stimulierend auf die Haarfollikel der Wimpern. Gleichzeitig bekämpft es wachstumsbehindernde Mikroorganismen. Rizinusöl darf auch ohne weiteres mit Olivenöl gemischt werden, die Kombination ist ein beliebtes Hausmittel für längere Wimpern.
  2. Kokosöl: Kokosöl wirkt entzündungshemmend und stärkt die Haardichte der Wimpern. Es wird eine ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag empfohlen, um die Wimpern zu stärken.
  3. Aloe Vera: Das Extrakt der Heilpflanze ist nahrhaft und schützend, regt das Wachstum der Wimpern an und spendet Feuchtigkeit. Trage das Aloe Vera Gel am besten abends auf den Wimpernkranz auf, so dass es nachts gut einwirken kann.
  4. Grüner Tee: Grüner Tee enthält Tannine und Flavonoide, die das Wachstum von dichteren und längeren Wimpern fördern. Einfach Tee aufbrühen, Wattebällchen befeuchten, auf die Wimpern auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und abspülen.

Wimpernseren für die Pflege

Für eine Feuchtigkeitszufuhr können wir spezielle Wimpernseren verwenden, die von der Wimpernwurzel ab, sanft aufgetragen werden und unsere Wimpern mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen versorgen. Dieses kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen regelmäßig morgens und abends aufgetragen werden. Nach einigen Tagen sollten Deine Wimpern kräftiger und länger wirken. Dafür sorgen zum Beispiel Hauptinhaltsstoffe wie Hyaluronsäure und verschiedene Aminosäuren.

Wimperntransplantation als letzte Option

Wenn keine Wimpern mehr wachsen und sich die Haarwurzeln nicht mehr erholen können, ist eine Wimperntransplantation eine gute Option. Bei einer Wimperntransplantation werden Haarfollikel entnommen und an den Lidrand transplantiert, um das Wachstum neuer Wimpern zu ermöglichen. Die Wahl des richtigen, erfahrenen Chirurgen ist entscheidend für den Erfolg der Operation.

Ablauf einer Wimperntransplantation

Die Wimpern-Transplantation ist ein präzises und sorgfältiges Verfahren, das in mehreren Schritten durchgeführt wird.
  1. Entnahme der Haarfollikel: Zunächst entnimmt der Haarchirurg einzelne follikuläre Einheiten mit den Haarwurzeln vom Kopf des Patienten.
  2. Vorbereitung der Grafts: Nach der Entnahme werden die Haarfollikel in Nährstoff- oder Kochsalzlösung aufbewahrt, um sie vor Austrocknung und Beschädigung zu schützen.
  3. Vorbereitung des Empfängers: Der Bereich, in den die Wimperntransplantate eingesetzt werden sollen, wird nun vorbereitet. Nach einer örtlichen Betäubung werden sehr feine Empfangskanäle angelegt.
  4. Einsetzen der Grafts: Nun beginnt der anspruchsvollste Teil der Operation - das Einsetzen der Grafts. Mit einer feinen Pinzette werden die entnommenen Grafts einzeln in die zuvor angelegten Empfängerkanäle eingesetzt.

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