Friseur Gehalt: Ausbildung und Durchschnittseinkommen in Deutschland

Der Beruf des Friseurs ist in Deutschland beliebt, bietet jedoch oft ein geringes Einkommen. Für kreative Menschen, die gerne mit anderen arbeiten, bietet er dennoch einige Vorteile. Im Folgenden werden die Gehaltsstrukturen während der Ausbildung und danach detailliert betrachtet.

Ausbildungsgehalt für Friseure

Während deiner Friseurausbildung verdienst du eher unterdurchschnittliches Geld, was sich aber trotzdem von Lehrjahr zu Lehrjahr steigert. In einer Ausbildung als Friseur/in steigst du mit einem vergleichsweise geringen Ausbildungsgehalt von 583 € brutto im ersten Ausbildungsjahr ein. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt dein Gehalt auf 695 € und im dritten Jahr dann auf 795 € pro Monat. Deine durchschnittliche Ausbildungsvergütung liegt bei 691 €.

Generell gilt, dass du im Süden mehr verdienst als im Norden und im Westen mehr als im Osten. So bekommst du oft je nach Bundesland unterschiedliche Ausbildungsvergütungen. Die sogenannten neuen Bundesländer hinken also im Gehaltsvergleich immer noch hinterher. Friseur/in-Azubis in Baden-Württemberg erhalten z. B. mehr Ausbildungsvergütung als angehende Friseur/innen in Sachsen-Anhalt.

Auch innerhalb der Friseur-Branche schwanken die Gehälter. So hängt es beispielsweise davon ab, wie groß dein Ausbildungsbetrieb ist, oder ob er tariflich gebunden ist. Dann ist deine Vergütung schon während deiner Ausbildung als Friseur/in deutlich attraktiver. Bedenke aber, das Gehalt nicht alles ist!

Wenn du dein Gehalt als angehende/r Friseur/in mit anderen Azubis vergleichst, wirst du feststellen, dass du in der Branche eher wenig verdienst. Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen interessant für dich sein.

Während deiner Ausbildung zum Friseur steigt deine Ausbildungsvergütung jährlich an. Grundsätzlich richtet sich dein Gehalt nach den Bestimmungen und Tarifverträgen deines Bundeslandes. Das durchschnittliche monatliche Gehalt für Friseure während der Ausbildung liegt bei ca. 1. ca. 2. ca. 3. ca. Während deiner Ausbildung kannst du mit einer Vergütung von ca. 680 EUR im ersten Lehrjahr und ca. 850 EUR im dritten Lehrjahr rechnen.

Um ein weitverbreitetes Missverständnis zu klären: Auszubildende bekommen offiziell kein Gehalt - rechtlich gesehen handelt es sich um eine Ausbildungsvergütung. Scheinbar nur eine kleine Formalität, aber diese Regelung verhindert zum Beispiel, dass das Mindestlohngesetz greift.

Gesetzliche Mindestvergütung für Auszubildende

Ausbildungsbetriebe müssen ihren Auszubildenden eine angemessene Vergütung zahlen. Die Angemessenheit orientiert sich in erster Linie an einschlägigen Tarifverträgen. Neu: Seit dem Jahr 2020 gibt es eine gesetzliche Mindestvergütung als Untergrenze.

Folgende gesetzliche Mindestvergütungen gelten (Beträge je Monat):

Beginn der Ausbildung1. Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr3. Ausbildungsjahr4. Ausbildungsjahr
2022585,00 Euro690,30 Euro789,75 Euro819,00 Euro
2023620,00 Euro731,60 Euro837,00 Euro868,00 Euro
2024649,00 Euro766,00 Euro876,00 Euro909,00 Euro
2025682,00 Euro805,00 Euro921,00 Euro955,00 Euro
2026Wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im November bekanntgegeben.Wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im November bekanntgegeben.Wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im November bekanntgegeben.Wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im November bekanntgegeben.

Die Mindestvergütung für das 1. Ausbildungsjahr wird jährlich an die durchschnittliche Entwicklung aller Ausbildungsvergütungen angepasst. Sie wird jeweils spätestens am 1. November für das Folgejahr bekannt gegeben.

Besonderheiten:

  • Eine Unterschreitung der gesetzlichen Mindestvergütung setzt voraus, dass der Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag mit niedrigerer Vergütung gebunden ist.
  • Bei Teilzeitausbildung darf eine entsprechend der Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit reduzierte Mindestausbildungsvergütung vereinbart werden.
  • Bei einer Verkürzung der Ausbildungsdauer z. B. infolge höherer Schulbildung (Fachhochschulreife u.a.) wird die Zeit und die Vergütung vom Ausbildungsende her gekürzt. Bei einer Verlängerung gilt die Vergütung des jeweils letzten Lehrjahres weiter.
  • Bei der Anrechnung einer Vorbildung steigt der Lehrling in ein höheres Lehrjahr ein. Entsprechend gelten die Vergütungssätze ab dem höheren Einstiegsjahr.

Fallbeispiele: Was gilt: Tarif oder Mindestausbildungsvergütung?

In den meisten Branchen, in denen ausgebildet wird, gibt es Tarifverträge, die eine Vergütung oberhalb der gesetzlichen Mindestvergütung vorsehen.

Vergütungsvereinbarungen müssen sich an den einschlägigen Tarifverträgen orientieren.

Beispiele:

  • Max lernt ab 1. September 2023 Maurer. Die tarifliche Vergütung beträgt zu dieser Zeit 935 Euro brutto monatlich. Die Vergütung darf nicht auf die gesetzliche Mindestvergütung abgesenkt werden, da sie dann unangemessen niedrig wäre.
  • Anna nimmt ihre Ausbildung am 1. September 2022 auf. Sie erhält im ersten Lehrjahr also mindestens 585,00 Euro monatlich. Am 1. September 2023 kommt sie ins zweite Lehrjahr und erhält dann mindestens 690,30 Euro.
  • Felix beginnt seine Lehre 2023 und wird 2024 Vater. Er unterbricht seine Ausbildung für ein Jahr, um Elternzeit zu nehmen. Nach der Elternzeit setzt er seine Ausbildung fort. Für die weitere Lehrzeit gelten die Vergütungssätze aus dem Jahr 2023, dem Jahr des Ausbildungsbeginns.
  • Lukas führt seine Lehre in Teilzeit durch. Er reduziert die wöchentliche Ausbildungszeit von 40 auf 30 Stunden, also um 25 Prozent. Da die wöchentliche Ausbildungszeit um 25 Prozent reduziert wird, darf die Vergütung ebenfalls um bis zu 25 Prozent gekürzt werden. Durch die Verringerung der wöchentlichen Ausbildungszeit verlängert sich aber die Ausbildungsdauer entsprechend um 25 Prozent. Während dieser Verlängerung erhält Lukas weiterhin die reduzierte Vergütung des letzten Ausbildungsjahres.
  • Die Ausbildungsdauer für Friseure beträgt drei Jahre. Luis hat Abitur, daher wird seine Lehrzeit auf Antrag von vorneherein auf zwei Jahre verkürzt. Er erhält im ersten Jahr seiner Ausbildung die Vergütung für das erste Lehrjahr, im zweiten und damit letzten Jahr die Vergütung des zweiten Lehrjahres. Da sich Luis alle Ausbildungsinhalte in der verkürzten Zeit (24 Monate) anzueignen hat, kann der Betrieb Luis die Vergütung des nächsten Lehrjahres bereits nach jeweils acht statt zwölf Monaten zahlen, um ihn besonders zu motivieren.
  • Paula ist während ihrer Lehrzeit fünf Monate krank. Ihre dreijährige Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin wird auf ihren Antrag hin um ein halbes Jahr verlängert. In dieser Verlängerung erhält sie weiterhin die Vergütung des dritten Lehrjahres.
  • Marie beginnt ihre Ausbildung 2022 in einer tariflosen Branche. Sie erhält als Ausbildungsvergütung die gesetzliche Mindestvergütung. Diese beläuft sich im ersten Lehrjahr auf (mindestens) 585 Euro brutto je Monat. Nach einem Jahr beendet sie Ihre Ausbildung und tritt nahtlos unter Anrechnung des ersten Lehrjahres eine neue Lehrstelle im gleichen Beruf bei einem anderen Betrieb an. Ihr ist - mindestens - die für das Jahr des Beginns der Ausbildung im Jahr 2022 festgesetzte gesetzliche Mindestvergütung des zweiten Lehrjahres von 690,30 Euro zu zahlen.

Alternative 1: Für die Branche existiert ein Tarifvertrag. Der Tarifvertrag findet kraft Allgemeinverbindlichkeit oder aufgrund beiderseitiger Tarifbindung (beim neuen Betrieb) Anwendung. In diesem Fall ist ihr mindestens die tariflich für 2023 festgesetzte Vergütung zu bezahlen.

Alternative 2: Für die Branche gibt es einen Tarifvertrag. Es fehlt aber an einer Tarifbindung.

Die Meisterschule im Friseur-Handwerk

Einstiegsgehalt und Durchschnittsgehalt nach der Ausbildung

Wie du dir sicher schon denken kannst, erwartet dich nach der Ausbildung zum/zur Friseur/in kein Spitzen-Gehalt. Dein Einstiegsgehalt liegt bei 2.264 €, steigt aber im Laufe deines Berufes noch an. Mit mehr Arbeitserfahrung und einem wachsenden Kundenkreis steigt auch dein Gehalt. Im Durchschnitt verdienst du dann 2.427 €.

Nach deiner Ausbildung ist es endlich soweit - du erhältst dein erstes richtiges Gehalt! Im Gegensatz zu der gesetzlich festgelegten Ausbildungsvergütung hast du auf dein Einkommen nach der Lehre aber Einfluss. Bei einer Gehaltsverhandlung mit deinem Chef einigt ihr euch zusammen auf ein monatliches Einkommen und eventuell auch andere Benefits. Durchschnittlich verdienen Friseure zwischen ca. 2.250 EUR und ca. 2.740 EUR monatlich.

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung verdienst du als ausgebildeter Friseur ca. Nach der Ausbildung kannst du als ausgelernter Friseur mit einem Einstiegsgehalt von 2.200 bis 3.500 Euro rechnen. Das ist das, was viele beim Einstieg bekommen. Am Anfang arbeitest du vielleicht noch unter Anleitung, aber du übernimmst schnell mehr Verantwortung. Dein Friseur Gehalt kann dann stückweise steigen. Besonders in größeren Salons oder mit vielen Stammkunden ist mehr drin.

Als Friseur/in kannst du ein durchschnittliches Jahresgehalt von 30.700 € und ein Monatsgehalt von ca. 2.558 € erwarten, was einem Stundenlohn von 10 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 25.700 €. * Die Gehaltsspanne als Friseur/in liegt zwischen 25.500 € und 35.000 € pro Jahr und 2.125 € und 2.916 € pro Monat.

Einflussfaktoren auf das Gehalt

Wie sich dein Friseurgehalt im Laufe der Jahre verändert hängt von einigen Einflussfaktoren ab, die sich positiv oder negativ auf die Höhe des Einkommens auswirken können. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation, die von steigenden Lebenshaltungskosten geprägt ist, gewinnen Fragen der Entlohnung und der finanziellen Entlastung der Arbeitnehmer zunehmend an Bedeutung. Für das Friseurhandwerk, das im Dienstleistungssektor eine zentrale Rolle spielt, zeichnen sich positive Entwicklungen ab. Neben den regulären Gehaltsanpassungen haben viele Arbeitgeber zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen.

Das Gehalt als ausgelernter Friseur ist von verschiedenen Faktoren abhängig - zum Beispiel der Aus- und Weiterbildung, der Berufserfahrung und der Verantwortlichkeit, die du im Salon übernimmst.

Als angehender Friseur mit einer festen Anstellung entwickelt sich dein Gehalt als Friseur. Dabei spielen mehrere Einflussfaktoren eine Rolle. Das Einstiegsgehalt einer Friseur Fachkraft kann je nach Berufserfahrung, vorherigen Kenntnissen und dem jeweiligen Bundesland variieren. Im Durchschnitt erhalten Friseure als Berufseinsteiger ohne Berufserfahrung zwischen ca. 2.000 EUR und ca.

Das Friseur Gehalt hängt von vielen Dingen ab. Nicht jeder verdient gleich viel. Es kommt zum Beispiel darauf an, wie lange du schon arbeitest, wo du arbeitest und welche Ausbildungen du gemacht hast. Wenn du in einer großen Stadt arbeitest, bekommst du meist mehr Geld. In kleinen Orten ist das Gehalt oft niedriger. Dafür sind dort die Lebenshaltungskosten auch günstiger.

Berufserfahrung: Je länger du als Friseur arbeitest, desto mehr kannst du verdienen. Mit mehr Erfahrung wirst du sicherer und schneller. Viele Kunden schätzen das und kommen gerne wieder zu dir. Nach 10 Jahren Berufserfahrung sind bis zu 2.500 Euro oder mehr im Monat möglich. Besonders dann, wenn du dich regelmäßig weiterbildest. Auch Verantwortung im Team kann dein Gehalt steigern.

Standort: Wo du arbeitest, macht einen großen Unterschied. In der Stadt verdienst du oft mehr, auf dem Land eher weniger. Auch die Art des Salons spielt eine Rolle: Ketten zahlen oft anders als kleine, private Salons. Wenn du in einem schicken Salon in einer großen Stadt arbeitest, kannst du oft mit mehr Gehalt rechnen. Der Kundenstamm ist dort oft größer und zahlungsfreudiger. Auch Weiterempfehlungen bringen dir mehr Aufträge.

Weiterbildung: Wenn du dich weiterbildest, kann dein Friseur Gehalt steigen. Du kannst zum Beispiel Friseurmeister werden oder dich auf bestimmte Techniken spezialisieren. Diese Qualifikationen machen dich interessanter für Arbeitgeber und Kunden. Je mehr du kannst, desto wertvoller bist du für den Salon. Kunden bezahlen gerne mehr für echtes Können. Mit Zusatzwissen kannst du dich von anderen abheben.

Bundesland: Einer der größten Einflussfaktoren ist das Bundesland, in dem du arbeitest. In Bundesländern wie Sachsen, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern fällt das Gehalt meistens niedriger aus. In Hessen oder Bayern fällt die Bezahlung dagegen häufig höher aus. Allgemein lässt sich sagen, dass Friseure in den meisten Fällen nur mit dem Mindestlohn oder Stundenlöhnen bis zu 12,41 EUR vergütet werden, und ein Jahresgehalt von ca. 27.000 EUR bis ca.

Unternehmensgröße: Auch die Unternehmensgröße spielt eine Rolle, die du bedenken solltest, wenn du dich über Gehaltsvergleiche informierst. In kleinen Salons verdienst du bis zu 600 EUR brutto weniger als in mittleren Salons.

  • Kleine Unternehmen: ca.
  • Mittelgroße Unternehmen: ca.
  • Große Unternehmen: ca.

Als Eigentümer oder Geschäftsführer kannst du bis zu ca. 4. Wie viel genau verdient denn jetzt ein Friseur? Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Friseuren liegt bei ca. 27.000 EUR bis ca. Als Friseurmeister oder als Eigentümer eines Friseursalons kannst du bis zu ca.

Regionale Unterschiede im Gehalt

Das Friseur Gehalt ist nicht überall gleich. In jedem Bundesland sieht es ein bisschen anders aus.

  • Baden-Württemberg: ca.
  • Bayern: ca.
  • Nordrhein-Westfalen: ca.
  • Sachsen-Anhalt: ca.
  • Mecklenburg-Vorpommern: ca.

Auch die Stadt spielt eine Rolle: In München oder Hamburg sind die Löhne höher als auf dem Land. Dafür sind dort aber auch die Mieten und Lebenshaltungskosten teurer. In ländlichen Regionen verdienst du weniger, hast aber oft geringere Ausgaben.

Am meisten verdienen Friseure in Baden-Württemberg - ca. In Saxony verdienen Friseur/innen durchschnittlich am wenigsten, nämlich €22.320.

Zusätzliche Informationen

Der Mindestlohn für Friseure entspricht natürlich auch dem gesetzlichen Mindestlohn. Er liegt im Moment bei 12,41 EUR. Geschäftsführende Friseure oder Eigentümer können ein monatliches Einkommen von bis zu ca. 3.000 EUR brutto haben.

Wenn du nach dem Mindestlohn für Friseure bezahlt wirst, bekommst du als Berufseinsteiger in NRW 13,20 Euro pro Stunde. Das sind rund 2.260 Euro brutto im Monat. Wenn du deinen Friseurmeister machst, dann steigt dein Gehalt in NRW auf 15,86 Euro pro Stunde, also 2.700 Euro brutto im Monat.

Das durchschnittliche Bruttogehalt mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung beträgt zwischen 2.000 EUR und 2.200 EUR. Wenn du in Teilzeit arbeitest, richtet sich dein Gehalt nach der entsprechenden Stundenzahl, die du vertraglich vereinbart hast.

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