Was tun bei trockenen Haaren? Ursachen und Behandlung

Strohige Spitzen, glanzlose Längen und ein Haargefühl, das sich bestenfalls als “widerspenstig” bezeichnen lässt. Kommt Dir bekannt vor? Vielleicht hast auch Du einfach trockene Haare, denn die gehören zu den häufigsten Haarproblemen. Die Haare wirken matt und kraftlos und sind außerdem anfälliger für Spliss und Haarbruch.

Die gute Nachricht ist: Du kannst einiges tun, um Dein Haar wieder geschmeidig und gesund aussehen zu lassen. Wir zeigen Dir, was trockene Haare verursacht und wie Du sie mit der richtigen Pflege wieder zum Strahlen bringst.

Was trocknet Haare aus?

Trockene Haare entstehen durch die Beschädigung der Haarstruktur. Gesundes Haar hat eine glatte äußere Schuppenschicht (Cuticula), die wie Dachziegel übereinanderliegt. Sie schützt das Innere Deiner Haare und sorgt dafür, dass Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt. Wird die Schuppenschicht durch innere oder äußere Faktoren geschädigt, stehen die Schuppen ab.

Das Haar verliert Feuchtigkeit, wirkt stumpf und fühlt sich rau an. Die häufigsten Ursachen für eine geschädigte Schuppenschicht, und damit für trockene Haare, haben wir für Dich zusammengestellt.

Trockene Haare durch Styling und Umwelteinflüsse

Hitze ist einer der größten Feinde gesunder Haare. Regelmäßiges Föhnen, Glätten oder Lockenstyling entzieht den Fasern Mal für Mal Feuchtigkeit, die es braucht, um geschmeidig und glänzend zu fallen. Ohne Hitzeschutz kann die Haarstruktur durch regelmäßiges Styling sogar dauerhaft geschwächt werden.

Auch Stressoren aus der Umwelt können Deinen Haaren Feuchtigkeit entziehen und sie matt und glanzlos aussehen lassen. Im Sommer sind es vor allem UV-Strahlen, aber auch Salzwasser, die Deine Längen austrocknen. Trockene Haare im Winter entstehen durch Kälte draußen und Heizungsluft drinnen - oft begleitet von juckender, trockener Kopfhaut.

Trockene Haare durch falsche Pflege und zu aggressive Produkte

Zu häufiges Haarewaschen oder der Einsatz von Pflegeprodukten mit aggressiven Inhaltsstoffen entziehen dem Haar seine natürlichen Öle. Die Folge: extrem trockenes, strohiges Haar, das stumpf und glanzlos wirkt. Auch chemische Behandlungen wie Blondierung oder Färben können die Haarstruktur schwächen.

Vielleicht hast Du Dich auch schon mal über strohige Haare nach Blondierung geärgert oder hattest nach dem Färben das Gefühl, dass die Haare trocken und brüchig wirken.

Anfällige Haartypen und trockene Kopfhaut

Manche Haartypen sind von Natur aus anfälliger für Feuchtigkeitsverlust. Wenn Du Locken oder krauses Haar hast, kann dieses wegen seiner Struktur leichter austrocknen. Das liegt daran, dass sich das sogenannte Sebum (das natürliche Hautfett der Kopfhaut) schwerer bis in die Spitzen verteilt. Die Folgen sind häufig trockene Haarspitzen und mehr Frizz.

Genau wegen dieser natürlichen Fettschicht auf der Kopfhaut kann auch eine trockene Kopfhaut der Auslöser für trockene Haare sein. Wird zu wenig Sebum gebildet oder geht es durch zu viel Haarewaschen immer wieder verloren, fehlt den Längen die schützende Feuchtigkeit. Typische Begleiterscheinungen sind juckende Kopfhaut, vor allem im Winter, Spannungsgefühle und fliegende Haare durch trockene Heizungsluft.

Trockene Haare durch Alter, Ernährungsdefizite oder durch hormonelle Veränderungen

Wenn wir älter werden, verändert sich nicht nur unsere Haut, sondern auch unser Haar. Die Kopfhaut produziert weniger natürliches Fett, wodurch schneller trockene Haare im Alter entstehen. Sie wirken stumpf, brechen leichter und fühlen sich oft spröde an.

Besonders in den Wechseljahren machen viele die Erfahrung, dass die Haare plötzlich strohiger, feiner oder widerspenstiger sind. Genauso wie der restliche Körper, verändern sich auch die Haare und deren Anfälligkeit für Austrocknung häufig durch die starken hormonelle Veränderungen.

Auch Deine Ernährung solltest Du Dir einmal genau anschauen, wenn Du unter trockenen Haaren leidest. Wenn Dir z.B. Vitamin A, E oder Omega-3-Fettsäuren fehlen, kann sich das leicht durch strohige Haare bemerkbar machen.

Trockene Haare pflegen - Was musst du beachten?

Also, bleibt die Frage: Was tun bei trockenen Haaren? Die Antwort lautet: Mit einer Kombination aus schonenden Routinen im Alltag und gezielt feuchtigkeitsspendenden Produkten entgegenwirken. Beides zusammen kann dafür sorgen, dass Deine Haare wieder weich, geschmeidig und glänzend werden, statt stumpf und spröde.

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Schonende Routinen im Alltag

  • Nicht zu oft waschen: Wenn Du Dein Haar täglich wäschst, entfernst Du jedes Mal das natürliche Fett der Kopfhaut. 2-3 Haarwäschen pro Woche reichen normalerweise vollkommen aus, um Deine Haare frisch zu halten ohne sie auszutrocknen.
  • Lauwarm statt heiß: Heißes Wasser trocknet nicht nur die Haut, sondern auch die Haare aus. Wasche Deine Haare daher lieber mit lauwarmem Wasser, um Feuchtigkeit zu bewahren.
  • Sanft trocknen: Statt Deine Haare nach dem Waschen mit einem Handtuch trockenzurubbeln, tupfe sie lieber vorsichtig ab - am besten mit einem Mikrofaserhandtuch.

Gezielte Feuchtigkeitspflege

Damit sich Dein Haar dauerhaft regenerieren kann, braucht es gezielte Feuchtigkeitspflege:

  • Shampoo für trockenes Haar: Deine trockenen Haare pflegst Du am besten mit einem Shampoo, das Dein Haar mit Feuchtigkeit versorgt und Deine Kopfhaut dabei nicht austrocknet.
  • Conditioner und Haarmasken: Bei jeder Haarwäsche solltest Du einen passenden Conditioner verwenden, der speziell für trockene Haare entwickelt wurde. Ein- bis zweimal pro Woche empfiehlt sich außerdem eine Haarkur für trockenes Haar, die tief in die Haarstruktur eindringt und sie wieder aufbaut.
  • Leave-in Pflege und Haaröl: Gerade bei extrem trockenem, strohigem Haar lohnt es sich, ein leichtes Leave-in Produkt oder ein nährendes Haaröl zu verwenden. Sie schützen Deine Spitzen und machen die Längen wieder geschmeidig.
  • Feuchtigkeitspflege im Winter: Wenn trockene Heizungsluft und Kälte Dein Haar zusätzlich belasten, greife häufiger zu einer Haarmaske für trockenes Haar. Sie spendet extra Pflege und schützt vor Frizz.
  • Die richtige Pflege für lockige Haare: Weil Locken besonders anfällig für Austrocknung sind, ist für sie auch die richtige Pflege besonders wichtig. Pflege daher Dein lockiges Haar am besten mit Shampoo, Conditioner und Curling Mousse speziell für gelockte Haare.
  • Hitzeschutz: Wir können es nicht oft genug sagen: Hitze trocknet Deine Haare aus. Also tu ihnen einen Gefallen und verwende einen Hitzeschutz, bevor Du den Föhn, das Glätteisen oder den Lockenstab anschmeißt.

Weitere Tipps und Hausmittel

Neben den bereits genannten Maßnahmen gibt es noch weitere Tipps und Hausmittel, die bei trockenen Haaren helfen können:

  • Apfelessig-Spülung: Apfelessig enthält Essigsäure, die die aufgebrochene Schicht der Haaroberfläche glättet. Mischen Sie Apfelessig mit Wasser im Verhältnis eins zu zwei und tragen Sie die Spülung nach der Haarwäsche auf.
  • Intensiv-Pflege mit Olivenöl: Olivenöl spendet Feuchtigkeit und ersetzt die verloren gegangene Schutzschicht. Massieren Sie das Öl in Haare und Kopfhaut ein, wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie es 15 Minuten einwirken.
  • Eigelb-Haarkur: Eigelb enthält ein Protein, das das Haarwachstum und die Haarstruktur verbessern kann. Vermischen Sie ein Eigelb mit Zitronensaft, Olivenöl und Bier und tragen Sie den Sud auf die Haare auf.
  • Honig-Haarkur: Honig lindert Juckreiz und Schuppen und lässt die Haare voller und dichter wirken. Vermischen Sie Honig mit Wasser und verteilen Sie die Mischung im feuchten Haar.
  • Avocado-Haarmaske: Die Omega-3-Fettsäuren in der Avocado legen sich schützend auf ausgetrocknete Haare. Zerdrücken Sie das Fruchtfleisch einer Avocado und rühren Sie Olivenöl ein.
  • Aloe vera: Aloe vera spendet Feuchtigkeit und hält die Hautoberfläche geschmeidig. Verwenden Sie den Saft aus den Blättern der Pflanze.

Wichtig: Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Die Rolle der Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung versorgt nicht nur die Haare mit ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffen, sondern hilft uns insgesamt, gesund zu bleiben. Wer zu trockenen Haaren neigt, sollte vor allem auf eine gute Versorgung mit Proteinen achten. Eiweiß sorgt unter anderem für den Erhalt von Haut und Haaren.

Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls wichtig für gesundes Haar. Wer zudem auf Alkohol und Nikotin verzichtet, tut seiner (Kopf-)Haut und seiner Gesundheit etwas Gutes.

Die meisten wichtigen Vitamine und Spurenelemente für gesunde Haare stecken in der täglichen Nahrung:

  • Biotin und Vitamin B12: Leber, Nüsse, Avocado und Haferflocken
  • Vitamin A: Karotten
  • Zink: Vollkornprodukte und tierische Lebensmittel
  • Selen: Fleisch, Fisch, Nüsse und Pilze
  • Kupfer: Innereien, Fleisch, Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Eisen: Fleisch, Rote Bete und Hülsenfrüchte
  • Magnesium: Brokkoli und Hülsenfrüchte
  • Vitamin D: Produziert der Körper vor allem durch UV-Strahlen

Zusammenfassung

Trockene Haare sind ein weit verbreitetes Problem, das sowohl durch äußere als auch innere Faktoren verursacht werden kann. Sie verlieren ihre natürliche Feuchtigkeit, was zu einer rauen und brüchigen Haarstruktur führen kann. Wenn sie unbehandelt bleiben, können trockene Haare anfälliger für Haarbruch, Spliss und Frizz werden.

Mit der richtigen Pflege-Routine, den passenden Produkten und einer gesunden Ernährung können trockene Haare jedoch wieder glänzend und gesund werden. Es erfordert Zeit und Geduld, aber mit den richtigen Maßnahmen wird Ihr Haar wieder in Topform sein.

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Trockene Kopfhaut Mangel an Sebum, häufiges Haarewaschen, aggressive Produkte Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Kopfhautpflege, Hausmittel wie Aloe vera
Spliss und Haarbruch Trockenheit, Hitze, chemische Behandlungen Regelmäßiges Spitzenschneiden, Haaröle, Hitzeschutz

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