Was tun gegen eingewachsene Haare nach dem Epilieren: Ursachen, Vorbeugung und Behandlung

Eingewachsene Haare sind ein lästiges Problem, das nach dem Epilieren auftreten kann. Sie jucken, sind schmerzhaft und fallen durch ihre rote Farbe optisch auf. Viele Frauen und Männer sind verzweifelt, wenn sie nach der Haarentfernung entzündete Stellen kaschieren müssen. Doch es gibt Möglichkeiten, diesem Teufelskreis zu entkommen.

Wie entstehen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare entstehen meistens dadurch, dass das Epiliergerät nicht korrekt auf den zu enthaarenden Bereich angesetzt wurde. Manchmal sind auch die Haare zu lang. In diesem Fall greift das Gerät die Haare nicht richtig. Sie werden dann zu weit oben abgetrennt. Stoppeln sind die Folge, was das Einwachsen begünstigt.

Laut Dr. Yael Adler entstehen eingewachsene Haare bei einer Haarentfernung mit dem Epilationsgerät oder einem Rasierer. Dadurch entstehen scharfe Haarkanten, die sich leichter in die Umgebung des Haarkanals einbohren können. Sie biegen sich zur Seite und wachsen nach innen. Insbesondere das Epilieren mit Spiralen, die die Härchen rausrupfen, kann solche Probleme verursachen.

Vorwiegend betroffen sind alle Haarareale, wo sich kräftige, dunkle Haare bilden, sprich: der Bartbereich, die Intimzone oder auch die Beine. Bei Menschen mit dickem, krausem Haar tritt diese Hautirritation öfter auf - ihre Haare neigen stärker dazu, sich zu kräuseln und eben in die falsche Richtung zu wachsen.

Wie man eingewachsene Haare vermeidet

Das Einwachsen lässt sich jedoch durch folgende Maßnahmen verhindern:

  • Waschen Sie Ihre Haut immer mit warmem Wasser und einer milden Seife.
  • Führen Sie regelmäßig ein Peeling durch.
  • Führen Sie vor dem Epilieren ein Dampfbad durch oder nutzen den Dampf, wenn heißes Wasser in der Duschkabine läuft. Sie öffnen damit die Poren der Haut und weichen die Haare auf.
  • Auch nach dem Epilieren sollten Sie noch einmal den epilierten Hautbereich mit warmem Wasser abspülen. Das hält die Poren für eine längere Nachwirkzeit offen.
  • Beenden Sie das Epilieren der Haut immer mit dem Auftragen einer Feuchtigkeitscreme oder -lotion.
  • Tragen Sie in den ersten zwei Tagen nach dem Epilieren weitere Kleidung.

7 Profi Tipps gegen Eingewachsene Haare! So wirst Du sie los!

Die beste Option wäre es, die Haare gar nicht mehr zu epilieren. Wer dennoch auf das Gefühl glatter Haut nicht verzichten möchte, dem rät Frau Dr. Adler, "bei einer Feuchtrasur ganz sorgfältig, vorsichtig und ohne Druck auf die Haut" umzugehen. Wichtig ist es, eine scharfe, saubere Klinge zu verwenden, damit die Haarfollikel nicht unnötig irritiert werden.

Anschließend helfen feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen, damit die Haare besser nach außen aus den Poren wachsen. Mit fruchtsäurehaltigen Produkten (etwa Peelings) können Hornschuppen entfernt werden, um verstopfte Poren - und somit unregelmäßigen Haarwuchs - zu vermeiden.

Langfristig empfiehlt die Dermatologin eine dauerhafte Haarentfernung, gerade für Beine, Achseln und die Bikinizone. "Gute Ergebnisse lassen sich insbesondere bei dunklem Haar und heller Haut erzielen. Die dauerhafte Haarentfernung bei medizinischen Experten ist zudem ein sicheres Verfahren."

SOS-Tipps bei eingewachsenen Haaren

Falls es dann doch zu eingewachsenen Haaren kommen sollte: ganz sorgsam mit den betroffenen Stellen umgehen. "Die Region gründlich desinfizieren und vorsichtig mit einer sterilen Pinzette das eingeschlossene Haar rausholen. Man sollte die betroffene Stelle dabei nicht nennenswert verletzen, da sonst Narben entstehen können", so Dr. Adler.

Das Desinfizieren ist wichtig, weil die bereits irritierten Poren sich sonst noch erheblicher entzünden könnten.

Außerdem sollte Reibung durch eng anliegende, synthetische Kleidung vermieden werden, da sie die Haut zum Schwitzen bringt, sie aufweicht und so das Bakterienwachstum fördert. Als Wirkstoffe zur Behandlung rät Dr. Adler Harnstoff/Urea als Feuchtigkeits-Booster. Frucht-, Salicyl- und Milchsäuren beziehungsweise Ammoniumlactat hemmen eine übermäßige Haftung der Hornzellen.

Bei größeren Entzündungen ist es jedoch immer empfehlenswert, einen Dermatologen aufzusuchen und sich ärztlich behandeln zu lassen.

Was sind eingewachsene Haare und wie entstehen sie?

Eingewachsene Haare sind einzelne Härchen, die sich von der Oberfläche aus in die Haut zurückbiegen. Teilweise kommen die Haare aber auch gar nicht erst aus der Haut heraus und wachsen direkt unter der Hautoberfläche.

In beiden Fällen bilden sich dadurch kleine Unebenheiten, die sich röten und optisch Pickeln ähneln. Generell gilt: Je stärker die Haarstruktur und je mehr sich das Haar in die Richtung der Hautoberfläche biegt, desto leichter wächst es nach innen.

Sind deine Haare also besonders fest, lockig oder kraus, passiert das schneller. Beispielsweise wachsen Haare im Intimbereich oder unter den Achseln eher ein - denn dort sind sie oft dicker und die Haut ist besonders weich.

Die wohl häufigste Ursache eingewachsener Haare ist die Haarentfernung. Frisch rasierte Haare wachsen häufig nicht gerade, sondern im Bogen nach - so stößt ihr Ende direkt auf die Haut und wächst dort ein.

Wenn du das Haar mit einer Rasierklinge "scharf" abgeschnitten hast, piekst es außerdem leichter in die Haut als ein unrasiertes Haar. Auch nach dem Waxing oder Epilieren wachsen Haare leicht ein. Denn die Härchen kommen dann deutlich feiner nach.

Ein weiterer Faktor, durch den eingewachsene Haare entstehen, sind abgestorbene Hautschüppchen. Sie lagern sich an der Hautoberfläche ab und blockieren den Wachstumskanal des Haares. Dadurch kann es nicht nach oben wachsen und sucht sich einen anderen Weg.

Auch enge Kleidung begünstigt eingewachsene Haare. Sie drückt Haar und Haut mechanisch aufeinander. Wenn du dich bewegst, reibt die Kleidung sie gegeneinander. So wird das Haar über den Tag regelrecht in die obere Hautschicht gedrückt.

Sicher entfernen: Mittel gegen eingewachsene Haare

Wenn dein Haar nach innen gewachsen ist, ist das erstmal kein Grund zur Sorge - denn in der Regel verschwindet es von ganz allein wieder. Dafür verkapselt die Haut das Haar und stößt es nach einiger Zeit ab. Das kann allerdings eine Weile dauern.

Wenn du das eingewachsene Haar unbedingt schneller loswerden möchtest, können folgende Tipps helfen.

Achtung: Wasche deine Hände gründlich, bevor du eingewachsene Haare behandelst. Kratze oder reibe außerdem niemals an der betroffenen Stelle, denn so gelangen Bakterien in die Haut und sie entzündet sich.
  • Lege einen Waschlappen mit warmem Wasser auf die betroffene Stelle. Warte einige Minuten, bis deine Haut leicht aufgeweicht ist.
  • Gehe in kreisenden Bewegungen mit einem Peeling über die Stelle, an der das Haar nach innen gewachsen ist. Übe dabei nur sanften Druck aus, denn Reibung verstärkt die Rötung und reizt die empfindliche Stelle.
  • Mit dem Peeling entfernst du abgestorbene Hautschuppen. Dadurch öffnet sich der Wachstumskanal und das Haar kann an die Oberfläche gelangen.
  • Verwende unbedingt ein mildes Peeling, das ohne reizende Inhaltsstoffe wie Zitronensäure auskommt, damit sich das eingewachsene Haar nicht entzündet.

Eine Creme, die explizit gegen eingewachsene Haare wirkt, gibt es nicht. Ist das Haar noch weit an der Oberfläche, kann aber ein chemisches Peeling helfen, es wieder zu befreien. Pflegst du die Stelle regelmäßig damit, machst du deine Haut geschmeidig und löst sogar verhornte Stellen. So unterstützt du das Haar, seinen Weg an die Hautoberfläche zu bahnen.

Um abgestorbene Hautschüppchen abzulösen eignet sich Glycolsäure besonders gut. Salicylsäure gilt als leichter verträglich, wirkt aber auch anders.

Unser Tipp: Wenn die Stelle bereits gerötet ist und juckt, ist Creme mit Zink eine gute Wahl gegen eingewachsene Haare.

Das Haar schimmert bereits leicht durch die oberste Hautschicht? Dann greif zu einer Pinzette. Desinfiziere das Tool und die betroffene Stelle zunächst. Schiebe die darüberliegenden Hautschüppchen mit der Pinzette oder einer sterilen Nadel vorsichtig beiseite.

Greife das Haar, wenn du es befreit hast und ziehe es so weit heraus, dass es in eine gerade Richtung weiterwachsen kann. Reiße es auf keinen Fall gewaltsam heraus, denn das kann zu einer unangenehmen Entzündung führen.

So beugst du eingewachsenen Haaren vor

Wenn du des Öfteren mit eingewachsenen Haaren zu tun hast, kann das mehrere Gründe haben: Neben der Haarstruktur liegt es häufig an der Rasur. Damit du eingewachsene Haare bereits von vornherein vermeidest, gibt es hier einiges zu beachten. Über die Haarentfernung hinaus spielen auch die richtige Hautpflege und deine Kleidung eine wichtige Rolle.

  • Regelmäßige Hautpflege: Peele deine Haut regelmäßig und versorge sie mit feuchtigkeitsspendender Creme. Chemische Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen, während die Creme trockenen Stellen vorbeugt.
  • Scharfe Rasierklingen: Wechsle regelmäßig die Klingen deines Rasierers. Denn scharfe Klingen trennen das Haar mit einem schnellen Schnitt. Ist das Messer hingegen stumpf, zieht es am Haar und biegt es, sodass es leichter einwächst.
  • Vorbereitung der Rasur: Versorge deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit, bevor du dich rasierst. Weiche sie dafür für mindestens drei Minuten in warmem Wasser ein und verwende zusätzlich einen sanften Rasierschaum oder Rasiergel.
  • Geeignete Rasurtechnik: Rasiere möglichst in langen, gleichmäßigen Zügen. Lass den Rasierer dabei in Wuchsrichtung sanft über die Haut gleiten, ohne zu viel Druck auszuüben.
  • Nachbereitung der Rasur: Creme deine Beine nach dem Rasieren mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion ein. Verwende ein Produkt ohne Duftstoffe, wenn deine Haut sehr sensibel ist.
  • Keine zu enge Kleidung: Verzichte darauf, dauerhaft sehr enge Kleidung zu tragen. Vor allem dann, wenn deine Haarstruktur ohnehin eingewachsene Haare begünstigt.

Was hilft bei eingewachsenen Haaren?

Neben der professionellen Behandlung beim Hautarzt gibt es auch viele bewährte Hausmittel und Pflegeprodukte, die die Symptome lindern können:

  • Sanfte Peelings: Mechanische oder chemische Peelings (z. B. mit Salicylsäure) befreien die Poren und unterstützen das Haar beim Durchbrechen der Haut.
  • Warme Kompressen: Sie öffnen die Poren und erleichtern das Herauswachsen des Haares.
  • Aloe Vera: Aloe Vera wirkt beruhigend und entzündungshemmend.
  • Teebaumöl: Verdünnt angewendet wirkt Teebaumöl antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Salben: Bestimmte Salben helfen bei Entzündungen und unterstützen die Heilung. Empfehlenswert sind Zugsalben mit Ichthyol oder Cremes mit Salicylsäure bei leichten Verläufen.

So können Sie eingewachsene Haare vermeiden

Mit der richtigen Pflege und Technik lassen sich eingewachsene Haare häufig verhindern. Unsere Tipps zur Vorbeugung helfen Ihnen dabei:

  • Vor der Rasur peelen: Das entfernt abgestorbene Hautzellen und befreit die Haarfollikel.
  • Immer mit einer frischen, scharfen Klinge rasieren.
  • Nicht gegen den Strich rasieren, besonders bei empfindlicher Haut.
  • Nach der Haarentfernung beruhigende Pflegeprodukte verwenden: Ideal sind Produkte ohne Alkohol und Duftstoffe.
  • Regelmäßig Feuchtigkeitspflege auftragen, um die Haut geschmeidig zu halten.
  • Lockere Kleidung tragen, vor allem direkt nach der Rasur.
  • Alternative Haarentfernungsmethoden wie Laser oder IPL nutzen: Diese sind hautschonender und können dauerhaft wirksam sein.

Eingewachsene Haare sind lästig, aber meist gut behandelbar - und mit der richtigen Pflege auch vermeidbar. Sanfte Hautpflege, eine sorgfältige Haarentfernung und konsequente Vorbeugung können helfen, das Risiko deutlich zu reduzieren. Zögern Sie bei wiederkehrenden Problemen oder starken Entzündungen nicht, einen Hautarzt aufzusuchen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vermeidung und Behandlung eingewachsener Haare eine Kombination aus richtiger Technik, regelmäßiger Hautpflege und gegebenenfalls professioneller Hilfe erfordert. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie jedoch das Risiko minimieren und eine glatte, gesunde Haut genießen.

Maßnahme Beschreibung
Regelmäßiges Peeling Entfernt abgestorbene Hautzellen und befreit die Haarfollikel
Scharfe Rasierklingen Verhindern das Ziehen und Biegen der Haare
Feuchtigkeitsspendende Pflege Hält die Haut geschmeidig und beugt trockenen Stellen vor
Lockere Kleidung Vermeidet Reibung und Druck auf die Haut
Alternative Haarentfernungsmethoden Laser oder IPL sind schonender und dauerhaft wirksam

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