Eingewachsene Haare sind ein lästiges Problem, das nach dem Epilieren auftreten kann. Sie jucken, sind schmerzhaft und fallen durch ihre rote Farbe optisch auf. Viele Frauen und Männer sind verzweifelt, wenn sie nach der Haarentfernung entzündete Stellen kaschieren müssen. Doch es gibt Möglichkeiten, diesem Teufelskreis zu entkommen.
Eingewachsene Haare entstehen meistens dadurch, dass das Epiliergerät nicht korrekt auf den zu enthaarenden Bereich angesetzt wurde. Manchmal sind auch die Haare zu lang. In diesem Fall greift das Gerät die Haare nicht richtig. Sie werden dann zu weit oben abgetrennt. Stoppeln sind die Folge, was das Einwachsen begünstigt.
Laut Dr. Yael Adler entstehen eingewachsene Haare bei einer Haarentfernung mit dem Epilationsgerät oder einem Rasierer. Dadurch entstehen scharfe Haarkanten, die sich leichter in die Umgebung des Haarkanals einbohren können. Sie biegen sich zur Seite und wachsen nach innen. Insbesondere das Epilieren mit Spiralen, die die Härchen rausrupfen, kann solche Probleme verursachen.
Vorwiegend betroffen sind alle Haarareale, wo sich kräftige, dunkle Haare bilden, sprich: der Bartbereich, die Intimzone oder auch die Beine. Bei Menschen mit dickem, krausem Haar tritt diese Hautirritation öfter auf - ihre Haare neigen stärker dazu, sich zu kräuseln und eben in die falsche Richtung zu wachsen.
Das Einwachsen lässt sich jedoch durch folgende Maßnahmen verhindern:
Die beste Option wäre es, die Haare gar nicht mehr zu epilieren. Wer dennoch auf das Gefühl glatter Haut nicht verzichten möchte, dem rät Frau Dr. Adler, "bei einer Feuchtrasur ganz sorgfältig, vorsichtig und ohne Druck auf die Haut" umzugehen. Wichtig ist es, eine scharfe, saubere Klinge zu verwenden, damit die Haarfollikel nicht unnötig irritiert werden.
Anschließend helfen feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen, damit die Haare besser nach außen aus den Poren wachsen. Mit fruchtsäurehaltigen Produkten (etwa Peelings) können Hornschuppen entfernt werden, um verstopfte Poren - und somit unregelmäßigen Haarwuchs - zu vermeiden.
Langfristig empfiehlt die Dermatologin eine dauerhafte Haarentfernung, gerade für Beine, Achseln und die Bikinizone. "Gute Ergebnisse lassen sich insbesondere bei dunklem Haar und heller Haut erzielen. Die dauerhafte Haarentfernung bei medizinischen Experten ist zudem ein sicheres Verfahren."
Falls es dann doch zu eingewachsenen Haaren kommen sollte: ganz sorgsam mit den betroffenen Stellen umgehen. "Die Region gründlich desinfizieren und vorsichtig mit einer sterilen Pinzette das eingeschlossene Haar rausholen. Man sollte die betroffene Stelle dabei nicht nennenswert verletzen, da sonst Narben entstehen können", so Dr. Adler.
Das Desinfizieren ist wichtig, weil die bereits irritierten Poren sich sonst noch erheblicher entzünden könnten.
Außerdem sollte Reibung durch eng anliegende, synthetische Kleidung vermieden werden, da sie die Haut zum Schwitzen bringt, sie aufweicht und so das Bakterienwachstum fördert. Als Wirkstoffe zur Behandlung rät Dr. Adler Harnstoff/Urea als Feuchtigkeits-Booster. Frucht-, Salicyl- und Milchsäuren beziehungsweise Ammoniumlactat hemmen eine übermäßige Haftung der Hornzellen.
Bei größeren Entzündungen ist es jedoch immer empfehlenswert, einen Dermatologen aufzusuchen und sich ärztlich behandeln zu lassen.
Eingewachsene Haare sind einzelne Härchen, die sich von der Oberfläche aus in die Haut zurückbiegen. Teilweise kommen die Haare aber auch gar nicht erst aus der Haut heraus und wachsen direkt unter der Hautoberfläche.
In beiden Fällen bilden sich dadurch kleine Unebenheiten, die sich röten und optisch Pickeln ähneln. Generell gilt: Je stärker die Haarstruktur und je mehr sich das Haar in die Richtung der Hautoberfläche biegt, desto leichter wächst es nach innen.
Sind deine Haare also besonders fest, lockig oder kraus, passiert das schneller. Beispielsweise wachsen Haare im Intimbereich oder unter den Achseln eher ein - denn dort sind sie oft dicker und die Haut ist besonders weich.
Die wohl häufigste Ursache eingewachsener Haare ist die Haarentfernung. Frisch rasierte Haare wachsen häufig nicht gerade, sondern im Bogen nach - so stößt ihr Ende direkt auf die Haut und wächst dort ein.
Wenn du das Haar mit einer Rasierklinge "scharf" abgeschnitten hast, piekst es außerdem leichter in die Haut als ein unrasiertes Haar. Auch nach dem Waxing oder Epilieren wachsen Haare leicht ein. Denn die Härchen kommen dann deutlich feiner nach.
Ein weiterer Faktor, durch den eingewachsene Haare entstehen, sind abgestorbene Hautschüppchen. Sie lagern sich an der Hautoberfläche ab und blockieren den Wachstumskanal des Haares. Dadurch kann es nicht nach oben wachsen und sucht sich einen anderen Weg.
Auch enge Kleidung begünstigt eingewachsene Haare. Sie drückt Haar und Haut mechanisch aufeinander. Wenn du dich bewegst, reibt die Kleidung sie gegeneinander. So wird das Haar über den Tag regelrecht in die obere Hautschicht gedrückt.
Wenn dein Haar nach innen gewachsen ist, ist das erstmal kein Grund zur Sorge - denn in der Regel verschwindet es von ganz allein wieder. Dafür verkapselt die Haut das Haar und stößt es nach einiger Zeit ab. Das kann allerdings eine Weile dauern.
Wenn du das eingewachsene Haar unbedingt schneller loswerden möchtest, können folgende Tipps helfen.
Achtung: Wasche deine Hände gründlich, bevor du eingewachsene Haare behandelst. Kratze oder reibe außerdem niemals an der betroffenen Stelle, denn so gelangen Bakterien in die Haut und sie entzündet sich.Eine Creme, die explizit gegen eingewachsene Haare wirkt, gibt es nicht. Ist das Haar noch weit an der Oberfläche, kann aber ein chemisches Peeling helfen, es wieder zu befreien. Pflegst du die Stelle regelmäßig damit, machst du deine Haut geschmeidig und löst sogar verhornte Stellen. So unterstützt du das Haar, seinen Weg an die Hautoberfläche zu bahnen.
Um abgestorbene Hautschüppchen abzulösen eignet sich Glycolsäure besonders gut. Salicylsäure gilt als leichter verträglich, wirkt aber auch anders.
Unser Tipp: Wenn die Stelle bereits gerötet ist und juckt, ist Creme mit Zink eine gute Wahl gegen eingewachsene Haare.Das Haar schimmert bereits leicht durch die oberste Hautschicht? Dann greif zu einer Pinzette. Desinfiziere das Tool und die betroffene Stelle zunächst. Schiebe die darüberliegenden Hautschüppchen mit der Pinzette oder einer sterilen Nadel vorsichtig beiseite.
Greife das Haar, wenn du es befreit hast und ziehe es so weit heraus, dass es in eine gerade Richtung weiterwachsen kann. Reiße es auf keinen Fall gewaltsam heraus, denn das kann zu einer unangenehmen Entzündung führen.
Wenn du des Öfteren mit eingewachsenen Haaren zu tun hast, kann das mehrere Gründe haben: Neben der Haarstruktur liegt es häufig an der Rasur. Damit du eingewachsene Haare bereits von vornherein vermeidest, gibt es hier einiges zu beachten. Über die Haarentfernung hinaus spielen auch die richtige Hautpflege und deine Kleidung eine wichtige Rolle.
Neben der professionellen Behandlung beim Hautarzt gibt es auch viele bewährte Hausmittel und Pflegeprodukte, die die Symptome lindern können:
Mit der richtigen Pflege und Technik lassen sich eingewachsene Haare häufig verhindern. Unsere Tipps zur Vorbeugung helfen Ihnen dabei:
Eingewachsene Haare sind lästig, aber meist gut behandelbar - und mit der richtigen Pflege auch vermeidbar. Sanfte Hautpflege, eine sorgfältige Haarentfernung und konsequente Vorbeugung können helfen, das Risiko deutlich zu reduzieren. Zögern Sie bei wiederkehrenden Problemen oder starken Entzündungen nicht, einen Hautarzt aufzusuchen.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Vermeidung und Behandlung eingewachsener Haare eine Kombination aus richtiger Technik, regelmäßiger Hautpflege und gegebenenfalls professioneller Hilfe erfordert. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie jedoch das Risiko minimieren und eine glatte, gesunde Haut genießen.
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Regelmäßiges Peeling | Entfernt abgestorbene Hautzellen und befreit die Haarfollikel |
| Scharfe Rasierklingen | Verhindern das Ziehen und Biegen der Haare |
| Feuchtigkeitsspendende Pflege | Hält die Haut geschmeidig und beugt trockenen Stellen vor |
| Lockere Kleidung | Vermeidet Reibung und Druck auf die Haut |
| Alternative Haarentfernungsmethoden | Laser oder IPL sind schonender und dauerhaft wirksam |
tags: #was #tun #gegen #eingewachsene #haare #nach
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.