Fast jede dritte Frau hat im Lauf ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Dabei lässt sich Haarverlust gezielt bekämpfen. Nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen in Deutschland sind von Haarausfall betroffen; allein bis zu 42 % leiden unter anlagebedingtem Haarverlust. Zum Glück bietet der Markt inzwischen viele Mittel, mit denen die verschiedenen Arten des Haarausfalls bekämpft werden können.
Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter normal. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als 100 Haare aus oder entstehen haarfreie Stellen, liegt ein Haarausfall vor.
Haarausfall (Alopezie) kann viele Ursachen haben. Entsprechend viele Mittel gegen Haarausfall werden angeboten: Sie kommen in Form von Shampoos, Tabletten, Kapseln und Tinkturen. Einige sind frei im Handel erhältlich, andere apothekenpflichtig. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie versprechen Frauen, das Fortschreiten ihres Haarverlusts zu stoppen. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Mittel und ihre Wirksamkeit.
Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden. Sind Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Mangelernährung die Ursache für den Verlust der Haare, müssen diese therapiert werden, um den Haarausfall zu stoppen.
Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können:
Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate. Dabei bestimmt er auch die Dichte und Richtung, in der die Haare in Zukunft wachsen sollen. Das Ganze geschieht in Millimeterarbeit.
Die einfachste Lösung für Haarausfall bei Frauen versprechen Shampoos, die ganz einfach in die tägliche Pflegeroutine integriert werden können. Shampoos, die zur Bekämpfung von erblich bedingtem Haarausfall entwickelt wurden, gibt es in der Apotheke und in der Drogerie. Sie enthalten anregende Wirkstoffe (z.B. Koffein), die die Haarfollikel in der Kopfhaut vor dem „DHT-Hormon“ schützen sollen, das für genetisch bedingten Haarausfall verantwortlich ist und zu einer Überempfindlichkeit der Haarfollikel führt.
Bei diffusem Haarausfall legt man Frauen oft basische Shampoos ans Herz, die das Haar ohne den Einsatz von aggressiven Chemikalien reinigen und es mit Nährstoffen versorgen, die nicht über die Ernährung aufgenommen werden können.
Wunder darf man von Shampoos gegen Haarausfall jedoch nicht erwarten: Sie stärken vorhandenes gesundes Haar, eignen sich in der Regel allerdings nicht dazu, dem Fortschreiten von krankhaftem Haarausfall auf Dauer Einhalt zu gebieten.
Viele Frauen suchen die Ursache für ihren Haarverlust in einer einseitigen oder falschen Ernährung. Liegt eine Mangelernährung vor, ist es natürlich ratsam, die Ernährung umzustellen.
Zusätzlich versprechen zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, die als Pillen oder Kapseln auf den Markt kommen, eine Bekämpfung des Haarausfalls von innen heraus. Sie enthalten viel Eisen, Zink und Biotin, also jene Nährstoffe, die die Festigkeit der Haarwurzeln fördern.
Bei diffusem Haarausfall, aber auch bei einem stress- oder ernährungsbedingten Haarverlust können Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen, da diese Formen des Haarverlusts von einer Mangelernährung rühren können. Sie können die Gesundheit vorhandener Haare steigern.
Wer unter Haarverlust leidet, sollte zunächst das Expertengespräch bei der Dermatologin oder beim Dermatologen suchen. Produkte aus dem Einzelhandel sollten mit Vorsicht behandelt werden.
Achtung: Zu viel Vitamin A beispielsweise - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - kann der Körper nicht ausscheiden. Es reichert sich im Körper an. Das kann bei Personen, die langfristig zu viel Vitamin A aufnehmen, zu trockener Haut und Haarausfall führen.
Viele Frauen schwören auf die Tipps und Tricks ihrer Großmütter, die die Haarwurzeln stärken. Alte Hausmittel preisen vor allem Kopfmassagen an, die in Verbindung mit einer Tinktur aus eingekochten Brennnesselblättern und Essig oder mit ätherischem Rosmarinöl die Durchblutung anregen sollen.
Ein sanftes Shampoo aus Zwiebelsaft, Branntweinessig und Honig kräftigt die Haarwurzeln. Was alle diese Mittel gemeinsam haben: Ein wissenschaftlich erwiesener Nutzen gegen Haarausfall besteht nicht. Dennoch können Sie damit ihren Haaren etwas Gutes tun.
Sie können das Haar kräftiger und geschmeidiger machen und das Auftreten von Haarbruch und Spliss verringern. Da es sich allesamt um natürliche Mittel handelt, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
Jeder Mensch verliert täglich Haare, egal ob Mann oder Frau. Das ist ganz normal - meistens jedenfalls. In manchen Fällen kann sich dahinter auch krankhafter Haarausfall verbergen. Jedes Haar hat einen eigenen Wachstumszyklus, an dessen Ende es aufhört zu wachsen und ausfällt. Anschließend beginnt der Zyklus von Neuem und es wächst wieder nach. Die Faustregel lautet: 70 bis 100 pro Tag bei einem gesunden Erwachsen sind normal. Und selbst wenn es mehr sein sollten, spricht man nicht zwangsläufig von krankhaftem Haarausfall.
Am häufigsten ist der altersbedingte Haarausfall, der vor allem Männer oft schon in jungen Jahren betrifft. Bei diesem Haarausfall ist es nicht notwendig, zum Arzt zu gehen, da es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit gibt.
Einen Arzt aufsuchen sollte man, wenn die Haare plötzlich in großer Zahl („büschelweise“) ausfallen, vor allem wenn dies durch Jucken der Kopfhaut begleitet wird, bei deutlich abgegrenzten kahlen Stellen am Kopf, im Bart oder den Augenbrauen.
Ob eine Therapie notwendig ist, entscheidet die Art und die Ursache des Haarausfalls.
Neben der spezifischen Therapie ist es immer empfehlenswert, allgemeine Maßnahmen wie gesunde Ernährung, Sport oder eine sanfte Haarpflege zu berücksichtigen, um die Haargesundheit weiter zu unterstützen.
Das Wichtigste für eine erfolgversprechende Therapie gegen Haarausfall ist es, die richtige Ursache zu finden und diese spezifisch zu therapieren. Dabei kann Ihnen zum Beispiel der Hausarzt, Dermatologe oder Haarchirurg helfen.
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