Was sind Schuppen: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind für viele Menschen ein lästiges Problem, das oft als ästhetisch störend empfunden wird. Meist sind sie harmlos und ein rein kosmetisches Problem. Manchmal sind Schuppen aber auch eine Begleiterscheinung von Hauterkrankungen, die eine ärztliche Behandlung benötigen.

Doch was sind Schuppen eigentlich und warum entstehen sie? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Schuppen, die verschiedenen Arten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was sind Schuppen?

Eins vorweg: Jeder Mensch produziert Schuppen oder wie Ärzte sagen: Squama. Die oberste Hautschicht (Epidermis) besteht aus Hautzellen, die in mehreren Schichten angeordnet sind.

Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Schuppen sind Hautzellen, die sich von der obersten Hautschicht im Zuge der Hauterneuerung ablösen und in der Regel nicht sichtbar sind. Erst wenn sie sich durch ein gestörtes Hautklima im Zellverband ablösen, machen sie sich auf der Haut oder der Kleidung als Schuppen bemerkbar.

Die Zellen durchwandern binnen vier Wochen die verschiedenen Hautschichten (von innen nach außen), sterben letztlich ab und werden an der Hautoberfläche abgestoßen. Verläuft dieser Prozess normal, sind die kleinen, abgestoßenen Hautschüppchen mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

Erst größere Verbände ab einer Anzahl von etwa fünfhundert Zellen sind als Schuppen sichtbar. Sie bilden sich, wenn die Haut die Flöckchen zu schnell abstößt und diese verklumpen.

Schuppen unterscheiden sich je nach Ursache in Größe und Form und können dabei trocken oder fettig sein.

Wie äußern sich Schuppen?

Bei Hautschuppen (Squamae) handelt es sich um Abschilferungen der obersten Hautschicht. Da die Haut den gesamten Körper bedeckt, sind an jeder Körperstelle Schuppen möglich.

Schuppen unterscheiden sich oft deutlich in Größe und Form, je nach Ursache handelt es sich dann um kleine bis mittelgroße Flocken, die weiß, dick, rundlich bis viereckig geformt, trocken, fettig, placque- oder lamellenartig sind.

Kopfschuppen (Pityriasis simplex capilliti) beispielsweise unterscheiden sich von den Schuppen, die Folge einer Erkrankung sind. Sie sind klein, flockig und rieseln in der Regel von der Kopfhaut, die dann meist auch trocken ist.

Typisches Anzeichen ist eine juckende Kopfhaut. Sie deutet darauf hin, dass die Kopfhaut gereizt ist, zum Beispiel durch ein aggressives Shampoo oder zu häufiges Waschen und Föhnen.

Meistens sind die herabrieselnden Schuppen harmlos. Viele empfinden sie jedoch als ästhetisch unschön, vor allem auf dunkler Kleidung. Doch Schuppen sind in manchen Fällen auch ein Hinweis auf eine Erkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis.

Trockene und fettige Schuppen

Schuppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Trockene Schuppen: Die trockenen, weißen Schuppen entstehen überwiegend durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft im Winter, austrocknende Shampoos und Pflegemittel, Föhnen oder heißes, trockenes Klima. Hiervon sind Frauen genauso häufig betroffen wie Männer. Auch bei bestimmten Erkrankungen kommt es zu trockenen Schuppen, zum Beispiel bei der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris).
  • Fettige Schuppen: Durch eine erhöhte Talgproduktion entstehen gelbe, fettige Schuppen. Diese sind meist größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Da sie zudem klebrig sind, lassen sie sich nicht so schnell ablösen wie die trockenen Schuppen. Dies begünstigt das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur. Er gehört zwar zur normalen Hautflora, hat aber in diesem Fall eine negative Wirkung: Die leicht entzündete Kopfhaut fördert die Entstehung von fettigen Kopfschuppen.

Was verursacht Schuppen?

Hautschuppen an sich sind die natürliche Folge der Hauterneuerung, die in etwa alle 28 Tage am ganzen Körper stattfindet. Dabei bilden sich in der untersten Schicht der mehrschichtigen Oberhaut (Epidermis) stetig neue Basalzellen. Diese schieben die älteren Zellen in den darüber liegenden Schichten weiter nach oben an die Hautoberfläche, wo sie austrocknen und die Hornschicht bilden.

Für eine geschmeidige Haut sorgen in der Regel die Talg- und Schweißdrüsen, die eine Mischung aus Fett- beziehungsweise Wasser absondern. Die Hautschuppen werden erst sichtbar, wenn sie sich im Zellverband von der Haut abheben, oder von dieser herabrieseln - so zum Beispiel bei der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) oder bei Kopfhautschuppen.

Bilden sich sichtbare Schuppen, dann ist dies meist die Folge eines veränderten Hautklimas - entweder ist die natürliche Hautfunktion aufgrund einer Erkrankung oder durch äußere Einflüsse gestört. Neuere Erkenntnisse zeigen zudem, dass auch eine gestörte Hautbarriere sowie eine fehlregulierte Immunantwort eine wichtige Rolle spielen können - insbesondere bei fettigen Schuppen und seborrhoischer Dermatitis.

Die Entstehung von Schuppen auf der Kopfhaut hat verschiedene Ursachen. Ein häufiger Auslöser ist trockene oder fettige Kopfhaut. Auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können Schuppen verursachen.

Etwa 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer leiden zumindest zeitweise an einer starken Schuppung. Ungewöhnlich sind Schuppen nicht - jeder Mensch hat sie.

Die Erklärung dafür, warum man Schuppen bekommt, ist: Die menschliche Haut erneuert sich alle vier Wochen. Es lösen sich alte, abgestorbene Hornzellen ab. Sie wandern dazu von der Tiefe an die Oberfläche. Läuft dieser Prozess normal ab, nehmen wir das gar nicht wahr. Wenn er jedoch gestört ist und die Haut die Zellen zu schnell abstößt, verklumpen sie.

Hängen Hunderte oder Tausende von ihnen aneinander, entstehen sichtbare Schuppen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Kopfhaut-Schuppen, die unterschiedliche Ursachen haben.

Ursachen für trockene Schuppen

Der Grund für trockene, weiße Schuppen sind vor allem äußere Faktoren. Dazu gehören austrocknende Shampoos und Pflegeprodukte. Oftmals schuppt sich die Haut dann direkt nach dem Haare waschen.

Auch zu heißes Wasser oder Föhnen auf der höchsten Stufe, aber auch die in den Herbst- und Wintermonaten häufige trockene Heizungsluft reizen sie. Zudem sind die Körperstellen, die weniger Talgdrüsen als die Kopfhaut besitzen, z.B.

Auch äußere Faktoren wie kalte Luft, Heizungsluft oder aggressive Haarpflegeprodukte, die die natürlichen Fettschichten der Haut schädigen, können die Ursache sein. Dadurch kann die Kopfhaut ihre Feuchtigkeit nicht mehr richtig speichern, was zu Juckreiz und vermehrtem Abstoßen abgestorbener Hautzellen führt.

Außerdem führen heißes Föhnen, Heizungsluft und ein trockenes Klima dazu, dass die Haut gereizt ist. Extrem trockene Kopfhaut führt demnach zu Schuppen.

Ursachen für fettige Schuppen

Zu gelben, fettigen Schuppen auf der Kopfhaut kommt es, weil die Talgproduktion erhöht ist. Typischerweise bilden sich solche Schuppen am Haaransatz im Bereich der Stirn und an den Augenbrauen.

Die Schuppen sind größer als die trockenen und fühlen sich oft ölig und klebrig an. Die Kopfhaut ist meist gerötet, weist nässende Stellen auf und juckt.

Bei fettiger Kopfhaut ist oft ein Hefepilz namens Malassezia (Pityrosporum ovale) beteiligt. Dieser vermehrt sich und führt zu Reizungen, die eine schnellere Zellerneuerung fördern.

Häufig ist der Hefepilz Malassezia für die Entstehung fettiger Schuppen verantwortlich. Dieser Pilz ernährt sich von den Ölen der Kopfhaut und fördert die Schuppenbildung. Fettige Schuppen gehen auch oft mit starkem Juckreiz und Rötungen einher.

Neben diesen äußeren Einflüssen begünstigen auch biologische Faktoren Schuppen. So steht eine genetische Veranlagung als Ursache für die seborrhoische Dermatitis (ein entzündlicher Hautauschlag) zur Diskussion.

Liegt diese vor, können Faktoren wie Stress oder eine übermäßige Vermehrung des natürlicherweise in der Hautflora vorkommenden Hefepilzes Malassezia eine gesteigerte Talgproduktion verursachen. Diese äußert sich dann in fettigen Schuppen an Kopfhaut, Gesicht, Augenlidern oder Rumpf. Dabei kann Juckreiz auftreten - in der Regel fehlt er jedoch. Zudem bessern sich die Beschwerden in den warmen Monaten.

Fachleute gehen heute davon aus, dass Malassezia nicht die alleinige Ursache ist, sondern als möglicher Reizfaktor wirkt, der bei entsprechender Veranlagung entzündliche Reaktionen auslösen kann.

Bilden sich auf der Kopfhaut gelbe, große Schuppen kann das ein Hinweis auf eine verbreitete Hautkrankheit sein: das seborrhoische Ekzem.

Verantwortlich dafür ist in vielen Fällen der Hefepilz Malassezia Furfur. Er gehört zwar auch zur normalen Hautflora, vermehrt sich aber unter günstigen Bedingungen schnell. Ein Risikofaktor ist beispielsweise Stress, weil durch die psychische Belastung das Immunsystem geschwächt ist.

Von fettigen Schuppen sind häufiger Männer betroffen, da sie insgesamt zu fettigerer Kopfhaut neigen. Auch Menschen mit schwachem Immunsystem und Diabetes sind anfälliger dafür.

Treten Schuppen in der Schwangerschaft auf, ist das in der Regel auf die Hormonumstellung zurückzuführen. Das gleiche gilt für Schuppen-Probleme in der Pubertät oder in den Wechseljahren.

Erkrankungen als Ursache von Schuppen

Meist sind die Ursachen für Schuppen harmlos. In manchen Fällen stecken aber auch Erkrankungen dahinter. Häufige Schuppenauslöser sind unter anderem:

  • Hormonschwankungen: Hormone beeinflussen die Talgproduktion. Sie führen in der Pubertät oft zu fettiger Haut, was die Bildung von gelben, festsitzenden Schuppen auf der Kopfhaut fördert. Bei Frauen führen die Wechseljahre teils zu trockenen Schuppen.
  • Falsche Haarpflege: Häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und heißes Föhnen führen unter Umständen zu trockener Kopfhaut und Schuppen.
  • Ungünstiges Klima: Hitze und trockene Luft verursachen eine trockene Kopfhaut, die Juckreiz und die Bildung von kleinen, weißen Schuppen fördert. Fettige Schuppen entstehen dagegen eher bei hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Erbliche Veranlagung: Experten nehmen an, dass auch die Vererbung bei der Entstehung von Kopfschuppen eine Rolle spielt. Tatsächlich treten innerhalb einiger Familien gehäuft Schuppen auf, was diese These stützt.
  • Stress: Psychische Belastungen wirken sich auf den Stoffwechsel der Hornhaut aus - Schuppen sind die Folge. Ist die Abwehrbarriere der Haut gestört, siedeln sich Hautpilze manchmal leichter an.
  • Psoriasis: Die Kopfhaut-Psoriasis ist eine schwer behandelbare Unterform der Schuppenflechte. Es kommt schon innerhalb sehr kurzer Zeit zu verhornten Hautzellen der Oberhaut. Diese bilden sich vermehrt nach und zeigen die typischen kreisrunden Schuppenflächen.
  • Malassezia furfur: Steigt die Talgproduktion der Kopfhaut, wächst der Hefepilz manchmal stark an und verursacht Entzündungen. Die Kopfhaut zeigt fettige Schuppen und juckt. An aufgekratzten Hautstellen nisten sich zudem leichter Bakterien ein.
  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis): Die Erkrankung tritt oft schon im frühen Kindesalter auf. Typisch sind schuppende, stark juckende Hautausschläge. Manchmal ist nur der Kopf-Hals-Bereich betroffen, häufig kündigt stark juckende Kopfhaut Schuppenbildung an.
  • Seborrhoisches Ekzem: Von diesem nicht ansteckenden, chronisch-entzündlichen Hautausschlag sind besonders Gesicht und Kopfhaut betroffen. Typische Symptome sind Juckreiz und gelbliche Schuppen.
  • Kontaktallergien: Manche Menschen reagieren auf Inhaltsstoffe etwa von Haarpflege- oder Kosmetikprodukten mit Juckreiz, Schuppen-, Schorf- und Krustenbildung der Haut.

Schuppenflechte und andere Hauterkrankungen

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung. An der Hautoberfläche entstehen dicke, weiße bis rötliche Schuppenherde, die sogenannten Plaques. Diese Form von Schuppen ist hartnäckig und lässt sich oft nur schwer behandeln.

Schuppenflechte tritt in Schüben auf und kann durch Stress, Kälte oder Hautirritationen verschlimmert werden. Eine herkömmliche Schuppenbehandlung allein ist hier selten erfolgreich. Daher sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. So erhalten Sie eine geeignete Therapie, um die Symptome zu lindern.

Neurodermitis, eine entzündliche Hauterkrankung, verursacht trockene, juckende Haut und kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Wie bei der Schuppenflechte ist auch hier eine gezielte Behandlung erforderlich, die über herkömmliche Pflegeprodukte hinausgeht.

Was hilft gegen Schuppen?

Abhängig von der Ursache können Sie Schuppen auf verschiedene Weisen behandeln. Bei leichten Schuppen hilft oft schon der Wechsel zu einem sanfteren Shampoo, das speziell für trockene oder empfindliche Kopfhaut entwickelt wurde. Wirkstoffe wie Glycerin helfen dabei, die Hautfeuchtigkeit zu regulieren und die Kopfhaut angenehm geschmeidig zu halten.

Sind die Schuppen auf eine übertriebene Körperhygiene zurückzuführen, lassen sie sich oft durch eine Änderung der Gewohnheiten selbst behandeln. Liegt ihnen eine Erkrankung zugrunde, sind häufig Medikamente nötig.

Welche Anti-Schuppen-Shampoos sind sinnvoll?

Anti-Schuppen-Shampoos sind in vielen Fällen sinnvoll, besonders wenn sie auf die Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmt sind. Sie wirken gezielt gegen Schuppen, beruhigen die Kopfhaut und regulieren die Talgproduktion.

Bei fettigen Schuppen bieten Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen wie Zinkglukonat oder Pirocton Olamin schnelle Linderung. Diese Inhaltsstoffe bekämpfen gezielt den Hefepilz Malassezia, der häufig fettige Schuppen verursacht und zur Entzündung der Kopfhaut führen kann. Es beruhigt die Kopfhaut und lindert unangenehmes Kratzen.

Für die Behandlung von trockenen Schuppen sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte geeignet, die die Kopfhaut beruhigen. Ideal sind milde Shampoos, die speziell für empfindliche oder trockene Kopfhaut entwickelt wurden, wie unser SQUANORM Shampoo für trockene Schuppen.

Spezielle Anti-Schuppen-Shampoos wie das SQUANORM Antischuppen-Shampoo für fettige Schuppen helfen bei diesen Symptomen. Sie bekämpfen den Pilz, regulieren die Talgproduktion und bringen das Kopfhaut-Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht.

Um hartnäckigen Schuppen effektiv entgegenzuwirken, können Sie das Intensivpflege-Shampoo KELUAL DS nutzen. Dieses Shampoo ist speziell formuliert, um die Symptome von seborrhoischem Ekzem und Kleienpilzflechte zu lindern.

Immer häufiger enthalten moderne Anti-Schuppen-Produkte neben Wirkstoffen gegen Hefepilze oder Verhornung auch feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Ceramide oder Hyaluronsäure.

Beispiele für Anti-Schuppen-Shampoos und -Produkte:

Produkt Inhalt Preis (ca.) Preis pro Liter (ca.)
Shampoo 100 ml € 14,99 € 149,90
Shampoo 2x390 ml € 43,49 € 55,76
Shampoo 60 ml € 7,79 € 129,83
Shampoo 100 ml € 16,79 € 167,90
Lösung 60 ml € 13,89 € 231,50
Shampoo 2x250 ml € 35,99 € 71,98
Shampoo 100 ml € 12,99 € 129,90
Creme 50 ml € 13,59 € 271,80
Creme 200 g € 31,99 € 159,95
Bad 200 ml € 10,79 € 53,95
Shampoo 200 ml € 15,39 € 76,95

Anti-Schuppen-Shampoos im Check | Servicezeit WDR

Wie oft sollte man bei Schuppen Haare waschen?

Die richtige Haarpflege spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schuppen. Menschen mit Schuppen sollten ihre Haare regelmäßig, aber nicht zu häufig waschen. Zu häufiges Waschen kann die Kopfhaut austrocknen, während zu seltenes Waschen die Talgproduktion erhöht. Die klare Empfehlung lautet, 2 bis 3 Mal pro Woche ein mildes Shampoo zu verwenden, um die Kopfhaut in Balance zu halten.

Wie bekomme ich Schuppen aus den Haaren?

Wenn Sie Schuppen schnell beseitigen möchten, gibt es einige Sofortmaßnahmen, die das Aussehen der Kopfhaut und Haare verbessern können:

  • Anti-Schuppen-Shampoo: Spezielle Produkte helfen, die abgestorbenen Hautzellen schneller zu lösen und die Kopfhaut zu beruhigen.
  • Haare bürsten: Bürsten oder kämmen Sie Ihre Haare sanft, um lose Schuppen zu entfernen.
  • Nicht Kratzen: Trotz des Drangs, die Schuppen wegzukratzen, sollten Sie dies unbedingt vermeiden. Kratzen reizt die Kopfhaut zusätzlich und kann die Schuppenbildung sogar verschlimmern.

Was selbst tun bei Schuppen?

Oft lassen sich Schuppen an Körper oder Kopfhaut schnell in den Griff bekommen, wenn sie durch eine missverstandene Pflege verursacht sind. Sinnvoll ist es, auf zu langes und häufiges Duschen oder Haarewaschen zu verzichten.

Auch ist es ratsam, weniger von dem Hygieneprodukt zu verwenden und Peelings zu vermeiden, um den von den Schweiß- und Talgdrüsen gebildeten Hydrolipidfilm und die obere Hornschicht nicht zu entfernen. Der Hydrolipidfilm besteht aus einem Wasser- und Fettgemisch, der auch Säureschutzmantel der Haut genannt wird. Beide Schichten schützen die Haut davor auszutrocknen. Außerdem verhindern sie, dass sich Keime wie Pilze und Bakterien hier übermäßig stark vermehren.

Für Menschen, die länger und häufiger duschen, ist es sinnvoll, die Haut einzucremen und beim Duschen und Föhnen auf große Hitze zu verzichten.

Ebenfalls sinnvoll ist es, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und Stress zu vermeiden. Eine zuckerreiche, stark verarbeitete oder fettreiche Ernährung kann das Gleichgewicht der Hautflora zusätzlich beeinträchtigen. Studien zeigen, dass bestimmte Nahrungsmittel die Talgproduktion fördern und das Wachstum entzündungsfördernder Mikroorganismen begünstigen können.

Liegt den Schuppen eine Erkrankung zugrunde, ist es wichtig, die verschriebenen Medikamente - wie ärztlich empfohlen - einzunehmen beziehungsweise anzuwenden.

Wann sollte man bei Schuppen ärztlichen Rat einholen?

Ist bereits bekannt, dass die eigene Kopf- oder Körperhaut zu Trockenheit und damit auch Schuppen neigt, hilft es oft bereits auf ein milderes, pH-hautneutrales (pH 5,5) Shampoo oder Duschgel zurückzugreifen. Sind die Schuppen eher auf eine fettige Kopfhaut zurückzuführen, könnte ein Anti-Schuppen-Shampoo Abhilfe schaffen.

Wenn die Schuppen trotz regelmäßiger Pflege und Anti-Schuppen-Shampoos nicht verschwinden, sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. Dies gilt besonders dann, wenn die Schuppen von starkem Juckreiz, Rötungen oder Krusten begleitet werden.

Verbessern sich die Beschwerden nicht und kommt ein starker Juckreiz hinzu, ist ein Arztbesuch ratsam: Denn durch heftiges und häufiges Kratzen können die eingetragenen Keime der natürlichen Hautflora Entzündungen auslösen.

Schuppen: Wann zum Arzt?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Erstgespräch und Untersuchungen

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dabei fragt er zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie Schuppen?
  • Haben Sie schon verschiedene Mittel (z. B. Anti-Schuppen-Shampoo) probiert? Mit welchem Erfolg?
  • Leiden Sie unter starkem Juckreiz?

Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Hautveränderungen an anderen Körperstellen liefern dem Arzt unter Umständen entscheidende Anhaltspunkte. Oft äußern sich Hauterkrankungen auf der Kopfhaut anders als an den weniger behaarten Körperpartien.

Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gerade bei entzündeter Kopfhaut zeigt ein Erregernachweis, ob ein Pilzbefall, eine bakterielle Infektion oder ein Parasitenbefall vorliegen. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Steht schließlich fest, was die Schuppen verursacht, schlägt der Arzt Ihnen eine geeignete Therapie vor.

Wie werden Schuppen behandelt?

Bei Beschwerden an der Haut ist die dermatologische Praxis/Hautarztpraxis in der Regel die erste Anlaufstelle. Zunächst erkundigt sich der Arzt oder die Ärztin bzw. der Hautarzt oder die Hausärztin, welche Hautareale betroffen sind und ob relevante Vorerkrankungen bestehen. Das können zum Beispiel Neurodermitis oder Allergien sein.

Auch das Vorliegen weiterer Symptome und Informationen zur gewohnten Körperhygiene können Hinweise auf die Ursache der Schuppen geben. Oft lässt sich die Ursache bereits an der Art der Schuppen erkennen.

Je nach Ursache der Hautschuppen kommen unterschiedliche Therapien infrage. die topische Behandlung mit einem PDE-4-Hemmer wie Roflumilast (z. B.

Schuppen: Vorbeugung

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

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