Haarstruktur bestimmen: Der ultimative Test für die perfekte Haarpflege

Deine Haare sind täglich vielen Belastungen ausgesetzt: Regen, Sonne, reibende Schals und enge Haargummis sind nur ein paar Beispiele. Die richtige Pflegeroutine kann helfen, trotzdem das Beste aus deinen Haaren herauszuholen. Welcher Haartyp bin ich - die VorbereitungUm den Haartyp Test durchzuführen, sollten deine Haare möglichst naturbelassen sein.

Deine Haartyp zu bestimmen, hilft dir dabei, dein Haar und seine Bedürfnisse besser zu verstehen. Locken brauchen beispielsweise eine andere Pflege als glatte Haare und dickes Haar stylst du anders als dünnes. Indem du deinen Haartyp bestimmst, findest du viel schneller heraus, welche Pflege zu dir passt. Dadurch erstrahlt deine Mähne in ihrem natürlichen Glanz und lässt sich leichter bändigen.

Wir zeigen Euch, wie Ihr mit dem sogenannten FIA-System in nur drei Schritten Euren Haartypen bestimmen könnt. Anhand des sogenannten FIA-Systems könnt Ihr Euren Haartypen ganz einfach zu Hause selbst herausfinden. In drei Schritten bestimmt Ihr Eure Haarstruktur, Haardicke und Euer Haarvolumen. Für jeden dieser Faktoren gibt es einen Test, der dir dabei hilft, deine Haare besser kennenzulernen. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du die einzelnen Tests ganz einfach nacheinander durchführst.

Was du vor deiner Haartyp-Analyse beachten solltest

Damit du deinen Haartyp erkennen kannst, sollten deine Haare am besten ohne Produkte behandelt und ungestylt sein. Hast du sie beispielsweise zuvor geglättet oder anders gestylt, ist ihre Struktur verändert und das Ergebnis wird verfälscht. Bereite dich also am besten auf den Test vor. Wasche als Erstes deine Haare - so entfernst du Stylingrückstände und bringst dein Haar in seinen Urzustand.

Danach lässt du alles an der Luft trocknen. Du solltest deine Haare weder kämmen noch Leave-in-Produkte verwenden. Kämme es nach dem Waschen nicht durch und lasse es an der Luft trocknen. Verwende keine Leave-in- oder andere Pflegeprodukte, die die Haarstruktur verändern könnten. Sind deine Haare komplett getrocknet, kannst du deinen Haartyp schließlich bestimmen.

FIA-System - bestimme deinen Haartyp in drei Stufen

Eine bewährte Methode, wenn du deinen Haartyp herausfinden möchtest, ist das FIA-System. Damit bestimmst du deinen Haartyp in drei Schritten - von der Haarstruktur über die Haardicke bis hin zum Haarvolumen. Am Ende ergibt sich daraus eine Bezeichnung, wie beispielsweise 3aMiii. Diese mag zunächst kryptisch klingen, legt deinen Haartyp aber ganz genau fest.

Step 1: Haarstruktur bestimmen

Insgesamt lassen sich Haarstrukturen in vier Typen einteilen: glatt, wellig, lockig oder kraus. Hier lassen sich wiederum jeweils drei Intensitäten unterscheiden. Die Haarstruktur zeigt an, wie wellig oder glatt deine Haare sind. Für eine möglichst genaue Definition lassen sich vier unterschiedliche Haarstrukturtypen von glattem Haar bis hin zu starken Locken bestimmen. Darunter befinden sich wiederum mehrere Unterkategorien, die die Intensität deiner Wellen angeben und dir dabei helfen, deine Haarstruktur möglichst genau festzulegen. Beobachte deine Haare anhand folgender Einteilung und bestimme damit ihre Struktur.

Hier eine Übersicht der verschiedenen Haartypen nach dem FIA-System:

  • 1b: Dein Haar ist gerade, hat aber eine leichte Bewegung.
  • 3b: Deine Haare sind stark gelockt.
  • 4b: Deine Haare sind sehr voluminös, mit engen, z-förmigen Locken.
  • 4c: Deine Haare sind z-förmig gelockt und miteinander verwoben.

Im Laufe deines Lebens kann sich die Struktur deiner Haare verändern. Grund dafür sind beispielsweise Hormone, Hitzeschäden, Alter, Ernährung oder chemische Behandlungen wie Färben. All dies kann dafür sorgen, dass deine Wellen immer weiter zurücktreten. Mit der richtigen Pflege kannst du dies unter Umständen rückgängig machen.

So pflegst du die unterschiedlichen Haarstrukturen richtig:

Bei glatten Haaren liegt die Schuppenschicht ebenmäßig an. Dadurch wird jeder Lichtstrahl reflektiert und ein natürlicher Glanz entsteht. Dafür besitzen die meisten glatten Mähnen wenig Volumen. Frisieren oder Hochstecken gestaltet sich schwierig, da einzelne Strähnen nicht halten wollen. Hier kann Schaumfestiger helfen: Arbeite ihn direkt in den Ansatz ein und bringe die Haare mit Fön und Rundbürste in Form. Dies hebt deine Haarpracht Strähne für Strähne an. Als Finish verwendest du am besten eine Leave-in-Pflege oder ein Haaröl.

Diese beiden Haarstrukturen besitzen viel Schwung und Volumen, dafür aber nicht so starken Glanz. Außerdem leiden Lockenköpfe oft unter Trockenheit, da durch die aufgeraute Schuppenschicht Feuchtigkeit schneller verloren geht. Regelmäßige Masken oder Kuren bringen Geschmeidigkeit und Glanz, während sanftes Föhnen mit dem Diffusor für mehr Sprungkraft sorgt.

Der krause Haartyp wirkt störrisch und plustert sich gerne auf. Schuld daran sind die trockene Struktur und die poröse Oberfläche, die wie ein Schwamm Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Dadurch quillt es regelrecht auf und steht unkontrolliert ab. Stimme Shampoo und Conditioner aufeinander ab und sorge für viel ausgleichende Feuchtigkeit. Auch eine regelmäßige Haarmaske hilft, die Kontrolle über deine krausen Haare zu behalten.

Step 2: Bestimme deine Haardicke

Wenn du deine Haardicke definieren möchtest, untersuchst du, wie dick oder dünn ein einzelnes Haar ist. Außerdem fühlst du, ob es fein, eher fest oder sogar drahtig ist. Nach dem FIA-System teilt sich die Haardicke in drei Kategorien auf. Wir zeigen dir, mit welchen Tests du sie ganz leicht bestimmen kannst. Gelingt es dir nicht oder du bist unsicher, hilft der Gang zum Profi.

  • Feines Haar (F): Feines Haar ist zwischen 0,01 und 0,04 Millimetern dick. Wenn du es gegen das Licht hältst oder es auf einen kontrastreichen Untergrund legst, ist es kaum sichtbar. Rolle es zwischen deinen Fingern. Du spürst es kaum oder es fühlt sich an wie ein dünner Seidenfaden?
  • Mitteldickes Haar (M): Mitteldickes Haar hat eine Dicke zwischen 0,05 und 0,07 Millimetern. Du siehst es gegen das Licht oder auf kontrastreichem Untergrund.
  • Dickes Haar (C): Dickes Haar hat einen Durchmesser um die 0,8 Millimeter. Es ist immer deutlich sichtbar und spürbar.

Friseure besitzen eigene Geräte, um die Haardicke eindeutig zu bestimmen. Damit dir das auch vor dem heimischen Spiegel gelingt, verlässt du dich auf deine Augen und deinen Tastsinn. Ein einzelnes Haar ist schwer zu erkennen - sogar gegen das Licht gehalten. Mache den Test und rolle es zwischen Daumen und Zeigefinger. Du spürst es kaum?

Normales Haar kommt gern unkompliziert daher und verzeiht so manchen Pflegefehler. Feines Haar ist oft himmlisch weich, aber es fehlt ihm an der nötigen Standkraft. Feines Haar freut sich über eine leichte Pflege, da es schnell überladen wirkt. Mit der richtigen Föhntechnik pustest du dir kräftig Volumen in den Ansatz. Dickes Haar benötigt eine Extraportion Feuchtigkeit, damit es sich geschmeidig stylen lässt. Einmal wöchentlich gönnst du deiner Mähne eine reichhaltige Haarkur, die du mit lauwarmem Wasser ausspülst.

Step 3: Bestimme dein Haarvolumen

Im dritten Schritt betrachtest du die Dichte deiner gesamten Haarmenge. Mit dem Pferdeschwanz-Test gelingt dir das ganz einfach. Mache dir dafür einen Zopf etwa in der Mitte deines Hinterkopfes, sodass du möglichst alle deine Haare hineinbekommst. Achte darauf, möglichst alle Haare zu erfassen. Die beste Position dafür ist etwa in der Mitte deines Hinterkopfes. Mit einem flexiblen Maßband kannst du jetzt den Umfang deines Zopfes messen.

Auch die Menge lässt sich mit einem simplen Haartyp-Test bestimmen. Dazu machst du dir einen einfachen Pferdeschwanz. Nun nimmst du ein flexibles Maßband und führst es eng am Zopf herum.

Das Haarvolumen ist:

  • … dünn, wenn der Zopfumfang weniger als fünf Zentimeter beträgt.
  • … normal, wenn der Zopfumfang zwischen fünf und zehn Zentimetern liegt.
  • … dicht, wenn der Zopfumfang größer als zehn Zentimeter ist.

Addiere nun Schritt für Schritt die Ergebnisse deines FIA-Tests. Im nächsten Schritt kannst du dich deinem Typ entsprechend auf die Suche nach optimalen Pflege- und Stylingprodukten für deine Haare machen. Auf den Produkten selbst findest du die Bezeichnung 3aMiii zwar nicht, dennoch ist sie hilfreich. Denn sie zeigt dir ganz genau an, wie deine Haare beschaffen sind. Notiere die Bezeichnung am besten, damit du den Test nicht immer wieder neu machen musst, falls du sie vergisst. Wenn du dich auf die Suche nach Shampoo und Co. machst, schlägst du die genaue Bedeutung gegebenenfalls einfach nach. Die meisten Produkte zeigen dir an, ob sie sich für lockiges, dickes, dünnes oder plattes Haar eignen.

Beispiele:

  • Glatt und dünn (1aFi): Verwende nicht zu reichhaltige Produkte, da sie deine Haare schnell beschweren können. Verzichte außerdem auf Leave-in-Produkte, denn auch sie sorgen schnell für plattes Haar.
  • Lockig und voluminös (3bMii): Lockige Haare profitieren von speziellen Lockenshampoos mit Anti-Frizz-Effekt. Sie sorgen für besonders viel Sprungkraft und Elastizität. Je dicker die Locken, desto reichhaltiger darf auch die Pflege sein.
  • Kraus und dick (4cFiii): Greife zu speziellen Produkten für Afro-Haar, wenn du sehr krauses und dickes Haar hast. Entwirre deine Haare zudem nur im nassen Zustand mit einem grobzinkigen Kamm, anstatt sie durchzubürsten.

Ihr habt jetzt alle relevanten Informationen für die Bestimmung Eures genauen Haartypens zusammen. Beispiel: Ihr habt über den Kopf verteilt lockere gestreckte Wellen (2a), mitteldickes Haar (M) und Euer Haarvolumen beträgt sechs Zentimeter (ii). Zwar steht auf den Haarpflege- und Stylingprodukten nicht die genaue Haartyp-Bezeichnung. Doch durch den Test habt Ihr sehr viel über die Beschaffenheit Eurer Haare gelernt. Dadurch fällt es Euch leichter, die Produkte zu finden, die wirklich zu Eurem Haartypen passen.

Berücksichtigt bei der Wahl der Pflege- und Stylingprodukte auch den Haarzustand. Als kleine Hilfestellung könnt Ihr Euch zudem merken: Lockiges Haar benötigt vor allem Feuchtigkeit. Feines Haar ist besonders für Haarbruch anfällig, die Kräftigung der Haare steht im Vordergrund. Und bei fettigen Haaren spielt die Kopfhautpflege eine wichtige Rolle.

Haartyp Merkmale Empfohlene Pflege
Glatt und dünn (1aFi) Schnell beschwert, wenig Volumen Leichte Produkte, Verzicht auf Leave-in
Lockig und voluminös (3bMii) Viel Sprungkraft, Elastizität Lockenshampoos mit Anti-Frizz-Effekt
Kraus und dick (4cFiii) Sehr kraus, dick Produkte für Afro-Haar

tags: #Haarstruktur #bestimmen #Test

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