Was ist ein Friseur? Ein umfassender Überblick

Ein Friseur oder Frisör ist ein Beruf, bei dem es vor allem um das Schneiden von Kopfhaar geht. Dafür verlangt der Friseur einen bestimmten Geldbetrag. Das deutsche und österreichische Wort dafür kommt aus dem Französischen: „friser“ bedeutet „kräuseln“. In Frankreich und der Schweiz sagt man Coiffeur. Das kommt ebenfalls aus dem Französischen und bedeutet „frisieren“.

Friseure sind die Profis für "Colour, Cut and Style". Im Salon gibt es deshalb immer Abwechslung.

Aufgaben und Tätigkeiten eines Friseurs

Die Aufgaben eines Friseurs gehen weit über das einfache Schneiden der Haare hinaus. Friseure bieten fachliche Fähigkeiten auf hohem Niveau und Trendsicherheit in Sachen Mode. Sie verändern aber auch die Frisur, zum Beispiel mit Dauerwellen.

Zu den Hauptaufgaben gehören:

  • Haare schneiden
  • Frisuren verändern (z.B. Dauerwellen)
  • Haare färben oder fremdes Haar hinzufügen
  • Beratung zur Haarpflege
  • Make-up und Nageldesign
  • Wellness-Angebote

Bevor sie zur Schere greifen, waschen und pflegen sie die Haare mit Produkten, die gut für die Haare und die Umwelt sind. Beim Föhnen bringen sie die Haare dann in die gewünschte Form. Für das Färben bieten sie verschiedene Möglichkeiten an, zum Beispiel blondieren sie mit Wasserstoffperoxid oder nutzen natürliche Hennafarben für eine rötliche Färbung.

Mit viel Gespür und Einfühlungsvermögen berätst du deine Kunden, um die perfekte Frisur für sie zu finden. Ob schneiden, kolorieren, föhnen, hochstecken, Locken formen oder glätten - mit deinem handwerklichen Geschick verwandelst du Haare in Kunstwerke. Du gestaltest aber nicht nur Frisuren, auch Make-ups, Nail-Designs und Wellness-Angebote gehören zu deinem abwechslungsreichen Arbeitstag.

Die Ausbildung zum Friseur

Wer Friseur werden will, muss dafür drei Jahre lang eine Ausbildung in einem Betrieb machen und die Berufsschule besuchen. Die Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre. Du kannst die Ausbildung aber auch verkürzen, z. B. bei sehr guten Leistungen. Auch eine Teilzeit-Ausbildung ist möglich. Hast du schon eine andere Ausbildung gemacht, kannst du die Friseur-Ausbildung auch in einer Abendschule machen - quasi als schulische Ausbildung.

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Mit der Ausbildung als Friseurin oder Friseur hast du in der Zukunft die Chance Typen zu verändern.

Inhalte der Ausbildung:

  • Kundenmanagement
  • Klassische Friseurdienstleistungen
  • Betriebliche Organisation
  • Marketing
  • Spezialisierung (z.B. Nagelmodellage, Kosmetik)
  • Dauerhafte Haarumformung

Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung - also dem ersten bis 18. Monat - lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes. Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing - wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik.

Der Friseurberuf ist sehr vielseitig, deshalb lernen Auszubildende in der Berufsschule das grundlegende Know-how für die kreative Arbeit im Friseurhandwerk - von Haar- und Kopfhautpflege über Stilberatung bis hin zur betrieblichen Organisation. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr richten sich die Inhalte zusätzlich zur Grundausbildung nach der gewählten Spezialisierung.

ÜLU-Kurse:

Es gibt auch überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLU), die zusätzliche Fähigkeiten vermitteln:

Kursbezeichnung Inhalte
G-FRI1/23 Grundlagen von kundenorientierten Friseurdienstleistungen Grundlagen des Umgangs und der Kommunikation mit Kunden, Haare und Kopfhaut pflegen, Grundlegende Techniken der Maniküre und Gestaltung von Augenbrauen
FRI1/23 Basisfriseurarbeiten Kunden professionell betreuen, Haare und Kopfhaut beurteilen, Dauerhafte Formveränderungen durchführen, Basis-Damen- und Herrenhaarschnitte erstellen, Frisuren gestalten
FRI2/23 Aktuell modische Friseurarbeiten Beratungsgespräche führen, Aktuell modische Damen- und Herrenhaarschnitte erstellen, Farbgestaltung von Haaren erstellen, Frisurenformen mit Stylingtechniken erstellen, Dekoratives Make-up erstellen und Nägel gestalten
FRI3/23 Komplexe Friseurdienstleistungen und kreative Gestaltungskonzepte Farbverändernde Haarbehandlungen und Farbkorrekturen durchführen, Frisuren mit Hochstecktechniken gestalten, Make-up für besondere Anlässe gestalten

Anforderungen und Fähigkeiten

Für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin solltest du vor allem kreativ und handwerklich geschickt sein. Da du täglich mit Kunden arbeitest, sind Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Geduld besonders wichtig. Du solltest außerdem ein gutes Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen haben, um deine Kunden typgerecht beraten zu können. Auch körperliche Ausdauer ist von Vorteil, da du oft lange im Stehen arbeitest.

Neben handwerklichem Geschick solltest du als Friseurin oder Friseur kreativ sein und ein Gespür für Mode und Stil haben.

Weitere wichtige Fähigkeiten:

  • Kreativität
  • Handwerkliches Geschick
  • Freundlichkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Geduld
  • Gutes Gespür für Trends
  • Körperliche Ausdauer

Schulfächer:

  • Chemie: Friseure sollten chemische Prozesse verstehen können, denn sie müssen Färbe- und Tönungsmittel anmischen und anwenden.
  • Deutsch: Beim Umgang mit dem Kunden sind ein guter Ausdruck und Sicherheit in der deutschen Sprache sehr wichtig.

Karriere und Spezialisierung

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten - und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren. Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Friseur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren - je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt.

Spezialisierungsmöglichkeiten:

  • Stylist
  • Colorist
  • Hair Dresser
  • Artist

Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.

Friseurinnen sind nicht nur in klassischen Friseursalons anzutreffen, sondern arbeiten auch oft in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen - es gibt also verschiedenste Einsatzorte und dementsprechend gute Aussichten, eine Stelle zu finden.

Arbeitszeiten:

Es erwartet dich ein Beruf mit festen Arbeitszeiten, die du mit verschiedenen, abwechslungsreichen Aufgaben verbringst. Dein Gehalt kannst du im Laufe deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs auf verschiedene Arten steigern - denn es gibt gute Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Viele Friseursalons haben montags geschlossen, öffnen dafür aber meist auch am Samstag. Bei besonderen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten kann auch mal ein Sonntag zum Arbeitstag werden.

Ausbildung zum/zur Hairstylisten/-stylistin im 2. Bildungsweg

Nach einem Friseurbesuch fühlen sich viele Leute direkt wie neugeboren. Friseurinnen und Friseure zaubern dir nämlich nicht nur deine Wunschfrisur, sondern schaffen auch ein Wohlfühlerlebnis.

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