Seit seinem Launch im Jahr 2014 hat sich Olaplex als Marke für Haarreparatur etabliert. Das Unternehmen, dessen patentierte Technologie kaputte Haarbindungen wiederverknüpft, war der Wegbereiter für eine ganze Haarpflege-Kategorie rund um „Bond Repair“.
Doch nun droht Olaplex juristischer Ärger aufgrund von Kundenbeschwerden. Mehrere Kund:innen werfen der Marke vor, dass ihre Produkte die Haare austrocknen, schädigen oder brechen lassen. Einige Nutzer:innen berichteten sogar von Haarausfall.
Es gibt eine Klage gegen Olaplex in Höhe von 75.000 US-Dollar Schadensersatz, bei der 28 Kläger:innen behaupten, Olaplex-Produkte hätten ihre Haare und Kopfhaut geschädigt. Einige von ihnen litten deswegen sogar unter Haarausfall. Diese Kund:innen klagen, Olaplex-Produkte hätten dafür gesorgt, dass ihre Haare „trocken, brüchig, frizzy und glanzlos“ geworden seien.
Olaplex bestreitet alle Anklagepunkte und verweist auf seine Sicherheitstests. Die Firma sagt auch, sie habe „für diverse Produktlinien Tests an empfindlicher Haut durchgeführt, um die Sicherheit dieser Produkte zusätzlich zu gewährleisten“. Die Testergebnisse haben erwiesen, dass die Produkte „kein reizendes oder sensibilisierendes Potenzial“ hätten.
„Wir sind bereit, unsere Firma, unsere Marke und unsere Produkte energisch gegen diese grundlosen Vorwürfe zu verteidigen“, sagte Wong. „Wir wollen unserer Community aus professionellen Stylist:innen, Kund:innen und Fans versichern, dass sie unsere Produkte weiterhin mit gutem Gefühl verwenden können.“
Im März letzten Jahres gab es Berichte, die Olaplex mit Unfruchtbarkeit in Verbindung brachten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand damals der Wirkstoff Lilial, ein Duftstoff, der seit 2020 in der Europäischen Union verboten ist. Bis vor Kurzem wurde der Stoff in Olaplex-Produkten in den Vereinigten Staaten aber noch in sehr geringer Konzentration (0,0119 Prozent) verwendet, bis Lilial 2022 schließlich aus „einem Überfluss an Vorsicht“ komplett aus den Produkten gestrichen wurde.
Im Zentrum dieser neuen Klage steht jetzt ein anderer Wirkstoff - Panthenol, oder Vitamin B5 -, der potenziell reizend wirken und somit womöglich für die „entzündete, blasige, schuppige, abblätternde Haut“ gesorgt haben soll, von der diese Kund:innen berichten.
„Lilial, auch bekannt als Butylphenyl Methylpropional (BMHCA), wird häufig in kosmetischen sowie nicht-kosmetischen Produkten als Duftstoff verwendet“, erklärt der Toxikologe Rani Ghosh. Dennoch stuft die EU Lilial seit 2020 als „reproduktionstoxisch“ ein. Als vorbeugende Maßnahme wurde die Verwendung von Lilial daraufhin in der EU in kosmetischen Produkten verboten, nachdem Ergebnisse von Tierversuchen (mit Ratten) negative Reaktionen der Leber und des männlichen Fortpflanzungssystems erwiesen hatten.
Es gibt keine klinischen Studien zu der Beziehung zwischen Lilial und Haarausfall. Daher wissen wir nicht, ob es dahingehend eine Verbindung gibt.
„Panthenol ist ein allgegenwärtiger Wirkstoff, der in vielen Haarpflegeprodukten - wie Shampoo und Conditioner - enthalten ist“, erklärt Ghosh. „Panthenol wird aus Vitamin B5 gewonnen, auch bekannt als Panthotensäure, die ein natürlicher Haarbestandteil ist.“ Zu den Vorteilen von Panthenol gehören laut Tricholog:innen und Ärzt:in die Glättung und Stärkung der Haare. Einige Studien weisen sogar darauf hin, der Stoff könnte das Haarwachstum stimulieren.
„Es gibt keine direkten Daten, die vermuten ließen, dass Panthenol Haarausfall bewirken oder der Kopfhautgesundheit schaden könnte“, meint Ghosh. „Wenn da etwas dran wäre, wäre Panthenol kein fester Bestandteil so vieler unserer liebsten Haarpflegeprodukte.“
Die kosmetische Chemikerin Jen Novakovich meint, sie würde sich als Konsumentin weder wegen Lilial noch Panthenol Sorgen machen. „Wie alle anderen Produkte müssen auch Haarpflegeprodukte nachweislich sicher sein, wenn sie auf den Markt kommen“, erzählt sie.
Nach derzeitigem Stand sind die betroffenen Wirkstoffe Lilial und Panthenol nach amerikanischer Meinung ungefährlich. Wieso behaupten einige Konsument:innen dann also, nach der Anwendung von Olaplex unter Haarausfall zu leiden?
Laut Expert:innen ist es in Wahrheit sehr schwer, für Haarausfall einen einzigen Auslöser verantwortlich zu machen. „Der häufigste Auslöser für Haarausfall bei Frauen und Männern sind die Gene“, erklärt Dr. Yates. Zusätzlich gibt es spezifische Gesundheits- und Lifestyle-Faktoren, die nachweislich mit Haarverlust in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören hormonelle Störungen (wie während der Schwangerschaft oder Menopause), Stress, Nährstoffmängel (wie von Eisen), Autoimmunerkrankungen, manche Medikamente und womöglich sogar COVID-19.
Laut Dr. Farjo haben Haarprodukte zwar das Potenzial, dem Haar zu schaden; sie können aber nur unwahrscheinlich zum Haarausfall führen. „Einige Produkte können den Haarschaft von außen beschädigen. Das wären dann vorübergehende Schäden“, erklärt er. Wenn ein Produkt oder eine Behandlung in direkten Kontakt zur Kopfhaut kommt, kann das allerdings „die Kopfhaut verbrennen, was den Haarausfall beeinflussen kann“, ergänzt er.
Ein gut gemeinter Rat: Bevor du Olaplex-Produkte für deinen Haarausfall verantwortlich machst, hol dir bitte eine ärztliche Meinung ein. Wenn sich der Haarausfall über längere Zeit hinweg (mehr als drei Monate) erstreckt, solltest du dir bei Ärzt:innen, Dermatolog:innen oder Tricholog:innen eine Diagnose einholen.
Woran du auf jeden Fall immer denken solltest: Lies dir die Produktbeschreibung und Anwendungsempfehlung gründlich durch. Dabei ist es besser, nicht von den Gebrauchsanweisungen abzuweichen.
Der Olaplex Hair Perfector No.3 ist eine Behandlung für zu Hause, die geschädigtes Haar wiederherstellt. Er sorgt dafür, dass die Geschmeidigkeit, der Glanz und die Struktur des Haares auch zwischen den Behandlungen im Salon erhalten bleiben.
Wichtige Eigenschaften:
Der Hauptwirkstoff in diesem Produkt ist Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate. Dieser Inhaltsstoff bewirkt, dass sich die Aminosäuren wieder miteinander verbinden. Er schafft eine Verbindung zwischen den beiden losen Aminosäuren und macht die Kette wieder stark.
Ja, dieses Produkt ist Curly Girl Method Proof. Es enthält nämlich Feuchthaltemittel in Form von Glycerin. Außerdem enthält dieses Produkt nährende Inhaltsstoffe wie Jojobaöl und Aloe Vera.
Ja, die Olaplex-Produkte sind vegan und grausam-frei!
Grundsätzlich spricht nach aktuellem Wissensstand nichts dagegen, auch in der Schwangerschaft deine Haare zu färben - dies gilt übrigens auch für das Blondieren oder Tönen deiner Haare. Die verschiedenen Techniken der Coloration differenzieren sich durch ihre Intensität und Haltbarkeit - und damit auch in den enthaltenen Inhaltsstoffen.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung bestehen für Haarfärbemittel keine Risiken während der Schwangerschaft und Stillzeit. Daher gibt es auch keine offiziellen Empfehlungen, die sich explizit gegen oder für bestimmte Produkte aussprechen. Wende dich im Zweifel immer an deine*n Gynäkolog*in.
Jeder Schwangeren sollte es selbst überlassen bleiben, womit sie sich wohlfühlt - ob mit oder ohne Haarefärben.
tags: #Olaplex #Shampoo #Schwangerschaft
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