Schuppen sind lästige weiße oder gelbliche Flöckchen auf der Kopfhaut, von denen viele betroffen sind. Es ist wichtig zu verstehen, welche Ursachen, Arten und wirksamen Lösungen es gibt, um eine gesunde Kopfhaut zu bewahren und Schuppen vorzubeugen. Dieser Artikel geht ausführlich auf die Merkmale, Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von Schuppen ein.
Die Bildung von Schuppen ist ein ganz normaler Prozess, denn: Die Haut erneuert sich ständig selbst, auch die Kopfhaut. Dabei wandern neue Hautzellen innerhalb eines Monats aus tieferen Hautschichten bis an die Hautoberfläche. Dort verhornen sie und werden - für das bloße Auge nicht wahrnehmbar - abgestoßen. Ist dieser Prozess gestört, entstehen sichtbare Schuppen auf der Haut.
Schuppen sind also seltener Zeichen einer Krankheit, sondern oft ein lokales kosmetisches Problem. Jedoch eines, das man gerne schnell wieder loswerden möchte. Zahlreiche Anti-Schuppen-Shampoos sollen dabei helfen. Die meisten halten, was sie versprechen. Anders bei Hausmitteln. Mit ihnen lassen sich Schuppen kaum dauerhaft bekämpfen.
Die Haut erneuert sich etwa alle 4 Wochen und enthüllt neue Hautzellen. Wenn die Kopfhaut jedoch schneller als üblich erneuert wird, kann der Körper die abgestorbenen Hautzellen nicht vollständig abbauen.
Aus Sicht des Facharztes für Dermatologie gibt es verschiedene Ursachen für Schuppen. Eine trockene Haut kann dazu führen, Heizungsluft, Klimaanlagen oder ein stark entfettendes Shampoo. So genannte fettige Kopfhautschuppen stellt der Hautarzt bei denjenigen fest, die zu fettiger Kopfhaut neigen. Oft bereitet ein Hefepilz (Pityrosporum ovale) zusätzliche Probleme. Er gehört zwar zur natürlichen Hautflora, kann sich aber unter günstigen Bedingungen schnell vermehren und dazu führen, dass die Kopfhaut noch mehr schuppt.
Hinter Schuppen können sich aber auch andere Hauterkrankungen verbergen. Dermatologen zählen dazu Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder das seborrhoische Ekzem.
Aber: Schuppen sind nicht gleich Schuppen. Johanna Kubek, niedergelassene Hautärztin, erklärt:
Die trockene Schuppung sieht so aus, dass es kleinere Schuppen sind, und dass diese Schuppen locker sitzen und häufig durch die Austrocknung der Kopfhaut entstehen.
Anders bei fettigen Schuppen. Sie entstehen meist durch eine übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut.
Das kann man selbst unterscheiden, indem man ein paar Schuppen nimmt und diese zwischen den Fingern reibt. Wenn sich das ölig anfühlt, dann ist das eine fettige Kopfschuppung.
Schuppen können in zwei Arten unterteilt werden: fettige und trockene Schuppen. Sie unterscheiden sich in Farbe, Struktur, Löslichkeit und Ursache.
Ursache ist meist eine trockene Kopfhaut. Sie entsteht, weil die Kopfhaut zu wenig Talg produziert oder zu wenig Feuchtigkeit speichert. Die weiß-silbrigen, feinen Hautschüppchen "rieseln" dann regelrecht vom Kopf und landen gut sichtbar im Schulterbereich auf der Kleidung.
Häufiges Haarewaschen, zu heißes Föhnen, aggressive Pflege- und Stylingprodukte, aber auch Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte und trockene Heizungsluft tragen dazu bei, dass die Kopfhaut austrocknet.
Ursache für fettige Schuppen ist eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut. Fettige Schuppen sind häufig etwas größer und haften als gelbliche Flocken an Kopfhaut und Haaren.
Eine häufige Ursache von fettigen Schuppen ist seborrhoische Dermatitis. Probiere ein Anti-Schuppen Shampoos aus: Anti-Schuppen Shampoos können dazu beitragen, Schuppen von der Kopfhaut und den Haaren zu entfernen. Sie können auch überschüssiges Öl und Talg ausspülen, und viele enthalten einen Antipilz-Wirkstoff, um die Hauptursache von fettigen Schuppen zu reduzieren.
Hinzu kommt, dass sich ein bestimmter Hefepilz (Malassezia furfur) übermäßig vermehren kann. Der Pilz gehört zur natürlichen Hautflora. Fettige Kopfhaut bereitet ihm einen guten Nährboden. Dadurch kann er sich ungehindert ausbreiten, was zu starkem Juckreiz führt. Die Neigung zu fettiger Kopfhaut ist genetisch bedingt.
Schuppen sind heilbar. Um sie wirksam zu bekämpfen, muss die Kopfhaut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht gebracht werden.
Viele Betroffene greifen schnell zum Klassiker, dem Anti-Schuppen-Shampoo. Ob teuer oder billig: Die meisten wirken gut und pflegen das Haar. Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion.
Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Das Shampoo sollte über vier Wochen angewandt werden.
Bei Produkten aus der Apotheke reichen bis zu zwei Anwendungen pro Woche. Kommt es zu einer Besserung, kann es hin und wieder verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung zur Vorbeugung braucht man aber nicht.
Für eine effektive Schuppenbehandlung bereits ab der ersten Wäsche probiere das NIVEA Men Anti-Schuppen Shampoo.
Einige bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig und Kokosöl können beruhigend auf die Kopfhaut wirken und besitzen antibakterielle oder entzündungshemmende Eigenschaften. Diese helfen dabei, das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, die Schuppenbildung zu reduzieren und Juckreiz zu lindern. Auch Aloe vera ist beliebt, da sie Feuchtigkeit spendet und gereizte Haut beruhigt.
Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken. Es existieren meist nur Erfahrungswerte. Beliebt sind vor allem Oliven- oder Kokosöl, Aloe Vera, Apfelessig, Naturjoghurt und Backpulver.
Hautärztin Kubek hält von Hausmitteln wenig:
Aus dermatologischer Sicht kann man so etwas nicht empfehlen. Die Dosierung dieser Stoffe ist überhaupt nicht standardisiert.
Die Folge: Je nach Menge und Anwendung können die Hausmittel die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.
Johanna Kubek sagt:
Sind noch andere Beschwerden da wie Juckreiz, Brennen, Nässen, muss man den Arzt aufsuchen.
Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein.
Wenn du trotz angemessener Pflege auch nach Wochen keine Verbesserung feststellst, ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Diese Erkrankungen erfordern einen Behandlungsplan, der sich von der Behandlung von Schuppen unterscheidet.
| Schuppenart | Ursachen | Behandlung |
|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Trockene Kopfhaut, häufiges Waschen, aggressive Shampoos, trockene Luft | Milde Shampoos, feuchtigkeitsspendende Kopfhautpflege, Ölkuren |
| Fettige Schuppen | Übermäßige Talgproduktion, Hefepilz (Malassezia furfur), hormonelle Faktoren | Anti-Schuppen-Shampoos mit Antipilz-Wirkstoffen, ausgewogene Ernährung, Peeling |
| Schuppen durch Hauterkrankungen | Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme | Ärztliche Behandlung, spezielle Shampoos, entzündungshemmende Mittel |
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