Ursachen von Schuppen: Ein umfassender Überblick

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen, weißen oder gelblichen Flöckchen können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch Juckreiz und eine gereizte Kopfhaut verursachen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von Schuppen beleuchtet und Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung aufgezeigt.

Was sind Schuppen?

Jeder Mensch produziert Schuppen, auch Squama genannt. Die oberste Hautschicht (Epidermis) besteht aus Hautzellen, die sich ständig erneuern. Die Zellen durchwandern die verschiedenen Hautschichten, sterben ab und werden an der Hautoberfläche abgestoßen.

Normalerweise sind diese abgestoßenen Hautschüppchen so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Erst wenn sich größere Verbände von etwa fünfhundert Zellen bilden, werden sie als Schuppen sichtbar. Dies geschieht, wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt und diese verklumpen.

Ein typisches Anzeichen für Schuppen ist eine juckende Kopfhaut, die auf eine Reizung durch aggressive Shampoos oder zu häufiges Waschen und Föhnen hindeutet.

Meistens sind die herabrieselnden Schuppen harmlos, können aber als ästhetisch unschön empfunden werden. In manchen Fällen können Schuppen auch ein Hinweis auf eine Erkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sein.

Trockene und fettige Schuppen

Schuppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Trockene Schuppen: Diese entstehen überwiegend durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft im Winter, austrocknende Shampoos und Pflegemittel, Föhnen oder heißes, trockenes Klima.
  • Fettige Schuppen: Diese entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion und sind meist größer als trockene Schuppen. Sie fühlen sich ölig an und lassen sich nicht so schnell ablösen.

Die Entstehung von fettigen Schuppen kann durch das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur begünstigt werden, der zur normalen Hautflora gehört, aber bei übermäßigem Wachstum Entzündungen verursachen kann.

Welche Ursachen können Schuppen haben?

Etwa 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer leiden zumindest zeitweise an einer starken Schuppung. Die Erklärung dafür, warum man Schuppen bekommt, ist, dass sich die menschliche Haut alle vier Wochen erneuert, wobei sich alte, abgestorbene Hornzellen ablösen.

Wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt, verklumpen sie und bilden sichtbare Schuppen.

Ursachen für trockene Schuppen

Trockene, weiße Schuppen entstehen vor allem durch äußere Faktoren wie austrocknende Shampoos, heißes Föhnen, Heizungsluft und ein trockenes Klima. Oftmals schuppt sich die Haut direkt nach dem Haarewaschen.

Ursachen für fettige Schuppen

Gelbe, fettige Schuppen entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion. Typischerweise bilden sich solche Schuppen am Haaransatz im Bereich der Stirn und an den Augenbrauen. Die Schuppen sind größer als die trockenen und fühlen sich oft ölig und klebrig an. Die Kopfhaut ist meist gerötet, weist nässende Stellen auf und juckt.

Ein seborrhoisches Ekzem kann ebenfalls die Ursache für fettige Schuppen sein. Verantwortlich dafür ist in vielen Fällen der Hefepilz Malassezia Furfur. Ein Risikofaktor ist beispielsweise Stress, weil durch die psychische Belastung das Immunsystem geschwächt ist.

Von fettigen Schuppen sind häufiger Männer betroffen, da sie insgesamt zu fettigerer Kopfhaut neigen. Auch Menschen mit schwachem Immunsystem und Diabetes sind anfälliger dafür.

Treten Schuppen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf, ist das in der Regel auf die Hormonumstellung zurückzuführen.

Erkrankungen als Ursache von Schuppen

In manchen Fällen können auch Erkrankungen hinter Schuppen stecken:

  • Hormonschwankungen: Diese beeinflussen die Talgproduktion und können in der Pubertät zu fettiger Haut und in den Wechseljahren zu trockenen Schuppen führen.
  • Falsche Haarpflege: Häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und heißes Föhnen können zu trockener Kopfhaut und Schuppen führen.
  • Ungünstiges Klima: Hitze und trockene Luft verursachen eine trockene Kopfhaut, während hohe Luftfeuchtigkeit eher fettige Schuppen begünstigt.
  • Erbliche Veranlagung: Experten nehmen an, dass auch die Vererbung bei der Entstehung von Kopfschuppen eine Rolle spielt.
  • Stress: Psychische Belastungen können sich auf den Stoffwechsel der Hornhaut auswirken und Schuppen verursachen.
  • Psoriasis: Die Kopfhaut-Psoriasis ist eine schwer behandelbare Unterform der Schuppenflechte.
  • Malassezia furfur: Steigt die Talgproduktion der Kopfhaut, wächst der Hefepilz manchmal stark an und verursacht Entzündungen.
  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis): Typisch sind schuppende, stark juckende Hautausschläge.
  • Seborrhoisches Ekzem: Typische Symptome sind Juckreiz und gelbliche Schuppen.
  • Kontaktallergien: Manche Menschen reagieren auf Inhaltsstoffe von Haarpflege- oder Kosmetikprodukten mit Juckreiz und Schuppenbildung.

Die folgende Tabelle fasst die Hauptursachen und Merkmale von trockenen und fettigen Schuppen zusammen:

Art der Schuppen Ursachen Merkmale
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, austrocknende Shampoos, Heizungsluft, trockenes Klima Klein, weiß, rieseln leicht vom Kopf
Fettige Schuppen Erhöhte Talgproduktion, Hefepilz Malassezia furfur, hormonelle Veränderungen Größer, gelblich, fühlen sich ölig an, klebrig

Wann sollte man bei Schuppen zum Arzt?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, einen Hautarzt aufzusuchen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Günstig und natürlich: 7 Hausmittel gegen Schuppen

Schuppen: Vorbeugung

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten.

Es gibt auch einige Hausmittel, die gegen Schuppen helfen können, wie Teebaumöl, Apfelessig oder Olivenöl.

tags: #Ursachen #Schuppen

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