Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen, weißen oder gelblichen Flöckchen können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch Juckreiz und eine gereizte Kopfhaut verursachen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von Schuppen beleuchtet und Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung aufgezeigt.
Jeder Mensch produziert Schuppen, auch Squama genannt. Die oberste Hautschicht (Epidermis) besteht aus Hautzellen, die sich ständig erneuern. Die Zellen durchwandern die verschiedenen Hautschichten, sterben ab und werden an der Hautoberfläche abgestoßen.
Normalerweise sind diese abgestoßenen Hautschüppchen so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Erst wenn sich größere Verbände von etwa fünfhundert Zellen bilden, werden sie als Schuppen sichtbar. Dies geschieht, wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt und diese verklumpen.
Ein typisches Anzeichen für Schuppen ist eine juckende Kopfhaut, die auf eine Reizung durch aggressive Shampoos oder zu häufiges Waschen und Föhnen hindeutet.
Meistens sind die herabrieselnden Schuppen harmlos, können aber als ästhetisch unschön empfunden werden. In manchen Fällen können Schuppen auch ein Hinweis auf eine Erkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sein.
Schuppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
Die Entstehung von fettigen Schuppen kann durch das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur begünstigt werden, der zur normalen Hautflora gehört, aber bei übermäßigem Wachstum Entzündungen verursachen kann.
Etwa 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer leiden zumindest zeitweise an einer starken Schuppung. Die Erklärung dafür, warum man Schuppen bekommt, ist, dass sich die menschliche Haut alle vier Wochen erneuert, wobei sich alte, abgestorbene Hornzellen ablösen.
Wenn die Haut die Zellen zu schnell abstößt, verklumpen sie und bilden sichtbare Schuppen.
Trockene, weiße Schuppen entstehen vor allem durch äußere Faktoren wie austrocknende Shampoos, heißes Föhnen, Heizungsluft und ein trockenes Klima. Oftmals schuppt sich die Haut direkt nach dem Haarewaschen.
Gelbe, fettige Schuppen entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion. Typischerweise bilden sich solche Schuppen am Haaransatz im Bereich der Stirn und an den Augenbrauen. Die Schuppen sind größer als die trockenen und fühlen sich oft ölig und klebrig an. Die Kopfhaut ist meist gerötet, weist nässende Stellen auf und juckt.
Ein seborrhoisches Ekzem kann ebenfalls die Ursache für fettige Schuppen sein. Verantwortlich dafür ist in vielen Fällen der Hefepilz Malassezia Furfur. Ein Risikofaktor ist beispielsweise Stress, weil durch die psychische Belastung das Immunsystem geschwächt ist.
Von fettigen Schuppen sind häufiger Männer betroffen, da sie insgesamt zu fettigerer Kopfhaut neigen. Auch Menschen mit schwachem Immunsystem und Diabetes sind anfälliger dafür.
Treten Schuppen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf, ist das in der Regel auf die Hormonumstellung zurückzuführen.
In manchen Fällen können auch Erkrankungen hinter Schuppen stecken:
Die folgende Tabelle fasst die Hauptursachen und Merkmale von trockenen und fettigen Schuppen zusammen:
| Art der Schuppen | Ursachen | Merkmale |
|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Trockene Kopfhaut, austrocknende Shampoos, Heizungsluft, trockenes Klima | Klein, weiß, rieseln leicht vom Kopf |
| Fettige Schuppen | Erhöhte Talgproduktion, Hefepilz Malassezia furfur, hormonelle Veränderungen | Größer, gelblich, fühlen sich ölig an, klebrig |
Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, einen Hautarzt aufzusuchen:
Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.
Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:
Es gibt auch einige Hausmittel, die gegen Schuppen helfen können, wie Teebaumöl, Apfelessig oder Olivenöl.
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