Warum bekommen Männer eine Glatze? Ursachen und Lösungen

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem unter Männern. Laut Studien sind in Deutschland etwa 80 % der Männer mehr oder weniger stark davon betroffen, und das oft schon in jungen Jahren. Doch was sind die Ursachen für Haarausfall bei Männern, und was kann man dagegen tun?

Die häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Männern

Haarausfall bei Männern kann unterschiedliche Ursachen haben. Hier sind die häufigsten:

  • Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall): Dies ist die häufigste Ursache für Haarausfall bei Männern. Bis zu 70 Prozent der Männer sind betroffen.
  • Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie): Hierbei dünnt das Haar über den gesamten Kopf aus.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bei dieser Form fallen Haare stellenweise aus, sodass runde kahle Stellen entstehen.

Androgenetische Alopezie: Das "Glatzen-Gen"

Die androgenetische Alopezie ist in 95 Prozent der Fälle erblich bedingt. Das „Glatzen-Gen“ befindet sich mehrheitlich im Erbgut der Mutter. Bei dieser Form des Haarausfalls reagieren die Haarfollikel empfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT). In der Folge fallen die Haare verstärkt aus oder wachsen unzureichend nach.

Je nach genetischer Veranlagung kann die androgenetische Alopezie bei manchen Männern bereits ab dem 16. Lebensjahr beginnen. Mit zunehmendem Alter steigt die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT. Der Haarverlust wird immer auffälliger. Oftmals bleibt lediglich ein Haarkranz bestehen. Manchmal bildet sich eine Glatze.

Die drei Phasen des erblich bedingten Haarausfalls:

  1. Das Haar lichtet sich am Haaransatz und bildet die bekannten Geheimratsecken.
  2. Die Haare fallen auch am Oberkopf aus.
  3. Nach einiger Zeit bildet sich ein Haarkranz.

Dihydrotestosteron (DHT): Freund oder Feind?

Das bekannteste männliche Sexualhormon Testosteron ist selbst nicht verantwortlich für den Haarausfall, sondern sein aktives Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron, kurz DHT. Je mehr Testosteron in DHT umgewandelt wird, desto schneller beginnt der Haarausfall - wenn Mann die genetische Disposition dazu besitzt. Dort wo in der Kopfhaut neue Haare sprießen, hemmt DHT ihr Wachstum.

Reguliert wird das alles von einem Enzym namens 5α-Reduktase. Entscheidend dafür, wer wann eine Glatze bekommt, ist also, wie aktiv 5α-Reduktase ist sowie die Zahl der Rezeptoren, an denen DHT am Follikel andocken kann.

DHT und Haarausfall

Weitere Ursachen für Haarausfall

Neben der genetischen Veranlagung und dem DHT gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall bei Männern begünstigen können:

  • Stress: Hoher Leistungsdruck und Stress im Alltag können die Haarwurzeln schwächen und zu vorzeitigem Haarverlust führen.
  • Erkrankungen und Nährstoffmangel: Bestimmte Erkrankungen oder ein Mangel an wichtigen Nährstoffen können Haarausfall verursachen.
  • Falsche Haarpflege: Zu heißes Wasser, aggressive Shampoos und Stylingprodukte können die Haare schädigen.
  • Autoimmunerkrankungen
  • Hormonelle Überempfindlichkeit
  • Mangelernährung
  • Medikamente, z. B. Chemotherapie
  • Schilddrüsenprobleme
  • Jahreszeitenwechsel
  • Zuckerhaltige Getränke: Laut einer Studie leiden Männer, die durchschnittlich nur ein zuckerhaltiges Getränk am Tag konsumieren, 30 Prozent häufiger an Haarverlust.

Die Generation Z steht unter immensem Druck. Soziale Medien, Karriereanforderungen und der ständige Vergleich mit anderen erzeugen Stress, der sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Viele junge Männer experimentieren früh mit aggressiven Haarpflegeprodukten und häufigen Stylings wie Bleichen oder Glätten, was das Haar zusätzlich strapaziert.

Was tun gegen Haarausfall?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall bei Männern zu behandeln. Welche Behandlung wirksam ist, hängt von der Ursache des Haarausfalls ab. Der erste Weg führt daher zur Hautärztin oder zum Hautarzt. Denn für eine erfolgreiche Therapie braucht es in jedem Fall eine Diagnose.

Medikamentöse Behandlung

Zur Anwendung kommen die beiden Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil. Beide wirken nachweislich.

  • Minoxidil: Wird als Lösung oder Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen. Es verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und verlängert die Wachstumsphase des Haares.
  • Finasterid: Wurde bislang als Tablette eingenommen, seit 2023 gibt es den Wirkstoff auch als Spray zur äußeren Anwendung. Es blockiert das Hormon Dihydrotestosteron (DHT).

Wirksam sind die Medikamente gegen Haarausfall allerdings nur, wenn sie dauerhaft angewendet werden. Setzen Männer die Präparate ab, schreitet auch der Haarausfall weiter fort.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Neben Medikamenten gibt es noch weitere Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln:

  • Haartransplantation: Hierbei werden gesunde Haarfollikel in kahlen Bereiche verpflanzt.
  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit wertvollen Nährstoffen wie Eisen, Zink, Biotin, und Omega-3-Fettsäuren ist wichtig für das Haarwachstum.
  • Haarpflege: Männer, die an Haarausfall leiden, können mit stärkenden Haarpflege-Produkten entgegenwirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Ursache Behandlungsmöglichkeiten
Androgenetische Alopezie Finasterid, Minoxidil, Haartransplantation
Diffuser Haarausfall Behandlung der Grunderkrankung, Nährstoffausgleich
Kreisrunder Haarausfall Immuntherapie, Kortikosteroide

Für Männer der Generation Z, die frühzeitig unter Haarausfall leiden, gibt es effektive Lösungen, um das Problem anzugehen und das Selbstbewusstsein wiederherzustellen. In der KÖ-MEN’S Klinik werden spezialisierte Behandlungsansätze für Männer angeboten.

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