Anleitung zum Haare selber schneiden: Tipps, Techniken und Schritt-für-Schritt-Anleitungen

Keine Zeit, Lust oder das Budget für einen Friseurbesuch? Dann schnapp dir selbst die Schere - mit der richtigen Technik kannst du deine Haare selbst schneiden und tolle Ergebnisse erzielen. Und ja, auch wenn Friseur:innen jetzt vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Es gibt durchaus gute Gründe, warum es manchmal sinnvoll ist, selbst zur Schere zu greifen!

Ob Spitzen, Pony oder Locken: Wir zeigen dir Schnitt für Schnitt, wie du deine Frisur zu Hause auffrischst, welche Fehler du vermeiden solltest und welches Equipment wirklich unverzichtbar ist.

Warum sollte ich mir die Haare selbst schneiden?

Zunächst einmal spielt das liebe Geld eine Rolle. Es ist nicht gerade günstig, regelmäßig zum Friseur oder zur Friseurin zu gehen, vor allem wenn es nur darum geht, die Spitzen zu schneiden oder Spliss in den Griff zu bekommen.

Auch nicht zu vergessen: Die Schwierigkeit, einen Friseur oder eine Friseurin zu finden, der/die genau versteht, was du willst und wirklich nur so viel wegschneidet, wie du möchtest. Du hast doch bestimmt auch schon mal ausdrücklich verlangt: "Nur die Spitzen!" und bist dann mit 5 Zentimeter kürzerer Matte aus dem Laden gelaufen, oder? Ärgerlich!

Und wenn du einen Figaro gefunden hast, der gute Arbeit leistet, musst du meist Wochen auf einen Termin außerhalb der eigenen Arbeitszeiten warten. Wer bitteschön schafft es mittwochs um 11 Uhr zum Haareschneiden?

Wenn die Haare also am besten jetzt sofort ab sollen, und das Ganze auch bitte keine Unsummen kosten soll, bist du hier genau richtig! Wir verraten, was du beim Haarschnitt zu Hause beachten musst, welches Equipment du dafür brauchst und haben einfache Schnitt-Anleitungen für dich zusammengestellt.

Worauf muss ich achten, wenn ich mir die Haare selbst schneide?

Essenziell ist es zu bedenken, dass die Haare im nassen Zustand länger aussehen - weil sich Locken und Wellen aushängen und selbst glatte Haare sich platt am Ansatz anschmiegen, wenn sie nass sind. Du solltest beim Schneiden auch nicht zu kräftig an den Strähnen ziehen. Die Haare springen danach wieder hoch, und der Pony ist plötzlich kürzer als gedacht. Ups!

Wichtig ist es außerdem, die Haare gut abzuteilen, damit du am Ende nicht versehentlich eine Strähne erwischst, die gar nicht geschnitten werden sollte. Schneiden solltest du grundsätzlich nie waagerecht. Viel besser ist es, die Schere senkrecht in die Haare zu halten und Strähne für Strähne zu kappen. Das dauert länger. Aber es verhindert unschöne Schnittkanten und ungleiche Ecken in den Haaren.

Trocken oder nass schneiden? Die richtige Methode für deinen Haartyp

Nass schneiden wirkt immer professionell. Tatsächlich schneiden aber auch viele gute Friseur:innen die Haare in manchen Fällen lieber trocken. Es sagt also nichts über die Qualität des Schnitts aus, ob die Haare nass oder trocken geschnitten werden. Welche Schnitttechnik die richtige ist, hängt von der Haarstruktur ab. Also davon, ob deine Haare eher glatt oder lockig sind.

Glatte Haare schneidest du am besten nass - durch die Feuchtigkeit hängen sich auch die letzten Knicke aus und du gehst sicher, dass am Ende wirklich alle Haare gleich lang sind und du nicht versehentlich an einer Stelle zu viel oder wenig wegnimmst. Kleiner Reminder: Denk dran, dass die Haare jetzt länger aussehen, als sie tatsächlich sind. Also lieber zu wenig als zu viel abschneiden, kurz föhnen, kontrollieren und sonst noch einmal nass machen und nachbessern.

Locken schneidest du am besten trocken. So siehst du genau, wie die Haare später fallen. Nass sind die Haare bei Locken nämlich viel, viel länger, und du weißt gar nicht genau, wie viel du abschneiden musst, damit es später auch trocken gut aussieht.

Welche Schere brauche ich zum Haareschneiden?

Eine gute Schere ist das A und O. Aber du musst nicht in das 200-Euro-Modell aus dem Friseurbedarf investieren - ja, richtig gute Scheren kosten echt so viel. Es gibt auch spezielle Haarscheren in der Drogerie und Online, die für den Heimbedarf ausreichen. Mit 10-20 Euro bist du immer noch günstiger dabei als für einen Haarschnitt. Und: Das Ding hält ewig und kommt bestimmt noch öfter zum Einsatz.

  • Haarschere aus Stahl von NIPPES, um 21,95 €
  • Für dicke Haare gibt es auch spezielle Effilier-Scheren zum Ausdünnen, z.B. dieses Modell von Canal.

Auf keinen Fall solltest du deine Haare mit der Küchenschere (viel zu groß) oder einer Bastelschere (viel zu stumpf) schneiden. Dann sind grobe Schnittkanten und kaputtere Haare als vorher programmiert.

Doppelseitig gezahnte Effilierschere von CANAL (über Hagel-Shop.de), um 35,90 €

Wann sollte ich doch lieber zum Profi?

Du willst das jetzt bestimmt nicht lesen, aber: Nicht ohne Grund machen Friseur:innen eine 3-jährige Berufsausbildung. Komplizierte Kurzhaarschnitte oder ein flotter Stufenschnitt? Das geht zuhause in die Hose. Wenn du aber bloß die kaputten Spitzen kappen willst oder den nervig langen Pony aus dem Blickfeld haben möchtest, kannst du auch ruhig selbst Hand anlegen.

Überlege aber wirklich genau, ob du dir das Do-it-yourself-Experiment zutraust. Wer im Kunstunterricht in der Grundschule schon nicht so wirklich sauber ausschneiden konnte, sollte es vielleicht lieber lassen.

Alles verstanden und Zubehör zur Hand? Dann kann's ja losgehen. Hier kommen unsere Haar-Schneide-Anleitungen für zu Hause:

Lange glatte Haare gerade auf eine Länge schneiden

Bevor du alle Haare absäbelst, solltest du wissen, dass selbst vermeintlich gerade abgeschnittene Haare beim Friseur oder bei der Friseurin nie auf eine Länge gekappt werden. Die vorderen Strähnen sind immer etwas kürzer als die hinteren, so fällt die Mähne schöner, wenn du die Haare nach vorn über die Schultern legst. Wären alle Haare auf einer Länge, würde genau das komisch aussehen.

Dein Ziel sollte es also sein, eine U-Form bzw. einen leichten Bogen in die Spitzen zu schneiden. Das klappt am besten so:

  1. Die Haare waschen und mit einem Handtuch ausdrücken.
  2. Die feuchten Strähnen gründlich kämmen.
  3. Einen Mittelscheitel bis in den Nacken ziehen.
  4. Beide Haarhälften nach vorn über die Schulter legen.
  5. Mit einer Hälfte starten: Eine schmale Strähne zwischen Zeige- und Mittelfinger klemmen. Die Strähne straff ziehen und die Finger knapp oberhalb der Stelle positionieren, an der du die Spitzen kappen willst. Alles, was unten vorsteht, kommt gleich ab.
  6. Schneide die Haare unterhalb der Finger ab. Halte die Schere dafür leicht schräg und so, dass die Spitze nach oben in Richtung der Finger zeigt. Schneide kleine Mini-Zacken in die Haare. Keine Sorge, die sieht man später nicht. Viel eher entstehen Kanten, wenn du alles stumpf auf eine vermeintlich einheitliche Länge schneidest.
  7. So gehst du Strähne für Strähne vor. Die erste Partie dient dabei als Orientierung für die spätere Länge. Kontrolliere zwischendurch, indem du immer wieder durch die Haarspitzen kämmst.
  8. Die zweite Haarhälfte angleichen. Muster auf der Kleidung können helfen. Also am besten ein Ringelshirt anziehen. Dann sind beide Seiten später garantiert gleich lang.

Haare selbst schneiden - so geht's | Lena's Lifestyle

Spliss entfernen: Kaputte Spitzen selbst schneiden

Je länger deine Haare sind, desto eher neigen sie zu Spliss. Denn die Enden wurden schon entsprechend häufig geföhnt, gefärbt, gesonnt - und spalten sich durch diese Strapazen irgendwann.

Mit etwas Übung kriegst du Spliss auch ohne Friseur in den Griff

Das Tückische: Wenn du Spliss nicht schneidest, wandert er immer weiter hoch, ehe die Haare schließlich so kaputt sind, dass du alle auf Kinnlänge kürzen musst. Um das zu vermeiden, solltest du gespaltene Enden regelmäßig schneiden, etwa alle 4-6 Wochen. Dafür musst du nicht alle Haare absäbeln und auch nicht zum Profi. So funktioniert ein Spliss-Schnitt zu Hause:

  1. Teile im trockenen Haar eine schmale, etwa 5 Zentimeter breite Strähne ab.
  2. Zwirbel die Haare komplett ein.
  3. Halte den Zwirbelzopf gegen das Licht.
  4. Was jetzt hervorsteht, sind die kaputten Spitzen. Denn sie sind starrer als gesunde, weiche Haarspitzen, die sich mühelos mit eindrehen lassen.
  5. Kappe die hervorstehenden Härchen genau an der Stelle, an der sie aus dem Zopf stehen.
  6. Mit der gleichen Technik strähnenweise durch den ganzen Schopf vorarbeiten. Ja, das ist mühselig - aber rettet dir langfristig viele Zentimeter!

Wir haben übrigens auch einen Artikel mit den besten Pflege-Tipps für kaputte Haare zusammengestellt.

Pony nachschneiden: So vermeidest du Styling-Pannen

Grundsätzlich gilt: Hast du noch keinen Pony, willst aber unbedingt Stirnfransen tragen, solltest du beim ersten Mal lieber zum Friseur oder zur Friseurin. Der Profi kann die ideale Breite, Dicke und Länge des Ponys für deine Gesichtsform und Haarstruktur bestimmen. Reichlich Pony-Inspiration gibt's hier. Bist du bereits Ponyträgerin, ist selbst Nachschneiden mit der richtigen Technik kein Problem. So geht's:

  1. Safety first: Binde einen Pferdeschwanz, um die umliegenden Haare nicht versehentlich zu kürzen.
  2. Style den Pony so, wie du ihn sonst auch trägst.
  3. Bestimme einen Referenzpunkt für die spätere Länge. Das kann das Augenlid, die Augenbraue oder der Wimpernkranz sein.
  4. Starte in der Mitte vom Pony.
  5. Klemme eine feine Strähne zwischen Zeige- und Mittelfinger, ohne Spannung auf das Haar auszuüben. Ziehst du an den Haaren, wirken sie länger als sie sind, und du neigst dazu, zu viel abzuschneiden.
  6. Jetzt wird's ernst: Halte die Schere senkrecht und kappe die Strähne, indem du mehrfach hineinschnippelst. So entsteht später keine stumpfe Schnittkante.
  7. Arbeite dich zu den Seiten hin vor und orientiere dich dabei immer wieder an deinem Referenzpunkt und den Strähnen, die du schon geschnitten hast.

Tipp: Es hilft, zwischendurch einen Schritt zurückzugehen und den Zwischenstand mit etwas Abstand zu kontrollieren. So erkennst du Unebenheiten besser. Alles gut? Dann wieder ran an den Spiegel.

Locken schneiden: Technik für definierte, volle Curls

Lockige Haare solltest du - wie bereits erwähnt - am besten trocken schneiden. Nur so siehst du, wie sich die Haare kringeln. Für einen komplett neuen Schnitt solltest du auf jeden Fall zum Profi gehen. Willst du nur die kaputten Spitzen loswerden, klappt das auch zuhause und zwar so:

  1. Bürste deine Locken vor dem Schneiden nicht. Dadurch löst du die Kringelstruktur und kannst nicht mehr erkennen, wie die Haare eigentlich fallen.
  2. Teile das Deckhaar oberhalb der Ohren ab und stecke es locker fest.
  3. Schaue dir die offenen Haare genau an. Sind sie vorn etwas kürzer als hinten? Prima, dann kannst du dich an die Grundform halten und nur die kaputten Enden schneiden. Anderenfalls sollte es dein Ziel sein, ebendiesen leichten Bogen in die Haare zu schneiden. (Warum, haben wir bei den glatten Haaren oben erklärt.)
  4. Greife Locke für Locke und halte die Strähne ins Licht.
  5. Kaputt ist der Teil, ab dem die Strähne sich nicht mehr schön kringelt, sondern undefiniert und frizzy wirkt. Genau diesen Part solltest du abschneiden.
  6. Strähne für Strähne vorarbeiten und dabei immer wieder im Spiegel kontrollieren.
  7. Wenn du mit der unteren Schicht fertig bist, das Deckhaar öffnen.
  8. Nach der gleichen Schnitttechnik vorgehen.

Tipp: Wenn die Haare nach oben hin immer ein Stückchen kürzer werden, fallen die Locken später besonders voluminös.

Boxerschnitt selber machen

Bei einem Boxerschnitt kann die Haarlänge variieren, nur die Form der Frisur folgt einem klaren Muster: Hinterkopf und Seiten sind kurz rasiert, während die Haare am Oberkopf länger sind. Möchten Sie einen solchen Schnitt selber machen, brauchen Sie eine ruhige Hand und etwas Geschick.

Bei einem Boxerschnitt bietet es sich an, ihn selber zu schneiden. Eine solche Frisur ist schnell ausgewachsen, daher spart das Selbermachen Ihnen den Gang zum Friseur und Geld. Zum Schneiden benötigen Sie einen Rasierer mit verschiedenen Aufsätzen für unterschiedliche Haarlängen.

Für den kurz rasierten Teil des Kopfes, also am Hinterkopf und an den Seiten, sollten Sie den Aufsatz des Rasierers auf circa drei Millimeter einstellen. Das Gerät muss für das Schneiden von langen Haaren geeignet sein, damit es auch durch die Haare kommt. Rasieren Sie von unten nach oben gegen die Wuchsrichtung der Haare und lassen Sie dabei die Haare am Oberkopf stehen. Diese schneiden Sie dann in einem zweiten Durchgang.

Es bleibt Ihnen überlassen, wie kurz Sie die Haare am Oberkopf schneiden möchten. Je nach Länge benutzen Sie entweder den Rasierer, den Sie auf mindestens zehn Millimeter einstellen oder eine Haarschneideschere zum Selberschneiden. Die Haare sollten aber eine Länge von zwölf Millimetern nicht überschreiten, damit der Schnitt ordentlich wirkt. Achten Sie auf einen schönen Übergang von den kurzen Haaren zur Frisur am Oberkopf. Entweder schneiden Sie den Übergang mit dem Rasierer ohne Aufsatz oder Sie machen eine klare Kante, sodass sich die längeren Haare klar absetzen.

Ein Boxerschnitt kann mit Haargel gestylt werden - das verleiht Ihrem Look das passende Finish. Das Haar am Oberkopf muss bei diesem Schnitt nach vorne gekämmt liegen. Verreiben Sie etwas Gel in Ihren Händen und ziehen Sie das Haar mit den Fingern nach oben. Lassen Sie das Haargel kurz antrocknen. Nehmen Sie anschließend einen Kamm zur Hand, mit dem Sie das Haar vorsichtig nach vorne bürsten, ohne es am Kopf anzudrücken.

Buzz Cut selber schneiden

Ein Buzz Cut ist eine sehr kurze Frisur, die über den ganzen Kopf gleichmäßig lang geschnitten wird und traditionell mit elektrischen Haarschneidemaschinen (Clippers) geschnitten wird.

Der Buzz Cut gehört zu den simpelsten und zugleich markantesten Frisuren, die man sich schneiden lassen kann - oder selbst schneidet. Der Look ist auf das Wesentliche reduziert: kurz, klar, kompromisslos. Dabei ist es genau diese Einfachheit, die dem Buzz Cut seine starke Wirkung verleiht.

Buzz Cut Merkmale

  • Länge: Die Haare sind überall am Kopf sehr kurz geschnitten, normalerweise zwischen 1/16 und 1/4 Zoll (ca. 1,5 bis 6 mm) lang. Die Länge kann variieren, aber die einheitliche Kürze ist ein charakteristisches Merkmal.
  • Einfachheit: Der Schnitt ist einfach und schnell auszuführen, sowohl zu Hause als auch im Friseursalon.
  • Pflegeleicht: Da er keine aufwändigen Styling-Produkte oder Techniken erfordert.
  • Vielseitigkeit: Der Buzz Cut ist für fast alle Haar- und Kopfhauttypen geeignet.

Für wen ist der Buzz Cut geeignet?

Der Buzz Cut ist eine vielseitige Frisur, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann. Alle, die eine pflegeleichte Frisur bevorzugen, werden den geringen Pflegeaufwand eines Buzz Cuts zu schätzen wissen. Besonders sportlich aktive Menschen profitieren von der Praktikabilität und dem geringen Pflegeaufwand des Buzz Cuts.

Um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die individuellen Gesichtszüge, die Beschaffenheit der Kopfhaut und den persönlichen Stil zu berücksichtigen. Ein Buzz Cut betont die Gesichtszüge und die Kopfform sehr stark.

Entscheidungskriterien für einen Buzz Cut

  • Ovale Gesichtsform: Ovale Gesichter sind sehr vielseitig und können fast jede Frisur tragen, einschließlich des Buzz Cuts.
  • Quadratische Gesichtsform: Starke Kieferlinien und markante Gesichtszüge werden durch einen Buzz Cut betont, was oft als sehr maskulin und attraktiv angesehen wird.
  • Runde Gesichtsform: Ein Buzz Cut kann einem runden Gesicht eine kantigere Optik verleihen. Ein leicht längerer Buzz Cut oder ein Buzz Cut mit Fade kann helfen, das Gesicht optisch zu verlängern.
  • Herzförmige Gesichtsform: Diese Gesichtsform kann von einem Buzz Cut profitieren, der die Stirn betont und die schmalere Kinnpartie ausgleicht.
  • Längliche Gesichtsform: Hier sollte man vorsichtig sein, da ein extrem kurzer Buzz Cut das Gesicht noch länger erscheinen lassen kann. Ein etwas längerer Buzz Cut kann besser funktionieren.
  • Gesunde Kopfhaut: Da der Buzz Cut die Kopfhaut stark betont, ist es ideal, wenn die Kopfhaut frei von Unregelmäßigkeiten, Narben oder Hautproblemen ist.
  • Dicke und Textur: Buzz Cuts funktionieren gut mit verschiedenen Haardichten und -texturen, von dickem bis dünnem Haar und von glattem bis lockigem Haar.
  • Probleme mit Haarausfall: Ein Buzz Cut kann eine gute Wahl für Menschen sein, die unter Haarausfall leiden, da er dünner werdendes Haar weniger auffällig macht.

Verschiedene Arten von Buzz Cuts

Es gibt verschiedene Arten von Buzz Cuts, die sich durch die Länge, den Stil und die Details des Schnitts unterscheiden. Hier sind einige der beliebtesten Varianten:

Art des Buzz Cut Beschreibung
Induction Cut Die kürzeste Form des Buzz Cuts, oft mit der kürzesten Clipper-Einstellung (#0 oder #1) geschnitten.
Burr Cut Ein wenig länger als der Induction Cut, typischerweise mit einer Clipper-Einstellung zwischen #1 und #2.
Butch Cut Länger als der Burr Cut, mit einer Clipper-Einstellung zwischen #3 und #5.
Crew Cut An den Seiten und am Hinterkopf kurz geschnitten, während das Haar oben etwas länger bleibt.
Flat Top Die Seiten sind kurz geschnitten, während die Oberseite flach und etwas länger gehalten wird.
High and Tight Eine militärisch inspirierte Frisur mit sehr kurzen Seiten und Hinterkopf, während das Haar oben etwas länger bleibt.
Buzz Cut with Fade Ein Buzz Cut, bei dem die Seiten und der Hinterkopf allmählich kürzer geschnitten sind, was einen Fade-Effekt erzeugt.
Ivy League Cut Eine längere Variante des Crew Cuts, bei der das Haar oben lang genug bleibt, um es zur Seite zu kämmen.
Textured Buzz Cut Ein Buzz Cut, bei dem die Oberseite texturiert ist, um mehr Volumen und Dimension zu schaffen.
Skin Fade Buzz Cut Extrem kurze Seiten, starker Kontrast zwischen Seiten und Deckhaar.
Tapered Buzz Cut Sanfter Übergang zum Nacken und Ohren, wirkt natürlicher als ein harter Fade.
Mid Fade Buzz Cut Fade beginnt in der Mitte des Kopfes, funktioniert bei fast allen Kopfformen.
Low Fade Buzz Cut Sehr dezenter Fade, natürlicher Look, perfekt für Anfänger.
Temple Fade Buzz Cut Fade um die Schläfen herum, betont die Gesichtskonturen.
Mohawk Buzz Cut Seiten sehr kurz, mittlerer Streifen länger, Punk-inspirierter Look.
Bleached Buzz Cut Komplett blondiert oder gefärbt für Statement-Look.
Buzz Cut mit harter Linie Rasierte Linie zur Trennung oder Kontur.
Disconnected Buzz Cut Starker Übergang ohne Verblendung.
Buzz Cut mit Bart Kontrast durch Bartstyling, verstärkt markante Gesichtszüge.

Buzz Cut selber schneiden: So geht’s

Ein Buzz Cut wirkt unkompliziert - und das ist er auch, zumindest mit dem richtigen Equipment, etwas Übung und ein paar einfachen Regeln. Eigentlich kann man diesen Look problemlos selbst zu Hause schneiden. Dennoch gilt: Auch bei einem minimalistischen Haarschnitt wie dem Buzz Cut kommt es auf Präzision an.

Was braucht man dafür?

Damit der Buzz Cut auch zuhause funktioniert, braucht man natürlich das richtige Equipment. “Am besten man kauft einen Profi-Rasierer, der sich auf sämtliche Schnittstufen einstellen lässt.” Auch wenn es bei der Kurzhaarfrisur nicht so aussieht - es wird auf verschiedene Längen geschnitten und dafür braucht man unbedingt eine gute Auswahl an Aufsätzen.

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Entscheidung über die Wunschlänge treffen: Vor dem Griff zum Rasierer sollte man sich eine Frage stellen: Wie kurz soll die Frisur werden? Bei der Entscheidung helfen vier Faktoren: Lücken, Ohren, Narben und die Kopfform.
  2. Trockenes Haar prüfen: Man sollte vorher sein Haar gründlich durchgehen, ob sich nicht bereits erste Lücken auf dem Haupt bilden, die bisher durch die längeren Haare verdeckt wurden. Außerdem: Je größer die Ohren, desto länger sollten die Haare an den Seiten bleiben. Gibt es am Kopf Narben, die lieber verdeckt bleiben sollten?
  3. Mit längster gewünschten Aufsatzlänge beginnen: Ist die Entscheidung für einen Buzz Cut gefallen, sollte man sich langsam herantasten und zum Beispiel mit einem längeren Aufsatz starten. Kürzer kann es immer noch werden. Auch sollte das Haar trocken sein.
  4. Haare gegen den Strich schneiden: Man beginnt auf dem Deckhaar und arbeitet gegen den Strich in einer Linie immer wieder von vorne nach hinten - bis der Schnitt eben und gleichmäßig ist.
  5. Konturen sauber nacharbeiten: “Ebenfalls ist es wichtig, die Konturen nicht zu vergessen und auch hier immer gegen die Wuchsrichtung zu arbeiten. Sonst bleiben immer Strähnen draußen, was leider nicht gut aussieht.” Und: Ohne Spiegel geht das natürlich nicht!

Pflege und Styling

Ein Buzz Cut hat einen großen Vorteil: Nach der morgendlichen Dusche muss das Haar nur rasch getrocknet werden und schon ist man startklar für den Tag. Aber: Auch wenn der Buzz Cut wirklich pflegeleicht ist, so ganz ohne geht es dann auch wieder nicht.

Regelmäßiges Trimmen ist wichtig, um die Form zu erhalten. Ein Buzz Cut sollte alle 1-2 Wochen nachgeschnitten werden. Auch wenn die Haare sehr kurz sind, lassen sich mit etwas Produkt Textur, Glanz oder ein natürlicher Look erzielen.

Die wichtigsten Styling-Produkte

“Ich würde die Haare öfter mal mit einer Pflegeseife waschen - z. B. Sobedo Soap Alleskönner für die tägliche Reinigung." Oder auch mal eine Body Lotion verwenden. Einfach drüber streichen und einziehen lassen. Ein schöner Nebeneffekt: Das hilft auch bei trockener Kopfhaut. Fürs Styling einfach ein wenig Wachs nehmen und verteilen, das gibt auch bei super kurzen Haaren noch mal ein schönes Finish.

Vor- und Nachteile

Ein Buzz Cut benötigt weder aufwendige Stylingprodukte noch tägliches Frisieren. Das spart Zeit - gerade morgens - und vereinfacht die Haarpflege enorm. Auch für Sportler:innen ist er ideal, da er keine Haare ins Gesicht fallen lässt, bei Hitze angenehm kühl bleibt und sich nach dem Duschen sofort lufttrocknen lässt.

Der Look legt die Kopfform, Hautstruktur und eventuelle Unregelmäßigkeiten wie Dellen, Narben oder Hautunreinheiten vollständig offen. Wer mit empfindlicher oder trockener Kopfhaut kämpft, muss daher mit zusätzlichen Pflegeroutinen arbeiten, um Rötungen oder Schuppenbildung zu vermeiden.

tags: #Muster #Haare #rasieren #anleitung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen