Waxing: Die ultimative Anleitung für glatte Haut

Waxing ist ein Beauty-Ritual, das die einen abschreckt und die anderen fasziniert. Einerseits erhältst du eine wunderschön glatte Haut, und das für vier bis sechs Wochen. Aber andererseits kann Waxing schmerzhaft sein und schädliche Folgen haben, wenn die Haarentfernung nicht sicher und korrekt durchgeführt wird. Aber keine Sorge! Hier erfährst du alles, was du zum Thema Waxing wissen musst.

1. Die richtige Vorbereitung

Bevor du dich dem Waxing widmen kannst, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend, um optimale und schöne Ergebnisse zu erzielen und deine Haut zu schonen.

1.1 Haut vorbereiten

Vor dem Waxing musst du deine Haut vorbereiten. Ob Augenbrauen, Arme oder Beine, vergewissere dich, dass die Hautstelle frei von Rissen, Verletzungen oder Akne ist. Warum? Wenn deine Haut gereizt ist, besteht die Gefahr von Hautinfektionen, Verbrennungen und Hautabschürfungen. Diese Risiken kannst du mit einem Peeling vor und nach dem Waxing vermeiden. Dadurch werden nicht nur abgestorbene Hautschüppchen entfernt, sondern wird auch das Risiko eingewachsener Haare gemindert. Zudem werden Hautablagerungen entfernt und verstopfte Poren gereinigt. Verwende ein sanftes Peeling, das du einige Tage vor und nach dem Wachsen anwendest, um das gesunde Haarwachstum zu fördern.

1.2 Was du vermeiden solltest

Es mag verlockend klingen, beim Waxing gemütlich einen Kaffee oder ein Glas Wein zu schlürfen. Warte aber lieber, bis die Prozedur vorüber ist. Du fragst dich warum? Wir verraten es dir: Alkohol und Koffein entziehen der Haut Feuchtigkeit. Dadurch werden die Poren enger und das Waxing wird zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit.

1.3 Haarlänge beachten

Du meinst vielleicht, dass die Länge der Haare beim Waxing keine Rolle spielt. Sie hat jedoch enormen Einfluss auf das Ergebnis. Sind die Haare zu lang, wird das Waxing sehr unangenehm und schmerzvoll. Warum? Deine Haare können sich unter dem Wachs verknoten und gleichzeitig Schmutz anziehen. Die Haare sollten mindestens 5 mm und maximal 20 mm lang sein. Dadurch wird ein perfektes Waxing-Ergebnis erzielt, weil das Wachs gut auf der Haut haften und so die Haare ideal greifen kann. Sind die Haare etwas zu lang? Kein Problem.

2. Die verschiedenen Wachsarten

Von Weichwachs bis hin zu Wachsstreifen, möchtest du wissen, welche Art am besten für dich und dein Vorhaben geeignet ist? Dann lies weiter! Hier ist eine Übersicht über die gängigen Wachsarten zur Haarentfernung.

  • Warmwachs: Warmwachs eignet sich für die meisten Haartypen und Körperstellen. Durch das warme Wachs öffnen sich die Poren, sodass selbst tief verwurzelte Haare kontrolliert entfernt werden können. Was bedeutet das? Ein weniger schmerzvolles Waxing-Erlebnis!
  • Wachsstreifen: Mit einer Spachtel trägst du eine dünne Schicht Wachs auf die gewünschte Stelle auf und ziehst diese mit einem Vlies- oder Papierstreifen ab. Diese Methode eignet sich besonders für größere Körperstellen, da sich das Wachs schneller auftragen und abziehen lässt.
  • Wachscreme: Eine der sanfteren Methoden zur Haarentfernung - ideal für empfindliche Haut. Eine Wachscreme versorgt deine Haut mit Feuchtigkeit und Nährstoffen und hinterlässt sie wunderbar glatt und gepflegt.
  • Weichwachs/Heißwachs: Weichwachs/Heißwachs ist meist in Form von Perlen, Blöcken oder Granulaten erhältlich, die in einem Wachsheizer geschmolzen werden. Im Gegensatz zu anderen Wachsarten ist die Haarentfernung mit Heißwachs nicht so schmerzvoll. Meist wird Heißwachs daher für empfindliche Körperstellen verwendet, wobei es auch für größere Stellen immer beliebter wird. Warum? Es entfernt selbst hartnäckige Haare.

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3. Die richtige Anwendung

Idealerweise werden beim Waxing die Haare samt Wurzel entfernt. Du solltest auf jeden Fall vermeiden, dass die Haare abbrechen, indem du das Wachs vorsichtig und korrekt aufträgst und entfernst. Trage das Wachs in Wuchsrichtung der Haare auf, damit es gut auf der Haut haftet. Ziehe das Wachs anschließend entgegengesetzt der Haarwuchsrichtung, parallel zur Hautoberfläche ab.

4. Was du nach dem Waxing beachten solltest

Halte dich an eine Pflegeroutine nach dem Waxing, um die natürliche Feuchtigkeitsbarriere deiner Haut zu schützen und eingewachsene Haare oder Infektionen zu vermeiden.

4.1 Die richtige Pflege

Auf der Suche nach Inspiration? Probiere hautberuhigende Lotionen oder Öle zur Nachbehandlung wie die Jean Marin Feuchtigkeitslotion, die deine Haut dank der beruhigenden Mischung aus Ölen und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften ideal mit Feuchtigkeit versorgt. Lass deine Haut atmen, indem du lockere Kleidung trägst. Denn zu enge Kleidungstücke wie Workout-Tights können die Haut reizen und Hautirritationen hervorrufen. Das Ergebnis? Superglatte Haut, die sich genauso gut anfühlt, wie sie aussieht.

4.2 Sport und Schwimmen

Am besten legst du direkt nach dem Waxing einen oder zwei Ruhetage ein, damit dein Körper sich erholen kann. Warum? Laufen, Pilates, Fahrradfahren und Bikram Yoga und ähnliche Sportarten bringen dich ins Schwitzen, was die Haut reizen und zu Infektionen führen kann. Warte am besten auch ein paar Tage nach dem Waxing, bevor du im Pool Bahnen ziehst. Denn das Chlor kann empfindliche Haut angreifen und austrocknen.

4.3 Vermeide Rasieren

Es kann verlockend sein, die lästigen Stoppeln nach dem Wachsen zu rasieren. Wenn du dir jedoch superglatte Haut wünschst, solltest du dies um jeden Preis vermeiden. Nach dem Waxing sind die nachwachsenden Haare nämlich feiner und weicher, weil die Haare samt Wurzel entfernt wurden. Rasieren mag zwar eine schnelle Lösung sein, entfernt die Haare jedoch nicht mit ihrer Wurzel. Die Folge? Die Haare wachsen schneller und werden dicker.

5. Tipps für ein schmerzarmes Waxing

Entspanne dich vor und während des Waxings. Das ist das Beste, was du tun kannst. Behalte immer das Ziel vor Augen: wunderbar glatte Haut, und zwar länger als beim Rasieren oder anderen Haarentfernungsmethoden. Hast du Angst vor den Schmerzen? Nimm vorher Ibuprofen oder trage etwas Zahnbetäubungscreme auf und vermeide Stress. Denn, je angespannter du bist, desto schmerzhafter wird das Waxing. Wenn du gerade deine Periode hast, solltest du deine Waxing-Session lieber verschieben. Denn deine Haut kann aufgrund des niedrigen Östrogenspiegels extrem empfindlich sein.

6. Hautirritationen vermeiden

Haare schützen deine Haut vor Hitze. Daher sind frisch gewachste Körperstellen nach der Behandlung anfälliger und empfindlicher. Warmes Wasser erweitert zudem die Poren, was ein höheres Risiko für Infektionen und eingewachsene Haare bedeutet. Sonnenlicht kann darüber hinaus Hautausschläge und -irritationen verursachen. Trage also unbedingt Sonnencreme auf, bevor es zum Strand geht.

Wann solltest du auf Waxing verzichten?

Bei Neurodermitis, Narben oder starken Krampfadern solltest du auf eine Haarentfernung mit Wachs lieber verzichten, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Außerdem ist es sinnvoll, den Waxing-Termin zu vertagen, wenn du einen Sonnenbrand hast. Die Haut braucht dann Ruhe, um sich zu regenerieren. Waxing würde sie jedoch zusätzlich beanspruchen. Ansonsten gilt: Gesunde Haut kannst du problemlos regelmäßig wachsen. Allerdings kann die Behandlung die Haut irritieren.

7. Waxing zu Hause: Schritt-für-Schritt Anleitung

Das Geheimnis einer erfolgreichen Haarentfernung mit Wachs beginnt beim richtigen Auftragen. Es geht nicht einfach darum, das Wachs auf die Haut zu streichen - entscheidend sind Winkel, Druck und die Art der Anwendung.

  1. Nimm etwas Wachs auf und achte darauf, dass es die richtige Konsistenz hat - wie zäher Honig.
  2. Halte den Spatel in einem Winkel zur Haut - nicht ganz senkrecht, aber auch nicht flach.
  3. Forme das Ende des Wachsstreifens mit einer kreisenden Bewegung - mache dort eine kleine Verdickung, indem du den Spatel leicht „drehst“.

8. Strip Wax vs. Hot Wax

Ganz gleich, ob Du Waxing zu Hause machst oder in einem Salon - wahrscheinlich hast Du schon einmal die Wahl zwischen Strip- und Hot Wax gehabt. Beide Methoden haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, je nachdem, an welcher Körperstelle die Haare entfernt werden.

Das Strip Wax wird dünn mit einem Spatel oder einem Roller aufgetragen und anschließend mit einem Vliesstreifen entfernt. Das Strip Wax eignet sich für Waxing größerer, unempfindlicher Hautflächen wie Rücken, Brust oder Beine. Für kleinere und empfindlichere Hautpartien ist dagegen die Anwendung von Hot Wax ohne Vliesstreifen ideal; wir empfehlen es für die Bikinizone, das Gesicht und manchmal für die Achselhöhlen, je nach Empfindlichkeit der Haut oder Dicke der Haare.

Hot Wax ist so konzipiert, dass es sich um den Haarfollikel legt und diesen von der Wurzel her entfernt, ohne an der Haut zu ziehen. Es wird auf der Haut verteilt und lässt sich nach dem Trocknen in wenigen Sekunden leicht entfernen, indem man den Wachsrand mit den Fingern anhebt und gegen die Haarwurzel abzieht. Zu den Vorteilen gehören weniger eingewachsene Haare, weniger Haarbruch und eine längere Nachwuchszeit. Hot Wax verringert auch das Risiko von Hautrötungen. Es kann einige Male wiederholt angewendet werden, ohne dass es unangenehm ist.

8.1 Wie wird Hot Wax ohne Vliesstreifen angewendet?

Als erstes muss das Wachs erhitzt und auf eine honigartige Konsistenz gebracht werden. Dies funktioniert im Wachserhitzer, in der Mikrowelle oder im Wasserbad. Vor der Anwendung auf der Haut sollte das Wachs auf jeden Fall auf der Innenseite des Handgelenks auf eine angenehme Arbeitstemperatur getestet werden. Zu heißes und flüssiges Wachs muss noch ein wenig heruntergekühlt werden. Essenziell ist auch die Reinigung der Haut und die Verwendung einer Lotion, damit die Haut beim Wachsen gut geschützt ist.

Das Wachs sollte mit einem Holzspatel in einem 45 Grad Winkel auf die Haut aufgetragen werden – am besten gegen die Haarwuchsrichtung. Wichtig ist, dass alle Haare von allen Seiten gut mit dem Wachs ummantelt sind. Der Wachsflicken sollte dabei ungefähr so dick wie eine Bananenschale sein. Beim Glattstreichen mit dem Spatel wird empfohlen, einen etwas dickeren Rand zu lassen, so dass Du das Wachs beim Abziehen besser greifen kannst.

Warte ein paar Sekunden, bis das Wachs sich nicht mehr klebrig anfühlt und ziehe dann den Wachsflicken parallel zur Haut und gegen die Haarwuchsrichtung ab. Fahre mit den weiteren Hautflächen fort. Nach dem Wachsen reinige die Haut erneut und beruhige sie mit einer Lotion.

9. Wachsen ohne Vliesstreifen - die Grundtechnik

Das Wachs, welches ohne Vliesstreifen verwendet wird, nennen wir Hot Wax. Das Hot Wax ist perfekt für die Anwendung auf kleinen, empfindlichen Stellen wie Gesicht, Achseln oder Bikini geeignet. Das Wachs wird mit einem Spatel aufgetragen und anschließend ohne Vliesstreifen abgezogen.

9.1 So funktioniert die Grundtechnik im einzelnen

Wir zeigen Dir hier die richtige Grundtechnik, damit Du eine schmerzfreie und hautschonende Waxing Behandlung zu Hause selbst durchführen kannst. Zunächst musst Du das Hot Wax in der Mikrowelle, Wasserbad oder in einem Wachserhitzer erhitzen, um es auf die richtige Temperatur und Konsistenz zu bringen. Gleichzeitig solltest Du Deine Haut reinigen und mit Vorbehandlungslotion auf das Wachsen vorbereiten.

Anschließend kannst Du loslegen. Nimm zunächst eine ausreichende Menge Wachs mit einem Spatel auf. Den Spatel so lange drehen, bis Du genügen Wachs auf dem Spatel hast (wie ein Lollipop). Das Wachs sollte dabei auf dem Spatel haften bleiben. Ist das Wachs zu flüssig, ist die Wachstemperatur zu hoch und das Wachs muss vor der Behandlung noch ein wenig abkühlen. Trage das Wachs immer mit Druck und mit der Spatelkante in einem Winkel von 45 Grad zum Körper auf. Trage das Wachs gegen die Haarwuchsrichtung auf mit ausreichendem Druck, so dass sich das Haar bis in das Wachs hochkämmt. Dies ist besonders bei kurzen Haaren wichtig. Damit wird sichergestellt, dass die gesamte Haarlänge bedeckt ist und das Wachs auch die Hautoberfläche abdeckt.

Wenn Du einen Wachsflicken (Patch) aufträgst, ist es wichtig, mit dem Rand des Spatels zu beginnen. Danach glätte den Flicken mit dem Spatel mit leichtem Druck. Es ist wichtig, den Wachsflicken relativ schnell aufzutragen, damit das Wachs nicht austrocknet und Fäden zieht. Nachdem Du das Wachs mit dem abgerundeten Ende des Holzspatels unter leichtem Druck gegen die Haarwuchsrichtung aufgetragen hast, musst Du das Wachs gleichmäßig verteilen. Der Wachsflicken sollte ungefähr so dick wie eine Bananenschale sein. Belasse dabei die Ränder des aufgetragenen Wachses ein wenig dicker, damit sich eine Art „Griff“ zum Abziehen des Wachses bildet. Ein dicker Rand ist leichter zu entfernen.

Nach ein paar Sekunden ist das Wachs bereit zum Entfernen. Du merkst dies daran, dass sich das Wachs nicht mehr klebrig anfühlt. Zum Entfernen des Wachses schnippe den unteren Rand des Wachses nach oben gegen den Haarwuchs. Während Du die Haut mit einer Hand stützt, ziehe das Wachs zügig parallel zur Haut (und keinesfalls senkrecht) ab. Beruhige die Haut sofort nach dem Entfernen des Wachses, indem Du die gewachste Stelle mit der Hand drückst.

Wiederhole den Wachsvorgang, bis alle Haare entfernt sind. Trage zwischen den Wachsanwendungen immer wieder eine leichte Schicht Lotion auf, um sicherzustellen, dass die Haut geschützt ist und zu verhindern, dass das Wachs auf der Haut kleben bleibt.

9.2 Ein Waxing-Tipp zum Schluss

Ein Tipp noch: Das Abziehen des Wachses ist einfacher und angenehmer, wenn Du den neuen Wachsflicken auf einem schon gewachsten Stück Haut beginnen lässt. Dann kannst Du den Flicken vor dem Abziehen greifen, ohne dass Haare schon unangenehm in die Länge gezogen werden.

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