Viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Veränderungen im Haarwuchs. Eine mögliche Ursache für vermehrten Haarwuchs, insbesondere an ungewöhnlichen Stellen wie Gesicht, Bauch oder Dekolleté, kann die Verwendung einer Spirale sein. In diesem Artikel werden die Ursachen für vermehrten Haarwuchs im Zusammenhang mit Spiralen untersucht und mögliche Lösungen aufgezeigt.
Es gibt auch eine nicht hormonellbedingte Form übermäßiger Behaarung. Sie ist an ehesten genetisch bedingt.
Eine häufige Ursache für vermehrten Haarwuchs bei Frauen ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS). PCOS betrifft bis zu 10 Prozent aller Frauen weltweit und bricht meist während der späten Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter aus. Bei PCOS kommt es zu einem hormonellen Ungleichgewicht im Körper, insbesondere die Produktion der männlichen Hormone (Androgene) ist erhöht.
Ein solches Ungleichgewicht kann auch durch hormonelle Verhütungsmittel wie die Mirena-Spirale verursacht werden. Diese enthält Levonorgestrel, ein synthetisches Gestagen, das eine androgene Wirkung haben kann. LEVONORGESTREL ist ein Nortestosteron-Derivat; also selbst schon mit ziemlich starker androgener Wirkung, was bei vielen Frauen (bekannt aus den Pillen EUGYNON und anderen) die Libido in den Eimer trieb und das Körpergewicht hoch, weil der Appetit oft kaum zu bremsen war.
Im Beipackzettel von Mirena steht zart und für den Laien nicht zu verstehen drin, dass es zu *unphysiologisch niedrigen Östrogenspiegeln* kommen kann (natürlich nicht immer, zum Glück) - heißt auf Deutsch: keine oder kaum noch eigene Östrogenbildung, also Östrogenmangel, das führt zu Trockenheit sämtlicher Schleimhäute, trockenen Augen, trockener Haut, Pickeln, Haarausfall auf dem Kopf und vermehrter Haarwuchs da, wo Frau ihn gar nicht will.
Das PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovarialsyndrom) ist eine häufige Hormonstörung, die bei etwa sechs bis 18 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Meist sind junge Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr betroffen. Zu den häufigsten Symptomen von PCOS gehören:
Es gibt mehrere Mechanismen für das Syndrom. Bei PCOS müssen nicht alle Symptome vorhanden sein.
Die Diagnose von PCOS erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Bluttests und Ultraschall. Wichtig für die Diagnose ist auch, Erkrankungen auszuschließen, die ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen.
Für die Diagnose PCOS müssen jedoch mindestens zwei der sogenannten Rotterdam-Kriterien erfüllt sein:
Hormone spielen bei PCOS eine wichtige Rolle. Wir testen folgende Hormone im Blut: FSH, LH, Testosteron, Östrogen, Progesteron, TSH und Prolaktin bei einem langen Zyklus. Im Ergebnis wird auf das Verhältnis zwischen FSH und LH und die Höhe des Testosteronspiegels geachtet. Bei einem auffälligen Ergebnis können zusätzliche Blutuntersuchungen erforderlich sein.
PCOS ist bislang nicht heilbar. Dennoch lassen sich die Beschwerden mithilfe einer Behandlung in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen. Auch eine Schwangerschaft ist dann in vielen Fällen möglich.
Da es für das polyzystische Ovarialsyndrom derzeit noch keine Heilung gibt, ist die Änderung des Lebensstils ein wichtiger Bestandteil der Therapie. So kann die Gewichtsabnahme zur deutlichen Verbesserung der Beschwerden führen.
Einige Frauen berichten von vermehrtem Haarwuchs nach dem Einsetzen einer Hormonspirale. Dies liegt möglicherweise an dem enthaltenen Gestagen Levonorgestrel, das eine androgene Wirkung haben kann. Es ist wichtig, mit dem Arzt über mögliche Nebenwirkungen der Spirale zu sprechen und gegebenenfalls alternative Verhütungsmethoden in Betracht zu ziehen.
Wenn die Spirale schon 6 Jahre drin ist, muss die dann nicht in Kürze wieder raus?
Wenn die Hormonspirale als Ursache für den vermehrten Haarwuchs identifiziert wurde, gibt es verschiedene Alternativen:
Bei den levonorgestrelhaltigen Hormonspiralen werden neue Warnhinweise in den Produktinformationen eingetragen. Konkret geht es dabei um die genannten intrauterinen Wirkstofffreisetzungssysteme und zwei sehr unterschiedliche Risiken.
Das BfArM informiert darüber, dass, sollten die Levonorgestrel freisetzenden Intrauterin-Systeme (LNG-IUS) während einer Schwangerschaft im Körper verbleiben, der PRAC „einen kausalen Zusammenhang zwischen levonorgestrelhaltigen intrauterinen Wirkstofffreisetzungssystemen und der Maskulinisierung weiblicher Feten, […], zumindest für möglich“ hält.
So würden intrauterine Wirkstofffreisetzungssysteme „bei Frauen mit starken Menstruationsblutungen und mit einem überdurchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI)“ vermehrt ausgestoßen werden können (sog. Expulsion). Ein kausaler Zusammenhang sei zumindest möglich.
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