Chemische Haarfarbe nach Henna: Erfahrungen und Tipps

Viele Menschen steigen auf Henna um, um ihre Haare schonender zu färben. Doch irgendwann kann es vorkommen, dass die Haare dunkler werden und das gewünschte "leuchtende" Rot verschwindet. Daher stellt sich die Frage, wie man wieder auf chemische Farben umsteigen kann, ohne die Haare zu schädigen. In diesem Artikel werden Erfahrungen und Tipps rund um dieses Thema behandelt.

Ich bin irgendwann mal auf Henna-Rot umgestiegen, weil ich meine Haare schonender färben wollte, und eine Zeit lang ging alles gut - glänzende, fülligere Haare, schöne Farbe.... Doch irgendwann wurden die Haare immer dunkler, und das schöne "leuchtende" Rot war weg u. nach ein paar Wochen wurde die Farbe dann immer langweiliger u. die Haare trockener u. splissiger.

Daher möchte ich jetzt doch wieder auf chem. (Friseur)Farben umsteigen - nach wie vor rot, aber nicht mehr "Henna-rot" (mit dunklem Orange/Kupfer-Stich) sondern ein intensiveres Rot (Karmin-Stich) - nicht dunkler, sondern intensiver.

Herausforderungen beim Übergang von Henna zu chemischer Farbe

Henna ist ein sehr hartnäckiger Farbstoff. Abgesehen von der Wartezeit (sechs bis acht Wochen, vielleicht auch länger) sollte man also auch berücksichtigen, daß das neue Ergebnis eventuell etwas abweicht und man noch lange einen Rotstich hindurchsehen könnte.

PHF und chemische HF vertragen sich nämlich überhaupt nicht, bzw. reagieren auf dem Haar miteinander und führen dann zu einem unerwünschten Farbergebnis, zu Verfärbungen (Wie zB schwarz-violett statt rot).

Henna-gefärbtes Haar kann eine lange Zeit chemische Colorationen nicht "richtig" annehmen, aber dafür wirds peu à peu der Farbe auf der Verpackung immer ähnlicher ...

Ich habe ein kleines Problem. Mein Deckhaar war in verscheidenen Blondtönen chemiegefärbt und jetzt hab ich mit Khadi Hellbraun drübergefärbt..meine Haarfarbe ist nun Braunrot und der Rotanteil steht mir gar nicht, da ich ein recht heller Hauttyp bin und dadurch recht kränklich aussehe..nun möchte ich wieder blond/braunblond werden, aber das soll mit Hennafarbe ja nicht wirklich gehen, also wollte ich wieder auf Chemie umsteigen.

Ich habe nur angst, dass durch das Farbe ziehen meine Haare heller und damit orange werden.

Mit Henna und Blondieren hatte ich farbmässig allerdings nie Probleme. Ausser, dass rel. frisch gehennte Haare die Blondierung nicht richtig annehmen, aber Fehlfärbungen gabs keine.

Ich habe auch mit Henna über Chemie gefärbt. Was man natürlich auf gar keinen Fall machen sollte (und ich denke das ist zum Großteil auch gemeint mit dem "verträgt sich nicht) - ist Henna beim Färben mit Chemie zu mischen.

Also z.B. Wenn man chemiegefärbt ist und nicht unmittelbar danach mit Henna auf die Haare losgeht, sondern 4 bis 6 Wochen wartet, ist die Gefahr dass was Schlimmes passiert wirklich nicht hoch.

Womit man eben rechnen muss, ist dass die chemie-behandelten Haare die Farbe weniger oder anders annehmen und wenn man z.B.

Rotnuancen können knall-orange werden, Braun- und Schwarztöne grünlich.

Henna zieht die äusserste schicht des haares stark zusammen. Die „künstlichen“ pigmente von der chemischen haarfarbe können nicht oder nicht gut ins haar eindringen. Es könnte sein das die farbe also nicht annimmt oder aber es fleckig sein könnte.

Chemie auf Henna und umgekehrt funktioniert nicht. Das Harmloseste ist, dass die Farbe nicht annimmt das Schlimmste, die Haare brechen ab. Auch wird es oftmals sehr heiß auf dem Kopf und die Kopfhaut leidet.

Sind die Haare bereits chemisch gefärbt, kann es zu Fehlfärbungen kommen. Deshalb ist es sinnvoll, in solchen Fällen zur Probe eine Strähne einzufärben.

Tipps für den erfolgreichen Übergang

  • Wartezeit einhalten: Nach der letzten Färbung mit Henna sollte man mindestens zwei Monate warten, bevor man wieder chemische Farbe aufträgt.
  • Teststrähne färben: Vor der vollständigen Färbung sollte man unbedingt eine Teststrähne färben, um das Ergebnis zu überprüfen und unerwünschte Farbergebnisse zu vermeiden.
  • Ölpackung machen: Um die Reste vom Henna aus dem Haar zu bringen, kann man über Nacht eine Ölpackung machen, z.B. mit normalem Olivenöl.
  • Professionelle Hilfe suchen: Bei Unsicherheiten oder unerwünschten Ergebnissen sollte man sich an einen kompetenten Friseursalon wenden, der Erfahrung mit Pflanzenhaarfarben hat.

Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen

  • Keine Mischung von Henna und Chemie: Henna sollte niemals direkt mit chemischer Farbe gemischt werden, da dies zu unerwünschten Reaktionen und Schäden führen kann.
  • Metallsalze beachten: Einige Henna-Produkte enthalten Metallsalze, die sich negativ auf chemische Färbungen auswirken können. Daher sollte man auf Produkte ohne Metallsalze achten oder einen Sicherheitsabstand von ca. 20 Haarwäschen zwischen den Färbungen einhalten.
  • Blondierung vermeiden: Von einer Blondierung auf pflanzengefärbten Haar wird grundsätzlich abgeraten, da es auch hier zu sehr starken Abweichungen von Ihrer Wunschfarbe kommen kann.

Erfahrungsberichte

Ich habe meine Haare mit Khadi Henna gefärbt und nach ca. 3 Monaten mit chemischer Farbe drüber gefärbt. Ich habe das ganze vorher an einer einzelnen Strähne ausprobiert und nachdem nichts schlimmes passiert ist habe ich es einfach gemacht. Bis jetzt sind noch alle Haare dran, kaputt sind sie auch nicht, und es sind auch keine Flecken entstanden. Die Farbe sieht auf den mit Henna gefärbten Haaren genauso aus wie auf dem Ansatz.

Ich habe vor vielen Jahren Henna zu lange einwirken lassen und danach meinen Feuermelder-Kopf mit braun überfärbt- als Entwarnung.

Pflanzenhaarfarbe vs. Chemische Haarfarbe: Ein Vergleich

Pflanzenhaarfarben und chemische Haarfarben unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkung auf das Haar. Hier ist ein kurzer Vergleich:

Merkmal Pflanzenhaarfarbe Chemische Haarfarbe
Inhaltsstoffe Natürliche Pflanzenextrakte (z.B. Henna, Indigo, Rote Bete) Synthetische Chemikalien (z.B. Ammoniak, Wasserstoffperoxid)
Wirkung Lagern sich um das Haar Dringen in das Haar ein
Haltbarkeit Fast so lange wie Oxidationsfarben Permanent
Haarschädigung Geringer bis kein Schaden Potenziell schädlich
Farbvielfalt Natürliche Töne Breite Palette von Farben

Die Entscheidung für die richtige Haarfarbe hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Wer Wert auf natürliche Inhaltsstoffe und schonende Behandlung legt, ist mit Pflanzenhaarfarben gut beraten. Wer eine große Farbvielfalt und dauerhafte Ergebnisse wünscht, greift eher zu chemischen Haarfarben.

Ich glaube, dass das Bewusstsein für Umwelt, Konsum und Inhaltsstoffe seit einiger Zeit grundsätzlich stärker in den Vordergrund tritt und immer mehr Menschen sich damit beschäftigen und beschäftigen wollen, was sie sich, ihrem Körper und der Umwelt zumuten.

Im Zuge dessen denke ich, dass sich PHF in Zukunft ebenfalls größerem Zuspruch erfreuen werden und auch hier auf dem Blog wird das Interesse daran durch zahlreiche tägliche Suchmaschinenanfragen deutlich.

Ich glaube und hoffe, dass sich diese Entwicklung zukünftig weiter fortsetzen wird, auch wenn ich denke, dass diese Themen nicht selbstverständlich in unseren Köpfen landen.

Das Nachdenken über Alternativen wird nach wie vor nur dort stattfinden, wo ein grundsätzliches Bedürfnis danach besteht. Es kommt halt immer auch darauf an, was man (nicht) will.

...es geht in beide Richtungen...du kannst mit Henna über chemisch gefärbtes Haar färben und über mit Henna gefärbtes Haar kannst du auch mit Chemie färben...!

Allerdings solltest du (wie bei chemischer Haarfarbe auch) an einer unauffälligen Stelle testen ob du das Henna verträgst, manche Menschen reagieren darauf allergisch....!

Eine Frage....warum willst du auf Henna umsteigen?

Vom Pulver zur Haarfarbe Auch in der Anwendung unterscheidet sich Henna von chemischen Färbemitteln. Das Pulver wird in heißem Wasser angerührt. Wer die Intensität des Farbtons steigern will, nimmt statt Wasser gerbsäurereiche Zusätze wie schwarzen Tee oder Rotwein.

Die noch warme Masse wird auf die Haare aufgetragen und mit Kunststofffolie abgedeckt. In dem dabei entstehenden feucht-warmen Klima legen sich die Farbpartikel wie ein Film um das Haar, und der entsprechende Farbton stellt sich ein.

Die Einwirkzeit beträgt je nach natürlicher Haarfarbe und gewünschter Intensität 15 Minuten bis zwei Stunden. Danach wird der Pulverbrei ausgewaschen und die Haare mit einem milden Shampoo gereinigt. Auch einzelne Strähnen können so gefärbt werden.

Die Pflanzenfarben werden meist mit Kunststoffhaube, Einmalhandschuhen und einer ausführlichen Gebrauchsanleitung verkauft.

Die neue Haarfarbe wäscht sich kaum aus. Meist wachsen die Haare schneller als die Farbe verschwindet.

Die Intensität lässt sich durch mehrere Färbegänge hintereinander steigern.

Durch das Färben wirkt das Haar zugleich fülliger und glänzt.

Wichtig zu wissen: Henna verträgt sich nicht mit chemischen Haarbehandlungen wie Bleichen mit Wasserstoffperoxid oder saurer Dauerwelle. Deshalb sollten einige Wochen seit dem entsprechenden Friseurbesuch vergangen sein.

Alkalische Dauerwellen sind dagegen für Pflanzenfarben kein Problem.

Haarspray und Haarfestiger müssen vor dem Färben ausgewaschen werden, weil sie die Filmbildung auf dem Haar behindern. Aus diesem Grund machen auch Kurspülungen vor dem Färben keinen Sinn.

Mit reinem Hennapulver lassen sich nur bestimmte Farbtöne erzielen. Im Bio-Laden gibt es deshalb Pflanzenhaarfarben, die neben Henna auch Rote Bete, Walnussschalen, Hibiskus, Kaffee oder Kurkuma enthalten. Diese färbenden Pflanzen erweitern die Palette der Farbtöne erheblich.

Nur das Aufhellen der natürlichen Haarfarbe ist nicht möglich. Daher lässt sich zwar blondes Haar rot oder braun färben, aber dunkles nicht in blondes verwandeln.

Bei grauen Haaren deckt die Pflanzenfarbe nicht vollständig. Dadurch wirkt die Färbung natürlicher und ist nicht so leicht zu erkennen.

Bei so genanntem „schwarzen Henna“ sorgt anstelle von Lawson eine Indigopflanze (in Indien Reng genannt) für die Farbe. Angewandt werden die Produkte wie reines Henna.

Von den wenigen konventionellen Haarfärbemitteln auf Pflanzenbasis unterscheiden sich seriöse Naturkosmetik-Anbieter durch den Einsatz von Hennapulver aus ökologischem Anbau und durch den Verzicht auf die chemische Trickkiste.

In der finden sich synthetische Farbverstärker wie Picramat oder Fixiermittel, die dafür sorgen, dass die Farbe länger am Haar haftet.

Bei Haarfärbemitteln werden drei Kategorien unterschieden. Direktfarben lagern sich nur leicht an den Haaren an und werden bei der nächsten Haarwäsche wieder ausgewaschen. Tönungen funktionieren nach dem gleichen Prinzip, halten aber für sechs bis acht Haarwäschen.

Für dauerhafte Färbungen werden Oxidations-Haarfarben eingesetzt. Sie weichen zuerst die Haare auf, zum Beispiel mit Ammoniak. Dann dringen Farbstoffbausteine in das Haar ein, die sich dort zur endgültigen Farbe verbinden.

Weil die Farbpigmente im Haar fest eingelagert sind, lässt sich die Farbe nicht auswaschen. Da die Haare in ihrer natürlichen Farbe nachwachsen, muss auch eine permanente Färbung etwa alle zwei Monate wiederholt werden.

Pflanzenhaarfarben lagern sich wie eine Tönung ans Haar an, halten aber fast so lange wie Oxidationsfarben.

Ich habe meine Haare die letzten paar Mal mit rotem und schwarzen Henna, also Indigo, gefärbt und würde jetzt gerne wieder chemisch drüber färben, weil ich mit dem Ergebnis einfach nicht zufrieden bin.

Nun wollte ich fragen ob von euch jemand Erfahrungen mit dem Thema gemacht hat, also ob das möglich ist oder nicht. Das letzte Mal als ich gefärbt habe war vor circa 2 bis 3 Monaten.

2 - 3 Monate ist für gewöhnlich lange genug her. Du kannst vor einer neuen Färbung die Reste vom Henna auch noch verstärkt aus dem Haar bringen, wenn Du über Nacht eine Ölpackung machst, z.B. mit normalem Olivenöl.

Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du ja auch erstmal eine kleine Menge Farbe anrühren und eine Probesträhne färben.

Falls das jemand das hier in Zukunft liest und sich die gleiche Frage stellt, wollte ich berichten, dass es bei mir geklappt hat.

Ich habe das ganze vorher an einer einzelnen Strähne ausprobiert und nachdem nichts schlimmes passiert ist habe ich es einfach gemacht.

Bis jetzt sind noch alle Haare dran, kaputt sind sie auch nicht, und es sind auch keine Flecken entstanden. Die Farbe sieht auf den mit Henna gefärbten Haaren genauso aus wie auf dem Ansatz.

Wie gut das ganze hält kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen.

7 Fakten über Henna / Pflanzenhaarfarbe

tags: #chemische #haarfarbe #nach #henna #erfahrungen

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