Verklebte Wimpern durch Augentropfen: Ursachen und Behandlung

Verklebte Augen, besonders morgens nach dem Aufwachen, sind ein unangenehmes Symptom, das viele Menschen kennen. Oftmals ist eine vermehrte Produktion von Sekret dafür verantwortlich, das die Augenlider zusammenkleben lässt. Es gibt jedoch verschiedene Ursachen für verklebte Augen, darunter Infektionen, Allergien und Augenkrankheiten. In manchen Fällen können sogar medizinische Augentropfen oder Augensalben eine allergische Lidrandentzündung verursachen.

Wenn die Augen verklebt sind, Sekret absondern oder entzündet sind, kann dies verschiedene Ursachen haben. Möglich ist, dass ein Fremdkörper in Ihr Auge eingedrungen ist, Viren oder Bakterien ins Auge gelangen konnten oder ein Gerstenkorn entsteht. Ist Ihr Auge verklebt, so kann dies durch eine Augenentzündung verursacht worden sein.

Der beste und einfachste Weg, um Wimpernverlängerungen zu entfernen

Ursachen für verklebte Augen

Verklebte Augen entstehen oft durch überschüssigen Augenschleim, der sich besonders nach dem Aufwachen als Kruste um die Augenlider sowie Wimpern ansammelt und die Augenlider verklebt. Dies geschieht, weil wir nachts nicht blinzeln und sich die Tränenflüssigkeit am Lidrand ansammelt. Der Wasseranteil verdunstet, wodurch der Augenschleim eintrocknet und sich im Augenwinkel festsetzt.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Eine Entzündung der Bindehaut kann durch Viren, Bakterien oder Allergene ausgelöst werden. Besonders morgens sind die Augen oft verklebt, weil sich während des Schlafs eine Mischung aus Schleim, Tränenflüssigkeit, abgestorbenen Hautzellen und anderen Ablagerungen ansammelt.
  • Lidrandentzündung (Blepharitis): Die Symptome davon sind stark gerötete Augen oder verklebte Augenwimpern. Auch Lichtempfindlichkeit und ein Fremdkörpergefühl können bei den Betroffenen auftreten. Verursacht wird eine Lidrandentzündung meistens durch eine bakterielle Infektion.
  • Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Unter trockenen Augen, dem sogenannten Sicca-Syndrom, leiden viele Menschen. Ursachen sind zu wenig oder eine veränderte Tränenflüssigkeit. Die Beschwerden sind vielfältig: juckende, brennende oder gerötete Augen, das Gefühl von müden Augen, verschwommenes Sehen oder ein Fremdkörpergefühl.
  • Meibom-Drüsen-Dysfunktion: Unsere Augenlider sind mit winzigen Drüsen, den Meibom-Drüsen, ausgestattet, die eine entscheidende Rolle für die Tränenfilmqualität spielen. Wenn diese Drüsen nicht ordnungsgemäß funktionieren, kann dies zu einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion führen. Diese Drüsen befinden sich im Randbereich der Augenlider und produzieren Lipide, die wichtig für die Stabilität des Tränenfilms und den Schutz vor übermäßiger Verdunstung der Tränenflüssigkeit sind.

Meibom-Drüsen-Dysfunktion

Lidrandentzündung (Blepharitis)

Als Lidrandentzündung, medizinisch Blepharitis genannt, bezeichnet man entzündliche Erkrankungen der Lidränder. Sie ist ein häufig vorkommendes Krankheitsbild und tritt in verschiedenen Formen auf. Die Augen tränen, fühlen sich trocken und müde an, die Bindehaut ist gerötet. Die Krankheitsgeschichte erstreckt sich meist über Wochen oder Monate und die Behandlung mit Antibiotika oder Kortison erzielt häufig nicht den gewünschten Erfolg einer dauerhaften Linderung der Symptome.

Die Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist i. d. R. Lidrandentzündung (Blepharitis): Schuppende Entzündung des Lidrands, oft bei seborrhoischem Hauttyp (gesteigerte Talgproduktion), bei der Besiedlung von Staphylokokken (Kugelbakterien) und bei zu trockenen Augen. Sie führt unbehandelt zu narbigen Lidrandveränderungen und Wimpernausfall. Therapiert wird je nach Ursache z. B. morgens verklebten Wimpern und Lidrändern, weißlichen Schuppen.

Für die nicht infektiöse Lidrandentzündung (Blepharitis squamosa) gibt es zahlreiche begünstigende Faktoren: Ein seborrhoischer Hauttyp, Talgdrüsenüberfunktion, trockene Augen (Sicca-Syndrom), äußere Reize wie Staub, Rauch, trockene Luft, Allergien (z. B. Durch die Überproduktion der Liddrüsen bilden sich gelbliche Krusten über den Ausführungsgängen, sie führen zu einem Sekretstau und entzündlichen Veränderungen. Die Krusten und Auflagerungen sind ein guter Nährboden für bakterielle Erreger, die eine infektiöse Lidrandentzündung (Blepharitis ulcerosa) hervorrufen.

Die infektiöse Lidrandentzündung führt im chronischen Stadium zu narbig veränderten Lidrändern und damit zu einem Entropium bzw. Ektropium und ebenso wie die nicht infektiöse Lidrandentzündung zum Wimpernausfall. Manchmal verursachen auch Pflegeprodukte wie Kontaktlinsenlösungen oder Kosmetika wie Wimpertusche und sogar medizinische Augentropfen oder Augensalbe eine allergische Lidrandentzündung.

Oberlid mit verklebten Wimpern

Was tun bei verklebten Augen?

Verklebte Augen können lästig sein. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

  • Warme Kompressen: Legen Sie ein warmes, feuchtes Tuch sanft auf die geschlossenen Augen. Es hilft, die Krusten aufzulösen und Augenschleim zu entfernen.
  • Augenhygiene: Waschen Sie Ihre Hände gründlich, bevor Sie Ihre Augen berühren. Verwenden Sie ein sauberes, feuchtes Tuch, um den Augenschleim/-ausfluss vorsichtig zu entfernen.
  • Benetzende Augentropfen: Sie können bei trockenen Augen helfen, diese zu befeuchten und den Augenschleim zu lösen.
  • Medikamentöse Behandlung: Bei bakteriellen Infektionen wie einer bakteriellen Bindehautentzündung sind antibiotische Salben oder Augentropfen erforderlich. Für virale Infektionen braucht es unter Umständen antivirale Medikamente.

Lidrandreinigung und -hygiene

Reinigen Sie vor Anwendung der verordneten Salben den Lidrand gründlich und entfernen Sie dabei sorgfältig alle Schuppen und Verklebungen. Nutzen Sie dazu ein warmes, angefeuchtetes Tuch, hypoallergene Seifen oder Salicylöl aus der Apotheke. Dort gibt es auch spezielle Reinigungspads, die eine Lidrandreinigung noch einfacher machen.

Als Dauerbehandlung rät der Augenarzt zu einer regelmäßigen Lidrandhygiene. Zur Lösung der Verkrustungen und Verklebungen an den Drüsenausgängen werden die Lidränder mehrmals wöchentlich mit einem feuchten Wattestäbchen gereinigt und die Liddrüsen ausmassiert. Die Talgdrüsen liegen senkrecht zum Unterlidrand.

Wie kann man verklebten Augen vorbeugen?

Verklebte Augen können durch verschiedene Ursachen wie Infektionen, Allergien oder andere Augenprobleme entstehen.

  • Gute Hygienepraktiken beachten: Reinigen Sie Ihre Hände stets mit warmem Wasser und Seife, um die Übertragung von Bakterien und Viren zu vermeiden. Waschen Sie Ihre Kissenbezüge und Handtücher regelmäßig, um mögliche Infektionserreger zu beseitigen.
  • Allergene umgehen: Wenn Sie wissen, dass Sie auf bestimmte Substanzen wie Pollen, Staub oder Tierhaare allergisch reagieren, versuchen Sie, den Kontakt mit diesen Allergenen zu minimieren.
  • Kontaktlinsen richtig verwenden: Reinigen Sie Ihre Kontaktlinsen gemäß den Anweisungen Ihres Augenarztes/Augenoptikers und tragen Sie diese nicht länger als empfohlen. Verwenden Sie keine Kontaktlinsen während des Schwimmens.
  • Augen regelmäßig pflegen: Verwenden Sie warme Kompressen, um die Augenlider sauber zu halten und die Ölproduktion in den Drüsen zu fördern.
  • Augenreizstoffe vermeiden: Ersetzen Sie regelmäßig Ihr Augen-Make-up, da alte oder abgelaufene Kosmetika womöglich Bakterien beherbergen, die Augeninfektionen verursachen können. Schützen Sie Ihre Augen vor Umwelteinflüssen.

Wann sollte man mit verklebten Augen zum Arzt gehen?

Treten bei Ihnen verklebte Augen auf, gibt es bestimmte Anzeichen, die unter Umständen einen Arztbesuch erfordern.

  • Schmerzende Augen oder Lichtempfindlichkeit können auf eine ernsthafte Infektion oder Entzündung hinweisen und sollten Sie zeitnah medizinisch behandeln lassen.
  • Ein dicker, gelber oder grüner Ausfluss, besonders wenn er von Schwellungen und Rötungen begleitet wird, deutet auf eine Infektion hin, die ärztlich behandelt werden muss.
  • Bei Neugeborenen mit roten, klebrigen Augen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • Auch Kontaktlinsenträger sollten bei Symptomen wie Rötung, Schmerzen oder Ausfluss einen Facharzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden.

Überblick über Augentropfen

Bei trockenen, tränenden oder brennenden Augen wünschen sich Betroffene eine schnelle Lösung für ihre Beschwerden. Benetzende Augentropfen können helfen. Tränenersatzmittel gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Die klassischen Tropfen enthalten in der Regel Konservierungsstoffe. Spezielle Dosier-Tropf-Fläschchen oder Packungen zum einmaligen Gebrauch kommen ohne Konservierungsstoffe aus und sind oft besser verträglich.

Art der Augentropfen Beschreibung Anwendung
Benetzende Augentropfen Befeuchten die Augen und lindern Trockenheit. Mehrmals täglich nach Bedarf.
Antibiotische Augentropfen Bekämpfen bakterielle Infektionen. Gemäß ärztlicher Verordnung.
Antivirale Augentropfen Bekämpfen virale Infektionen. Gemäß ärztlicher Verordnung.
Entzündungshemmende Augentropfen Reduzieren Entzündungen im Auge. Gemäß ärztlicher Verordnung.

Es ist wichtig, die Ursache für verklebte Augen zu ermitteln und die entsprechende Behandlung zu wählen. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden sollte ein Augenarzt konsultiert werden.

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