Was Hilft Gegen Haarwuchs Stoppen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Wenn untypisch viele Haare wachsen, nennt man das Hypertrichose. Der übermäßige Haarwuchs kann am ganzen Körper oder nur an bestimmten Stellen vorkommen, er kann vererbt oder erworben sein.

Was ist eine Hypertrichose?

Mit Hypertrichose bezeichnet man einen übermäßigen Haarwuchs, der an einzelnen Stellen oder am gesamten Körper auftreten kann. Er kann angeboren sein oder erst im Lauf des Lebens entstehen.

Man unterscheidet drei Arten von Haaren:

  • die weiche, für Säuglinge typische Flaumbehaarung (Lanugobehaarung)
  • helle, weiche und flaumige Vellushaare
  • die kräftige erwachsene Terminalbehaarung, wie sie auf dem Kopf, in der Achselhöhle oder im Genitalbereich vorkommt.

Wichtig zu wissen: Die Hypertrichose ist kein Hirsutismus.

Wie zeigt sich eine Hypertrichose?

Der übermäßige Haarwuchs kann den gesamten Körper betreffen. Man spricht dann von einer generalisierten Hypertrichose. Tritt der vermehrte Haarwuchs nur an bestimmten Stellen auf, handelt es sich um eine lokalisierte Hypertrichose.

Die Haare, die vermehrt wachsen, können unterschiedlich aussehen:

  • Sind die Haare kräftig und ähneln der Behaarung auf dem Kopf, unter den Armen oder im Genitalbereich, spricht man von Terminalhaaren.
  • Sind die Haare hell, weich und flaumig, bezeichnet man sie als Vellushaare.

Bei der angeborenen Hypertrichosis lanuginosa ist der gesamte Körper mit bis zu 10 Zentimeter langen feinen silbergrauen bis blonden Lanugohaaren bedeckt.

Ursachen einer Hypertrichose

Für eine Hypertrichose gibt es - je nach Art des übermäßigen Haarwuchses - verschiedene Ursachen.

Hypertrichose am ganzen Körper

Bei den seltenen vererbten Syndromen, die mit dieser Form des übermäßigen Haarwuchses einhergehen, ist häufig die Entwicklung der Haarfollikel gestört. Tritt die Hypertrichose bei Kindern vor der Pubertät auf, kann eine erhöhte Menge des Geschlechtshormons Testosteron der Grund sein.

Entwickelt sich die Hypertrichose im Lauf des Lebens, sind häufig Medikamente die Ursache, beispielsweise:

  • Antibiotika wie Streptomycin
  • entzündungshemmende Medikamente wie Kortison
  • der Wirkstoff Acetazolamid: ein harntreibendes Medikament (Diuretikum)
  • der Wirkstoff Phenytoin: ein Medikament gegen Epilepsie (Antiepileptikum)
  • die Wirkstoffe Cyclosporin und Mycophenolat-Mofetil: Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva)

Besteht die übermäßige Behaarung aus feinen Lanugohaaren, die normalerweise nur bei Säuglingen vorkommen, kann eine Krebserkrankung der Grund sein - meist Lungen- oder Darmkrebs.

Örtlich begrenzte Hypertrichose

Angeborene Muttermale sind häufig verstärkt behaart. Auch bei seltenen angeborenen Fehlbildungen wie dem Cornelia-de-Lange-Syndrom oder dem Rubinstein-Taybi-Syndrom kommt es zu einer lokalen Hypertrichose.

Zudem können wiederholte Verletzungen, Scheuerstellen oder Entzündungen zu einer vermehrten Behaarung führen. Beispielsweise entwickeln viele Arbeiterinnen und Arbeiter, die häufig Lasten auf dem Rücken tragen, eine Hypertrichose auf dem Rücken.

Wie diagnostiziert man eine Hypertrichose?

Eine Hypertrichose ist am übermäßigen Haarwuchs leicht zu erkennen.

Zunächst gilt es festzustellen, ob sie angeboren oder erworben ist. Dazu stellt die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen, etwa zur Familiengeschichte und zu eingenommenen Medikamenten.

Im nächsten Schritt wird der vorherrschende Haartyp bestimmt. Bei der körperlichen Untersuchung achten Ärztin oder Arzt auch auf weitere Fehlbildungen oder Begleitsymptome.

Besteht der Verdacht eines seltenen vererbten Syndroms, können sich genetische, neurologische und andere Untersuchungen anschließen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hypertrichose

Eine Hypertrichose bedarf - rein medizinisch gesehen - keiner Behandlung.

Es gibt Menschen, die gut mit der vermehrten Körperbehaarung leben können. Wer sich aber unwohl damit fühlt, kann die unerwünschte Behaarung mit verschiedenen Methoden entfernen.

Am einfachsten und schnellsten lassen sich Enthaarungscremes anwenden. Diese entfernen die Haare aber ohne ihre Wurzel, sodass die Haare schnell wieder nachwachsen. Zudem führen die Cremes häufig zu Hautreizungen.

Eine fachärztliche Laserbehandlung ist am effektivsten, um die Haare dauerhaft ¹ zu entfernen. Ein weiteres Verfahren ist die Elektroepilation. Dabei werden die Haare mit den Haarwurzeln herausgedreht.

Ist die Hypertrichose als Nebenwirkung eines Medikaments aufgetreten, bildet sich der Haarwuchs in der Regel zurück, wenn man das Medikament absetzt. Auch andere erworbene Hypertrichosen gehen meist wieder zurück, wenn sich die Ursache beheben lässt.

Handelt es sich um eine vererbte Hypertrichose, begleitet sie einen in der Regel ein Leben lang. Auch die eigenen Kinder können sie bekommen. Ist der übermäßige Haarwuchs auffällig und gut sichtbar, kann das seelisch sehr belastend sein.

Hier ist eine Tabelle mit verschiedenen Methoden zur Haarentfernung und deren Eigenschaften:

Dauerhafte Haarentfernung? | So gehen wir das an!

Methode Dauerhaftigkeit Schmerz Hautverträglichkeit
Enthaarungscremes Kurzfristig Gering Kann Hautreizungen verursachen
Rasur Kurzfristig Gering Kann zu eingewachsenen Haaren führen
Epilation Langfristig Mittel bis Stark Kann Hautreizungen verursachen
Laserbehandlung Dauerhaft ¹ Mittel Hohe Hautverträglichkeit
Elektroepilation Dauerhaft ¹ Mittel bis Stark Kann Hautreizungen verursachen

Hirsutismus: Wenn Frauen männliche Behaarung entwickeln

Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen dichte Körperbehaarung an Stellen aufweisen, die normalerweise eher bei Männern stark behaart sind. Dazu zählen zum Beispiel der Bereich zwischen Nase und Oberlippe (“Damenbart“), Kinn und Wangen, die Oberschenkel oder die Region zwischen den Brüsten.

Hirsutismus kann psychisch sehr belastend sein, ist in den meisten Fällen jedoch gesundheitlich harmlos. Verschiedene Methoden zur Haarentfernung oder Medikamente können den starken Haarwuchs eindämmen.

Seltener führen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu Hirsutismus, wenn etwa ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht.

Wie erkennt man Hirsutismus?

Typisches Symptom von Hirsutismus: Bei der Frau sind Körperstellen stark behaart, an denen in der Regel nur bei Männern kräftige Haare zu sehen sind.

Was sind die Ursachen von Hirsutismus?

In neun von zehn Fällen hat Hirsutismus keine erkennbaren krankhaften Ursachen. Ärzte sprechen dann von einem idiopathischen Hirsutismus. Bei vielen Frauen ist der verstärkte Haarwuchs schlicht Veranlagung. Ihre Haarfollikel reagieren vermutlich von Natur aus besonders empfindlich auf männliche Sexualhormone (Androgene).

Seltener lässt sich ein bestimmter Auslöser feststellen, etwa eine hormonelle Störung. Bestimmte Hormone sind dann im Übermaß vorhanden. Ein möglicher Hinweis auf eine hormonelle Ursache sind zusätzliche Symptome einer Vermännlichung.

Wie sieht eine Hirsutismus Behandlung aus?

Eine von Natur aus starke Körperbehaarung bedarf nicht zwingend einer speziellen Behandlung. Bei Hirsutismus, der durch eine bestimmte Erkrankung oder Medikamente ausgelöst wurde, richtet sich die Therapie vor allem nach der jeweiligen Ursache.

Hat ein PCO-Syndrom den Hirsutismus begünstigt, kann bei übergewichtigen Frauen eine Gewichtsabnahme den Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Da bei einem PCO-Syndrom häufig der Zuckerstoffwechsel gestört ist, kann auch eine Behandlung mit dem Antidiabetikum Metformin infrage kommen, welches als Tablette eingenommen wird.

Eine Alternative ist die Behandlung mit sogenannten Antiandrogenen oder der „Antibabypille“. Antiandrogene Wirkstoffe in Tablettenform, zum Beispiel das verschreibungspflichtige Cyproteronacetat, hemmen den Einfluss der männlichen Sexualhormone auf die Haarfollikel. In der Schwangerschaft und Stillzeit sind sie allerdings nicht geeignet.

Natürliche Methoden zur Hemmung des Haarwuchses

Du möchtest dein Haarwachstum auf natürliche Weise verlangsamen? Es gibt verschiedene Methoden, die dir dabei helfen können. Ein bewährtes Hausmittel ist beispielsweise das regelmäßige Auftragen von einer Mischung aus Zitronensaft und Honig auf die Haut. Diese Kombination soll das Haarwachstum verlangsamen und die Haare dünner machen.

Auch das regelmäßige Peelen der Haut kann dazu beitragen, dass sich die Haare weniger schnell regenerieren. Ein weiterer Tipp ist die Anwendung von speziellen Ölen wie Teebaumöl oder Lavendelöl, die eine hemmende Wirkung auf das Haarwachstum haben sollen.

Enthaarungscremes und -gels

Hast du dich schon einmal gefragt, wie Enthaarungscremes und -gels das Haarwachstum beeinflussen können? Diese Produkte wirken nicht auf die Haarwurzeln, sondern lösen lediglich die oberste Schicht der Haare auf. Dadurch erscheinen die Haare feiner und weicher.

Es ist wichtig zu beachten, dass Enthaarungscremes und -gels das Wachstum der Haare nicht dauerhaft ¹ stoppen können. Daher ist eine regelmäßige Anwendung erforderlich, um ein glattes Hautbild zu erhalten. Zudem können einige Menschen empfindlich auf die Inhaltsstoffe reagieren, daher ist es ratsam, vor der Anwendung einen Allergietest durchzuführen.

Der Einfluss von Hormonen auf das Haarwachstum

Hormone spielen eine entscheidende Rolle beim Haarwachstum. Sie beeinflussen die Aktivität der Haarfollikel und damit auch die Geschwindigkeit, mit der Haare wachsen. Ein Ungleichgewicht in den Hormonen kann zu übermäßigem Haarwachstum führen.

Doch wie kannst du deine Hormone beeinflussen, um das Haarwachstum zu verlangsamen? Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann helfen, den Hormonspiegel zu regulieren. Auch regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, das Gleichgewicht der Hormone zu unterstützen.

Darüber hinaus gibt es natürliche Methoden wie beispielsweise die Anwendung von speziellen Ölen oder Kräutern, die das Haarwachstum hemmen können. Es ist wichtig, auf eine ganzheitliche Pflege zu achten, um das Haarwachstum langfristig zu reduzieren.

Die Bedeutung der richtigen Pflege

Eine regelmäßige Pflege spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das Haarwachstum zu verlangsamen. Indem du deine Haut und Haare gut pflegst, kannst du das Nachwachsen der Haare verlangsamen und dafür sorgen, dass sie feiner und weniger auffällig sind.

Eine regelmäßige Feuchtigkeitspflege der Haut kann dazu beitragen, dass die Haare langsamer nachwachsen. Auch das regelmäßige Peelen der Haut kann helfen, eingewachsene Haare zu vermeiden und das Haarwachstum zu reduzieren. Mit der richtigen Pflege kannst du also einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass unerwünschtes Haarwachstum in Schach gehalten wird. Gönn dir also regelmäßige Pflegeeinheiten, um dem Stress mit Stoppeln, Rasierer und Co.

Dauerhafte Haarentfernung

Das Haarwachstum dauerhaft ¹ zu stoppen, ist eine Herausforderung, der viele Menschen gegenüberstehen. Es gibt verschiedene Methoden und Produkte auf dem Markt, die versprechen, das Wachstum der Haare zu verlangsamen oder zu hemmen. Von Enthaarungscremes über Laserbehandlungen bis hin zu natürlichen Hausmitteln gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um unerwünschtes Haarwachstum zu reduzieren.

Es ist wichtig, Geduld zu haben und die richtige Methode für sich selbst zu finden, da nicht jede Behandlung bei jedem Menschen gleich wirkt. Eine dauerhafte Reduzierung des Haarwuchses erfordert oft eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen, wie regelmäßiger Pflege, Ernährungsumstellung und gegebenenfalls hormoneller Regulation.

Es gibt Medikamente oder auch Methoden, um das Haarwachstum etwas zu verlangsamen. Wenn du dich allerdings durch deine schnellwachsende Körperbehaarung und das damit verbundene Entfernen unwohl in deinem Körper fühlst, ist es an der Zeit, dein Problem an der Wurzel zu packen.

Dafür ist es sinnvoll, wenn du dich dafür entscheidest, die Haare dauerhaft ¹ zu entfernen. Wenn du dir auch eine lebenslange Lösung wünschst, dann ist der richtige Weg dich für die dauerhafte Haarentfernung ¹ zu entscheiden.

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