Aua! Verbrennungen durch heiße Stylinggeräte sehen nicht nur schlimm aus, sondern sind auch sehr schmerzhaft! Kurz mal nicht aufgepasst und schon hat man unschöne Verbrennungen durch Lockenstab, Glätteisen und Co. Doch was macht man, wenn man sich verbrennt? Der erste Reflex unmittelbar nach der Verbrennung ist erstmal die Wunde zu kühlen.
Verbrennungen gehören zu den häufigsten Verletzungen im Alltag - sei es durch heiße Flüssigkeiten, offene Flammen oder intensiven Sonnenkontakt. Dabei lassen sich viele dieser Verletzungen mit den richtigen Maßnahmen verhindern.
Die Schwere einer Hautverletzung durch Hitze wird anhand der sogenannten Verbrennungsgrade bestimmt. Der Begriff Verbrennungsgrade beschreibt die medizinische Einteilung von Verbrennungen nach ihrer Tiefe und Schwere. Dabei werden in der Regel 4 Verbrennungsgrade unterschieden, die sich durch unterschiedliche Symptome und Heilungsverläufe auszeichnen. Die Verbrennungsgrade werden in 4 Stufen unterteilt: von leichten Hautrötungen bis hin zu lebensgefährlichen Gewebeschäden.
Hier ist eine Übersicht der Verbrennungsgrade und der entsprechenden Maßnahmen:
Es gibt 4 Schweregrade, von leichten Hautrötungen (Grad 1) bis zu lebensgefährlichen Gewebeschäden (Grad 4). Verbrennungen entstehen häufig durch heiße Flüssigkeiten, offene Flammen, Chemikalien oder intensive UV-Strahlung.
Der 1. Verbrennungsgrad ist die mildeste Form einer Verbrennung und betrifft nur die oberste Hautschicht (Epidermis).
Symptome:
Häufigste Ursachen:
Was tun?
In der Regel heilt eine Verbrennung 1. Grades ohne Narben ab.
Eine Verbrennung 2. Grades reicht tiefer und betrifft neben der Epidermis auch die darunterliegende Lederhaut (Dermis). Je nach Tiefe wird sie in Grad 2a (oberflächlich) und Grad 2b (tiefere Dermis betroffen) unterteilt.
Symptome:
Häufigste Ursachen:
Was tun?
Verbrennungen Grad 2a heilen meist innerhalb von ca. 2 Wochen ohne Narben ab. Länger dauert die Heilung bei Verbrennungen Grad 2b.
Eine Verbrennung 3. Grades ist besonders gefährlich, da alle Hautschichten - von der Epidermis bis zur Subkutis - zerstört werden. Die betroffene Haut ist nicht mehr schmerzempfindlich, da Nervenenden zerstört sind.
Symptome:
Häufigste Ursachen:
Was tun?
Die Behandlung von Verbrennungen 3. Grades dauert meist mehrere Wochen bis Monate.
Der 4. Verbrennungsgrad ist die schwerste Form einer Verbrennung und betrifft nicht nur die Haut, sondern auch tieferliegende Gewebsschichten wie Muskeln, Sehnen und Knochen.
Symptome:
Häufigste Ursachen:
Was tun?
Nach Verbrennungen 4. Grades sind Amputationen oder Hauttransplantationen notwendig.
Doch das Motto "viel hilft viel" ist hierbei auf keinen Fall zu befolgen! Kühlakkus, Eisbeutel und Co. sind zu kalt und reizen die umliegende Haut. Die beste Variante, die Wunde zu kühlen, ist mit Leitungswasser.
Wichtig ist, die Wunde nicht unnötig zu reizen, da so die Wundheilung verlangsamt wird:
Ist die Verbrennung bereits etwas abgeklungen, kann es an die Pflege gehen. Brandverletzungen heilen besser, wenn die Haut mit ausreichender Feuchtigkeit versorgt ist. Hierbei helfen spezielle Feuchtigkeitssalben und Hydropflaster. Wer lieber auf natürliche Produkte setzt, kann auch temporär eine dünne Schicht Speisequark auf die geschlossene Wunde streichen.
Ihre Brandwunde ist so schlimm, dass sich Brandblasen gebildet haben? Hierbei ist wichtig, diese nicht aufzustechen. Durch das Aufstechen der Blase vergrößert sich das Infektionsrisiko. Im Idealfall bedecken Sie die Brandblase mit einem sterilen Verband, sodass sie von selbst abklingen kann. Durch die Massage wird die Blutzirkulation angeregt. Vermeiden Sie es, Ihre Haut zu dehnen oder weiterer Hitze auszusetzen.
Nein, Blasen sollten nicht aufgestochen werden, da sie eine natürliche Schutzschicht gegen Infektionen bilden. Falls eine Blase von selbst platzt, sollte die Wunde steril abgedeckt werden. Nach der Heilung sollte die Haut regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Cremes (z. B. mit Panthenol oder Aloe vera) gepflegt werden. Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da verbrannte Haut empfindlicher ist - Sonnenschutz mit LSF 50 ist empfehlenswert.
Ja, je nach Schweregrad kann es zu Narbenbildung kommen. Leichte Verbrennungen (Grad 1 und 2a) heilen meist ohne Narben ab.
Brandwunden gelten als kleinflächig, wenn der betroffene Bereich nicht größer als deine Handfläche ist. Solche Verbrühungen und Verbrennungen sind oft ungefährlich, tun aber sehr weh. Deshalb muss Erste Hilfe bei Verbrennungen an der Hand vor allem schnell erfolgen: Die betroffene Partie sofort unter fließendem Wasser kühlen, bis die Schmerzen nachlassen. Es reicht, wenn das Leitungswasser lauwarm ist. Bei Verbrennungen im Gesicht helfen feuchte Tücher.
Weil die Haut nur oberflächlich angegriffen ist, lässt sich die Verbrennung behandeln, indem du eine kühlende Brandsalbe aufträgst. Von Eiswürfeln und Kühlpacks ist abzuraten: Sehr niedrige Temperaturen können dem Gewebe zusätzlich schaden und zu lokalen Erfrierungen führen.
Verbrennungen passieren schnell, nicht immer ist Feuer im Spiel. Wenn beim Kochen heiße Flüssigkeit spritzt oder Wasserdampf entsteht, der Motorrad-Auspuff sich stark erhitzt hat, du mit Chemikalien oder Strom hantierst, kann es rasch zu Verbrennungen kommen. Je schneller Erste Hilfe bei Verbrennungen geleistet wird, desto besser.
Verbrennungen gehören zu den häufigsten Haushalts- und Arbeitsunfällen und können durch verschiedene Ursachen entstehen. Besonders in der Küche und im Haushalt besteht eine hohe Gefahr durch zahlreiche Risikofaktoren. Am Arbeitsplatz sind vor allem Personen gefährdet, die mit offenen Flammen, Chemikalien oder heißen Oberflächen arbeiten.
1. Küche und Haushalt:
2. Arbeitsplatz:
3. Sonnenschutz:
Weitere Vorsichtsmaßnahmen:
Verbrennungen und besonders Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Ähnlich wie bei Vergiftungen sind Kinder im ersten Entdeckungsalter zwischen 2 und 4 Jahren vorrangig gefährdet. Das Ausmaß der Verletzung ist abhängig von der Art des heißen Stoffes, seiner Temperatur und Einwirkungsdauer.
Neben heißen Getränken bzw. Glätteisen und Lockenstäbe aus Keramik und Metall können in kurzer Zeit bis zu 230 Grad erreichen. Bleiben die Geräte zum Abkühlen unbeaufsichtigt liegen oder auch kurzfristig zum Aufheizen oder zwischen Arbeitsschritten, können sich Kinder daran verbrennen.
„Um diese Verbrennungen zu verhindern, sollten diese Haarstylingprodukte außerhalb der Reichweite von Kindern oder in einem hitzebeständigen Beutel aufbewahrt werden, bis sie kalt sind“, rät Dr. Monika Niehaus, Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ). Solche Taschen liegen den „Haarwerkzeugen“ oft bei.
Experte Dr. Monika Niehaus rät: „Kommt es dennoch zu einem ungewollten Kontakt, hilft Kühlung. Eltern sollten handwarmes Wasser für 10-15 Minuten auf die betroffene Stelle fließen lassen, um die Beschwerden zu lindern. Nach der Kühlung sollten die Wunde mit einem sauberen Tuch oder einer Wundauflage bedeckt werden. Bei tieferen Wunden sollten Eltern mit ihrem Kind den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen“.
Eltern sollten in Abhängigkeit von der Verletzungsschwere entscheiden, ob Vorstellung beim Arzt selbst organisiert werden kann - wenn nicht, sollten sie unverzüglich den Notarzt bzw. alarmieren.
Bei Kindern gelten wegen der deutlich unterschiedlichen Körperproportionen folgende Werte: Kopf und Hals 16%, Arme je 9%, Vorder- und Rückseite des Rumpfes je 16%, Beine je 17%.
Eine private Unfallversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zum gesetzlichen Schutz, insbesondere bei schweren Verletzungen wie Verbrennungen. Die NÜRNBERGER Unfallversicherung sorgt dafür, dass Sie im Ernstfall optimal versorgt sind und sich voll und ganz auf Ihre Genesung konzentrieren können - ohne sich Sorgen um finanzielle Folgen machen zu müssen.
Verbrennungen sind schmerzhafte Verletzungen, die nicht nur akute medizinische Versorgung erfordern, sondern oft auch langfristige Behandlungen nach sich ziehen. Neben den körperlichen Folgen können sie auch finanzielle Belastungen mit sich bringen, insbesondere, wenn längere Krankenhausaufenthalte oder kosmetische Operationen notwendig sind. Eine private Unfallversicherung kann hier entscheidende Unterstützung bieten.
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