Viele Frauen erleben nach der Geburt ihres Kindes Haarausfall. Das kann stark verunsichern, aber die gute Nachricht ist: Der Haarverlust geht meist vorüber. Dieser Artikel erklärt, warum es zu Haarausfall nach der Schwangerschaft kommt, wie lange er anhält und was Sie dagegen tun können.
Viele Frauen haben während der Schwangerschaft eine nie gekannte Haarpracht: dicht und glänzend. Grund dafür ist der erhöhte Östrogenspiegel. Generell wächst das Haar in einem dreiphasigen Zyklus aus Wachstum, Ruhe und Ausfallen. Die Östrogene halten die Haarfollikel während der Schwangerschaft in der Wachstumsphase. Alles ist auf Erhalt angelegt, weniger Haare fallen aus.
Gleich nach der Geburt sinken die Östrogenwerte aber schnell ab und viele Haarfollikel wechseln zeitgleich in die Ruhephase. Damit beginnt der Haarausfall nach der Schwangerschaft, das sogenannte postpartale Effluvium.
Den Haarausfall nach der Geburt nennen Expertinnen und Experten postpartales Effluvium. Dabei verteilt sich der Haarverlust meist über den gesamten Kopf (diffuser Haarausfall) und beschränkt sich nicht auf einzelne Regionen. Die Haare lichten sich unter Umständen etwas, es entsteht jedoch keine Glatze.
Der Haarzyklus wird von Hormonen beeinflusst. Während der Schwangerschaft steigen die Östrogenspiegel. Das sorgt dafür, dass sich die Haare länger in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden - es fallen weniger Haare aus als üblich. Häufig wirkt das Haar besonders voll, kräftig und glänzend.
Nach der Geburt sinken die Östrogenspiegel dann recht plötzlich ab. Der Geburtsstress kann zusätzlich dazu beitragen, dass die Haarfollikel, in denen die Haare verwurzelt sind, kurz nach der Schwangerschaft in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten, bis die Haare etwa zwei bis vier Monate später ausfallen.
Nach der Schwangerschaft kehren deine Hormone zu ihren normalen Werten zurück. Das „zusätzliche“ Haar, an dem sich dein Körper festgehalten hat, wird abgestoßen, was zu einem Haarausfall nach der Geburt führt. Dieses Phänomen nennt man Telogen-Effluvium.
Telogen-Effluvium kann auch auftreten, wenn ein physisches oder psychisches Trauma dazu führt, dass mehr Haare als gewöhnlich von der Wachstumsphase in die Ruhephase übergehen. Wenn du nach einer schlimmen Trennung oder einem besonders schlimmen Fall von Grippe jemals Haare verloren hast, weißt du, wovon wir sprechen.
Wie sieht der Haarausfall nach der Schwangerschaft also tatsächlich aus? Du wirst wahrscheinlich viel mehr Haare in deiner Haarbürste oder im Duschabfluss sehen, nachdem du deine Haare gewaschen hast. Einige Frauen mit Haarausfall nach der Geburt bemerken, dass vor allem am Haaransatz die Haare immer dünner werden.
Nicht das Stillen lässt die Haarpracht dünner werden - dafür ist allein der Östrogenspiegel verantwortlich, der nach der Geburt abfällt. Bei stillenden Müttern verläuft die Hormonumstellung aber manchmal langsamer. Dadurch setzt der Haarausfall später ein als bei nicht stillenden Frauen - bei manchen sogar erst nach dem Abstillen.
Meist beginnt der Haarausfall nach Schwangerschaft und Geburt bereits wenige Wochen nach der Entbindung, manchmal setzt er auch erst nach fünf Monaten ein. Bei manchen Frauen fallen viele Haare aus und sammeln sich in der Bürste oder im Waschbecken. Das erscheint bedrohlich, ist aber kein Grund zur Sorge. Nach der Geburt ist das vollkommen normal. Es fallen lediglich die Haare aus, die Sie während der vergangenen neun Monate verloren hätten. Nach einigen Monaten hat sich der Hormonhaushalt reguliert, ganz ohne Behandlung.
In den meisten Fällen beginnt dieser postpartale Haarausfall etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt. Nach drei bis sechs Monaten normalisieren sich die Hormonspiegel von allein und der Lebenszyklus der Haare verläuft wieder normal. Es kann jedoch bis zu einem Jahr nach der Geburt dauern, bis sich das Haarwachstum sichtlich gebessert hat. Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist harmlos und hört in der Regel auf, sobald sich die Hormone wieder eingependelt haben.
Die Erholung von büschelweise Haarausfall nach der Schwangerschaft ist für jeden unterschiedlich, aber du kannst davon ausgehen, dass sich dein Haar zwischen drei Monaten und einem Jahr nach der Geburt erholt.
Nach spätestens einem Jahr sollte das Haarwachstum wieder so sein, wie vor der Schwangerschaft.
Gegen den Haarausfall nach einer Schwangerschaft und Geburt brauchen Sie in der Regel nichts zu tun. Es handelt sich um normale körperliche Vorgänge. Nach der Geburt braucht der Körper vor allem Ruhe und Zeit zur Regeneration. Die Anstrengungen der Entbindung, Schlafmangel, Stress und Mangelernährung können den Haarausfall verstärken.
Obwohl du nach der Geburt den gleichen Haarausfall hast, beginnst du die nächste Schwangerschaft mit insgesamt weniger Haaren. Eine andere zu berücksichtigende Sache ist das Alter. Unser Haar wird mit zunehmendem Alter natürlich feiner und dünner - es ist nur ein Teil des Alterungsprozesses! Wenn du mehrere Jahre in einem Zyklus von Haarausfall nach der Schwangerschaft und Nachwachsen verbringst, befindest du dich möglicherweise am Ende dieser Lebenssaison mit insgesamt weniger Haaren. Das ist ganz natürlich und normal.
Da unsere Nahrungsergänzungsmittel auch in einer köstlichen Gummiformel erhältlich sind, fällt es dir leicht, dich an die Einnahme zu erinnern. Wir empfehlen, dich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung des Haarausfalls in der Stillzeit von deinem Arzt beraten zu lassen.
Wenn du normalerweise kein dünnes Haar hast, lass dich von uns in die wunderbare Welt von Produkten für voluminöse Haare einführen! Diese Reinigungsduos enthalten nährende Bio-Inhaltsstoffe, die das Haar mit Kraft und Feuchtigkeit versorgen und gleichzeitig Spliss, Ausdünnung und Haarbruch vorbeugen.
Eine andere Möglichkeit, das Haar nach dem Haarausfall nach der Geburt zu erhalten, besteht darin, deinen Kissenbezug aus Baumwolle gegen einen Bambus Kissenbezug auszutauschen. Warum? Da Baumwollfasern eigentlich ziemlich rau sind und wenn du auf einem Baumwollkissenbezug schläfst, sorgt die Reibung auf deinem Haar für Brüche, Knöten und Mattheit. Tipp: Kombiniere ihn mit einem passenden Bettbezug.
Sogar die Art und Weise, wie du deine Haare bürstest, kann einen großen Unterschied machen, wenn du Haarausfall nach der Schwangerschaft hast. Wenn du beim Entwirren zu viel Kraft aufwendest oder die falsche Bürste verwendest, besteht die Gefahr, dass du die Stränge brichst und zusätzlich Schuppen erhältst. Stattdessen empfehlen wir die Verwendung unserer Wet Hair Detangler Brush. Die weichen Borsten ziehen Knoten sanft auseinander, sodass du sie ohne Bruch entwirren kannst. Außerdem massieren die Borsten die Kopfhaut, was das neue Haarwachstum fördert.
Genauso solltest du auch Fön, Lockenstab und Glätteisen weglassen. Alle diese Tools eignen sich hervorragend zum Stylen deiner Haare, aber ihre Hitze kann deine Strähnen austrocknen und zu mehr Bruch führen.
Scheint es nicht so, als würden junge Mütter kurz nach der Geburt immer einen kürzeren Haarschnitt tragen? Das ist kein Zufall! Langes Haar ist schwer und all das zusätzliche Gewicht lässt das Haar flacher aussehen. Kürzere Haare hingegen sind leichter und haben ein besseres Volumen. Wenn du jedoch an deinen Längen hängst, kannst du auch eine vorübergehende Volumensteigerung erzielen, indem du ab und zu deine Haarteile wechselst.
Denke daran, Haarausfall in der Stillzeit ist völlig natürlich und normal. Es ist nichts, wofür man sich schämen muss. Es ist nur ein Teil dieser aufregenden Zeit des Lebens! Dies bedeutet jedoch nicht, dass du den Haarausfall nach der Geburt hinnehmen musst.
Haarausfall nach der Schwangerschaft ist in der Regel nicht behandlungsbedürftig. Es ist völlig normal, dass Frauen in den Monaten nach der Geburt mehr Haare verlieren als gewöhnlich. Hält der Haarausfall länger als sechs Monate an oder gehen die Haare nach der Geburt massiv oder sogar büschelweise aus, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt oder wenden Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis.
Wenn der Haarausfall in der Stillzeit extrem (deutlich mehr als 100 Haare pro Tag) erscheint, kann es ratsam sein, mit einem Arzt über andere mögliche Ursachen und Behandlungen zu sprechen. In seltenen Fällen - bei etwa zwei von tausend Schwangeren - kann sich der Haarverlust auf einzelne Bereiche am Kopf konzentrieren (sogenannter „kreisrunder Haarausfall“) und kahle Stellen verursachen.
Zusätzlich zur hormonellen Umstellung können seelischer Stress, ein hoher Blutverlust bei der Geburt, zu wenig Schlaf oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen den Haarausfall verstärken. Auch Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kann zu solchen Beschwerden führen.
Eventuell kommen in diesem Fall andere Auslöser für den Haarverlust in Betracht, etwa:
Um der Ursache auf die Spur zu kommen, können Arzt oder Ärztin die Kopfhaut untersuchen, an einem kleinen Büschel Haare ziehen (Haarzugtest oder Epilationstest) und die Haare mikroskopisch untersuchen (Trichogramm). Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise auf Eisen- oder Zinkmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder entzündliche Erkrankungen, die Haarausfall verursachen können. In manchen Fällen ist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) der Kopfhaut sinnvoll.
Bleibt der Haarverlust bestehen, sind möglicherweise andere Gründe ursächlich. Kontaktieren Sie daher Ihren Hausarzt, Dermatologen oder Gynäkologen, wenn der Haarausfall über ein Jahr nach der Geburt weiterhin ungewöhnlich stark ist. Durch Blutuntersuchungen können andere Ursachen, wie z.B. festgestellt werden.
Bei manchen Patientinnen kann eine Hormontherapie zur Behandlung eines hormonell bedingten Haarausfalls hilfreich sein. Da jedoch auch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können, sind die Therapiemöglichkeiten diesbezüglich oft begrenzt.
Sollten Sie unter einem optisch sehr auffälligen Haarausfall leiden, so können Sie auch in einer Haarsprechstunde eines Spezialisten für Haartransplantationen und Haarausfallerkrankungen aufzusuchen. Meist kann schon eine regenerative Therapie, die PRP-Therapie, helfen, den Haarverlust aufzuhalten. Die PRP-Therapie ist eine Eigenblut-Plasma-Therapie. Die Grundsubstanz, das "Platelet Rich Plasma", wird durch eine spezielle Aufbereitung des von der Patientin entnommenen Blutes gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentriertes Blutplasma, welches viele Wachstumsfaktoren, Zytokine und Mikronährstoffe enthält. Diese Stoffe sind wichtig für die Zellteilung und -regeneration. Dadurch werden die Haarfollikel stimuliert und die Kopfhaut besser durchblutet.
Lässt sich das eigene Haar nicht mehr regenerieren, kann eine Haartransplantation die rettende Alternative sein. Mit der I-FUE-Technik (Intermittent Follicular Unit Extraction) wird Ihr eigenes Haar an die kahlen Stellen transplantiert. Ein schonender Eingriff, bei dem hohe Anwuchsraten zu erwarten sind. Egal, ob der Scheitel licht ist oder die Schläfen leicht kahl werden - mit der Haartransplantation können Sie sich schon ggf. bald wieder über eine natürliche und volle Haarpracht freuen.
Wenn sich jedoch der Haarausfall über den gesamten Kopf erstreckt und dadurch zu wenig Spendermaterial vorhanden ist, sollte eine Haartransplantation nicht durchgeführt werden. Darum gilt: je früher der Haarausfall durch regenerative Behandlungen gestoppt wird, desto erfolgreicher wird die späte Haartransplantation sein.
Manchmal kann ein postpartales Effluvium auch in eine androgenetische Alopezie übergehen. Unter diesem erblich bedingten Haarausfall leiden bis zu 30 Prozent aller Frauen. Meist tritt er in den Wechseljahren auf, kann aber auch durch eine Schwangerschaft getriggert bzw.
Wenn der Haarausfall nach der Geburt nicht innerhalb eines halben Jahres nachlässt, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt darüber.
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