Der Unterschied zwischen Seife und Shampoo: Eine detaillierte Betrachtung

Die Entscheidung im Drogeriemarkt fällt oft schwer: Welches Produkt ist das richtige für meine Haare? Soll ich ein Shampoo für strapazierte Haare wählen, eines, das Extra-Volumen verspricht, oder doch lieber eines mit "Strawberry-Sorbet-Duft" und „Anti-Frizz-Effekt“?

Fest oder flüssig: Diese Frage spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Fast jede Shampooflasche ist mehr als zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Nur der übrige Anteil sorgt mit waschaktiven Substanzen für "Extra-Sauberkeit". Die Wasch- und Pflegesubstanzen werden uns also nur verdünnt verkauft. Bei der Alternative - bei festen Shampoo-Bars oder Haarseifen - ist das nicht der Fall, denn hier sind die Inhaltsstoffe hochkonzentriert, und es kommen keine leeren Kunststoffflaschen auf den Müll.

Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen fester Seife und festem Shampoo, um Ihnen bei der Wahl des richtigen Produkts zu helfen.

Festes Shampoo und Conditioner selber machen: super easy und günstig! Für jeden Haartyp

Nachhaltigkeit: Feste Produkte im Vorteil

Ein Shampoobar ersetzt locker zwei bis drei Shampooflaschen. Insgesamt werden weniger Rohstoffe und Energie für die Verpackung benötigt und auch die Transportkosten minimiert. Damit steht es in Sachen Nachhaltigkeit 1:0 für feste Haarwäsche-Produkte.

Auch in der Ökobilanz der Stiftung Warentest hatten Shampoobars und Shampooseifen im Vergleich zu flüssigen Shampoos die Nase vorn: Ein festes Shampoo ersetzte nach dieser Berechnung zwei Shampooflaschen. Wegen ihres geringeren Volumens benötigen sie weniger Rohstoffe und Energie für die Verpackung und schneiden auch beim Transport besser ab.

Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere feste Alternativen, beispielsweise Conditioner, Rasierseifen oder festes „Duschgel“, so dass sich jede Menge Plastikmüll auch im Bad vermeiden lässt.

Inhaltsstoffe und Konservierungsstoffe

Weil Kosmetikprodukte mit hohem Wasseranteil ein gefundenes Fressen für Pilze und Bakterien sind, werden oft Konservierungsstoffe beigemischt. Menschen mit robuster Haut haben Glück, aber bei empfindlicher Haut können viele Konservierungsstoffe zu Allergien führen. Auch hier kann der Griff zu festen Produkten helfen, denn die brauchen keine Konservierungsstoffe. Allerdings hält das manche Hersteller nicht davon ab, auch bei festen Produkten Konservierungsmittel zuzusetzen - daher ist es wichtig, auch hier auf die Packungsbeschriftung zu achten!

Ohne Konservierungs-, Füllstoffe und Kunststoffverbindungen in flüssiger oder fester Form steht es schon 2:0 für die festen Produkte.

Auf jeden Fall lohnt sich auch bei den abfallarmen Shampoo-Alternativen ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Teilweise werden hier stark entfettende, hautreizende Tenside wie "Sodium Lauryl Sulfate" eingesetzt. In Produkten ohne Naturkosmetiksiegel können chemischhergestellte Duft- und Farbstoffe sein.

Bei Shampoo-Alternativen, die als zertifizierte Naturkosmetik angeboten werden, sind viele problematische Inhaltsstoffe verboten.

Haarseife oder festes Shampoo: die Unterschiede

Egal, ob Shampoo-Bar oder Haarseife: Beide helfen, Plastikmüll zu vermeiden. Die Anwendung ist ähnlich: die Haare wie gewohnt nass machen, die Hände mit dem festen Stück einschäumen und den Schaum auf der Kopfhaut verteilen - oder direkt die nasse Kopfhaut mit der Seife oder dem Shampoo-Bar "einseifen".

Der wesentliche Unterschied zwischen Seife und Shampoo-Bar liegt in den waschaktiven Substanzen:

  • Shampoo-Bars enthalten Tenside als waschaktive Substanzen und liefern daher ein vergleichbares Waschergebnis wie flüssige Shampoos. Sie schäumen auch ähnlich wie flüssige Shampoos.
  • Haar-Seifen enthalten wie die bekannten Hand-Seifen Salze von Fettsäuren als waschaktive Substanzen. Sie sind alkalisch, haben also einen höheren pH-Wert.

Hier eine Gegenüberstellung der Eigenschaften:

Eigenschaft Haarseife Festes Shampoo
Waschaktive Substanzen Salze von Fettsäuren Tenside
pH-Wert Alkalisch (höher) Sauer (niedriger)
Schaumbildung Variabel Ähnlich wie flüssiges Shampoo
Notwendigkeit einer sauren Rinse Oft empfohlen Nicht notwendig
Inhaltsstoffe Natürliche Öle und Lauge Tenside, Öle, pflegende Inhaltsstoffe

In Verbindung mit kalkhaltigem Wasser führt das bei der Wäsche dazu, dass sich unlösliche Partikel, die sogenannten Kalkseifen, bilden. Ergebnis: Die Haare fühlen sich nach der Wäsche schmierig an.

Um das zu verhindern, wird empfohlen, nach der Benutzung von Haar-Seifen eine saure Spülung (auch Rinse genannt) mit stark verdünntem Essig (1-2 EL pro Liter Wasser) oder einer stark verdünnten Zitronensäurespülung zu machen.

Auch bei der Anwendung gibt es Unterschiede. Oft wird empfohlen, mit Shampoobar oder der Shampooseife die nasse Kopfhaut direkt einzuseifen. Schonender ist es, den Schaum zunächst in den Händen zu produzieren und dann den Schaum auf der nassen Kopfhaut zu verteilen. Auch bei langem Haar genügt es, nur die Kopfhaut einzuschäumen, beim Ausspülen des Schaums wird der Rest der Haare gereinigt aber nicht zu sehr entfettet.

Die richtige Anwendung und Pflege

Für Umwelt und Haare ist es am besten, kein heißes Wasser und nicht zu viel Shampoo bei der Haarwäsche zu verwenden. Auch da können feste Waschprodukte bei der bewussten Dosierung helfen.

Damit das Shampoostück gut trocknen kann, sollte man eine entsprechende Seifenablage oder ein luftdurchlässiges Säckchen zur Aufbewahrung verwenden.

Das beste Wascherlebnis wird erzielt, wenn das feste Shampoo oder die Haarseife einfach mit kreisenden Bewegungen im nassen Haar aufgetragen wird, bis genügend Schaum entstanden ist. Dann können Sie die Haare wie gewohnt durchkneten und waschen, anschließend ausspülen und fertig. Nach dem Waschen sollten die Seifen und Shampoos luftig und trocken gelagert werden, damit sie sich nicht unnötig schnell aufbrauchen. Keinesfalls sollten sie in einer Wasserpfütze liegen gelassen werden. Eine Seifenschale oder auch Seifensäckchen sind zur Lagerung gut geeignet.

Trockenshampoo selber machen

Wer es morgens eilig hat, kann sich Trockenshampoo auch selber herstellen. Schütte dazu einfach zwei Teelöffel Speisestärke durch ein feines Sieb in ein luftdicht verschließbares Behältnis. Je nach Haarfarbe kannst du durch das Sieb außerdem noch Kakao oder Zimt dazugeben:

  • bei dunklem Haar: 1 gehäufter Teelöffel Kakaopulver
  • bei rotem Haar: 1 Esslöffel Zimt

Zur Anwendung sollten die Haare gründlich gekämmt und die Kleidung mit einem Handtuch geschützt werden. Das Pulver anschließend mit den Händen oder einem Kosmetikpinsel am Haaransatz verteilen und einreiben.

tags: #unterschied #seife #shampoo

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen