Undercut Haare Styling nach vorne: Der ultimative Guide

Der Undercut hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Comeback erlebt und ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu einer beliebten und vielseitigen Frisur geworden. Ursprünglich in den 1980er Jahren in der Gothic-Szene populär, hat sich der Undercut zu einem straßentauglichen Look entwickelt, der Individualität und Stilbewusstsein vereint. In diesem Artikel erfährst du alles über den Undercut, von den verschiedenen Varianten und Styling-Möglichkeiten bis hin zu Tipps für den Übergang zu längeren Haaren.

Was ist ein Undercut?

Bei einem Undercut werden die Haare rund um den Kopf, an den Seiten und am Hinterkopf, kurz abrasiert - meist auf eine Länge von etwa sechs bis zehn Millimetern. Der Kontrast zwischen dem abrasierten Haar und dem längeren Deckhaar macht den Undercut zu einem markanten Haarschnitt. Wichtig ist, dass die Schnittkante zwischen rasiertem und langem Haar sauber und gerade verläuft.

Varianten des Undercuts

Der Undercut bietet zahlreiche Styling-Möglichkeiten, bei denen das Deckhaar völlig frei getragen werden kann. Hier sind einige beliebte Varianten:

  • Klassischer Undercut: Das Deckhaar wird lang gelassen und kann nach vorne, nach hinten oder zur Seite gestylt werden.
  • Undercut mit Pony: Das Deckhaar wird als Pony getragen, was besonders bei geraden Haaren gut aussieht.
  • Textured Undercut: Dieser Look zeichnet sich durch Dynamik und ein Undone-Styling aus. Klare Konturen an den Seiten treffen auf ein strukturiertes Deckhaar.
  • Faded Undercut: Hier verläuft der Übergang von den kurzen zu den langen Haaren weich, oft mit einem Rasiermesser für den besonders kurzen Bereich im Nacken und an den Ohren.

Wer kann einen Undercut tragen?

Nicht jeder ist vom Typ her für einen Undercut geeignet. Wichtig ist vor allem Selbstbewusstsein, da der Haarschnitt oft polarisiert. Ein Undercut passt besonders gut zu:

  • Männern und Frauen mit geraden oder leicht gewellten Haaren.
  • Personen mit runden, ovalen oder eckigen Gesichtern.
  • Menschen, die bereit sind, Zeit in das tägliche Styling zu investieren.

Ein Undercut ist weniger geeignet für:

  • Personen mit krausem oder lockigem Haar.
  • Menschen mit länglichen oder spitz zulaufenden Gesichtern.

Undercut oder Sidecut - Was ist der Unterschied?

Obwohl beide Haarschnitte sehr angesagt sind, gibt es einen klaren Unterschied: Beim Undercut wird das untere Haar rund um den Kopf gekürzt, während beim Sidecut die Haare nur an einer Seite getrimmt werden. Beide Varianten lassen das Deckhaar länger.

Den Undercut selber schneiden

Das Schneiden eines Undercuts erfordert etwas Geschick, ist aber durchaus machbar. Hier eine kurze Anleitung:

  1. Haare durchkämmen und entscheiden, welche Bereiche rasiert werden sollen.
  2. Das Deckhaar am Oberkopf mit Klammern festklemmen, um es aus der Gefahrenzone zu bringen.
  3. Das abzurasierende Haar mit einer Schere grob kürzen.
  4. Mit einem Haarschneider und einem Aufsatz die Haare auf die gewünschte Länge trimmen.
  5. Haarklammern lösen und das Deckhaar nach unten kämmen.
  6. Regelmäßig nachschneiden, um die Frisur in Form zu halten.

Styling-Tipps für den Undercut

Das Styling des Undercuts ist entscheidend für den Look. Hier einige Tipps:

  • Volumen: Verwende ein Volumenshampoo, um dem Deckhaar Fülle zu verleihen.
  • Föhnen: Föhne das Deckhaar von unten nach oben, um Volumen zu erzeugen.
  • Produkte: Haarwachs, Pomade oder Schaumfestiger eignen sich gut, um die gewünschte Frisur zu gestalten. Vermeide Haargel, wenn du das Deckhaar nach vorne trägst, da es die Haare schwerer macht.
  • Fixieren: Abschließend das Haar mit Haarspray fixieren.

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Viele Männer entscheiden sich irgendwann, ihre Haare vom Undercut zu einer längeren Frisur wachsen zu lassen. Dieser Übergang kann herausfordernd sein, aber mit den richtigen Tipps gelingt er:

Schritt 1: Vom Buzz Cut zum Kurzhaarschnitt

Die Ausgangslage: Rundherum abrasierte Haare. Praktisch und ohne Stylingaufwand beginnt deine Reise Richtung lange Haare mit einem raspelkurzen Schnitt. Dein Haar ist zum "Igel" rundherum abrasiert.

Der Weg: In der Übergangszeit nur die Seiten schneiden. "Wichtig ist aber, dass der Friseur zwischendurch immer nur die Konturen kürzt - schließlich soll vor allem das Deckhaar an Länge gewinnen." Wenn die Haare wachsen, stehen sie in den ersten Wochen meist ab. Dennoch solltest du die Haare wachsen lassen und die Übergangsfrisur kurzerhand mit Stylingpaste bändigen.

Das Ziel: Ein zeitloser Kurzhaarschnitt. Deine neue Kurzhaarfrisur kannst du besonders vielfältig stylen. Alternativ formst du die Haare frech mit Wachs. Egal, wie du beim Übergang die Haare stylst: Der neue Haarschnitt braucht nicht viel Aufwand, um gepflegt auszusehen.

SchrittAusgangslageDer WegZiel
1Rundherum abrasierte HaareNur die Seiten schneidenZeitloser Kurzhaarschnitt
2Ausrasierte Seiten, längeres Deckhaar, harte KanteSpitzen des Deckhaars kürzen, Übergang ausfransenMittellanges Haar mit etwas kürzeren Seiten
3Brow Flow, mittellanger UndercutHaare nach hinten föhnen, Seiten flach stylen, Konturen säubernKinnlange Haare

Schritt 2: Vom Kurzhaarschnitt zum mittellangen Undercut

Die Ausgangslage: Ausrasierte Seiten, längeres Deckhaar, harte Kante. Im nächsten Schritt wird der Übergang der Haare weicher gestaltet.

Der Weg: Die Seiten müssen jetzt erst einmal wachsen, der Rest bleibt, wie er ist. Deshalb kürzt der Coiffeur bei den nächsten 2 bis 3 Terminen nur die Spitzen des Deckhaars und die äußersten Konturen. "Damit die Undercut-Kante nach und nach verschwindet, wird der Übergang zwischen Seiten und Deckhaar jedes Mal leicht ausgefranst." Für ein lässiges Styling bietet sich ein Seitenscheitel an. Eine matte Pomade sorgt für den nötigen Halt.

Das Ziel: Mittellanges Haar mit etwas kürzeren Seiten. Die Seitenpartien sind etwa 4-6 cm lang und gehen nahtlos in das etwas längere Deckhaar über. Somit bist du entweder am Ziel oder kannst deine Haare noch weiterwachsen lassen.

Schritt 3: Von mittellangem zu kinnlangem Haar

Die Ausgangslage: Brow Flow, mittellanger Undercut. Wer seine Haare auf Kinnlänge wachsen lassen möchte, muss den Durchhaltewillen für gut 15 weitere Zentimeter aufbringen.

Der Weg: In der Übergangszeit heißt es: Haare hinters Ohr. Um nicht in der Übergangszeit aufzugeben, kannst du ein Cap tragen, bis du deutlich längere Haare hast. Die sinnvollere Lösung ist jedoch diese: Wasche die Haare mit einem zu deinem Haar passenden Männershampoo. Föhne die Haare am Oberkopf nach hinten und style sie mit Wachs zur Tolle. Anschließend die Seiten mit einem Klecks Haargel flach an den Kopf stylen. "Jetzt solltest du alle paar Wochen die Konturen säubern und nach und nach die Länge von Seiten und Deckhaar anpassen." So entsteht mit der Zeit eine einheitliche Länge.

Das Ziel: Kinnlange Haare. Wenn die Strähnen bis zum Kinn reichen, hast du offiziell lange Haare und unseren Respekt! Bis zu den Schultern dauert es ab jetzt noch einmal etwa ein Dreivierteljahr.

Der Undercut ist mehr als nur ein Haarschnitt - er ist ein Statement. Mit den richtigen Styling-Tipps und etwas Mut kannst auch du diesen trendigen Look rocken.

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