Im Alter von 34 Jahren veröffentlichte Udo Jürgens seinen Song „17 Jahr, blondes Haar“, der in der Schlagerwelt bis heute als Klassiker gilt. Über die Liaison schrieb die Schlagerikone einen Song, der auch heute noch als Hit gilt. Doch was viele nicht wussten: Der Sänger hatte tatsächlich Sex mit einer Minderjährigen - und zeugte ein Kind mit ihr.
Udo Jürgens bei der ECHO-Verleihung 2011
„Siebzehn Jahr, blondes Haar“ singt Udo Jürgens in dem gleichnamigen Lied, das davon handelt, dass er Sex mit einer Minderjährigen hat. Lange war nicht bekannt, dass Udo Jürgens diesen Song wirklich erlebt hat. Doch was viele als fiktionale Erzählung empfanden, ist in Wahrheit eine reale Geschichte, die er genau so erlebte. Denn wie jetzt unter anderem aus der ARD-Doku „UDO!“ hervorgeht, landete er nicht nur tatsächlich mit einer Siebzehnjährigen im Bett, sondern hatte sogar ein Kind mit ihr.
In einem Tagebucheintrag schrieb Udo damals über die Situation: „Das Mädchen hatte blondes, schulterlanges Haar… über atemberaubenden Beinen. Ich war als Schürzenjäger verschrien, aber das machte ihr nichts aus. Sechs Monate später bekam ich einen Brief: Unser Beisammensein ist nicht folgenlos geblieben.“
Zum Zeitpunkt des Eintrags war Udo Jürgens eigentlich mit Panja verheiratet, was ihn allerdings nicht davon abhielt, auch andere Frauen zu treffen. Obwohl Jürgens zu diesem Zeitpunkt mit Panja verheiratet war und bereits den gemeinsamen Sohn John (60) großzog, war es ihm offenbar unmöglich, treu zu bleiben.
Um sein Leben als Familienvater weiterführen zu können, traf er mit der jungen Frau eine Vereinbarung, die ihn von den Pflichten als Vater befreite.
„Ich kann jetzt schlecht sagen, da kann er nichts dafür“, urteilt Udo Jürgens’ erste Ehefrau Panja in der Doku über das Verhalten des Schlagerstars. „Er war halt ein Depp. Er hat nicht aufgepasst. Ganz klar ausgedrückt. Da kann man gar nichts entschuldigen.“ Mit dem Vater des Mädchens traf der Frauenschwarm laut der Doku eine Abmachung, durch die er ungestraft davon kam.
Udo Jürgens war zeit seines Lebens als Schürzenjäger bekannt. Dass der Schlagersänger ein Kind mit einer Minderjährigen hatte, wurde jedoch lange unter Verschluss gehalten. Die Ehe der beiden scheiterte lange Zeit später im Jahr 1989. Für Jürgens blieb es nicht das einzige Kind aus einer inoffiziellen Verbindung. 1995 wurde er nochmals Vater der Tochter Gloria Burda (30), die nach seinem Tod das Testament des Sängers erfolglos anzufechten versuchte.
Sonja Jürgens glaubt, dass ihr berühmter Vater Udo Jürgens sein Lied „17 Jahr, blondes Haar“ für ihre Mutter geschrieben hat. Sonja Jürgens ist sich aber sicher zu wissen, für wen ihr Vater einst seinen Hit „17 Jahr, blondes Haar“ geschrieben hat. „Ich bin sicher, mein Vater hat damit meine Mutter gemeint. Er fand sie unglaublich schön, Typ Brigitte Bardot“, sagte die 48-jährige dem FOCUS, „aber es wurde nur eine Affäre daraus, ich kam zur Welt - er blieb bei seiner Frau Panja und meinen Halbgeschwistern Jenny und Johnny."
Vom Babyalter an habe ihr Vater sie regelmäßig gesehen. „Er hat mich zu Hause in Wien besucht, in sein Haus nach Portugal mitgenommen, zu Konzerten eingeladen.“
Der große Sänger, der am 30. September 80 Jahre alt wird, sei immer ein Teil ihres Lebens gewesen. „Auch wenn mir das Wort ,Papa’ nicht so leicht über die Lippen kam.“ Gerade in ihrer Pubertät hätten beide auch Konflikte ausgetragen.
„Etwa, wenn er mich in einer großen Runde zum Essen mitgenommen hat - und ich mich am Ende des Tisches wiederfand. Zwischen ihm und mir saßen schon eine Reihe von Bewunderinnen, junge Mädels, kaum älter als ich. Es war mir peinlich, dass manche Leute dachten, ich wäre seine neue Freundin“, sagte Sonja Jürgens zu FOCUS.
SIEBZEHN JAHR, BLONDES HAAR, eine Komposition von Udo Jürgens (eigentlich Jürgen Udo Bockelmann, seit 2010 Udo Jürgens Bockelmann, 1934-2014) wurde im Sommer 1965 nach einem Text des österreichischen Schauspielers und Dichters Thomas Hörbiger (1931-2011) für die Vogue Schallplatten aufgenommen, die deutsche Niederlassung der französischen Disques Vogue, ein auf Jazz und Chanson spezialisiertes Pariser Label. Die oft kolportierte Behauptung von einer seiner unehelichen Töchter, Sonja Jürgens (*1966), das Lied sei für ihre Mutter geschrieben worden, mit der er 1975 für einen One-Night-Stand in Wien zusammen war, gehört ins Reich der Boulevard-Mythen. Das Lied entstand schon während Jürgens Jahren bei Polydor, dem Pop-Label der Deutschen Grammophon, wo er zwischen 1956 und 1962 unter Vertrag stand.
Jürgens erklärte zur Entstehung des Liedes, dass er zusammen mit Hörbiger auf der Münchner Leopoldstraße im Auto unterwegs gewesen sei, wobei ihnen eine blonde Schönheit aufgefallen sei. Wie auf Stichwort sollen da von beiden die Worte gefallen sein „Siebzehn Jahr, blondes Haar“, womit die Titelzeile geboren war. Anschließend hätten sie den Text spontan zusammen niedergeschrieben (Jürgens 1988: 97). Erschienen ist SIEBZEHN JAHR, BLONDES HAAR, produziert von Udo Jürgens selbst, mit der Jürgens-Komposition „So wie eine Rose“ (Text: Carl-Ulrich Blecher) als B-Seite im August 1965 als Singleauskopplung aus seinem ersten Album Porträt in Musik. Die italienische Fassung „Diciotto anni, capelli biond“ (Text: Vita Pallavicini) war schon im Juni erschienen und wurde noch erfolgreicher als das Original. Auch die 1966 erschienene französische Fassung „Si“ (Text: Jacques Chaumelle) übertraf das Original.
In den folgenden Jahrzehnten nahm Udo Jürgens den Titel mehrmals neu auf. So erschien 1974 auf dem Album Die Großen Erfolge - Herzlichst Udo Jürgens eine Neuaufnahme, die schon 1972 entstanden war. 1977 nahm Jürgens eine Disco-Version für das Album Meine Lieder ’77 auf. 2006 erschien eine Live-Version mit Udo Jürgens solo, sich selbst am Klavier begleitend.
SIEBZEHN JAHR, BLONDES HAAR war der erste große Hit des Sängers und Komponisten in Deutschland, der bis dahin lange versucht hatte, über seine österreichische Heimat hinaus zu wirken. Erst als das Lied im belgischen Rundfunk unablässig gespielt wurde, entschloss sich Polydor zu einer Low-Budget-Produktion mit minimaler Instrumentierung.
Beierlein, der das Talent des Sängers und Komponisten erkannte, als er 1963 nach dem Bruch mit Polydor und einer Handvoll Eigenkompositionen zu ihm kam, veröffentlichte noch im gleichen Jahr mit „Tausend Träume“ einen ersten Jürgens-Song, verbunden mit der Option auf einen langfristigen Vertrag, sollte das Lied mehr als 25.000 Mal verkauft werden. Schon mit dem nächsten Lied, „Warum nur, warum“ (1964), erreichte Udo Jürgens beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, wie der Eurovision Song Contest (ESC) damals noch hieß, 1964 in Kopenhagen den fünften Platz, mit „Sag ihr, ich lass sie grüßen“ im Jahr darauf in Neapel Platz vier.
SIEBZEHN JAHR, BLONDES HAAR ist der erste Song Udo Jürgens, der erahnen lässt, in welche Richtung sich sein Liedschaffen entwickelte. Ihm ist es mit einem feinen Gespür gelungen, die sehr deutsche und traditionsbehaftete Gattung Schlager musikalisch mit der in Frankreich beheimateten Chansontradition zusammenzuführen, in der sich die private Gefühlswelt immer auch mit einem ausgeprägten Sinn für den Zeitgeist, mit der Selbstrekflektivität des Subjekts in seiner gesellschaftlichen Umwelt verbindet.
Musikalisch ist das Lied noch weitgehend in der Schlagertradition verhaftet, nur der Text, der auf die schlagertypische pseudointime Adressierung des Hörers verzichtet und einem erzählenden Gestus mit Ansätzen zur Selbstreflexion, etwa in der an sich selbst gerichteten Frage „… wie find ich zu ihr“, verpflichtet ist, nimmt die spätere Entwicklung von Jürgens Liedschaffens vorweg.
Den zwei Textstrophen mit dem eingängigen Refrain entspricht eine symmetrisch gebaute Songarchitektur, die aus einem 16-taktigen Abschnitt für die Strophe und einem ebenfalls 16-taktigen Abschnitt für den Refrain besteht. Das Arrangement folgt mit seinen satten Bläser- und Streichersätzen und dem üppig eingesetzten Background-Chor einer Konvention, die als „Festival-Sound“ bekannt geworden ist, wie man ihn von den Shows großer Schlagerfestivals kennt.
SIEBZEHN JAHR, BLONDES HAAR gehört mit über 300 Veröffentlichungen in diversen Tonträgerformaten zu den erfolgreichsten Liedern von Udo Jürgens. In den deutschen Single-Charts erreichte es Platz vier und hielt sich insgesamt elf Wochen in den Charts. In der österreichischen Heimat des Sängers gelangte es auf Platz 6 und hielt sich hier 16 Wochen in den Charts.
Cover-Versionen, die sich allerdings eher uninspiriert an den Erfolg des Originals anzuhängen suchten, entstanden schon kurz nach seiner Veröffentlichung, etwa von dem Orchester James Last 1965, den Gisha Brothers 1966, dem britischen Hammondorgel-Virtuosen Will Horwell 1966 oder Günther Gürsch und seinen Akkordeon-Rhythmikern 1967.
| Version | Interpret | Jahr |
|---|---|---|
| Original | Udo Jürgens | 1965 |
| Orchesterversion | James Last and His Orchestra | 1965 |
| Coverversion | The Gisha Brothers | 1966 |
| Akkordeonversion | Günther Gürsch und seine Akkordeon-Rhythmiker | 1967 |
tags: #udo #jürgens #17 #jahr #blondes #haar
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