Viele Menschen, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, greifen zu Haarwuchsmitteln wie Regaine. Dieses Mittel enthält den Wirkstoff Minoxidil und ist seit Jahren auf dem Markt etabliert.
Doch was passiert, wenn während der Therapie mit Regaine plötzlich verstärkter Haarausfall auftritt oder der Haarausfall nach anfänglicher Besserung wiederkehrt? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe und gibt Ihnen wichtige Informationen zur Anwendung von Regaine.
Der Wirkstoff Minoxidil wurde ursprünglich zur Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzt. Dabei zeigte sich als Nebenwirkung verstärkter Haarwuchs. Inzwischen wird dieser Effekt therapeutisch ausgenutzt.
Minoxidil fördert die Durchblutung der Haarwurzel, wodurch diese besser mit Sauerstoff und Mineralstoffen versorgt wird. Der Wirkstoff kann auch bei diffusem Haarausfall helfen und zur Stärkung der Augenbrauen eingesetzt werden. Nicht wirksam ist er beim kreisrunden Haarausfall.
In den ersten beiden Monaten der Therapie mit Regaine Lösung kommt es in ca. einem Drittel der Fälle zunächst zu verstärktem Haarausfall. Dieses "Shedding" ist ein sogenanntes Haarwuchs-Synchronisations-Phänomen. Es tritt dann ein, wenn besonders viele Haarfollikel vom Telogen (Ruhephase) in das Anagen (Wachstumsphase) übergehen.
Die von unten neu nachwachsenden Haare schieben dabei die nicht mehr wachsenden Haare schneller als normal aus dem Haarfollikel hinaus. Sowohl der Zeitraum bis zum Auftreten der "Shedding-Phase" als auch dessen Dauer und Ausprägung können bei jeder Frau und jedem Mann unterschiedlich sein.
Der Beginn der "Shedding-Phase" liegt im Allgemeinen zwischen der 2. und 6. Behandlungswoche und dauert zumeist etwa zwei bis vier Wochen. Die meisten Patientinnen oder Patienten berichten lediglich über einen verstärkt bemerkten Haarausfall, ohne dass sich das Haarkleid weiter lichtet. In Einzelfällen kann der Haarausfall jedoch auch so ausgeprägt sein, dass die Haarlichtung weiter fortschreitet.
Nach anfänglich gutem Ansprechen auf die Regaine-Therapie tritt nach etwa 16 Wochen ein mehr oder weniger ausgeprägter Stopp des Haarverlustes ein, und der Höhepunkt der Haarzahl wird erreicht. Die Ursache hierfür liegt ebenfalls in einem vorübergehenden Haarwachstums-Synchronisationsphänomen: Einerseits werden leere Haarfollikel dazu angeregt, früher ein neues Haar wachsen zu lassen, andererseits werden Haarfollikel 2-4 Monate länger in der Wachstumsphase gehalten als eigentlich vorgesehen.
Beide Phänomene bewirken zunächst eine Vermehrung der aktuell vorhandenen Haare. Im Anschluss daran nimmt die Haarzahl dann wieder etwas ab, die "künstlich gehaltenen" Haare fallen schliesslich aus. Trotz dieses Nachlassens des Maximal-Effektes ist bei vielen Minoxidil-Anwendern und Anwenderinnen auch noch nach Jahren ein positiver Effekt zu sehen.
Das heisst, die Haare sind auch nach Jahren noch optisch dichter als vor Beginn der Therapie. In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die Dicke der verbleibenden Haare zunimmt. Die Haardicke wiederum korreliert besser mit dem äußeren Erscheinungsbild als die Anzahl der Haare.
Eine erneute oder "verspätete" Minoxidil-bedingte Sheddingphase gibt es bei korrekter Anwendung nicht. Dafür können aber zahlreiche andere Faktoren zu Haarwechsel führen. Die Erfahrung zeigt, dass in vielen Fällen lediglich ein vorübergehender diffuser Haarwechsel vorliegt, z.B. durch jahreszeitliche Einflüsse, Eisenmangel, Wechsel von Hormonpräparaten, fieberhaften Erkankungen, Einnahme von Medikamenten, Operationen in Vollnarkose oder Stressepisoden. Minoxidil jedoch wirkt weiter.
Entscheidend ist die Stabilisierung des Erscheinungsbildes, und nicht die Anzahl der pro Tag ausfallenden Haare. Je nach individueller Veranlagung ist es auch möglich, dass weitere Schübe des anlagebedingten Haarausfalls auftreten, die nicht oder nur teilweise durch Minoxidil aufgehalten werden können. Im Allgemeinen jedoch gilt, dass Minoxidil-Lösung so lange wirkt, wie sie angewendet wird.
Welche Ursache für einen erhöhten Haarwechsel im Einzelfall vorliegt, kann nur im Rahmen eines Besuches bei der Hautärztin oder beim Hautarzt herausgefunden werden.
Neben Hormonpräparaten für Frauen gibt es für beide Geschlechter Produkte mit den Wirkstoffen Finasterid und Minoxidil, um dem entgegenzuwirken.
Minoxidil fördert die Durchblutung der Haarwurzel, die dadurch besser mit Sauerstoff und Mineralstoffen versorgt wird. Der Wirkstoff kann auch bei diffusem Haarausfall helfen und zur Stärkung der Augenbrauen eingesetzt werden. Nicht wirksam ist er beim kreisrunden Haarausfall.
Minoxidil-Präparate zur Behandlung von Haarsaufall sind in Apotheken rezeptfrei erhältlich. Für Männer mit 5 Prozent und für Frauen mit 2 Prozent Wirkstoffanteil. Sie werden als Schaum, Lösung oder Spray zur äußerlichen Anwendung angeboten und zweimal täglich auf die trockene Kopfhaut aufgetragen. Dort wo Haarwuchs erwünscht ist, sollen sie etwa vier Stunden lang einwirken.
Shampoos mit Koffein oder Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin können den Haarwuchs zusätzlich fördern.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung:
Warten Sie nach der Anwendung mindestens 4 Stunden, bevor Sie Kopfhaut oder Haare anfeuchten. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen sowie den Kontakt von behandelten Hautstellen mit Kindern.
Dauer der Anwendung:
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wie bei allen Medikamenten können auch bei Minoxidil Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten sind Kopfschmerzen, Juckreiz und Hautrötung. Beobachtet wurden auch vermehrtes Haarwachstum außerhalb des behaarten Kopfes und Bluthochdruck.
Einige Nutzer berichten über negative Erfahrungen mit Minoxidil. Diese reichen von geringfügigen Beschwerden wie Juckreiz und Trockenheit der Kopfhaut bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Schwindel, Schwellungen, Atembeschwerden und Depression.
In einigen Fällen kann Minoxidil sogar Haarausfall verursachen. Es gibt auch Berichte über Minoxidil Nebenwirkungen Impotenz oder Minoxidil Erektionsstörung.
Je länger du Minoxidil verwendest, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auf Nebenwirkungen stößt. Dabei reichen die Nebenwirkungen von leichten Irritationen der Kopfhaut bis hin zu ernsthafteren Problemen wie Herzbeschwerden und Haarausfall. Langzeitnutzung von Minoxidil kann tatsächlich Haarausfall verursachen.
Die langfristige Anwendung von Minoxidil kann zu einer Vielzahl weiterer Nebenwirkungen führen. Manche Menschen berichten von Minoxidil Nebenwirkungen Impotenz, andere von einem generellen Minoxidil Libidoverlust.
Es gibt zahlreiche Minoxidil Produkte, von Schaum bis zu Tabletten, und die Meinungen darüber, welches Minoxidil das Beste ist, gehen weit auseinander.
Hier ist eine Tabelle mit einigen gängigen Minoxidil-Produkten:
| Produktname | Form | Wirkstoffkonzentration | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| REGAINE Männer Schaum | Schaum | 5% Minoxidil | Leichte Anwendung, schnelle Absorption |
| Sons Minoxidil 5% | Lösung | 5% Minoxidil | Einfache tägliche Anwendung |
| BIO-H-TIN Männer Spray | Spray | 50 mg/ml Minoxidil | Gezielte und gleichmäßige Verteilung |
| Minoxicutan Männer Spray | Spray | 50 mg/ml Minoxidil | Praktische Sprayflasche |
Wie bei jedem Mittel gegen Haarausfall ist es mit einer kurzfristigen Anwendung von Minoxidil nicht getan.
Wenn Sie Minoxidil absetzen, dann haben Sie keinen Effekt mehr. Dann kommen Sie dahin, wo Sie vorher waren. Es ist eine lebenslange Anwendung.
Seinen Patienten rät Körber, das Mittel drei bis vier Monate anzuwenden. Wenn sie dann allerdings keine Besserung spüren, sollten sie die Follikelkur beenden. So empfehlen es auch die Hersteller. Aber selbst im Erfolgsfall warnt Körber vor allzu großen Hoffnungen: "So wie mit 20 wird es nicht mehr."
Zusammengefasst: Beginnt man die Behandlung rechtzeitig, kann Minoxidil bei Haarausfall etwas bringen. Ob und wie stark das Mittel allerdings wirkt, weiß man erst nach einigen Monaten. Und damit es nachhaltig die Haare erhält, muss man eisern morgens und abends die Kopfhaut mit dem Mittel behandeln.
tags: #regaine #trotz #haarausfall
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