Kokosöl ist neben Arganöl und Olivenöl eines der beliebtesten Haaröle überhaupt. Die in dem süßlich duftenden Öl enthaltenen Nährstoffe sorgen dafür, dass matte, trockene Haare wieder gesund und voller Glanz sind. Viele haben bereits Erfahrungen mit Kokosöl in der Haarpflege gemacht.
Natives Kokosöl (Cocos Nucifera Oil), auch bekannt als Kokosnussöl oder Kokosfett, wird aus dem getrockneten Kernfleisch der Kokosnüsse (sog. Kopra) gewonnen. Bei Raumtemperatur ist die Konsistenz des Kokosöls fest und wird erst bei Temperaturen von ca. 25°C flüssig. Kokosöl besteht zu 90% aus gesättigten Fettsäuren. Erwähnenswert ist vor allem der hohe Gehalt an Laurinsäure (ca. 50 %) und Myristinsäure (ca. 20 %). Laurinsäure ist besonders wertvoll, da sie gegen Pilze, Bakterien, Mikroben und Viren wirkt.
Kokosöl ist sehr beliebt als Haarpflegeprodukt und findet sich in vielen Haarprodukten wie Shampoos, Conditionern und Haarkuren.
Models wie Joan Smalls oder Gigi Hadid schwören auf die Haarpflege mit dem Öl. Doch was ist dran, ist Kokosöl wirklich so gut für die Haare?
Haarexperte Dejan Garz hat sich als Hairstylist und Friseurmeister auf Social Media einen Namen gemacht. Lange Zeit sah er die Kombination von Kokosöl und Haaren kritisch, heute revidiert er seine Vorbehalte: „Kokosöl ummantelt nicht nur die Haare, sondern hat wissenschaftlich bewiesen auch die Eigenschaft, den Haarschopf zu penetrieren, also ins Haar einzudringen.“ Weiter erklärt er auf Instagram: „Die wichtigen Moleküle im Kokosöl sind tatsächlich so klein, dass sie ins Haar eindringen, dort die Lipide auffüllen können und das Haar wesentlich gesünder erscheinen lassen oder sogar gesünder machen.“
Die Wirkung von Kokosöl aufs Haar im Überblick:
Immer wieder liest man im Forum, dass Kokosöl und Olivenöl bei manchen eine austrocknende Wirkung auf die Haare haben. Neulingen wird inzwischen sogar von vornherein empfohlen, bei diesen Ölen vorsichtig zu sein, da sie austrocknen können. Andererseits gibt es die Theorie, dass Kokosöl und Olivenöl das Haar aufgrund ihrer Struktur besser penetrieren können und somit eine hohe Pflegewirkung haben.
Es gibt jedoch auch gegenteilige Erfahrungen. Einige Anwender berichten, dass Kokosöl ihre Haare austrocknet und strohig macht. Dies kann besonders bei sehr porösem Haar der Fall sein.
Ursachen für Austrocknung durch Kokosöl:
Für die Anwendung von Kokosöl im Haar gibt es verschiedene Varianten und Rezepte. Hier sind drei Kokosöl-Haarkuren für vor, während und nach der Haarwäsche.
Bei dieser Haarkur-Variante werden die noch trockenen Haare vor der Wäsche mit Kokosöl versorgt. Ein Tipp von Dejan: „Das sorgt vor allem dafür, dass beim Haarewaschen nicht so viel Wasser in die Haare eindringen kann.“ Das Ergebnis: Das Haar quillt weniger.
Und so geht’s:
So schnell und einfach funktioniert die Spülung mit Kokosöl:
Die Leave-in-Kur ist super unkompliziert, weil sie im Haar bleibt und nicht ausgewaschen werden muss. Wichtig ist, dass du nicht zu viel Öl verwendest, sonst sieht das Haar schnell fettig aus. So klappt’s:
Es kommt ein wenig darauf an, für welches Kokosöl-Treatment du dich entscheidest, zu welchem Haartyp du gehörst und welche Haarpflege-Routine du hast. Bei den meisten Haartypen reicht eine Anwendung einmal pro Woche aus. Achte am besten auf die Reaktion deiner Haare und passe entsprechend die Häufigkeit an.
Es ist nicht jedes Kokosnussöl für die Haarpflege geeignet. Es werden viele Öle angeboten, die industriell verarbeitet wurden und nicht mehr so reich an essentiellen Aminosäuren und Nährstoffen sind. Daher solltest du unbedingt auf hochwertiges natives Bio-Kokosöl setzen, das kaltgepresst, ungebleicht und nicht raffiniert ist.
Kokosöl kann bei juckender Kopfhaut helfen. Die enthaltene Laurinsäure bekämpft Pilze und wirkt antibakteriell. Dadurch kann Kokosöl bei Entzündungen und Schuppen einiges bewirken.
Als Alternative zum Kokosöl eignen sich spezielle Haarkuren, die essentielle Fette mit hydratisierenden Wirkkomplexen kombinieren. Sie werden tief in die Haarstruktur eingeschleust und entfalten dort ihre Wirkung. Das Haar wird dann von innen heraus genährt und gekräftigt.
Ein weiterer Tipp für trockenes Haar: Shampoos und Conditioner mit niedrigem pH-Wert verwenden.
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