Prinzessin Kates neue Haarfarbe: Ein neuer Anfang oder mehr?

Bei einem Besuch des National History Museums in London präsentierte sich Prinzessin Kate am 4. September 2025 erstmals mit neuer blonder Haarfarbe. Doch was steckt wirklich hinter der Haarverwandlung der Prinzessin?

Prinzessin Kate präsentiert ihre neue blonde Haarfarbe im National History Museum. Quelle: Getty Images

Kürzlich sorgte ein Paparazzi-Schnappschuss durchs Autofenster für Aufsehen: Viel ist auf den leicht verschwommenen Bildern von Kate Middleton nicht zu erkennen, doch eines sticht sofort ins Auge: Die Haare der Prinzessin wirken deutlich heller. Statt des gewohnten Haselnussbrauns trägt Kate Middleton nun einen mittelblonden Honigton. Die hellen Strähnen fallen in sanften Wellen über ihre Schulter.

Am 24. August wurden Prinzessin Kate und Prinz William gemeinsam mit ihren Kindern nach einem Kirchgang in Crathie Kirk fotografiert. Unter ihrem Hut schimmern die langen Wellen deutlich heller - und blonder denn je.

Die neue Haarfarbe trägt Prinzessin Kate wie gewohnt mit eleganten Wellen in ihrem langen Haar. In der Rückansicht wird deutlich, dass sie vor allem ihr Deckhaar mit Strähnen aufgehellt hat, während das Unterhaar noch die Tiefe ihrer vorherigen brünetten Haarfarbe zeigt. Bleibt abzuwarten, ob sie ihr Haar vielleicht noch weiter aufhellen wird.

Spekulationen und Mutmaßungen

Ist Prinzessin Kates neues Blond ein Versuch, graue Ansätze zu kaschieren - oder einfach nur Lust auf Veränderung? Fakt ist: Nicht jede will ihr erstes Silberhaar feiern. Gleichzeitig kann Grau längst elegant und modern aussehen. Über eine Frage, die sich nicht mit einem Trend beantworten lässt.

Es darf einen allerdings verwundern, dass die Veränderung einer Frau von Brünett zu Blond für derartigen Wirbel im Netz sorgt und mittlerweile auch in „ernst zu nehmenden“ Medien kommentiert wird. Und zwar gar nicht nach der feinen englischen Art. Da war von Straßenköterblond die Rede oder gar einer schlecht gemachten Perücke. Kates neue Frisur sei „zu lang, zu Blond und mache die Prinzessin zu alt“.

Es wird darüber hinaus gemutmaßt, es sei ein vorsorglicher Griff in die Beauty-Trickkiste im Kampf gegen das Ergrauen. Die vermeintliche Idee dahinter: Ein grauer Ansatz sei bei blondem Haar weniger auffällig und dadurch pflegeleichter als bei dem dunklen Kastanienton, den wir von Kate Middleton gewohnt sind.

„Nicht unbedingt“, erklärt Thommy Momsen, Hair Colorist und Farbexperte im Berliner Farbsalon „The Session“. „Es ist viel schwieriger, ergrautes Haar gut zu blondieren, als einen grauen Ansatz dunkel zu färben, da kühle Pigmente im Haar schlechter halten als warme.“ Aus seiner Erfahrung heraus sei der Weg von Brünett zu Blond mit dem Ziel das Ergrauen zu kaschieren nicht das Mittel der Wahl - und auch nicht der Schritt, den seine Kundinnen für Gewöhnlich gehen.

Das dunkle Haar müsse für diesen Zweck stark aufgehellt werden, was die Haarstruktur angreifen und die ohnehin schon dünner und spröder werdenden grauen Haare stark beanspruchen würde. Momsen rät brünetten Frauen mit einem Grauanteil bis zu 50 Prozent stattdessen zu sanfteren Methoden: „Intensivtönungen zum Beispiel kaschieren graue Haare sehr gut und waschen sich langsam aus, sodass es nicht zu dem harten Ansatz kommt.“

Des Weiteren will der Berliner Haarfarben-Profi zwar deutlich graue Haare am Ansatz der Herzogin erkennen, allerdings im Wechsel der Haarfarbe nicht unbedingt den Versuch, langfristig das Ergrauen optisch zu erleichtern. Aus seiner Erfahrung heraus sehe er bei Typveränderungen seiner Kundinnen eher einen drastischen Lebenseinschnitt, einen Neuanfang oder Richtungswechsel und damit eine gewollte Neuinszenierung der eigenen Persönlichkeit. „Haare halten Emotionen“, so Momsen.

Verwunderlich wäre das im Falle der Herzogin nicht: Nach einer Krebserkrankung und insbesondere einer Chemotherapie, die an Körper, Seele und so auch am äußeren Erscheinungsbild zehrt, ist jeder Mensch geschwächt. Und obgleich Middleton mit Sicherheit Möglichkeiten zur Verfügung standen, die etwa den Verlust ihrer langen Haare verhinderten, wird auch sie sich mit dem Leben neu auseinandersetzen und ihren Platz (wieder)finden müssen.

So sieht das auch Sam McKnight, Prinzessin Dianas ehemaliger Haarstylist und Schöpfer ikonischer Looks. Vor allem vor dem Hintergrund von Kates überstandener Krebserkrankung äußerte er sich nach der harschen Kritik an ihrer neuen Haarfarbe vor drei Tagen empört auf Instagram: „Ich bin schockiert, entsetzt und angewidert von all den bösen Kommentaren über die Prinzessin von Wales. Das Haar einer Frau ist etwas sehr Persönliches für sie, es ist Rüstung, Verteidigung, Selbstvertrauen und so viel mehr.“

HAIRzogin Kate I SO toll ist ihr neuer Look!

Der Einfluss von Jugendlichkeit und Schönheitsidealen

Zumal in einer Gesellschaft, die Jugendlichkeit als Ideal preist. Die Geschichte hat wirklich nicht sehr viel dafür getan, graue Haare mit offenen Armen zu begrüßen. Schon die Alten Ägypter benutzten Henna, um erstes Grau zu kaschieren. Natürliche Pflanzenfarben wurden auch von den Alten Griechen und Römern verwendet. Chemische Haarfarben, so wie wir sie heute kennen, wurden schließlich im 20. Jahrhundert entwickelt und erlebten einen regelrechten Boom.

Jeder Mensch, abhängig von seiner Hautfarbe und seinem persönlichen Lebensstil, ergraut zwischen seinem 20. und 60. Lebensjahr irgendwann. Und Statistiken zufolge färben sich davon etwa zwei Drittel aller Frauen und rund 20 Prozent der Männer die Haare, ein gigantisches Marktsegment also, das die Industrie selbstverständlich nicht an Influencer wie die „Silversisters“ verlieren möchte.

Richtig eingesetzt, kann laut dem Londoner Star-Coloristen Josh Wood eine Haarfarbe einen Menschen bis zu zehn Jahren jünger wirken lassen, „wenn man darauf achtet, dass die Farbe zum Hautton und zur Augenfarbe passt. Und zum eigenen Stil“, so Wood in einem Interview mit WELT. Schwarz, braun oder blond statt grau und damit rot zu sehen, wenn man in den Spiegel schaut, kann einen denken und in der Konsequenz auch fühlen lassen, man sei jünger als man tatsächlich ist. Da wundert es kaum, dass Menschen diesen Weg wählen.

Wobei es hier einen nach wie vor großen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. Während ein Mann im Salt-and-Pepper-Look als sexy „Silverfox“ durchgeht, wird grau melierten Frauen nicht selten noch vorgeworfen, sie würden sich gehen lassen. Steht graues Haar beim Mann für Reife, Erfahrung und Weisheit, so wird der Verlust von Melanin in der Haarwurzel bei Frauen mit dem Verlust von Schönheit und Fruchtbarkeit gleichgesetzt und sogar mit körperlichem Verfall assoziiert.

Trotzdem gibt es glücklicherweise immer mehr (prominente) Frauen, die zeigen, wie eine Frau in der Mitte ihres Lebens wirklich aussieht - in der Regel nämlich grau. Und meistens großartig. Salma Hayek, Katie Holmes, Meryl Streep, Andie MacDowell, Jennifer Aniston, und Sarah Jessica Parker sind Vorreiterinnen eines neuen Schönheitsideals.

Kates Kampf gegen den Krebs und ihre Haare

Fast drei Monate nach der Bekanntgabe ihrer Krebsdiagnose erschien Prinzessin Kate am Samstag erstmals wieder in der Öffentlichkeit. In einem weißen Designerkleid von Jenny Packham bei der „Trooping the Colour“-Parade zog sie alle Blicke auf sich. Mit ihrer gewohnten Eleganz meisterte sie ihre Rückkehr ins royale Leben. Die Strapazen der vergangenen Wochen schienen äußerlich nicht sichtbar zu sein. Neben ihrem stilvollen Outfit und perfektem Make-up sorgte auch ihr volles Haar, das trotz vorsorglicher Chemotherapie erhalten blieb, für Bewunderung.

Prinzessin Kate bei der „Trooping the Colour“-Parade. Quelle: dpa

Viele Fans fragen sich angesichts der Fotos von Kate: Wie ist es möglich, dass sie trotz einer invasiven Behandlung immer noch so eine prächtige Haarpracht hat?

Es ist allgemein bekannt, dass Haarausfall eine häufige Nebenwirkung von Chemotherapie ist. Allerdings verursacht nicht jede Art von Chemotherapie Haarausfall. Die Menge und ob Patienten überhaupt Haare verlieren, hängt von den spezifischen Medikamenten ab, die sie erhalten.

Dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge erhöht sich das Risiko für Haarverlust beispielsweise, wenn Patienten die Chemo über die Vene direkt ins Blut bekommen. Außerdem bei einer Chemotherapie mit einer Kombination aus mehreren Wirkstoffen und wenn Betroffene ihre Zytostatika in hohen Dosierungen oder innerhalb kurzer Zeitabstände erhalten.

„Es gibt mittlerweile tatsächlich solche Chemotherapien, bei denen kaum Haare ausfallen, oder bei denen der Haarausfall so gering ist, dass man ihn nicht sieht“, erklärt etwa Krebs-Experte Prof. Wolfgang Janni (Direktor der Frauenklinik am Uniklinikum Ulm) im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Darüber hinaus existieren heute Begleittherapien, die den Haarausfall verhindern können. Dies könnte auch erklären, warum Kate Middleton während ihrer Chemotherapie keinen Haarausfall erleidet.

Weitere mögliche Gründe für Kates volles Haar:

  • Medikamente: Während ihrer Behandlung erhalten Krebspatienten auch Spurenelemente, Vitamine oder spezielle Medikamente, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken können.
  • Kühlkappen: Eine unterstützende Methode während einer Chemotherapie sind Kühlkappen, die die Kopfhaut während der Behandlung und auch danach auf 7 bis 8 Grad herunterkühlen.
  • Perücken oder Haarteile: Es wird vermutet, dass sie Haarteile oder Haarverdichtungen verwendet hat, um ihr Haar voluminöser erscheinen zu lassen.
  • Gute Gene: Es gibt Patienten, die bei einer Chemo nicht Haare verlieren. Die Haare werden zwar dünner, fallen aber nicht aus.

Ob Kate nun Extensions, Haarteile oder Perücken verwendet - ihr Haar ist stets ein Symbol für Eleganz und Stärke. Für Frauen, die durch Chemotherapie oder andere Ursachen unter Haarverlust leiden, können hochwertige Echthaarperücken und -teile eine ebenso diskrete wie wirksame Lösung sein.

Ein neuer Start?

Die Prinzessin hat sich für eine auffällige Typveränderung entschieden - nach ihrer Krebsdiagnose und den Monaten der Behandlung, die sie hinter sich hat. Ein Palast-Insider verrät BILD, was hinter der Typverwandlung steckt. Aus Kates Umfeld weiß der Mitarbeiter: „Die Prinzessin hat entschieden, es ist Zeit für einen neuen Start nach sehr schweren Monaten geprägt von Krankheit und Sorge.“ Die neue Frisur sei ein Ausdruck ihrer Entschlossenheit, mutig in die Zukunft zu gehen.

Kate Middleton ist jetzt genau gesagt „Bronde“ - so nennen Fachleute die Mischung aus Blond und Brünett.

Taube erklärt: „Gerade nach einer Krebserkrankung verändern sich Haare oft stark. Sie werden dünner, fallen aus oder wachsen anders nach. Viele Frauen greifen dann zu Perücken, Extensions oder neuen Farben.“ Für Taube ist Kates natürlicher Auftritt ein ermutigendes Signal: „Nach einer Krebserkrankung ist es schön zu sehen, dass auch Natürlichkeit Stärke vermittelt. Ich finde, das macht sie nahbar und gibt vielen Frauen Mut.“

Zusammenfassend lässt sich sagen: Prinzessin Kates neue Haarfarbe könnte verschiedene Gründe haben, von dem Wunsch nach einem neuen Look über das Kaschieren grauer Haare bis hin zu den Auswirkungen ihrer Krebserkrankung und Chemotherapie. Unabhängig von den Gründen steht fest, dass sie mit ihrer Veränderung für viel Gesprächsstoff sorgt und viele Frauen inspiriert.

Mögliche Gründe für Prinzessin Kates Haarveränderung
Grund Beschreibung
Neuer Look Der Wunsch nach Veränderung und einem frischen Aussehen.
Kaschieren grauer Haare Blondierung als Mittel, um graue Ansätze weniger sichtbar zu machen.
Auswirkungen der Chemotherapie Haarausfall oder Veränderungen der Haarstruktur aufgrund der Behandlung.
Neuanfang nach Krankheit Die Haarveränderung als Symbol für einen neuen Lebensabschnitt und die Überwindung der Krankheit.

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