Iris Berben, eine Ikone des deutschen Schauspiels, ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und ihr zeitloses Aussehen. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter ihrem jugendlichen Erscheinungsbild, und wann greift sie zu einer Perücke?
Wer Iris Berben am Samstagabend in der neuen Serie "Die Protokollantin" im ZDF gesehen hat, der musste schon zweimal hinschauen. Die glamouröse Schauspielerin verwandelte sich für ihre Rolle der unscheinbaren Freya Becker in eine graue Maus. Fast ungeschminkt und mit dicken grauen Strähnen zeigt sich die Schauspielerin so unscheinbar wie selten.
Iris Berben selbst betont, dass sie sich auch schon in anderen Filmen reduziert gezeigt hat. In "Es kommt der Tag" zum Beispiel war meine Figur auch sehr reduziert. Oder denken Sie nur an meine Zeit bei "Sketchup". Da war ich ja nicht unbedingt die Schönheitskönigin.
Das Verrückte ist, ich renne alle zwei Wochen zum Friseur, um meine grauen Haare dunkel zu färben, spiele aber ständig Rollen, in denen ich eine graue Perücke trage.
Im t-online.de-Interview spricht Iris Berben über Forderungen, Stärke und ihr Alter. Die ist doch nie im Leben fast 70 Jahre alt - das denken viele, wenn sie Iris Berben sehen. Die Schauspielerin ist ein Phänomen: kann ernste Rollen, wie lustige; scheint in Zeitlupe zu altern und bleibt sich dabei immer selbst treu.
t-online.de: Frau Berben, wie wichtig ist Ihnen Ihr Aussehen?
Iris Berben: Das ist mir schon sehr wichtig. Es hat ja mit meinem Wohlbefinden zu tun. Es hat was damit zu tun, wer ich bin, wie ich sein möchte und wie ich wahrgenommen werden möchte. Aussehen ist der erste Eindruck für andere. Das ist mir wichtig. Aber dieser Eindruck muss erstmal mich erfüllen und meine Anforderungen an mich selbst. Ich muss mir gefallen. Das ist der erste Weg herauszufinden, wer man eigentlich ist.
Sie landen bei Schönheitsumfragen stets auf den vorderen Plätzen. Im letzten Jahr wurden sie zur schönsten Schauspielerin der Generation 50plus gewählt. Berben: Das freut einen mit Sicherheit, vor allem wenn man längst weit über 60 ist. Ich denke manchmal, ist das jetzt ein Selbstläufer oder meinen sie das wirklich ernst? Aber viel wichtiger ist doch, welche Freiheiten Frau heutzutage hat. Keiner muss sich mehr einem Diktat beugen.
Berben: Ich bin ja seit drei Jahren in Rente. Aber ich will sie noch nicht leben. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Auch "Die Protokollantin" war komplettes Neuland für mich. Natürlich bin ich in einer glücklichen und sehr privilegierten Situation, dass ich mir die Rollen, die ich gerne spielen möchte, aussuchen kann.
Zum Interview in einem Berliner Hotel kommt Iris Berben in lässigem Look. Sie trägt einen kleinen schwarzen Rucksack auf den zierlichen Schultern, wirkt gut gelaunt, verteilt Komplimente, hat Lust auf ein Gespräch. Die 69-Jährige ist mit sich selbst im Einklang, doch das war nicht immer so. Wofür ihre Generation gekämpft hat und warum sie manchmal Sorge hat, wie mit diesem Vermächtnis umgegangen wird, erklärt sie im Gespräch.
Es ist schade, mit wie viel Vehemenz jungen Frauen erzählt wird, was sie machen sollen. Ich denke mir, man sollte erst einmal gucken, ob die Ecken und Kanten, die andere an einem sehen, nicht vielleicht das Interessante an einem sind.
Natürlich. Es ist ein Prozess. Manchmal genügst du dir oder einem anderen nicht. Es ist kein Prozess, den ich 24 Stunden durchgehend durchlebe, aber er ist noch immer da. Im Moment habe ich eine gute Phase. Ich bin gerade warm mit mir. Aber das hat mit Stimmungen, Einflüssen und Erlebnissen zu tun. Man fragt sich, ob man erfolgreich genug ist, ob man mit dem zufrieden ist, was man sich vorgenommen hat. Das hört auch nie auf. Es ist aber gut, sich dem immer wieder zu stellen. Ich suche aber nicht mehr. Es wäre in dem Alter, in dem ich jetzt bin, schwierig, nicht zufrieden zu sein mit dem, was ich habe. Der Weg dahin ist aber auch einer, der holprig und von Unsicherheiten geprägt ist. Aber das muss man zulassen und aushalten können.
Das Strahlen von Iris Berben auf dem roten Teppich steckt an! Iris Berben inspiriert uns auf unterschiedlichen Ebenen und gilt als Vorbild in Sachen Female Empowerment. Wir haben die Schauspielerin anlässlich der Filmfestspiele in Cannes zum exklusiven Interview getroffen und über ihre Beauty-Rituale und -Produkte, ihre Einstellung zur Schönheit und Selbstakzeptanz sowie die Rolle von Skincare und Make-up für das Selbstbewusstsein von Frauen gesprochen. Außerdem gibt sie Einblicke in ihre Haarpflege-Routine und ihren persönlichen Stil.
GRAZIA: Welche Beauty-Produkte oder -Rituale helfen Ihnen persönlich, sich nach einem stressigen Tag zu entspannen?
Iris Berben: Ein sehr wichtiges Ritual in meinem Alltag ist der Rückzug. Ich kann sehr gut alleine entspannen und bin auch gerne mal alleine, weil ich nicht einsam bin. Dieser Rückzug und die Me-Time sind vor allem nach einem anstrengenden Tag, oder wenn ich generell gerade im Stress bin, wichtig - bei mir sind das häufig die Drehtage, an denen ich mit unendlich vielen Menschen zusammen bin und funktionieren muss. Zu diesen Ritualen zählt auch ein Bad mit sehr viel Öl. Einer der schönsten Momente nach einem langen Tag ist zudem das Abschminken.
Ich höre sehr gut auf meinen Körper und meine Haut. Ich glaube, je bewusster man mit sich selber umgeht, desto besser hört man und sieht man Signale. Auf welchen Wirkstoff in der Hautpflege könnten Sie niemals verzichten? Ich liebe Hautpflege-Produkte, die Manuka-Honig enthalten. Dieser wirkt auf Hautirritation total beruhigend und ist für mich unverzichtbar. Außerdem schwöre ich auf Vitamin C für einen frischen Teint.
Was sich bei mir wirklich eingebrannt hat, ist es, die Sonne zu meiden. Deine Haut wird es dir immer und immer danken. Wenn man jung ist, findet man es oft superschön gebräunt zu sein und auch ich liebe die Sonne aber dabei kommt es auf einen hohen Schutz an. Ein banaler Trick, aber ein sichtbarer.
Es ist ein langer Weg, den man beschreitet und im Laufe des Lebens ändert sich die persönliche Definition von Schönheit. Ich werde 74 - mittlerweile langweilen mich Menschen, die eine äußere Schönheit haben, welche aber nicht von innen gefüllt ist. Diese vermeintliche Schönheit kann plötzlich wie eine Seifenblase zerplatzen, wenn der Mensch nicht auch mit seinem Charakter strahlt. Im Alter wird man durch seine Lebenserfahrungen immer besser darin, diese Schönheit bei Menschen zu erkennen.
Heutzutage haben wir durch verschiedene Beauty-Behandlungen oder sogar Eingriffe viele Möglichkeiten, lange frisch auszusehen. Ich finde es allerdings bedenklich, was das vor allem mit jungen Frauen macht - wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich extrem viele Frauen, die irgendeinem Schönheitsideal nacheifern, was ich sehr traurig finde und mir selber fremd ist. Denn als ich jung war, wollte ich immer so aussehen wie kein anderer. Ich habe immer gedacht, ich möchte einmalig sein, deshalb habe ich meine Zähne beispielsweise nie machen lassen, während viele Menschen mir immer einreden wollten, dass man in meinem Beruf gerade Zähne haben muss. Irgendwann wird so etwas jedoch zu deinem Markenzeichen - du musst nur durchhalten!
Das Allerwichtigste ist es erst einmal zu erkennen, wer du bist. Wie willst du wahrgenommen werden? Willst du jemand sein, der aus der Masse nicht heraussticht? Oder möchtest du individuell sein? Auch auf diesem Weg können Firmen wie L'Oréal Paris unterstützen, denn sie zeigen, dass wir nicht dieses eine Ideal haben, dem man nacheifert.
Make-up ist etwas Wunderbares, um seine Schönheit noch weiter zu unterstreichen und mittlerweile gibt es wirklich tolle Produkte auf dem Markt. Ich will gar nicht mehr daran denken, wie Make-up in den 60er Jahren aussah - Foundation lag wie eine dicke Schicht Kleister auf der Haut und meine Lippen habe ich mir in der Schule das erste Mal mit Penatencreme 'geschminkt'.
Grundlage von allem ist jedoch auch in dieser Hinsicht, dass wir im Reinen mit uns selber sind. Wir müssen auf uns achten. Wir müssen uns mögen. Wir müssen das, was wir haben, schützen. Den Satz 'weil du es dir wert bist' musst du als Lebensphilosophie für dich inhalieren. Man ist es sich wert, weil man selbstbestimmt ist, weil wir all diese Möglichkeiten haben, unser Leben zu gestalten. Und wir sollten sie nicht als selbstverständlich nehmen. Es gibt genügend Länder, in denen das nicht möglich ist. Also sollten wir mit den Chancen behutsam umgehen, aber wir sollten sie auch nutzen. Für alle Anforderungen, die man an Männer stellt, sind wir genauso gewappnet. Wir müssen gesellschaftlich vieles aufbrechen, viele Krusten, die da noch sind.
Ich bin wirklich extrem glücklich mit meinen Produkten, die ich von L'Oréal Paris habe. Von Überfärben über Perücken aufsetzen bis zum zum regelmäßigen Einsatz von Lockenstäben - durch meinen Beruf ist mein Haar oftmals sehr geschädigt. Umso wichtiger ist eine ausführliche Haarpflege-Routine, wenn ich frei habe und dafür sollten wir uns immer die benötigte Zeit nehmen. Und übrigens sollte man auch die Haare im Sommer nicht zu sehr der Sonne aussetzen.
Haare können einen großen Einfluss auf das Selbstbewusstsein haben. Übrigens wollte ich schon als kleines Kind ursprünglich mal Friseurin werden. Haare haben für mich also schon immer einen extrem großen Stellenwert. Im Alter werden die Haare dünner und dünner und dünner, was einen etwas belasten kann und weshalb eine gute Haarpflege umso wichtiger ist. Für mich ist eine tolle Frisur sogar noch bedeutender als Make-up.
Seinen eigenen Stil muss man sich erarbeiten. Auch dabei ist es unerlässlich zu wissen, wie man wahrgenommen werden will. Und du kannst ja jeden Tag jemand anderes sein wollen - wir haben unendliche Möglichkeiten. Bist du jemand, der Mode brechen möchte, der irritieren möchte oder der stromlinienförmig mitschwimmen möchte?
Ich bin jetzt 73 und habe immer noch keine Stylistin, die sich um meine Outfits kümmert, dadurch kann ich mich immer wieder mit meinem eigenen Stil auseinandersetzen, was mir sehr wichtig ist. Ich persönlich kaufe gerne alles selber. Dennoch spreche ich furchtbar gerne mit meinen Kostümbildnerinnen über Rollen und diskutiere, welche Kostüme eine Figur unterstützen können - es ist ein Prozess.
Ich finde eine richtig gute Jeans unglaublich wichtig - diese kannst du zu allem und eben auch zu fast jedem Anlass stylen. Klassiker sind natürlich außerdem schlichte Blusen. Auch damit kann man ganz extrem viel machen und weiße Hemden sind immer ein Hingucker. Und du kannst sie toll mit Schmuck kombinieren, oder du ziehst ein weißes Hemd und einen Blazer an - mein drittes Must-have für die Garderobe! Jeans und Blazer und weiße Bluse - damit kommst du weit!
Ich kann ein ganzes Jahrzehnt sagen: die Achtziger! (lacht) Ich sehe Fotos von mir und ich bin fassungslos. Ich frage mich, ob ich wirklich keinen Spiegel zu Hause hatte und ob ich keine Freunde hatte. Aber alle Freunde sahen auch so aus. Das Lustige ist, dass Leute immer wieder sagen, dass die Achtziger gerade in der Mode sind. Ja das stimmt zwar, aber die Looks werden heute anders interpretiert - nicht so maßlos albern, wie es in der Zeit war.
L’Oréal Paris macht für mich Besonderes, dass sie eine Frau wie mich, eine Frau wie Helen Mirren, eine Andy MacDowell, eine Jane Fonda, als Vorbilder nehmen, um den Frauen in der gesamten Gesellschaft zu zeigen, dass es keine Frage des Alters ist. Es ist auch keine Frage, ob du blond oder brünett oder groß oder klein oder curvy oder dünn bist. Das Selbstwertgefühl von Frauen steht im Fokus. Einen klügeren und feministischeren Satz als 'weil ich es mir wert bin' gibt es nicht. Ich kann mich damit identifizieren.
In der Filmbranche dominieren immer noch Männer und was liegt eher auf der Hand, als dieses Festival auch zu nutzen, um mehr Sichtbarkeit für Frauen zu bekommen.
Iris Berben präsentiert sich in Cannes mit komplett neuer Haarfarbe - und trägt jetzt blaue Strähnen. Wir wiederholen: blaue Strähnen. So gut steht es ihr.
"Habt ihr gesehen, Iris Berben hat blaue Haare", hieß es gerade in der Redaktion. Die Reaktion war einvernehmlich: "Bitte, was? Blau?" Blau ist die Haarfarbe, mit der wir bei Iris Berben ("Deutsches Haus", "791 km", "Parasite") am wenigsten gerechnet hätte. Ein paar blonde Strähnen, klar. Einen kräftigen Rotstich im ikonischen Kastanienbrauen, das die Schauspielerin sonst trägt, hätte uns auch nicht gewundert. Aber dass Iris Berben, die sonst für ihren eher klassischen Beauty-Look jetzt so in die Vollen geht, überrascht uns - positiv!
Zur Premiere von "La Plus Précieuse des marchandises" in Cannes, am vergangenen Freitag, erschien die Schauspielerin erstmalig mit ihrem neuen Beauty-Look. Vermutlich handelt es sich dabei um keine Permanent-Veränderung, sondern um Clip-in-Extensions, um den neuen erst einmal Look auszuprobieren. Wir finden aber, Iris Berben könnte sich ruhig dauerhaft trauen.
Mit ihrer neuen Haarfarbe beweist die 73-Jährige zum wiederholten Male: Guter Stil ist keine Frage des Alters.
Iris Berben ist eine der schönsten Frauen der deutschen TV-Landschaft - und dabei schon 67 Jahre alt! Ist sie einfach nur mit beneidenswert guten Genen gesegnet? Im exklusiven BUNTE.de-Interview konnten wir ihr einige Beauty-Geheimnisse entlocken ...
Mit bald 70 Jahren so aussehen wie Schauspielerin Iris Berben (67), ja, welche Frau wünscht sich das nicht?! Als wir die Markenbotschafterin von L'Oréal Paris während der Berlinale in Berlin treffen, sind auch wir ganz fasziniert von der einnehmenden Schönheit der Darstellerin. Und so können wir im BUNTE.de-Interview nicht umhin nachzufragen, was denn das Beauty-Geheimnis von Frau Berben ist. Und siehe da, sie hat es uns verraten - im Video oben.
Seht im folgenden Video, was Iris zu ihrer Wahnsinns-Figur sagt. Denn ihr Geheimnis dürfte insbesondere Bewegungsmuffel erfreuen: Sie treibt keinen Sport!
Das war ziemlich böse von Iris Berben (66). In der ZDF-Satire-Talkshow „Schulz und Böhmermann“ nahm sie offenbar Veronica Ferres (52) aufs Korn.
Wenn Veronica Ferres (52) diese Show sieht, kommt ihr Iris Berben (66) bestimmt ziemlich blond vor ... Im ZDFneo Satire-Talk „Schulz und Böhmermann“ spielte Berben eine besondere Rolle. Mit blonder Perücke und schicker Lederjacke trat sie als Schauspielerin „Kathrin Ferrante“ auf.
Im weiteren Verlauf der Sendung gab es dazu viele spöttische Anspielungen, die auf Ferres passen.
►Moderator Olli Schulz (43) zur verkleideten Berben: „Sie pendeln (...) zwischen Sauerland und Malibu.“
►Die fiktive Ferrante über ihre Aktivitäten im Internet: „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass ich einen Großteil meines Publikums informiere (...) - was ich auch tagtäglich eigentlich mit Freude mache ...“
►Ferrante wird u. a. als 1,80 m groß vorgestellt, ihr Durchbruch sei ein Film gewesen, in dem sie u. a. eine Kleinwüchsige darstellte: „Ich habe sehr viel auf den Knien gespielt (...) Und auch das ist Teil meiner Arbeit, die ich als Schauspielerin zu leisten habe.“
Warum zieht Iris Berben (äußerte sich öffentlich nie negativ über Ferres) ihre Kollegin durch den Kakao?
Gegenüber BILD bestreitet das Büro der Schauspielerin, dass Ferrante Veronica Ferres sei: „In der Sendung sind fiktive Charaktere erschaffen worden (...). Frau Berben trägt eine blonde Perücke, mehr ist da sicher nicht hineinzuinterpretieren.“
Nach ihrer Brustkrebs-Behandlung 2022 zeigte sich Sonya Kraus lange nur mit Perücke.
Emily Benschoter trägt pink gefärbte Haare - und ihr Arbeitgeber ist strikt dagegen. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Mitarbeiterin Perücken tragen soll.
tags: #trägt #Iris #Berben #eine #Perücke
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